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Die Teilnehmer des Jahrestreffens

Treffen zur Evaluierung der Entwicklungs-Zusammenarbeit , 02.02.2016

Erstmals fand jetzt das „Jahrestreffen der Evaluierungseinheiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ im GEOZENTRUM Hannover statt. Gastgeber der Veranstaltung, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann, war der Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ der BGR. Mehr als 40 Teilnehmer, darunter Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von staatlichen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, diskutierten über neue Ansätze zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit sowie über die kürzlich verabschiedeten „Sustainable Development Goals (SDG)“ und ihre Bedeutung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.
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Studie Quarzrohstoffe in Deutschland

Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR, 27.01.2016

Die Gewinnung heimischer Rohstoffe, insbesondere der Baurohstoffe und Industrieminerale, ist für den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur und für viele Industrien, z. B. die chemische Industrie, ein wichtiges Rückgrat. Zu den Industriemineralen gehören auch die Quarzrohstoffe, die für die Glasherstellung, Trinkwasseraufbereitung und die metallverarbeitende Industrie unverzichtbar sind. Ihre Bedeutung wächst in Zeiten der Energiewende noch weiter, wie heute auf einer Konferenz in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover deutlich wurde.

Quarz und Quarzkies werden für die Produktion von Solarzellen, Quarzsand für die Fertigung von Windkraftanlagen benötigt. „Vielfach ist gar nicht klar, dass wir ohne Industrieminerale die Energiewende nicht schaffen werden“, betonte Dr. Paul Páez-Maletz, Geschäftsführer der Quarzwerke GmbH aus Frechen auf der Konferenz, an der mehr als 100 führende Vertreter der deutschen Quarzrohstoffunternehmen, von Industrieverbänden und staatlichen geologischen Diensten teilnahmen. „Deutschland ist reich an mineralischen Rohstoffen. Sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen können wir auf die Gewinnung und Nutzung heimischer Rohstoffe nicht verzichten. Das zeigt sich auch am Beispiel der Quarzrohstoffe und ihrer Bedeutung für die Energiewende“, erklärte Dr. Volker Steinbach, Leiter der Rohstoffabteilung der BGR.
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Zur Pressemitteilung Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR: Ohne Industrieminerale keine Energiewende

Studie Schieferöl und Schiefergas in Deutschland

Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl, 18.01.2016

Trinkwasserschutz und Fracking sind aus geowissenschaftlicher Sicht miteinander vereinbar. Das ist ein Ergebnis der neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“.

Hydrogeologische Modellierungen der BGR für geologische Formationen, die für eine Schieferöl- oder Schiefergasförderung grundsätzlich in Betracht kommen, ergaben: Injizierte Fracking-Fluide steigen aus dem tieferen Untergrund nicht in das Grundwasser auf, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Auch die künstlich durch Fracking erzeugten Risse im Gestein erreichen nach den Untersuchungen nicht die zur Trinkwassernutzung geeigneten Grundwasserschichten. Fazit der BGR-Experten: Gefahren für das Grundwasser bestehen bei der Auswahl geeigneter Standorte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie der Einhaltung des Standes der Technik nicht.

Neben der Untersuchung der Umweltaspekte beim Fracking wurden in der neuen BGR-Studie auch die geologischen Ressourcen detailliert untersucht.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl in Deutschland: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar

Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto Mitte) mit Gastgebern und Podiumsteilnehmern des Parlamentarischen Abends

Parlamentarischer Abend zum Thema Arktis mit der BGR, 14.01.2016

Die deutsche Arktisforschung und Arktispolitik waren Thema eines Parlamentarischen Abends, zu dem das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und die BGR in die Landesvertretung Bremens in Berlin eingeladen hatten.

An der Veranstaltung nahmen rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Bremens Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte gemeinsam mit AWI-Präsidentin Prof. Dr. Karin Lochte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka. Diese hob in ihren einleitenden Worten die große Bedeutung der deutschen Arktisforschung für die Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik hervor. In einem einstündigen Podiumsgespräch diskutierten Botschafter Joachim Bleicker vom Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Thomas Jung vom AWI, R. Andreas Kraemer vom IASS und Dr. Christian Reichert von der BGR über künftige Herausforderungen für die Arktisforschung. Fazit der Veranstaltung: Eine enge Zusammenarbeit aller Akteure auf diesem Gebiet bildet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die unterschiedlichen Interessen in der Arktis mit ihren Chancen und Risiken berücksichtigt werden können. Der stellvertretende Präsident der BGR, Dr. Michael Kosinowski, sicherte in seinem Schlusswort ein weiterhin hohes Engagement der BGR auf diesem Sektor zu.

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Boden des Jahres 2016 - Grundwasserboden

Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden, 11.01.2016

Das Kuratorium „Boden des Jahres“, in dem auch BGR-Bodenkundler vertreten sind, hat den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016 gekürt. Fachleute bezeichnen solche Böden nach der deutschen Bodensystematik als Gleye. Die BGR hat wie schon in den Vorjahren eine Karte der Verbreitungsgebiete für den ausgewählten Boden bereitgestellt.

Gleye sind ganzjährig vom Grundwasser beeinflusst, es prägt den Standort wie kein anderer Faktor. Das typische Bodenprofil eines Gleys spiegelt die Grundwasserschwankungen im Jahresverlauf wider. In Deutschland werden Grundwasserböden oft entwässert. Dadurch wird ihr Wasserhaushalt stark gestört, seltene Lebensräume gehen verloren, Humus wird verstärkt abgebaut und die kühlende Wirkung von Feuchtgebieten gemindert. Zum Schutz der Gleye sind ein bodenschonender Maschineneinsatz und die Erhaltung eines möglichst natürlichen Wasserhaushalts erforderlich. Der Grundwasserboden ist bereits der zwölfte „Boden des Jahres“.

In den Vorjahren wurden folgende Böden ausgezeichnet: Stauwasserboden (2015), Weinbergsboden (2014), Plaggenesch (2013), Niedermoor (2012), Auenboden (2011), Stadtböden (2010), Kalkmarsch (2009), Braunerde (2008), Podsol (2007), Fahlerde (2006) und Schwarzerde (2005). Einige davon wurden bereits auf den Internetseiten der BGR vorgestellt.
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Seismogramm des nordkoreanischen Atomtests

Vermutlicher Kernwaffentest in Nordkorea, 06.01.2016

Am 6. Januar 2016 um 01:30 Uhr Weltzeit (10:00 Uhr Ortszeit, 02:30 Uhr MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong vermutlich ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Signale wurden auch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert.

An der BGR ist das Nationale Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffentest-stoppabkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) angesiedelt. Mit Hilfe des internationalen Überwachungsnetz (IMS – International Monitoring System) der CTBT-Organisation in Wien, für das auch die BGR Stationen betreibt, konnte das Ereignis in hoher Präzision lokalisiert und als Explosion identifiziert werden. Nach dem bisherigen Stand der Auswertung sprechen starke Indizien für eine Nuklearexplosion.
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Zur Pressemitteilung Nordkorea: BGR registriert vermutlichen Kernwaffentest

Vereinbarung zur Untersuchung von Bergbau-Altlasten in Peru unterzeichnet

Vereinbarung zur Untersuchung von Bergbau-Altlasten in Peru unterzeichnet, 29.12.2015

Der Gouverneur der peruanischen Region La Libertad, Luis Valdéz Farias, und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann haben am 16.12.15 in Trujillo (Peru) eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Untersuchung von Bergbau-Altlasten unterzeichnet.

La Libertad ist eine der peruanischen Regionen mit den größten Altlasten-Problemen im Bergbau. Die dort vorgesehenen Arbeiten werden sich vor allem auf den Bergbau-Distrikt Pataz und dessen Rückstände von Gold- und Buntmetall-Aufbereitungen beziehen. Die Regionalabteilungen der beiden peruanischen Ministerien für Umwelt und Bergbau beteiligen sich an den Untersuchungen, die sowohl Umweltschutz-Aspekte als auch Fragen zum Sekundär-Bergbau beinhalten.

Die Arbeiten finden im Rahmen des Programms „Förderung regionaler Bergbau-Kooperation in den Andenländern“ statt. Dieses Programm wird gemeinsam von der BGR und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem regionalen Partner CEPAL (UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik) durchgeführt. Sitz des Programm-Büros ist Santiago de Chile, Partnerländer sind Perú, Chile, Bolivien, Kolumbien und Ecuador. Während die GIZ im Programm entwicklungspolitische Themen zur Bergbau-Strategie und Stakeholder-Governance behandelt, ist die BGR für technische Fragen zu Altlasten-Problemen und Wasser-Energie-Effizienz im Bergbau der Partnerländer zuständig.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen, 17.12.2015

Großer Erfolg für die Meeresgeologen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR): Bei ihrer jetzt abgeschlossenen Schiffsexpedition INDEX 2015 im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean entdeckten die Wissenschaftler südöstlich von Mauritius großflächige Erzvorkommen am Meeresgrund in einer Tiefe von 3.100 Metern. „Die potenziellen Lagerstätten in der Tiefsee sind dreimal größer als bisher bekannt“, fasst BGR-Expeditionsleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera das Ergebnis der Forschungsfahrt zusammen.

Für die BGR war es die inzwischen 5. Ausfahrt seit Beginn der „INDEX“-Untersuchungskampagne 2011. Auf der Suche nach Metallsulfidvorkommen waren die BGR-Experten diesmal knapp 8 Wochen mit dem Forschungsschiff PELAGIA in einem 1.200 Quadratkilometer großen Teilabschnitt des Lizenzgebiets (Gesamtgröße: 10.000 Quadratkilometer) unterwegs. Die gesuchten Erze enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für hochtechnologische Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien (u. a. Windkraftanlagen, Photovoltaik) sowie für die Herstellung von Computern, Smartphones oder Fernsehgeräten benötigt. Die Metalle sprudeln als heiße Lösungen mit Temperaturen von bis zu 400 Grad aus dem Meeresboden und bilden an den Austrittsstellen so genannte „Schwarze Raucher“.
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Zur Pressemitteilung Indischer Ozean: Erfolgreiche Expedition im deutschen Lizenzgebiet BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen

Machnig / Kümpel

Neuer Newsletter, 15.12.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2015 ist erschienen.

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar, 10.12.2015

Die tiefe Geothermie birgt in Deutschland keine unbeherrschbaren Risiken für die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellt hat. Grundlage war eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Umweltbundesamt (UBA). Die tiefe Geothermie setzt meist erst unterhalb von 2.000 Metern an. Dort herrschen Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius. Um diese Erdwärme zu nutzen, kann es manchmal nötig sein, Wasser mit hohem Druck in die dortigen Gesteinsschichten zu pressen. Damit werden Fließwege für die spätere Wasserzirkulation des Geothermie-Kraftwerkes geschaffen. Bei dieser Methode kommen keine wassergefährdenden Zusätze zum Einsatz. Lediglich in Kalkstein werden gegebenenfalls verdünnte Säuren umweltverträglich eingesetzt. Schäden durch seismische Ereignisse sind bei kontrolliertem Vorgehen nicht zu befürchten.

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Zur Pressemitteilung "Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar"

Neues BGR-Kuratorium

Neues BGR-Kuratorium, 10.12.2015

In neuer Zusammensetzung trat heute (Donnerstag, 10.12.2015) das Kuratorium der BGR zusammen. Unter Leitung seines neuen Vorsitzenden, Dipl.-Geophys. Martin Bachmann (Vorstandsmitglied der Wintershall Holding GmbH), beriet das Gremium über aktuelle Entwicklungen in der Arbeit der BGR sowie über künftige Aufgaben und Herausforderungen als Ressortforschungseinrichtung der Bundesregierung. Für knapp die Hälfte seiner Mitglieder war es die erste BGR-Kuratoriumssitzung. Bei einem kleinen Rundgang durch das GEOZENTRUM Hannover, in dem die BGR ihren Sitz hat, stellte BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel den Kuratorinnen und Kuratoren einzelne Projekte und die Infrastruktur der BGR vor.
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Gondwana-Station der BGR in der Antarktis

Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station, 10.12.2015

Die Polarforschung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) steht im antarktischen Sommer 2015/2016 ganz im Zeichen von zwei großen Projekten. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, startet ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung der BGR umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen, um die Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika zu entschlüsseln. Zur gleichen Zeit führt ein Bautrupp einige hundert Kilometer weiter südlich in der Terra Nova Bucht am Rossmeer eine umfangreiche Modernisierung der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch.

Der Countdown für beide Vorhaben hat längst begonnen. Bereits Ende Oktober wurde das Material für die Baumaßnahmen an der BGR-Station in Container verpackt und vom italienischen Ravenna mit der „M/V Italica“ nach Christchurch (Neuseeland) verschifft. Am 16. Dezember geht es von dort mit 24 Forschern, Bauingenieuren, Technikern und Logistikkräften an Bord weiter in die Antarktis. Je nach Eisbedingungen wird das Versorgungsschiff sein Ziel, die Terra Nova Bucht, Weihnachten erreichen.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte: Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station - BGR-Forscher suchen nach neuen geologischen Spuren der Entstehung des vereisten Kontinents

Investor’s and Procurement Guide South Africa

DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika, 09.12.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat gemeinsam mit dem Geologischen Dienst von Südafrika (Council for Geoscience) den zweiten Teil des Handbuches über wichtige mineralische Rohstoffe in Südafrika veröffentlicht. Die neue Studie über Rohstoffvorkommen und Liefermöglichkeiten ist für deutsche Investoren und Einkäufer geeignet, um einen umfassenden Überblick über bestehende und neue südafrikanische Rohstoffpotenziale zu erlangen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Industrie.

In zwei Geländekampagnen und durch umfangreiche Recherche der aktuellen Literatur haben Experten beider Länder das Potenzial an Platingruppenelementen, Chrom und Flussspat in verschiedenen Regionen Südafrikas untersucht und neu bewertet. Die Ergebnisse und Daten zur Verfügbarkeit dieser Rohstoffe wurden nun im zweiten Teil des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“ zusammengetragen und auf der Internetseite der DERA veröffentlicht.
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Zur Pressemitteilung Neues Handbuch für Investoren und Einkäufer: DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika

BGR-Energiestudie 2015

BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick, 08.12.2015

Viele Industriestaaten und insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer mit absehbar steigendem Energiebedarf setzen für ihren zukünftigen Energiemix neben Sonne, Wind und Geothermie weiter auf Erdöl, Erdgas und Kohle. Auch Deutschland wird noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Mit einem Anteil von derzeit rund 80 % leisten Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle nach wie vor den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2015 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)*.

„Von grundlegender Bedeutung für den global nur langfristig umsetzbaren Übergang in ein kohlenstoffarmes Energiesystem ist, dass fossile Energieträger auch künftig in dem Maße bereitgestellt werden können, wie sie tatsächlich noch benötigt werden“, betont BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit.
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Zur Pressemitteilung BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick – Zahlen, Daten, Fakten

Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015

Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015, 07.12.2015

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen - erfolgreich am Markt" die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015 ausgezeichnet.

Staatssekretär Beckmeyer: "Die Preisträger leisten als kreative Vorreiter einen ganz wichtigen Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung in Deutschland. Denn ein intelligenter Einsatz von Rohstoffen ist ein zentrales Mittel um unsere Abhängigkeit von Importen zu reduzieren und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Schließlich entfallen mehr als 40 Prozent der Gesamtkosten des verarbeitenden Gewerbes auf Materialkosten. Rohstoff- und Materialeffizienz bieten gerade kleinen und mittleren Unternehmen bedeutende Einsparpotenziale."
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Zur Pressemitteilung Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015

Bodenatlas Deutschland

BGR präsentiert digitale Ausgabe des Bodenatlas, 03.12.2015

Die BGR stellt anlässlich des Weltbodentags 2015 in Berlin den ersten digitalen Bodenatlas für Deutschland vor. Die Präsentation erfolgt im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum 'Internationalen Jahr des Bodens' im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der zentralen Veranstaltung zum Weltbodentag und zur Vorstellung des Bodens des Jahres 2016 am 4. Dezember in der Landesvertretung Schleswig-Holstein. Der Bodenatlas Deutschland ist der zentrale Beitrag der BGR zum Internationalen Jahr des Bodens 2015.

Bei dem digitalen Bodenatlas handelt es sich um eine Webanwendung, die ab dem 3. Dezember 2015 online unter www.bodenatlas.de verfügbar ist. Der Atlas bietet neben geowissenschaftlichen und bodenkundlichen Karten ein breites Spektrum von Informationen zu physikalischen und chemischen Kennwerten sowie zum Wasser- und Stoffhaushalt von Böden. Die Kartenanwendung wurde auf der Grundlage des BGR-Geoviewers realisiert. Mit dem Geoviewer können die im digitalen Bodenatlas Deutschland angebotenen Geodatendienste betrachtet und untereinander kombiniert werden. Bei Interesse können die Geodaten zu den Karten auch heruntergeladen werden.
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Zur Pressemitteilung Weltbodentag 2015: BGR präsentiert digitale Ausgabe des Bodenatlas für Deutschland

Rohstoffsituationsbericht 2014

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2015

Ist die Rohstoffversorgung für den Standort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 565 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, vor allem Sand, Kies, Kali- und Steinsalz sowie weitere Industrieminerale gefördert – Rohstoffe, die vor allem für den Ausbau und Erhalt unserer Infrastruktur, die Bauindustrie sowie die chemische Industrie genutzt werden. Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 188,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 10,1 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 5,8 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Wertmäßig beträgt die heimische Rohstoffproduktion 13,5 Milliarden Euro, knapp 9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Weiterhin gilt auch, dass Deutschland bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert von niedrigen Rohstoffpreisen

Commodity Top News 47: Minimierung des Abfackelns von Erdölbegleitgas – Bedeutung und Potenziale

BGR-Kurzbericht: Globale Bedeutung des Abfackelns von Erdölbegleitgas, 30.11.2015

Noch immer werden bei der Erdölförderung weltweit große Mengen an Erdölbegleitgas einfach abgefackelt und belasten Umwelt und Klima. Um dieser Praxis entgegenzuwirken, ist Deutschland im Vorfeld der Klimakonferenz in Paris einer Initiative der Weltbank gegen das Abfackeln von Erdölbegleitgas beigetreten. Mit den ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Erdgasverbrennung bei der Erdölförderung befasst sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrem neuesten Kurzbericht „Minimierung des Abfackelns von Erdölbegleitgas – Bedeutung und Potenziale“ der Reihe „Commodity Top News“. In dem Bericht werden auch die wichtigsten Fakten zum Thema aufbereitet.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Kurzbericht: Globale Bedeutung des Abfackelns von Erdölbegleitgas

Die mongolische Delegation und Mitarbeiter der BGR im Geozentrum Hannover

Leitung der mongolischen Bergbaubehörde zu Gast im Geozentrum, 27.11.2015

Am 26. November besuchte eine siebenköpfige Delegation der mongolischen Bergbaubehörde MRAM das Geozentrum Hannover. Die Delegation informierte sich vor Ort über die aktuellen Arbeiten und Aufgaben der BGR und des LBEG, insbesondere im Bereich des Bergbaus und der mineralischen Rohstoffe. Der Besuch ist Teil einer einwöchigen Studienreise in Deutschland, bei der die Teilnehmer bereits das Oberbergamt von Sachsen in Freiberg, den Braunkohleabbau sowie Bergbaunachfolgelandschaften in der Lausitz besuchten.

Die BGR unterstützt bereits seit mehreren Jahren die mongolische Bergbaubehörde MRAM beim Aufbau ihrer fachlichen und institutionellen Kapazitäten und Kompetenzen. Gegenwärtig setzt die Bundesbehörde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das TZ-Projekt „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenentwicklung der Mineral Resources Authority of Mongolia (MRAM)“ um.
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BGR-Infostand auf der Fachmesse  „Engagement Weltweit“

BGR beteiligte sich an Fachmesse „Engagement Weltweit“, 19.11.2015

Mit einem eigenen Infostand nahm die BGR jetzt an der Fachmesse „Engagement Weltweit“ in Bonn teil. Gemeinsam mit rund 60 weiteren Einrichtungen und Organisationen informierte die BGR die rund 1.300 Besucher über Berufsperspektiven von Fachkräften in der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei gab die BGR auch einen Einblick in die eigene Arbeit. Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit ist die BGR auf dem Geosektor in 30 Ländern der Welt tätig. Dort berät sie im Auftrag der Bundesregierung nationale und internationale Kooperationspartner und führt in den Themenfeldern Energierohstoffe, mineralische Rohstoffe, Grundwasser, Boden, Nutzung des tieferen Untergrundes und Gefährdungsanalysen Projekte durch.
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Das Projekt untersucht u. a. Möglichkeiten, wie CO₂ aus Emissionen von Industrieprozessen, z. B. in Zementwerken (Foto) gebündelt und im tiefen Untergrund dauerhaft gespeichert werden kann

Neues Forschungsprojekt für den Klimaschutz, 11.11.2015

Die ansteigende Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO₂) in der Atmosphäre stellt vor dem Hintergrund der globalen und nationalen Klimaschutzziele eine große energie- und strukturpolitische Herausforderung dar. Das von der BGR koordinierte Verbundprojekt „CLUSTER“ untersucht jetzt Möglichkeiten, wie zur Dekarbonisierung des Industriestandortes Deutschland CO₂ aus Emissionen von Industrieprozessen und Kraftwerken gebündelt und im tiefen Untergrund dauerhaft gespeichert werden kann (CCS-Technologie).

An dem Projekt sind neben der BGR die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die Technischen Universitäten Clausthal und Hamburg-Harburg, die Universität Halle-Wittenberg sowie die Unternehmen Eurotechnica (Bargteheide) und DBI Gas- und Umwelttechnik (Leipzig) beteiligt. Das auf drei Jahre angelegte Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 3,9 Millionen Euro finanziert.
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Zur Pressemitteilung Neues Forschungsprojekt für den Klimaschutz: Gemeinsame Speicherung von CO₂ aus Industrieprozessen und Kraftwerken – ein zukunftsfähiger Ansatz?

BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel präsentiert dem Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig (Foto links), die neue BGR-Studie

BGR-Studie auf Rohstoffkonferenz im Wirtschafts-
ministerium vorgestellt, 11.11.2015

Das Thema Nachhaltigkeit in der Rohstoffpolitik steht im Mittelpunkt der Internationalen Rohstoffkonferenz "Verantwortung übernehmen – Nachhaltigkeit in der Rohstoffwirtschaft fördern", die zurzeit im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stattfindet. An der Veranstaltung des BMWi und der BGR nehmen rund 300 internationale Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland teil. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel präsentierte dem Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig, die neue BGR-Studie „Auswirkungen von Regelungen zur Sorgfaltspflicht in der Lieferkette von Konfliktmineralien auf kleine und mittelständische Unternehmen in der nachgelagerten Lieferkette“. Die Studie zeigt, dass gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) einnehmen. Kleine und mittlere Unternehmen stellen weltweit das Gros der Arbeitsplätze und brauchen bei der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten für mineralische Rohstoffe Unterstützung und Förderung, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen.
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BGR-Abteilungsleiter Dr. Michael Kosinowski und BGR-Bodenexperte Klaus Kruse übergeben DLG-Vorstandsmitglied Dr. Lothar Hövelmann (von links) das erste Exemplar des neuen Bodenatlas für Deutschland. Im Hintergrund der Forschungs-Hubschrauber der BGR

BGR übergibt DLG erstes Exemplar des neuen Bodenatlas, 10.11.2015

Die BGR präsentierte jetzt auf der Landtechnik-Messe „AGRITECHNICA 2015“ in Hannover den neuen Bodenatlas für Deutschland. Der zuständige BGR-Abteilungsleiter Dr. Michael Kosinowski übergab Dr. Lothar Hövelmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), das erste Exemplar. Die 144 Seiten umfassende Publikation liefert an Hand von 48 Karten sowie einer Vielzahl einzelner Abbildungen und Darstellungen auf anschauliche Weise grundlegende Informationen zu Aufbau, Eigenschaften, Funktion und Bedeutung der Böden in Deutschland. Der BGR-Atlas bietet als Standardkartenwerk eine thematische Übersicht über unsere Böden und behandelt auch Fragestellungen zu Potenzialen und Gefährdungen dieser zentralen Georessource. Die BGR beteiligt sich gemeinsam mit der DLG auf der AGRITECHNICA an der Sonderausstellung „Digital Cropping: den Standort entschlüsseln – den Ertrag verstehen“ (Halle 15, Stand G31). Auf dem Stand ist auch der Forschungs-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ der BGR zu sehen, der u. a. auch zur Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft eingesetzt wird.
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Zur Pressemitteilung Agritechnica 2015: BGR präsentiert ersten Bodenatlas für Deutschland

Geo-Show

Neuer Newsletter, 02.11.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2015 ist erschienen.

BGR-Hubschrauber bei der Landung auf dem Messegelände Hannover

BGR-Hubschrauber landet auf Messegelände, 29.10.2015

Der BGR-Hubschrauber Sikorsky S-76B ist am 29. Oktober auf dem Messegelände Hannover gelandet. Mehrere Besucher und Kamerateams beobachteten die Landung auf dem Hermesplatz. Die Bundesanstalt präsentiert den mit speziellen Messinstrumenten ausgerüsteten Hubschrauber während der Agritechnica vom 08. bis 14. November. Er dient der Behörde zur Erkundung des Bodens, des Grundwassers sowie der geologischen Schichten im Untergrund. In den vergangenen 18 Monaten wurde er u. a. im Rahmen des Projektes „Bodenparameter aus Aerodaten“ genutzt. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer großflächig in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen. Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium im Boden erfasst. Die Untersuchungen dienen der regionalen Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft.

Die Agritechnica ist die weltweit größte Landtechnik-Messe. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 2.900 Aussteller aus 47 Ländern teil. Es kamen rund 450.000 Besucher aus über 80 Ländern.
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Epizentrum des Erdbebens im Hindukusch

Erdbeben in Afghanistan, 26.10.2015

Am 26. Oktober 2015 ereignete sich um 09:09 UTC (13:39 Ortszeit) in Afghanistan ein Erdbeben der Stärke 7,5. Der Erdbebenherd befindet sich im Hindukusch etwa 50 km südlich der Stadt Jurm und in einer Tiefe von 213 km. Nach ersten Medienberichten kamen durch das Erdbeben zahlreiche Menschen ums Leben. Starke Erschütterungen waren auch in Kabul und Islamabad (Pakistan) in Entfernungen von ca. 270 km bzw. 350 km zu spüren. In internationalen seismologischen Zentren gingen sogar Erschütterungsmeldungen aus dem 1.000 km entfernten Neu Delhi (Indien) ein. Das Erdbeben konnte von der BGR an Erdbebenstationen in Deutschland in Entfernungen von mehr als 5.000 km detektiert und lokalisiert werden. Das Epizentrum (Ort des Erdbebens) liegt im nordwestlichen Gebiet der Kollisionszone zwischen der Indisch-australischen und der Eurasischen Platte.
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Zur Pressemitteilung BGR registriert in Afghanistan Erdbeben der Stärke 7,5: Erdbebenherd liegt in über 200 Kilometer Tiefe

Hintergrundwerte im Grundwasser am Beispiel von Sulfat

Grundwasser-Hintergrundgehalte im Vektorformat verfügbar, 21.10.2015

Die Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands sind jetzt im Vektorformat verfügbar und lassen sich so auf beliebige Topographien in beliebigen Maßstäben übertragen. Die Daten können über das BGR-Produktcenter heruntergeladen werden und sind außerdem über das Internet als Web Map Service (WMS) in Form von Karten und Info-Abfragen abrufbar. Der WMS-Dienst "HUEK200 HGW" kann u. a. über den BGR-Geoviewer aufgerufen werden. Der "Personenkreis Hintergrundwerte Grundwasser" der Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands (SGD) und der BGR hatte im Jahr 2010 auf der Basis von Einzelanalysen von 50.000 Grundwasserproben eine flächendeckende Übersicht der grundwasserleiterbezogenen Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands erstellt. Da für einige Spurenelemente noch größere Lücken hinsichtlich der flächenhaften Abdeckung vorhanden waren, wurde ab 2012 für 18 besonders relevante Spurenelemente wie Arsen, Bor, Barium, Cadmium, Kobalt, Chrom, Kupfer, Fluorid, Quecksilber, Molybdän, Nickel, Blei, Antimon, Selen, Thallium, Uran, Vanadium und Zink eine erneute Datensammlung und statistische Neuauswertung durchgeführt. Dies hat zu einer deutlich höheren Flächenabdeckung geführt.
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Weitere Informationen über Hintergrundgehalte der Grundwässer Deutschlands im Vektorformat

Eine inaktive Grundwasserentnahmestelle in Nord-Jordanien

Flüchtlingskrise: BGR-Projekt unterstützt bessere Trinkwasser-Versorgung in Jordanien, 20.10.2015

Jordanien gehört seit langem zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Die syrische Flüchtlingskrise hat das Problem der Trinkwasserversorgung, insbesondere im Norden des Landes, noch verstärkt. Dort sind die Grundwasserspiegel in den letzten Jahren dramatisch gefallen, wie gemeinsame Untersuchungen der BGR und dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung ergaben. In einem neuen, auf 3 Jahre angelegten Projekt der Deutsch-Jordanischen Technischen Zusammenarbeit (TZ) plant die BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weitere Maßnahmen, um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung in Nordjordanien zu erhöhen:

  • Die Einführung eines Wassermanagements in wichtigen Brunnenfeldern Nordjordaniens soll die Effizienz steigern, Kosten senken und zu einer besseren Grundwasserqualität führen. Für die drei größten Brunnenfelder des Projekts werden Brunnenfeldmanager ausgebildet.
  • Aufgrund der geologischen Struktur fallen die westlichen Bereiche des Grundwasserleiters zunehmend trocken. Die Grundwasserentnahme muss deshalb weiter in den Osten Nordjordaniens verlagert werden. Hierfür wird die notwendige geowissenschaftliche Planungsgrundlage erstellt.
  • Für das am dichtesten besiedelte Gebiet Nordjordaniens wird eine Karte der Verschmutzungsempfindlichkeit des Grundwassers erstellt. Der Schutzbedarf des Grundwassers kann so in der Landnutzungsplanung berücksichtigt werden. Wichtige Grundwasserressourcen können hierdurch vor Verschmutzung geschützt werden.

Die BGR führt seit 1959 TZ-Projekte mit Jordanien durch und war u. a. an der Erstellung der Wasserrahmenpläne beteiligt. In den letzten Jahren konnte in Jordanien ein Schutzzonenkonzept für Grundwasserbrunnen etabliert werden, welches an das in Deutschland erprobte System angelehnt ist.
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Auswirkungen der syrischen Flüchtlingskrise: BGR-Projekt unterstützt bessere Trinkwasserversorgung im Norden Jordaniens

Neue Bodenkarten veröffentlicht

„Cottbus“ und „Bayreuth“ jetzt verfügbar – weiterer Schritt auf dem Weg zu einer lückenlosen Deutschlandkarte, 14.10.2015

In der gemeinsam von der BGR und den Geologischen Diensten der Länder erarbeiteten Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) sind jetzt die Kartenblätter CC4750 „Cottbus“ und CC6334 „Bayreuth“ erschienen. Damit sind nicht nur 50 der insgesamt 55 Kartenblätter des Gesamtkartenwerks veröffentlicht, es liegen nun auch für die charakteristischen Gebiete Ost-Brandenburgs bzw. Nordsachsens sowie Nordbayerns länderübergreifende Bodenübersichten vor. Mit ihnen stehen jetzt für nahezu alle Teile Deutschlands bundesweit standardisierte und damit vergleichbare Informationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften zur Verfügung.

An der Erstellung und Einpassung der Blätter "Cottbus" und „Bayreuth“ in die bereits vorhandenen Kartenblätter waren neben der BGR als koordinierende Stelle die Staatlichen Geologischen Dienste der Länder Brandenburg, Sachsen, Bayern und Thüringen beteiligt. Die Daten der BÜK200 werden bei der Durchführung der Arbeiten zur nachhaltigen Nutzung der Böden in Deutschland benötigt. Ihre Vorteile liegen in einer hohen räumlichen und inhaltlichen Auflösung, verbunden mit der blattschnittfreien Verfügbarkeit der Daten. Die detaillierte Kartenlegende erfasst das natürliche Verbreitungsmuster der Böden und die Bodeneigenschaften bis zu einer Tiefe von zwei Metern, jeweils in enger Verbindung zu den Gesteinen ihrer Entstehung.
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Zur Pressemitteilung „Cottbus“ und „Bayreuth“ jetzt verfügbar – weiterer Schritt auf dem Weg zu einer lückenlosen Deutschlandkarte

Gletscherfront des Von Postbreen im Osten des Eisfjords in Zentralspitzbergen

Europäischer Arktisrand enthüllt letzte Geheimnisse, 13.10.2015

Forscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben bei ihren Expeditionen in der Barentssee und auf Spitzbergen weitere wichtige Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte der europäischen Arktis entdeckt. Von der bisher größten geowissenschaftlichen Kampagne der BGR in der Arktis brachten die Wissenschaftler mehr als 30 Sedimentkerne vom Meeresboden sowie über eine Tonne Gesteinsproben vom arktischen Festland für Laboranalysen mit. Die vom Schiff aus gewonnenen seismischen Rohdaten ermöglichen nach eingehender Bearbeitung räumliche Modelle des Untergrundes und lassen damit bessere Rückschlüsse als bisher auf die geologische Entwicklungsgeschichte zu.

An den von der BGR geleiteten wissenschaftlichen Programmen, die von Ende Juni bis Mitte September stattfanden, waren insgesamt 42 Forscher aus Frankreich, Italien, Kanada, Norwegen, Polen, Schweden, den USA und Deutschland beteiligt. Zwei Forscherteams untersuchten im Rahmen des Programms „Circum-Arctic Structural Events“ (CASE) an Land die Geologie Spitzbergens. Sie arbeiteten im Isfjordengebiet (CASE 17) und an der Nordküste der Insel (CASE 18). Ein drittes Team untersuchte an Bord des Forschungsschiffes OGS EXPLORA in der nördlichen Barentssee im Rahmen des Projekts „PANORAMA“ (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis) Chancen und Umweltrisiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum.

Gegenstand der geologischen Untersuchungen an Land und der geophysikalischen Messungen und Probenahmen auf See waren die Stratigraphie, Sedimentologie, Geochemie und die sedimentären Strukturen auf Spitzbergen und auf dem Barentsschelf. Besondere Berücksichtigung fanden Sedimentfolgen aus der Trias und dem Jura, die nach bisherigem Kenntnisstand das größte Kohlenwasserstoffpotenzial aufweisen. Ziel der Arbeiten ist es, die Ablagerungsgeschichte der Sedimente unter dem Meeresboden im Verlauf der vergangenen 300 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Mit geomikrobiologischen Verfahren wollen die Wissenschaftler zudem die Existenz und das Verhalten der zumeist noch unerforschten Lebensgemeinschaften am arktischen Meeresboden untersuchen. Damit soll eine Abschätzung von Einwirkungen auf sedimentäre Ökosysteme ermöglicht werden. Zudem wurden Methoden der Fernerkundung eingesetzt, um in Zukunft möglicherweise Rohstoffe von Satelliten aus orten zu können.
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Zur Pressemitteilung Größte geowissenschaftliche Arktis-Kampagne der BGR: Europäischer Arktisrand enthüllt letzte Geheimnisse

Bodenübersichtskarte BÜK200 im BGR-Geoviewer

Neu: BÜK200 im BGR-Geoviewer verfügbar, 12.10.2015

Die digitalen Karten der Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200) werden jetzt auch im Geoviewer der BGR präsentiert. Von dem gemeinsam von der BGR und den Geologischen Diensten der Länder erarbeiteten Kartenwerk sind 50 der insgesamt 55 Kartenblätter verfügbar. Mit ihnen existieren für fast alle Teile Deutschlands bundesweit standardisierte und damit vergleichbare Informationen zur Verbreitung der Böden und ihrer Eigenschaften. Die Daten der BÜK200 werden bei der Durchführung der Arbeiten zur nachhaltigen Nutzung unserer Böden benötigt. Ihre Vorteile liegen in einer hohen räumlichen und inhaltlichen Auflösung, verbunden mit der blattschnittfreien Verfügbarkeit aller Kartenblätter. Die detaillierte Kartenlegende erfasst das natürliche Verbreitungsmuster der Böden und die Bodeneigenschaften bis zu einer Tiefe von zwei Metern, jeweils in enger Verbindung zu den Gesteinen ihrer Entstehung. Alle Kartenblätter der BÜK200 sind im Produktcenter des Geozentrums Hannover in gedruckter und digitaler Form erhältlich.
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Weitere Informationen zur Bodenübersichtskarte 1:200.000 (BÜK200)

DERA-Studie

DERA-Studie: Preise für Platingruppenmetalle auf Talfahrt, 08.10.2015

Die Preise für Platingruppenmetalle sind deutlich zurückgegangen. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2015 gaben die Preise für Platin (-19 %), Palladium (-26 %) und Rhodium (-29 %) nochmals deutlich nach. Dies erhöht nach Ansicht der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) den ohnehin hohen Kostendruck auf die Bergbauunternehmen im wichtigsten Förderland für Platingruppenmetalle, Südafrika, weiter und könnte die weltweite Angebotssituation verschärfen.

Vor allem ältere Bergwerke im westlichen Bushveld Komplex zeichnen sich durch sehr hohe Bereitstellungskosten aus. Die drei wichtigsten Bergbaukonzerne Anglo Platinum Ltd., Impala Platinum plc und Lonmin plc reagieren hierauf seit einiger Zeit durch Programme zur Kostenreduzierung. So gab beispielsweise Anglo Platinum Ltd. Anfang September 2015 bekannt, sämtliche Bergwerke für Platingruppenmetalle der „Rustenberg Operations“ im westlichen Bushveld Komplex sowie die zugehörige Infrastruktur für etwa 4,5 Mrd. Rand an Sibanye Gold Ltd. zu verkaufen. Impala Platinum und Lonmin plc kündigten ebenfalls Umstrukturierungsmaßnahmen zur weiteren Kostensenkung an.

In ihrer neuesten Studie zur Rohstoffrisikobewertung der Platingruppenmetalle Platin, Palladium und Rhodium verweist die DERA ebenfalls auf die aktuell angespannte Kostensituation südafrikanischer Bergbauunternehmen. „Vor allem steigende Löhne und Energiekosten führen zu steigenden Produktionskosten“, so der DERA-Experte und Autor der Studie, Michael Schmidt.
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Zur Pressemitteilung Neue DERA-Studie zur Rohstoffrisikobewertung: Preise für Platingruppenmetalle seit Anfang 2015 auf Talfahrt

Teilnehmer an der abendlichen Podiumsdiskussion „Das neue Fracking-Gesetz – Und was wird aus der tiefen Geothermie?“

8. Norddeutsche Geothermietagung: Zukunftsperspektiven für Erdwärmenutzung, 08.10.2015

Wie können die Potenziale der Erdwärme in Norddeutschland noch besser genutzt werden? Welche Innovationen können diese umweltfreundliche Energiequelle zur Wirtschaftlichkeit führen? Über diese Fragen diskutierten 150 Fachleute gestern (07. Oktober 2015) auf der 8. Norddeutschen Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover. Veranstalter der Tagung waren die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls und Enerchange als Agentur für erneuerbare Energien.
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Zur Pressemitteilung 8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover: Experten entwerfen Zukunftsperspektiven für effiziente und umweltverträgliche Erdwärmenutzung
Zum Film 8. Norddeutsche Geothermietagung im Geozentrum Hannover

Staatssekretär Basem Telfah (Mitte), Leutnant Basem Daaja (Erster v. l.), BGR Projektleiter Dr. Mathias Toll (Fünfter v. l.) zusammen mit den lokalen Bürgermeistern, der Organisationsgruppe und Sippenführern in der Region im Anschluss an die Veranstaltung

BGR informiert in Jordanien über Trinkwasserschutz, 07.10.2015

Die BGR, das jordanische Wasserministerium und die Umweltpolizei haben jetzt gemeinsam mit örtlichen Entscheidungsträgern die Öffentlichkeit in der jordanischen Hauptstadt Amman über Maßnahmen zum Trinkwasserschutz informiert. Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, Imame, Polizeidienststellenleiter, Sippenführer und interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil, die unter der Schirmherrschaft des Staatssekretärs des jordanischen Ministeriums für Wasser und Bewässerung, Basem Telfah, stand. Gemeinsam mit ihm führten der Vertreter des Wasserlabors, Refaat Beni-Khalaf, der Leiter des technischen Büros der Umweltpolizei, Leutnant Basem Daaja und der Leiter des BGR-Projekts „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“, Dr. Mathias Toll, durch die Veranstaltung.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover

8. Norddeutsche Geothermietagung: Gesetzesänderungen im Fokus, 30.09.2015

Am 07. Oktober 2015 startet im GEOZENTRUM Hannover die 8. Norddeutsche Geothermietagung. Zu dieser Veranstaltung treffen sich zahlreiche Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich über ein breites Spektrum an Themen der oberflächennahen und der tiefen Geothermie auszutauschen.

Im Fokus steht diesmal das Thema Fracking. „Das neue Fracking-Gesetz – Und was wird aus der tiefen Geothermie?“, lautet der Titel einer Podiumsdiskussion mit Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW), der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und des Bundesverbandes Geothermie e. V. am Abend der Tagung. Am Vor- und Nachmittag liegen die Schwerpunkte bei der oberflächennahen Geothermie im Rahmen von Energieversorgungskonzepten sowie auf Erfolgsmodellen und Potenzialen für die tiefe Geothermie in Norddeutschland.
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Zur Pressemitteilung 8. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover: Geplante Gesetzesänderungen stehen im Fokus

Die Erdbeben-Karte mit der seismischen Lücke

BGR-Daten führten auf die Spur: Erloschene Tiefseevulkane als Erdbebenstopper, 30.09.2015

Chile gehört zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern der Erde. Am 1. April 2014 löste das Hauptbeben in einer Reihe von Erdstößen rund um die nordchilenische Stadt Iquique einen Tsunami aus. Die Experten waren allerdings überrascht, dass das Beben mit einer Momenten-Magnitude von 8,1 nicht noch stärker ausfiel und räumlich sehr begrenzt blieb. Geowissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sowie des Institute of Marine Sciences (CSIC) in Barcelona (Spanien) haben jetzt eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen gefunden. Sie veröffentlichen ihre Ergebnisse in dem internationalen Fachjournal Nature Communications.

Der Grund für die große Erdbebenhäufigkeit in Chile findet sich direkt vor der Küste. Dort schiebt sich die ozeanische Nazca-Platte, eine von mehreren Erdplatten im pazifischen Raum, unter die kontinentale Südamerikanische Platte. Dabei entstehen Spannungen, die sich früher oder später in Erdstößen entladen. Im Norden Chiles erstreckt sich allerdings eine etwa 550 Kilometer lange Zone, in der es seit dem Valdivia-Erdbeben von 1877 zu keiner größeren Katastrophe mehr gekommen ist. In dieser seismischen Lücke erwarten Experten das nächste große Erdbeben und kurzfristig dachte man, das Beben am 1. April sei dieses erwartete Megabeben. Doch es betraf nur den mittleren Abschnitt der Lücke und blieb deutlich unter der erwarteten Magnitude von bis zu 9,0.

Um die Ursache für die geringe Stärke des Iquique-Erdbebens von 2014 zu verstehen, haben sich die Autoren die Topographie des Meeresbodens vor Nordchile sowie seismische Daten, die die Struktur des Untergrundes zeigen, angesehen. Diese beruhen auf den seismischen Daten, die wie oben beschrieben in den 1990er Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Namen „Crustal Investigations off- and on-shore Nazca/Central Andes (CINCA)“ von BGR gesammelt worden sind. „Dabei zeigte sich, dass der Meeresboden auf der Nazca-Platte in der betroffenen Region nicht eben ist, sondern dass dort zahlreiche, teilweise mehrere tausend Meter hohe erloschene Vulkankegel stehen“, beschreiben die Autoren die Situation.

Diese „Seamounts“ genannten Unterwasserberge werden zusammen mit der Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte geschoben. In den seismischen Daten lassen sich deutlich mehrere ehemalige Seamounts erkennen, die jetzt an der Grenzfläche zwischen beiden Platten liegen und die diese Grenzfläche sowie die darüber liegende Südamerikanische Platte deformieren, d. h. vorhandene Spannung in kleinen Schritten abbauen bzw. umgekehrt verhindern, dass sie sich überhaupt aufbauen kann. Außerdem haben die Seamounts die räumliche Ausbreitung des Bruchs, der bei dem Iquique-Beben entstand, wahrscheinlich aufgehalten.

Die Gefahr eines Megabebens in der seismischen Lücke vor Nordchile ist damit nicht komplett gebannt. Ein Teil der aufgestauten Spannung hat sich aufgrund des Iquique-Bebens von 2014 allerdings schon abgebaut. Aber Berechnungen ergeben im nördlichen und südlichen Teil der seismischen Lücke zusammen immer noch das Potenzial für ein Beben mit einer Magnitude größer als 8,5. Man kann durch diese Arbeiten Erdbeben weder verhindern noch genau vorhersagen. Aber je mehr man über die Beben weiß, desto besser kann man Risiken einschätzen und entsprechende Vorkehrungen treffen.

Seit etwa fünf Jahrzehnten arbeiten Wissenschaftler und Techniker der BGR mit den jeweils modernsten geophysikalischen Methoden weltweit auf See. Sie sammeln grundlegende Daten, verarbeiten sie und interpretieren sie vor einem immer weiter sich vergrößernden Fachhintergrund mit dem Ziel, die geologische Entwicklungsgeschichte einzelner Regionen möglichst detailliert zu verstehen. Dies bildet die Grundlage für angewandte Untersuchungen zur Erfüllung der eigentlichen Aufgaben der BGR. Sie werden überwiegend an der BGR selbst durchgeführt und dienen u. a. der Ermittlung des Potenzials zur Bildung von Lagerstätten (Erdöl, Erdgas, Methanhydrate, mineralische Rohstoffe) sowie früher auch der Ermittlung des Gefährdungspotenzials an Kontinenträndern und zur Entzifferung der Klimaarchive in den Sedimentablagerungen des Meeresbodens. Einen guten Beleg dafür, dass sich diese Anstrengungen der Datengewinnung und konsequenten Archivierung auch nach Jahren, wenn das direkte Forschungsziel bereits erreicht ist, noch für andere Zwecke lohnend auszahlen, bieten jetzt die Ergebnisse zum Iquique-Erdbeben von 2014.

Im Jahre 1995 wurde unter Federführung der BGR in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Forschungs-Verbundprojekt begonnen, den Kontinentrand von Chile, auf der Seeseite beginnend, im Norden des Landes intensiv untersuchen. Dies bildete die folgerichtige Ergänzung zu einem gleichzeitig laufenden Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das die Landseite durch umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen erforschte. Im Jahre 2001 wurden diese erfolgreichen Tandemuntersuchungen im Süden Chiles fortgesetzt. Zahlreiche Einzelveröffentlichungen und eine umfangreiche Buchmonographie haben die Ergebnisse zusammengefasst. Diese Reihe wurde aber mit Erreichen der unmittelbaren Untersuchungsziele nicht eingestellt. Weitere Studien zu Entstehung, Aufbau und Eigenschaften des chilenischen Kontinentrandes wurden angestellt, u. a. mit dem Ziel, eine bessere Einordnung der Erdbebentätigkeit vornehmen zu können, oder das Auftreten von Gashydraten als potenzielle zukünftige Energiequelle für Chile zu analysieren.

Zur Publikation:
J. Geersen, C. R. Ranero, U. Barckhausen, C. Reichert (2015): Subducting seamounts control interplate coupling and seismic rupture in the 2014 Iquique earthquake area, Nature Communications
https://dx.doi.org/10.1038/ncomms9267
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Handbuch zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement

Handbuch zum Grundwasser-Management in Afrika, 28.09.2015

Grundwasser stellt eine wichtige und weltweit in vielen Regionen die einzige Trinkwasserquelle dar. Doch was man nicht sieht, schützt man auch nicht. Daher werden die kostbaren Vorräte über Landesgrenzen hinweg häufig verschwendet und verschmutzt, so auch auf dem afrikanischen Kontinent. Um die Grundwasservorräte zu sichern und zu schützen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt gemeinsam mit internationalen Organisationen und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Trainingshandbuch zur Schulung für ein grenzüberschreitendes Grundwassermanagement in Afrika entwickelt. Dieses jetzt veröffentlichte Trainingsmaterial ist weltweit einmalig.

BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel: „Organisationen wie die Nilbecken-Initiative oder die Tschadsee-Kommission können mit diesem Handbuch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen, um Aufgaben des Grundwassermanagements jetzt auch über Landesgrenzen hinweg aktiv zu übernehmen. Damit tragen wir zu einer nachhaltigeren Bewässerungslandwirtschaft und Trinkwassernutzung bei und beugen indirekt Nahrungsmittelkrisen und Erkrankungen wie Cholera vor.“
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Zur Pressemitteilung Neues Handbuch zum grenzüberschreitenden Grundwassermanagement: Sicheres Grundwasser für Afrika

Eröffnung der Ausstellung

BGR mit zahlreichen Beiträgen bei DGB-Jahrestagung, 22.09.2015

"Unsere Böden – Unser Leben" – so lautete das Motto der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) in München. Im Rahmen dieser Themenstellung waren Bodenkundler der BGR mit diversen eigenen Beiträgen und Beteiligungen umfangreich vertreten. Insgesamt gaben rund 330 Vorträge und etwa 225 Poster einen Überblick über die Breite der aktuellen bodenkundlichen Forschung in Deutschland.

„Böden sind die Grundlage unseres Lebens. Sie erzeugen rund 90 Prozent aller Nahrungsmittel und haben für viele Rohstoffe eine zentrale Bedeutung. Darüber hinaus laufen über Böden wichtige globale Stoffkreisläufe ab, die unser Klima stabilisieren. Diese Funktionen sind durch nichts zu ersetzen“, so das Helmholtz Zentrum München als Mitorganisator der Tagung. Vor diesem Hintergrund informierten sich über 800 Tagungsteilnehmer über Themen wie Bodennutzung, Böden und Klimawandel, Forschungsinfrastrukturen, Methodische Innovationen oder neue Untersuchungsmethoden im Feld. Abgerundet wurde die Woche der Bodenwissenschaften in München von verschiedenen Ausstellungen: „Best Praxis“ Bodenkunstprojekte, „Der Spaten: Ein Bodenbearbeitungsgerät im Wandel der Zeit“, „Lackprofile der wesentlichen Böden Bayerns“ sowie die Ausstellung „Bodenentdeckung“ im Deutschen Museum. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der DBG wurde Dr. Einar Eberhardt, BGR-Arbeitsbereichsleiter im Fachbereich B2.2 „Informationsgrundlagen Grundwasser und Boden“, zum Vorsitzenden der Kommission V „Bodengenetik, Bodensystematik, Bodeninformation“ gewählt.
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Weitere Informationen zum Thema "Boden"
Zur DGB-Jahrestagung 2015

Gespannte Konzentration bei der Geo-Show im Audimax

„Unterirdisch“ gute Geo-Show, 21.09.2015

Mehr als 600 Schüler nahmen am 18. September 2015 an der Geo-Show im Audimax der Leibniz Universität Hannover teil. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR beteiligten sich aktiv. Sie stellten den Schülern ihr Modell eines „Schwarzen Raucher“ vor und erklärten anschaulich den Zusammenhang zwischen Rohstoffbildung und Vulkanismus in den Ozeanen. „Unterirdisch – die Geo-Show“ wurde organisiert von der Forschungsinitiative GEO (FI:GEO) der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Kooperation mit dem Koordinationsbüro des DFG-Schwerpunktprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), das an der BGR ansässig ist.
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Weitere Informationen
Zum Film Unterirdisch - Die Geo-Show mit Johannes Büchs auf YouTube

Epizentrum des Erdbebens nahe der Westküste Chiles

Erdbeben vor der Küste Chiles, 17.09.2015

Am 16. September 2015 ereignete sich um 22:54 UTC (17.09.2015 00:54 MESZ) vor der Küste Chiles, in der Region Coquimbo ein Erdbeben. Die BGR registrierte das Erdbeben an mehreren Erdbebenstationen in Deutschland mit einer Magnitude von 8,4. Nach ersten Pressemeldungen kamen durch das Beben mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche Mauern und Häuser stürzten ein. Etwa eine Million Menschen wurden nach einer Tsunamiwarnung evakuiert.

Das Epizentrum des Erdbebens befindet sich ca. 50 Kilometer vor der Westküste Chiles, parallel der Städte Coquimbo und Illapel. Damit liegt es mehrere hundert Kilometer nördlich des stärksten, jemals durch Seismographen aufgezeichneten Erdbebens vom 22. Mai 1960, dass eine Magnitude von 9,5 erreichte. Die Herdtiefe des aktuellen Bebens befindet sich in etwa 25 Kilometer.
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Zur Pressemitteilung Erdbeben vor der Küste Chiles: BGR registriert Magnitude 8,4 – Mit Nachbeben ist zu rechnen

Über 600 Schüler bei Geo-Show in Hannover, 15.09.2015

„Unterirdisch“ geht es am 18. September 2015 ab 11 Uhr im Audimax der Leibniz Universität Hannover zu. Dann startet die gleichnamige interaktive Geo-Show, an der mehr als 600 Schüler und Schülerinnen aus dem Großraum Hannover teilnehmen werden.

Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BGR sind aktiv beteiligt. Sie stellen den Schülern ihr Modell eines „Schwarzen Raucher“ vor und erklären anschaulich den Zusammenhang zwischen Rohstoffbildung und Vulkanismus in den Ozeanen.

„Unterirdisch – die Geo-Show“ wird organisiert von der Forschungsinitiative GEO (FI:GEO) der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Kooperation mit dem Koordinationsbüro des DFG Schwerpunktprogramms IODP (International Ocean Discovery Program), das an der BGR ansässig ist.
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Zur Pressemitteilung BGR stellt „Schwarzen Raucher“ vor: Über 600 Schüler bei Geo-Show in Hannover

Die Elektronenstrahlmikrosonde der BGR.

Weltweit einmaliges Analysegerät untersucht Metallrohstoffe, 07.09.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzt sich an die Spitze bei der Methodik wissenschaftlicher Untersuchungen von mineralischen Rohstoffen. „Hyperprobe“, eine eigens für die BGR konfigurierte Elektronenstrahlmikrosonde, analysiert künftig noch zielgenauer und effizienter die Erzproben seltener und wirtschaftsstrategischer Metalle aus aller Welt.

Das Hightech-Gerät (Kosten: 1,9 Millionen Euro) ist eine Weiterentwicklung der bisher im BGR-Labor eingesetzten Mikrosonde. Seit 1968 untersuchen Elektronenstrahlmikrosonden in der BGR die Zusammensetzung der Gesteinsminerale und bringen so Anreicherungen wichtiger Wertmetalle ans Licht. Im Laufe der Jahre wurde die Messmethodik mit neuen Gerätegenerationen immer weiter verfeinert. Die analytischen Verfahren der neuen „Hyperprobe“ ermöglichen Auflösungen im Nanometerbereich, die mit dem bisherigen Gerät unerreicht schienen. Bei der Analyse regen Elektronen eine Röntgenstrahlung in der Probe an, die eine Bestimmung der Metallkonzentrationen in den mineralischen Rohstoffen mit höchster Präzision ermöglicht.
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Zur Pressemitteilung

Weitere Informationen

Kleine BodenforscherInnen unterwegs, 03.09.2015

Das GEOZENTRUM Hannover (GZH) beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder an der Sommerferienaktion der Stadt Hannover. Unter dem Motto „Ein Tag für kleine BodenforscherInnen“ erkundeten Ende August sechs Gruppen mit mehreren Kindern die verschiedenen Böden in Hannovers Stadtwald, der „Eilenriede“. Sie erfuhren, warum Saftkugler, Asseln, Regenwürmer, Tausendfüßler und Raupen für unsere Böden wichtig sind und wie man Minikomposter bastelt. Die Kinder lernten die bodenkundliche Bohrausrüstung des GZH kennen und durften mithelfen, Bohrungen bis in eine Tiefe von zwei Metern durchzuführen. Mit den Experten des GZH bestimmten sie die verschiedenen Horizonte und damit auch den Aufbau des Bodens.

In Schuhkartons legten die Kinder kleine Gärtchen für zu Hause an, in denen Kresse ausgesät wurde. Gerade diese Aktion machte auf die Bedeutung des Bodens als Grundlage für unsere Ernährung aufmerksam. Zurzeit steht jedem Erdbürger rechnerisch ca. 2.000 m² landwirtschaftlich genutzte Fläche für die Ernährung zur Verfügung. Damit die Kinder eine Vorstellung von der Größe bekamen, wurden 2.000 m² auf einer Wiese ausgemessen und abgesteckt. Die Kinder fanden so spielerisch heraus, wie viel Fläche verbraucht wird, wenn wir jede Woche ein warmes Essen mit Fleisch und Gemüse oder Spaghetti mit Tomatensoße essen. Das Freizeitheim Lister Turm organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem GEOZENTRUM Hannover, umweltpädagogischen Fachkräften des Freizeitheimes und dem Feriencardbüro der Stadt Hannover.
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Jahr des Bodens 2015
Plattform und Veranstaltungskalender zum Internationalen Jahr des Bodens 2015
Boden des Jahres 2015
Alles zum Thema Boden - Entdecken Sie Bodenwelten

Prof Dr. Norbert Jürgens, Koordinator und Leiter des BMBF-Verbundvorhabens an der Universität Hamburg, informiert über den Projektfortschritt in den derzeit fünf afrikanischen Partnerländern

SASSCAL-Workshop in der BGR, 03.09.2015

In der BGR trafen sich jetzt die Vertreter des deutschen Konsortiums im Verbundprojekt „Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management“ (SASSCAL), um sich in einem Workshop über den aktuellen Stand der Forschungsarbeiten auszutauschen. Gleichzeitig verständigten sich die 34 Projektpartner aus 11 verschiedenen Institutionen auf die weiteren Umsetzungsschritte. SASSCAL ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes interdisziplinäres Verbundprojekt mit einer Fördersumme von ca. 50 Mio. Euro (Forschungsaufwendungen und langfristige Infrastrukturmaßnahmen in den afrikanischen Zielländern), das den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und den fünf Partnerländern Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Südafrika unterstützt. Das bis 2017 konzipierte Vorhaben besteht aus 88 Teilprojekten zu den sechs Themen Klima, Wasser, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Biodiversität und Capacity Building. Die BGR deckt mit ihren Arbeiten den Forschungsbereich Grundwasser-Ressourcen und Grundwasserneubildung sowie die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Hydrogeologie-Instituten ab.
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Weitere Informationen zum Verbundprojekt SASSCAL

Zu den BGR-Exponaten gehört das Modell einer Infraschallstation, mit der in der Antarktis extrem tieffrequente und damit nicht hörbare Schallwellen gemessen werden.

Ausstellung im Auswärtigen Amt mit BGR-Exponaten, 03.09.2015

¨Nie wieder Atomtests - Deutschland und der Teststoppvertrag¨ ist der Titel einer Ausstellung im Lichthof des Auswärtigen Amt, die gestern (02.09.2015) durch Dr. Patricia Flor, Beauftragte der Bundesregierung für Abrüstung und Rüstungskontrolle und Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt sowie Dr. Lassina Zerbo, Exekutivsekretär der Kernwaffenteststopp (CTBT)-Organisation in Wien, eröffnet wurde. Die BGR als Nationales Datenzentrum für den CTBT beteiligt sich an der Ausstellung mit zahlreichen Exponaten. So ist das Modell einer Infraschallstation zu sehen, mit der in der Antarktis extrem tieffrequente und damit nicht hörbare Schallwellen gemessen werden. Ein Monitor im Lichthof zeigt in Echtzeit die Daten der hochempfindlichen seismischen BGR-Messstation im Bayerischen Wald, die heimliche Atomtests aufzudecken hilft. Ein installierte Seismometer ermöglicht es den Besuchern, selbst ein Minibeben auszulösen und sichtbar zu machen. Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich und kann noch bis zum 15.10.2015 besichtigt werden.
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Zur Ausstellung im Auswärtigen Amt

Tag der offenen Tür

Neuer Newsletter, 01.09.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2015 ist erschienen.

Jugendliche bei Filmaufnahmen in ihrem Heimatort im Norden Namibias

Jugendfilmprojekt in Namibia gestartet, 01.09.2015

In der vergangenen Woche fiel der Startschuss zu einem Jugendfilmprojekt zum Thema Wasser, das die BGR im Rahmen des TZ-Vorhabens „Grundwassermanagement im Norden Namibias“ durchführt. Während der nächsten Wochen wird ein namibisch-deutsches Filmteam zusammen mit einer Gruppe namibischer Jugendlicher einen Dokumentarfilm entwickeln. Er wird die Bedeutung der Ressource Wasser im Leben der jungen Menschen thematisieren. Der Film soll bis zum Jahresende fertiggestellt werden und kann anschließend in Namibia und in anderen, von Wasserknappheit bedrohten Regionen zur Bildungsarbeit verwendet werden. Mit seinem spezifischen Fokus auf die lokale Perspektive namibischer Jugendlicher ergänzt der Film die bereits vorhandenen Bildungsmaterialen der BGR zum Thema Grundwasser.
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Weitere Informationen zum Grundwassermanagement im Norden Namibias

Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel informierte sich bei BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz über die BGR-Projekte in der Internationalen Zusammenarbeit

BGR präsentierte sich beim „Tag der offenen Tür“ in Berlin, 31.08.2015

Mehr als 150.000 Besucher erlebten am Wochenende den „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“. Mit dabei auch die BGR, die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jeweils mit einem eigenen Stand präsentierte. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im BMZ auch der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel. Er ließ sich von der zuständigen BGR-Fachbereichsleiterin Franca Schwarz die aktuelle Situation in den BGR-Projekten der Internationalen Zusammenarbeit erläutern. Auf dem BGR-Stand im BMWi erlebten die Besucher ungewöhnliche Exponate wie z. B. einen „Schwarzen Raucher“, den BGR-Meeresgeologen auf einer Expedition im Indischen Ozean aus knapp 4.000 Meter Tiefe geborgen hatten. Als heiße Quellen fördern die Erzschlote wertvolle Metalle aus dem Meeresboden. Außerdem erfuhren die Gäste Wissenswertes über die Geothermie sowie Energiespeicher im Untergrund als wichtige Beiträge zur Energiewende. Aktionen, bei denen die Besucher z. B. unterschiedliche Bodenarten erfühlen mussten, rundeten das Programm ab.
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Die indonesischen Teilnehmer der Studienreise mit Vertretern der BGR

Indonesische Delegation zu Besuch in der BGR, 27.08.2015

Eine indonesische Delegation hat am Dienstagvormittag, dem 25. August 2015, das GEOZENTRUM Hannover besucht. Die Teilnehmer repräsentierten die Leitungsebene des nationalen Planungsministeriums und der neuen Partnerorganisation des bilateralen Kooperationsprojektes „Verminderung von Georisiken“ der BGR in Indonesien. Diese Partnerorganisation ist die Trainingsbehörde des Ministeriums für Energie und Rohstoffe. Dieser Besuch war Teil einer Studienreise durch Deutschland. Die Teilnehmer besuchten u. a. das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz in Mainz, die hochschuldidaktische Arbeitsstelle der TU Darmstadt, den GeoPark Vulkaneifel, das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge e. V. in Bonn und die Akademie für Internationale Zusammenarbeit in Bad Honnef.
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Diskussion auf der Weltwasserwoche über Maßnahmen der Wasserver- und Entsorgung der Flüchtlinge in den syrischen Nachbarstaaten

Flüchtlingskrise – BGR diskutiert mit Experten über Wasserversorgung, 27.08.2015

Aus Anlass der Flüchtlingsströme aus Syrien diskutierten BGR-Experten auf der Weltwasserwoche 2015 in Stockholm mit Vertretern des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) und des jordanischen Wasserministeriums (MWI) über Maßnahmen zur Lösung der Wasserprobleme in den benachbarten Ländern Jordanien, Libanon, Türkei, Ägypten und Irak. Dort sind bereits über 4 Millionen syrische Flüchtlinge registriert worden. Die massive Einwanderung erhöht den Druck auf die ohnehin knappen Wasserressourcen in einer der wasserärmsten Regionen der Welt. Durch den weitgehend unkontrollierten Zustrom von Flüchtlingen ist die vorhandene Infrastruktur zur Wasserver- und Abwasserentsorgung in den betroffenen Gemeinden vollkommen überlastet. Daher müssen Managementstrategien entwickelt werden, um zusätzliche Versorgungsstrukturen für Flüchtlinge in den Lagern, Zeltsiedlungen und Gastgemeinschaften aufzubauen.
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Zum Programm der World Water Week

Die Teilnehmer am BGR-Training

BGR-Training in Laos für mehr Umweltschutz im Bergbau, 24.08.2015

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat die BGR jetzt in ihrem Projekt „Bergbauberatung Laos II“ ein internationales Training zum Umweltschutz im Bergbau durchgeführt. 35 Vertreter aus den 10 ASEAN-Staaten (Association of Southeast Asian Nations) nahmen an der dreitägigen Veranstaltung in der laotischen Hauptstadt Vientiane teil. Bei dem Training, zu dem auch der Besuch eines Kupfer-Gold-Bergwerkes gehörte, lernten die Teilnehmer Präventionsmaßnahmen und Managementmethoden zur Behandlung säurehaltiger Abwässer aus dem Bergbau kennen. Die Trainingsmaßnahme fand im Rahmen der BGR-Kooperation mit der ASEAN und der ASOMM-Arbeitsgruppe (ASEAN Senior Officials Meeting on Minerals) statt. Ziel des BGR-Projekts in Laos ist es, die zuständigen Behörden zu unterstützen, den Bergbausektor gezielter zu steuern und die staatliche Bergaufsicht zu verbessern.
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Messgebiete im Projekt Aeroelektromagnetische Kartierung Zeeland (NL)

Abschluss der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland, 20.08.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt ab dem 24. August 2015 in der Provinz Zeeland im südwestlichen Bereich der Niederlande wieder aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung Abschluss der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland (Niederlande): BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

CGL-Direktor V. Darkhaanbaatar und Dr. Christian Glass von der Deutschen Botschaft in Ulan Bator bei der Überreichung der Urkunde zur Akkreditierung

BGR-Partnerlabor in der Mongolei mit Höchststandards, 18.08.2015

Das von der BGR unterstützte Geologische Zentrallabor der Mongolei (CGL) in Ulan Bator erfüllt die höchsten Qualitätsanforderungen. Das auf Geologie, Bergbau und Umwelt spezialisierte CGL mit 150 Angestellten erhielt jetzt eine dritte Akkreditierung auf Grundlage der Standards der Internationalen Organisation für Normen (ISO). Diese dreifache Auszeichnung ist nicht nur einmalig in der Technischen Zusammenarbeit im Rahmen der Entwicklungshilfe. Das CGL stieß damit auch in die Elitegruppe der Fachlabore auf seinem Gebiet vor. Nur fünf der 800 von der US-amerikanischen Akkreditierungsorganisation ANSI/ASQ American Accreditation Board (ANAB) akkreditierten Labore können einen derart breiten Qualitätsstandard aufweisen.

Seit 2005 erwarb das CGL zunächst die Akkreditierung als Testlabor, später als Referenzmaterialhersteller und jetzt die Zulassung als Ringversuchsveranstalter zur Qualitätskontrolle von Routinelabors. Jede Akkreditierung garantiert einen internationalen Qualitätsstandard sowie die weltweite Anerkennung der Ergebnisse und Produkte. Akkreditierungen sind offizielle Kompetenzbestätigungen und werden nur nach eingehender mehrtägiger ISO-Prüfung durch eine unabhängige Akkreditierungsorganisation erteilt.
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Zur Pressemitteilung Weltweit einmalig in der Technischen Zusammenarbeit: BGR-Partnerlabor in der Mongolei erfüllt höchste Standards

Zur Vorbereitung auf die Expedition wurde in Bremerhaven auf dem Arbeitsdeck der OGS EXPLORA ein knapp 4.000 m langes seismisches Messkabel der BGR auf die hydraulische Bordwinde gespult

BGR-Forschung in der Arktis, 17.08.2015

Forscher der BGR versuchen jetzt in der Barentssee und auf Spitzbergen weitere wichtige Puzzleteile zu finden, um die komplexe Geologie der Arktis besser verstehen zu können. Bisher liegen zum geologischen Untergrund des weitgehend eisbedeckten Nordpolargebietes nur wenige Daten vor.

Von Tromsø (Norwegen) aus startete ein Team an Bord des Forschungsschiffes OGS EXPLORA zu einer Expedition im Rahmen des Arktisprojekts „PANORAMA“ (Potenzialanalyse des Europäischen Nordmeeres und angrenzender Randmeere der Arktis). Die Forscher untersuchen in der nördlichen Barentssee die Chancen, aber auch die Umweltrisiken einer möglichen Nutzung von Energierohstoffen im arktischen Raum. Dabei setzen sie geochemische, geologische und geophysikalische Methoden ein, um die Ablagerungsgeschichte der Sedimente unter dem Meeresboden im Verlauf der vergangenen 300 Millionen Jahre zu rekonstruieren. Mit geomikrobiologischen Verfahren wollen die Wissenschaftler zudem die Existenz und das Verhalten der zumeist noch unerforschten Lebensgemeinschaften am arktischen Meeresboden untersuchen. Damit soll eine Abschätzung von Einwirkungen auf sedimentäre Ökosysteme ermöglicht werden.

Zur gleichen Zeit finden geologische Arbeiten auf Spitzbergen im Rahmen des BGR-Programms CASE (Circum-Arctic Structural Events) statt. Dort untersuchen die Wissenschaftler mit Hilfe eines Transport-Helikopters Struktur und Zusammensetzung der schwer zugänglichen Gesteinsformationen.
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Zur Pressemitteilung BGR-Forschung in der Barentssee-Region: Mit Schiff und Helikopter den Rätseln der Arktis auf der Spur

Studie „Assessing and Enhancing the Contribution of Small and Medium-scale Enterprises to Due Diligence for Responsible Mineral Supply Chains“

Studie zum Umgang mit „Konfliktrohstoffen“, 12.08.2015

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nehmen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit sogenannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) ein. Die Firmen, die weltweit das Gros der Arbeitsplätze stellen, stehen bei der praktischen Umsetzung internationaler Leitlinien und Gesetze aber häufig vor großen Herausforderungen. Deshalb benötigen sie bei der Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten für mineralische Rohstoffe weitreichende Unterstützung und Förderung, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unter dem Titel „Assessing and Enhancing the Contribution of Small and Medium-scale Enterprises to Due Diligence for Responsible Mineral Supply Chains“.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie veröffentlicht: Empfehlungen zum Umgang mit „Konfliktrohstoffen“ für kleine und mittlere Unternehmen

Empfang der somalischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover

Delegation aus Somalia zu Gast im GEOZENTRUM, 03.08.2015

Auf Einladung der BGR besuchten in der vergangenen Woche zwei Vertreter des somalischen Ministeriums für Erdöl und Mineralische Ressourcen das GEOZENTRUM Hannover. An dem vom Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisierten Austausch nahmen auch Kollegen aus dem Fachbereich „Geologie der Energierohstoffe“, aus der Abteilung für Betriebsüberwachung des LBEG sowie ein Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) teil.

Das Ziel des Treffens bestand darin, gemeinsam mit den somalischen Kollegen Ideen zu entwickeln, wie die BGR den Aufbau des neu gegründeten Ministeriums und des geologischen Dienstes im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit unterstützen kann. Die somalischen Kollegen sehen besonders großen Bedarf an Maßnahmen der Organisationsberatung und des Capacity Development. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kohlenwasserstoff-Sektor. Hier sieht sich das somalische Ministerium derzeit mit einem gesteigerten Interesse internationaler Öl- und Gaskonzerne konfrontiert.
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Botschafter Dr. Wolfgang Manig (Foto links) besichtigt das neue Labor

Deutscher Botschafter eröffnet Labor in Bukavu, 15.07.2015

Der deutsche Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo, Dr. Wolfgang Manig, eröffnete jetzt in Bukavu ein neues Labor zur Untersuchung von Konfliktmineralen. In dem Labor werden Erzproben aus dem Kongo für den von der BGR entwickelten chemisch-mineralogischen „Fingerprint“ aufbereitet. Mit Hilfe des analytischen Fingerabdrucks ist es möglich, die Herkunft von mineralischen Rohstoffe wie Coltan, Zinn und Wolfram zu bestimmen. Er dient als Kontrollinstrument, um das im Rahmen von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in der Region der Grossen Afrikanischen Seen (Zentral- und Ostafrika) eingeführte Zertifizierungssystem für legal abgebaute und gehandelte Rohstoffe zu unterstützen.

An der Laboreröffnung nahmen auch der Gouverneur der kongolesischen Provinz Süd-Kivu und der Koordinator der afrikanischen Regionalorganisation ICGLR teil. Das Labor wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und wird von der BGR und ihren Projektpartner betrieben.
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BGR-Seismologe Dr. Thomas Plenefisch erklärt Schülerinnen, wie und wo Erdbeben entstehen

BGR-Workshops „Erdbebenmessung“ auf der IdeenExpo, 13.07.2015

Die BGR beteiligte sich mit zwei Workshops zum Thema „Erdbebenmessung“ an der diesjährigen IdeenExpo auf dem Messegelände in Hannover. BGR-Experten demonstrierten Schülerinnen und Schülern, wie und wo Erdbeben entstehen und auf welche Weise die BGR Erdbeben erfasst. Vorgestellt wurden auch digitale Applikationen, mit denen Nutzer die aktuelle Erdbebensituation weltweit beobachten und sogar Erschütterungen selber messen können.

An der IdeenExpo 2015 als bundesweit größtem Jugendevent für Naturwissenschaften und Technik nahmen rund 230 Aussteller teil. Darüber hinaus wurden ca. 650 Workshops und eine Vielzahl an Veranstaltungen angeboten. Die IdeenExpo verzeichnet in diesem Jahr einen Besucherrekord von 351.000 Besuchern.
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Seismische Registrierungen (Bodenschwinggeschwindigkeiten) an der Station FAHL, 8 km nördlich des Epizentrums

Ergebnisse der Untersuchungen zum Erdbeben bei Emstek, 09.07.2015

Seismologen des Niedersächsischen Erdbebendienstes (NED) im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stellen am Dienstag, 21.07.2015 die Untersuchungsergebnisse zum Erdbeben bei Emstek (Landkreis Cloppenburg) vor.

Zu der öffentlichen Informationsveranstaltung von LBEG, BGR und der Gemeinde Emstek am Dienstag, den 21.07.2015 um 18 Uhr im Rathaus, Am Markt 1 in 49685 Emstek sind Medienvertreter herzlich eingeladen.

Das Erdbeben mit der Lokalmagnitude (ML) 3,1 ereignete sich am 19.12.2014 etwa zweieinhalb Kilometer östlich von Emstek im nördlichen Bereich der Erdgaslagerstätte Goldenstedt / Visbek. Die Seismologen des LBEG und der BGR stufen einen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und der Erdgasförderung als sehr wahrscheinlich ein. Die Auswertung des Erdbebens erfolgte auf Basis seismischer Aufzeichnungen von Messstationen von Bund, Ländern, Universitäten und Industrie sowie auf Grundlage von Beobachtungen durch die Bevölkerung (Makroseismik).
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Zur Pressemitteilung Erdbeben bei Emstek vom 19.12.2014: Seismologen stellen Untersuchungsergebnisse vor

Bergbau in Entwicklungsländern

Studie zu Rohstoffverträgen veröffentlicht, 02.07.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt eine Studie zur Praxis von Rohstoffverträgen herausgegeben. Die Studie mit dem Titel „Natural Resource Contracts as a Tool for Managing the Mining Sector” untersucht die Wechselwirkungen zwischen Rohstoffverträgen und gesetzlichen Regelungen für den Bergbausektor und berichtet über Erfahrungen von Unternehmern, Regierungsvertretern und NGOs aus konkreten Vertragsverhandlungen.

Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellt wurde, soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung des „CONNEX-Prozesses“ leisten. Er unterstützt Entwicklungsländer im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit Beratungsangeboten beim Abschluss von Rohstoffverträgen. Rohstoffe stellen in vielen Entwicklungsländern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Das Thema stand auch auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im Juni in Deutschland. In der Abschlusserklärung hatten die G7-Staaten noch einmal ausdrücklich ihre Unterstützung für den „CONNEX-Prozess“ betont.

Laut Studie gibt es einen positiven Trend zu mehr Rechtssicherheit im Bergbausektor durch Gesetze und staatlich festgeschriebene Modellverträge. Diese Entwicklung sollte aus Sicht der BGR unterstützt werden.
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Zur Pressemitteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit: BGR veröffentlicht Studie zu Rohstoffverträgen

Weltweit einmaliges Messsystem getestet

Neuer Newsletter, 01.07.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2015 ist erschienen.

Aussetzen einer Wärmestromsonde auf TFS Sonne. Mit Hilfe dieses Gerätes kann die Meerwasserzirkulation in den Gesteinsschichten unterhalb der Tiefseesedimente indirekt nachgewiesen werden.

BGR-Forscher entdecken großflächige Wasserzirkulation , 25.06.2015

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt im Zentralpazifik weitere Erkenntnisse über die Entstehung der Manganknollen am Meeresboden gewonnen. Bisher gingen die Wissenschaftler davon aus, dass die Knollen ihre Metalle nur aus dem Sediment in rund 4300 Meter Wassertiefe erhalten. Ein Teil der Rohstoffe (Mangan, Kupfer, Nickel, Kobalt) entstammen aber auch aus den unterhalb der Sedimente liegenden Gesteinsschichten, wie die Meeresforscher bei der jetzt durchgeführten Forschungsfahrt „SO-240“ herausfanden. Ursache dafür ist eine großflächige Meerwasserzirkulation im Untergrund des Ozeanbodens. Die BGR-Experten hatten an Bord des neuen deutschen Tiefseeforschungsschiffs "SONNE" sechs Wochen lang den Meeresboden im Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko untersucht.

Bei der Expedition SO240/FLUM konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass die in den Gesteinsschichten unterhalb der Sedimente stattfindende Meerwasserzirkulation großflächig in der untersuchten Tiefseeregion auftritt. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass diese Zirkulation nur lokal an den untermeerischen Bergen (Seamounts) vorkommt. Das Meerwasser entzieht dabei dem Ozeanboden signifikante Mengen an Wärme und chemischen Inhaltsstoffen, die sowohl dem Ozeanwasser als auch den Sedimenten und den Manganknollen zugeführt werden.

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Zur Pressemitteilung

GZH-Teilnehmer des Behördenmarathons.

Behördenmarathon: GZH-Team erstmals unter den Top Ten, 25.06.2015

Beim diesjährigen Behördenmarathon (24.06.2015) ist ein Team des Geozentrums Hannover erstmals unter die Top Ten gekommen. „Quick & Dirty“ belegte den 9. Platz von 243 teilnehmenden Staffeln. Aber auch die beiden anderen GZH-Teams „Turbidite“ und „rolling stones“ haben sich „super geschlagen“ und mit tollen Einzel-Leistungen am Ende die Plätze 98 und 100 belegt. Insgesamt nahmen 1.701 Läufer am diesjährigen niedersächsischen Behördenmarathon um den Maschsee teil.
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Direkt zu den Ergebnissen

Der neue BGR Report.

BGR Report – Ton unter der Lupe, 24.06.2015

Der aktuelle BGR Report der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bietet wieder wertvolle Einblicke in die Welt der Geowissenschaften. Die Inhalt umfassen die Aspekte Rohstoffe, Boden, Grundwasser, unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum sowie Georisiken und -informationen.

In der jetzigen Ausgabe erfahren Sie beispielsweise viel Wissenswertes über die Tonsteinforschung und Arbeiten zur Endlagersuche. So hat die deutsche Bundesregierung in 2013 die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe ins Leben gerufen. Sie soll Kriterien für die Endlagersuche erarbeiten. Dabei steht die BGR der Kommission als ständiger Gast beratend zur Seite.

Die Inhalte des BGR Report sind in vier Kapitel unterteilt: Sie beschreiben die „Projekte“ des Vorjahres und enthalten einen „Ausblick“ auf kommende Aufgaben der BGR. Der Magazinteil „Spektrum“ informiert über weitere Ereignisse. Zwei Kurzinterviews im Kapitel „Menschen und Projekte“ runden die Ausgabe ab. Farbbalken zu Kapitel und Rubriken ermöglichen eine schnelle Navigation durch die Broschüre.

Der BGR Report ist kostenlos erhältlich. Zudem steht die Ausgabe auf CD-ROM zur Verfügung.
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Direkt zum neuen BGR Report

Dr. Rainer Baritz auf der Fachtagung „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“ in Berlin.

Abschlusskonferenz des Netzwerks Vulnerabilität, 12.06.2015

Anfang Juni 2015 fand in Berlin die Fachkonferenz „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“ des Netzwerks Vulnerabilität statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellte BGR-Bodenwissenschaftler Dr. Rainer Baritz, als Vertreter des Netzwerks, die Methoden und Ergebnisse der Vulnerabilitätsanalyse für Deutschland für das Handlungsfeld Boden vor. Im Vordergrund standen dabei Auswertungen zur Bewertung der Klimawirkung und der potenziellen Auswirkungen auf den Boden für die Gegenwart und die nahe Zukunft (2021-2050). Für die Bewertungen hat die BGR Daten zur Bodenerosionsgefährdung (Wasser, Wind) und zum Bodenwasserhaushalt (Sickerwasserrate, Effektive Wasserbilanz in der Vegetationsperiode) für unterschiedliche Klimaszenarien bereit gestellt.  

Das Netzwerk Vulnerabilität besteht aus 16 Bundesbehörden und -institutionen sowie einem wissenschaftlichen Konsortium. Ziel des Netzwerkes ist es, aufzuzeigen, wie verwundbar (vulnerabel) Deutschland gegenüber dem Klimawandel ist. Das Netzwerk trägt dazu bei, die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) und den „Aktionsplan Anpassung“ (APA) der Bundesregierung umzusetzen.

Die DAS zielt darauf ab, die Vulnerabilität (Verwundbarkeit) relevanter Sektoren gegenüber den Folgen des Klimawandels zu mindern. Zu diesem Zweck wurde eine aktuelle, einheitliche und sektorenübergreifende Analysemethode entwickelt. So wurden deutschlandweit die Regionen und Handlungsfelder identifiziert, die besonders durch den Klimawandel gefährdet (vulnerabel) sind.
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Weitere Informationen zum Thema Boden

Zum Netzwerk Vulnerabilität

Mitarbeiter von MRAM und BGR während des Austauschs in Hannover

Mongolische Delegation zu Gast bei der BGR, 02.06.2015

Im Rahmen der deutsch-mongolischen Technischen Zusammenarbeit besuchten jetzt fünf Experten der Partnerbehörde „Mineral Resources Authority of Mongolia, MRAM“ die BGR. Während des fünftägigen Studienaufenthalts tauschten sich Experten beider Behörden über die Planung, Umsetzung und Anwendung von 3D-Modellierungen in den Geowissenschaften aus. Mitarbeiter der BGR stellten Arbeitsbereiche in der BGR vor, in denen 3D-Modelle entwickelt und angewendet werden. Dadurch erhielten die mongolischen Experten einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit 3D-Modellen.

Im Rahmen des TZ-Projekts „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenentwicklung in MRAM“ unterstützt die BGR seit etwa einem Jahr die Partnerbehörde bei rohstoffwirtschaftlichen Bewertungen der mineralischen Vorkommen der Mongolei.
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Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei

Neue Studie zur Rohstoffrisikobewertung von Zink veröffentlicht

Neue Studie zu Zink veröffentlicht, 01.06.2015

Trotz neuer Bergbauprojekte weltweit können kurz- bis mittelfristig Defizite am Zinkmarkt auftreten. Der Grund: Nicht alle zusätzlichen Kapazitäten werden voraussichtlich rechtzeitig den Markt erreichen, um Bergwerksschließungen aufzufangen und gleichzeitig eine starke Nachfrage abzudecken. Die Versorgungslage bei Zink ist aufgrund der zahlreichen neuen Projekte langfristig jedoch unkritisch. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer neuen Studie „Rohstoffrisikobewertung – Zink“. Der Rohstoff wird im Wesentlichen zum Verzinken von Stahl als Korrosionsschutz eingesetzt, beispielsweise in der Automobil- und Bauindustrie.

Für deutsche Unternehmen ist Zink ein bedeutender Rohstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies spiegelt sich auch in den deutschen Nettoimporten wider. Bei Feinzink, Zinklegierungen und Zinkstaub zählt Deutschland zu den größten Nettoimporteuren weltweit. Einen wichtigen Beitrag für die Verfügbarkeit von Zink leistet auch das Recycling. Das Metall kann in allen Produktionsstufen in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. Weltweit liegt die Recyclingrate für Zink aus Endprodukten bei über 50 %, in Europa sogar bei 70 %.

Wichtigster Treiber der globalen Zinknachfrage ist China. Gleichzeitig ist das Land weltweit bedeutendster Produzent von Zinkerzen und -konzentraten sowie Zinkmetall. Trotz der chinesischen Dominanz ist der Zinkmarkt derzeit noch vergleichsweise gut diversifiziert.
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Zur Pressemitteilung "DERA veröffentlicht neue Studie - Mittelfristig weiterhin Defizite am Zinkmarkt möglich"

Die Region um Azraq in Jordanien ist eine der wasserärmsten Regionen der Welt. Basalte und Halbwüsten prägen das Landschaftsbild

Jordanische Regierung setzt Vorschlag der BGR um, 27.05.2015

Die Regierung von Jordanien hat jetzt einen Vorschlag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aufgegriffen und eine Begrenzung der Grundwasserentnahme zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen beschlossen. Die Regelung betrifft den Norden des Königreichs, dessen Grundwasserspeicher auch das Trinkwasser für die Großstädte Amman, Zarqa und Irbid liefern. Jordanien leidet bereits seit langem unter extremer Wasserknappheit und zählt zu den zehn wasserärmsten Ländern der Welt. Verschärft wurde die Situation zuletzt durch die Flüchtlingsströme aus dem nördlichen Nachbarland Syrien.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit berät die BGR das jordanische Wasserministerium bereits seit vielen Jahren bei gemeinsamen Projekten zum Grundwassermanagement und Grundwasserschutz. Die jordanische Regierung schätzt die Expertise der BGR in der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Empfehlungen der BGR werden regelmäßig in der Wasserrahmenplanung berücksichtigt. So auch jetzt, als das Kabinett in Amman auf Grundlage eines Fachberichts der BGR für den Norden ein Maßnahmenpaket beschloss, um das weitere Absinken der Grundwasserspiegel aufzuhalten. So werden die Genehmigungen zur Grundwasserentnahme für Bewässerungszwecke deutlich begrenzt und bei einer Überschreitung der Grenzwerte Gebühren erhoben. Auch tiefere Bohrungen bei bestehenden Bewässerungsbrunnen sind nicht mehr erlaubt. Zudem soll es eine verstärkte Beobachtung der Grundwasserspiegel geben.
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Zur Pressemitteilung Regierung setzt BGR-Vorschlag um: Jordanien begrenzt Grundwasserentnahme zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen

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Stellungnahme der BGR zum geplanten Asse-Schacht, 18.05.2015

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über den geplanten Schacht 5 zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse (Landkreis Wolfenbüttel) stellt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) klar: Die geologische Auswertung der BGR zur Erkundungsbohrung für Schacht 5 (Remlingen 15) am Endlagerstandort Asse zeigt, dass diese Bohrung nicht die erwarteten älteren Steinsalzschichten angetroffen hat, sondern jüngere Schichtfolgen aus Steinsalz. Das würde bedeuten, dass die Bohrung den Randbereich der Salzstruktur der Asse angetroffen hat und die Ausdehnung des Salzkörpers geringer ist als erwartet. Dies schließt allerdings den Bau eines Schachtes am Standort grundsätzlich nicht aus.

Endgültige Aussagen zur Salzstruktur der Asse können erst nach Vorliegen der geochemischen Untersuchungen und weiterer untertägiger Georadarmessungen sowie ggf. weiterer untertägiger Bohrungen gemacht werden.
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Zur Pressemitteilung BGR-Stellungnahme zum geplanten Asse-Schacht: Ausdehnung des Salzkörpers geringer als erwartet


Die Teilnehmer der Fachexkursion nach Ostfalen.

Fachaustausch zu Geoinformationen, 15.05.2015

Der BGR-Fachbereich „Geoinformationen, GIW-Geschäftsstelle, Stratigraphie“ führte jetzt die 30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC) erfolgreich durch. Das GIC bringt einmal im Jahr Mitglieder geologischer Dienste aller Kontinente zusammen, um einen Fachaustausch zur Entwicklung  geowissenschaftlicher Informationssysteme und Geodateninfrastrukturen zu ermöglichen. In diesem Jahr nahmen insgesamt 33 Geowissenschaftlerinnen teil. Während der Veranstaltung wurde über aktuelle Themen wie die INSPIRE-Umsetzung, Datenmanagement in der Öl- und Gasindustrie und das OneGeology-Projekt referiert und diskutiert. Die Tagung wurde durch eine Fachexkursion (Braunkohletagebau, Paläolithische Ausgrabungsstätte, Stromatoliten-Aufschluss) nach Ostfalen abgerundet.  
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Wanderung in die Wasserschutzzonen I bis III des Wadi al Arab-Brunnenfeldes

BGR präsentiert sich auf der „Deutschen Woche 2015“ in Jordanien, 13.05.2015

Auf der jetzt durchgeführten „Deutschen Woche 2015“ in Jordanien präsentierte sich die BGR mit einem Informationsstand und einer Feldexkursion. So stellte die BGR u. a. das aktuelle TZ-Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzung“ vor. Die BGR-Experten Dr. Mathias und Florian Brückner informierten über die Aufgaben der BGR und die Projekte in Jordanien. Mit mehreren interessierten Besuchern und Vertretern der deutschen Botschaft erwanderten sie die von dem jordanischen Wasserministerium und der BGR erarbeiteten Wasserschutzzonen I bis III des Wadi al Arab-Brunnenfeldes.

Die „Deutsche Woche 2015“ wurde auf Initiative des deutschen Botschafter Ralph Joseph Tarraf in Jordanien veranstaltet.
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Weitere Informationen zur Deutschen Woche
Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Teilnehmer des deutsch-arabischen Masterstudienganges

Deutsch-arabischer Masterstudiengang besucht BGR, 12.05.2015

Insgesamt 25 Studenten des deutsch-arabischen Masterstudiengangs „Integriertes Wasserressourcen-Management“ (IWRM) des Institutes für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (Fachhochschule Köln) besuchten am 11. Mai 2015 die BGR. Sie informierten sich über die Arbeit und die Projekte der BGR. Der Besuch ist Bestandteil eines gemeinsamen Programms der Fachhochschule Köln sowie der University of Jordan (Amman) zur Qualifizierung deutscher und arabischer Fachkräfte in Jordanien und Deutschland.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Konferenz der OECD in Paris

Neue Studie zum Umgang mit Konfliktrohstoffen, 08.05.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt bei einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(OECD) in Paris erste Ergebnisse ihrer Studie zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit so genannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) vorgestellt. Wichtigstes Ergebnis: Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) benötigen konkrete Handlungsempfehlungen, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen.   

Die Ergebnisse der Studie beruhen auf einer Umfrage unter KMUs aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik und Schmuckverarbeitung sowie auf Interviews mit Unternehmen und Industrieverbänden dieser Branchen aus den USA, China und Europa.

Danach bestehen bei einer Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen der verarbeitenden Industrie in der nachgelagerten Lieferkette Unklarheiten bezüglich der gesetzlichen Anforderungen. Zudem mangelt es häufig an Hintergrundinformationen. Ein weiteres großes Problem sind fehlende Mitarbeiter und fehlende Transparenz in der vorgelagerten Lieferkette (Rohstofflieferanten). Die Untersuchung zeigt jedoch, dass KMUs, die frühzeitig von ihren Abnehmern in die Thematik einbezogen wurden, durchaus in der Lage sind, ihren Sorgfaltspflichten angemessen nachzukommen. Deshalb empfehlen die BGR-Experten, KMUs in Zukunft hierbei besser zu unterstützen. Es sollten konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt und diese in verständlichen Informationsmaterialien und Trainingsprogrammen vermittelt werden.  
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Zur Pressemitteilung "Empfehlungen zum Umgang mit Konfliktrohstoffen"

Nach der Vertragsunterzeichnung applaudiert Staatssekretär Matthias Machnig den Unterzeichnern des Lizenzvertrages: Nii Allotey Odunton (IMB) und Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (BGR)

Lizenzvertrag zur Erkundung von Rohstoffen, 06.05.2015

Im Beisein von Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi, Foto Mitte), haben der Generalsekretär der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB), Nii Allotey Odunton (Foto links), und der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, heute in Berlin im Bundeswirtschaftsministerium einen Lizenzvertrag zur Erkundung von Sulfid-Lagerstätten im Indischen Ozean unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem umweltgerechten und nachhaltigen Tiefseebergbau. Mit der Lizenz kann die BGR exklusiv in einem ca. 10.000 Quadratkilometer großen Gebiet südöstlich von Madagaskar polymetallische Sulfide am Tiefseeboden erkunden. Sie tritt neben eine bestehende Lizenz zur Erkundung von Manganknollen im Pazifik.
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Zur Pressemitteilung Startschuss für weitere exklusive Erkundung von Rohstoffen in der Tiefsee: Deutschland unterzeichnet Lizenzvertrag zur Exploration polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean
Zum Video Lizenzvertrag zur Erkundung von Rohstoffen im Indischen Ozean auf YouTube

Sammlungs- und Bohrkernproben aus der BGR-Sammlung

Verbundprojekt zur Ressourceneffizienz, 05.05.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) koordiniert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt „Hochtechnologie-relevante Metalle in deutschen sulfidischen Buntmetallerzen – Ressourcenpotenzialabschätzung“ (HTMET). Schwerpunkt des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines neuen Katasters für Hochtechnologierohstoffe – sogenannte Wirtschaftsstrategische Rohstoffe – in Deutschland und angrenzenden EU-Regionen. Diese Datenbank bildet die Grundlage für die spätere Auswahl geeigneter Lagerstätten, für die umweltverträgliche Konzepte zur effizienten Nutzung der Rohstoffinhalte entwickelt werden sollen.

Das dreijährige Projekt findet im Rahmen des Förderprogrammes „r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland“ des BMBF statt, mit dem die Bundesregierung die Forschung zu Wirtschaftstrategischen Rohstoffen für Zukunftstechnologien unterstützt. Partner des Verbundprojektes sind neben der BGR die Universitäten TU Clausthal und MU Leoben (Österreich), das CUTEC-Forschungsinstitut sowie die Recylex GmbH. Kooperationspartner sind u. a. Geologische Landesämter einiger Bundesländer.
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Zur Pressemitteilung Datenbank für Hochtechnologierohstoffe: BGR koordiniert Verbundprojekt zur Ressourceneffizienz

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Neuer Newsletter, 04.05.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2015 ist erschienen.

Geodaten spielen eine immer wichtigere Rolle

30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC), 30.04.2015

Vom 4. bis 8. Mai findet im GEOZENTRUM Hannover die 30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC) statt. Das GIC bringt einmal im Jahr Mitglieder Geologischer Dienste aller Kontinente zusammen, um einen Fachaustausch zur Entwicklung geowissenschaftlicher Informationssysteme zu ermöglichen. An der Tagung, die in diesem Jahr von der BGR organisiert wird, nehmen rund 40 Vertreter internationaler geologischer Dienste teil.

Die Veranstaltung startet am 4. Mai mit dem sogenannten „Open Day“, an dem auch die breite Öffentlichkeit teilnehmen kann. Es werden an diesem Nachmittag folgende Vorträge gehalten:

  • Data management in relation to the Oil/Gas Industry – The Authorities point of view (Eric Toogood of NPD, Norway)
  • INSPIRE: Maintenance and Implementation (update, issues, thematic clusters etc) (Robert Tomas, Joint Research Centre, Italy)
  • OneGeology global OneGeology global (Matthew Harrison, British Geological Survey, UK)

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Weitere Informationen zum Geoscience Information Consortium (GIC)

Der BGR-Hubschrauber im Einsatz

Aero-geophysikalische Messungen im Südosten Thüringens , 29.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 4. bis zum 13. Mai 2015 mit ihrem Hubschrauber geophysikalische Messflüge zwischen den Städten Schleiz und Greiz (Thüringen) durch. Der BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ wird dafür eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde in 40 Meter Höhe über den Boden schleppen. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund des ehemaligen Bergbaugebietes bis in eine Tiefe von 100 Metern. Der Einsatzflughafen wird Gera-Leumnitz sein.

Mit elektromagnetischen Messungen kann die Leitfähigkeit von Gesteinsschichten im Untergrund bestimmt werden. Geowissenschaftler können mit den ausgewerteten Daten u. a. Aussagen darüber treffen, welche Strukturen sich im Untergrund befinden, wie die Grenzen verlaufen und wo sich Lagerstätten befinden. Bei der Messkampagne handelt es sich um eine Vorerkundung im Rahmen des vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Projektes DESMEX (Deep Electromagnetic Soundings for Mineral Exploration).
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Messungen im Südosten Thüringens: BGR kartiert ehemaliges Bergbaugebiet aus der Luft

Deutschlands Botschafter Holger Green (li.) übergibt Jumazoda Murod Hol symbolisch einen Geologenhammer

Deutschland unterstützt Tadschikistan bei der geologischen Geländeaufnahme, 29.04.2015

Im Rahmen der deutsch-tadschikischen Technischen Zusammenarbeit übergab der deutsche Botschafter Holger Green dem Direktor der tadschikischen Haupverwaltung für Geologie, Jumazoda Murod Hol in der vergangenen Woche mehrere Geräte zur geologischen Geländeaufnahme. Die Übergabe erfolgte zur Unterstützung des Regionalvorhabens „Mineralische Rohstoffe für Entwicklung“. Die BGR führt das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie der Republik Tadschikistan durch.

Bei den übergebenen Geräten handelte es sich um mehrere mit geologischer Spezialsoftware ausgestattete Tablet-Computer sowie um Lasermessgeräte, GPS-Navigationsgeräte und traditionelle Geologenausrüstung. Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Geologie werden derzeit in einem zweiwöchigen Kurs durch Fachleute der BGR und der deutschen GAF AG in den Gebrauch der Geräte und der Software eingewiesen und im weiteren Verlauf des Projektes kontinuierlich weiter geschult.

Tadschikistan ist ein an Ressourcen reiches Land. Diese Ressourcen wurden aber bislang nur zu einem Teil erkundet. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt Tadschikistan im Rahmen des Projektes u. a. bei der Gewinnung und Aufbereitung von geologischen Daten über mineralische Lagerstätten auch mit dem Ziel, dadurch die Grundlagen für eine kommerzielle Nutzung der Rohstoffe des Landes zu leisten.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Tadschikistan

Der Helium-Ballon

BGR testet weltweit einmaliges Messsystem, 28.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in den vergangenen Wochen (13. bis 26. April 2015) ein neuartiges geophysikalisches Messystem zur Erkundung von Grundwasservorkommen erfolgreich getestet. Dabei wurde auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz „Döberitzer Heide“ in Brandenburg mit Hilfe eines 22 Meter großen ringförmigen Helium-Ballons die Kernspinresonanz weltweit erstmals aus der Luft gemessen.

Die Messung der Kernspinresonanz funktioniert nach den gleichen grundlegenden physikalischen Konzepten wie die medizinische Magnetspinresonanz. Sie wird seit ca. zwei Jahrzehnten zunehmend zur Grundwassererkundung genutzt. Dafür wird je nach gewünschter Erkundungstiefe eine zehn bis 150 Meter große Kabelschleife auf dem Boden ausgelegt, mit der die kernmagnetische Resonanz der Wasserstoff-Atomkerne in den Grundwassermolekülen gemessen wird. Die Wasserstoff-Protonen im Wasser sind durch ihren Kernspin wie kleine Kompassnadeln im Erdmagnetfeld ausgerichtet. Werden sie mithilfe eines elektromagnetischen Impulses durch die Kabelspule an der Oberfläche angeregt, kehren sie innerhalb kürzester Zeit (maximal einige hundert Millisekunden) in den Gleichgewichtszustand zurück. Diese Bewegung, auch Relaxation genannt, lässt sich wiederum an der Erdoberfläche messen und in der Tiefe zuordnen. Auf diese Weise werden Grundwasserleiter aufgefunden und in ihren hydraulischen Eigenschaften charakterisiert.
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Zur Pressemitteilung Weltweit einmaliges Messsystem getestet: BGR misst mit Helium-Ballon Kernspinresonanz
Zum Film Torus-TEM Heliumballon auf YouTube

Lars Behrens, stellv. Geschäftsführer der GIW-Geschäftsstelle, im Gespräch

Videoclip zum GeoBusiness-Congress jetzt auf GeoChannel, 28.04.2015

Der GeoChannel von BGR LBEG hat jetzt einen Videoclip zum GeoBusinessCongress 2015 veröffentlicht. Der von der Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW) organisierte GeoBusinessCongress zum Thema „Die digitale Welt der Geodaten – wirtschaftliche Chancen erkennen und nutzen“, fand am 15. April 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) statt. Gemeinsam diskutierten mehr als 180 Teilnehmer über die wirtschaftlichen Chancen staatlicher Geodaten. Der jetzt veröffentlichte Clip zeigt Eindrücke und Erkenntnisse von der Veranstaltung, die von BMWi-Staatssekretärin Brigitte Zypries eröffnet wurde.
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Zum Video GeoBusinessCONGRESS 2015 auf Youtube
Zur Playlist GeoBusiness auf Youtube
GeoBusiness/GIW-Kommission

Experten der RNRA aus Ruanda im Seismologischen Zentralobservatorium der BGR

Delegation aus Ruanda informiert sich in der BGR, 27.04.2015

Im Rahmen einer Studienreise waren am 21. April vier Experten der Rwanda Natural Resources Authority (RNRA) in der BGR zu Gast. Sie nutzten den Besuch, um sich über das Leistungsspektrum der BGR im Rohstoffsektor und über laufende Aktivitäten im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit in Afrika zu erkundigen. In einem intensiven Austausch mit Vertretern verschiedener Fachabteilungen wurden vor allem Methoden zur Bewertung von Rohstofflagerstätten und Ansätze zur Harmonisierung geologischer Karten diskutiert. Abgerundet wurde der Besuch mit einer Einführung in die Funktionsweise des Seismologischen Zentralobservatoriums.
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Weitere Informationen über TZ-Vorhaben der BGR in Afrika

Manganknolle

Expedition in den Manganknollen-Gürtel, 27.04.2015

Unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) startet am 4. Mai 2015 in Manzanillo (Mexiko) eine 7-wöchige Expedition mit dem neuen deutschen Tiefseeforschungsschiff "SONNE". Das Ziel ist der Manganknollengürtel im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher werden dort im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekts u. a. den Einfluss von untermeerischen Bergen (sog. Seamounts) auf die Bildung von Manganknollen untersuchen.

Die Forschungsfahrt „SO-240“ wird gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Bremen, der Jacobs Universität Bremen, des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven sowie des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven durchgeführt. Die Forschungsarbeiten werden in einem Teil des deutschen Lizenzgebiets für die Erkundung von Manganknollen stattfinden.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Manganknollen-Gürtel im Zentralpazifik: Deutsche Forscher untersuchen untermeerische Berge

Europäische Grundwasserkarte IHME 1500

Europäische Grundwasserkarte jetzt im Vektorformat, 21.04.2015

Die Europäische Grundwasserkarte IHME 1500 (1:1.500.000) liegt jetzt im Vektorformat vor. Sie stellt die einzige kohärente Übersichtkarte zu den europaweiten Grundwasserressourcen dar. Die Vorkommen werden hinsichtlich ihrer Produktivität, der Art der Grundwasserleiter (Poren- oder Kluftgrundwasserleiter) und der Lithologie der wasserführenden Gesteine unterschieden. Das Kartenwerk beinhaltet zudem die Darstellung von relevanten tektonischen Störungslinien.

Diese Fachthemen sind nun auch im Vektorformat als Shapefile frei erhältlich und können beispielsweise in einem Geographischen Informationssystem oder mit einer Modellierungssoftware verarbeitet werden.
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Weitere Informationen zur Internationalen Hydrogeologischen Karte von Europa

Tagung

Präsentationen der Tagung Boden und Energiewende jetzt zum Download, 20.04.2015

Die Präsentationen der Tagung „Boden und Energiewende“ stehen jetzt auf der Internetseite der BGR zum Download zur Verfügung. Die gemeinsam von der BGR und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) organisierte Tagung fand kürzlich im GEOZENTRUM Hannover statt. Sie setzte sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung auseinander und beschäftigte sich mit dem Thema Erdwärmenutzung. Im Vordergrund standen u. a. folgende Fragen: Wie wirkt sich die Energiewende auf die Georessource Boden aus? Welche Folgen hat der Netzausbau? Wie groß ist das Bodenpotenzial beim Thema Wärmegewinnung? Und wie sieht wirkungsvoller Bodenschutz insbesondere beim Netzausbau aus?

Mit der Tagung wurde das Spannungsfeld zwischen dem Boden als Energieträger, -produzent und -leiter einerseits und dem Bodenschutz andererseits beleuchtet. Dabei wurde die endliche Ressource Boden in den Fokus gestellt. Die Beiträge der Referenten stehen jetzt zum Download zur Verfügung.
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Weitere Informationen zur Tagung Energiewende – ein Thema für den Boden?

Zwei Seismogramme zum aktuellen Erdbeben in der Region Halle/Leipzig

Erdbeben in der Region Halle/Leipzig, 16.04.2015

Die BGR hat heute Morgen (16.04.2015) um 08:38 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Sachsen ein Erdbeben der Magnitude 3,3 registriert. Das Epizentrum des Bebens befindet sich nahe der Ortschaft Gröbers (Gemeinde Kabelsketal) östlich von Halle an der Saale. Erste Auswertungen haben ergeben, dass sich der Erdbebenherd in einer Tiefe von 21 Kilometern befindet. Es handelt sich um ein Erdbeben natürlichen Ursprungs. Das seismische Ereignis wurde im Bereich Halle, Leipzig und Merseburg von zahlreichen Menschen verspürt.

Das Beben ereignete sich am nördlichen Ende der „Leipzig–Regensburger Störungszone“. Es handelt sich um das stärkste seismische Ereignis in der Region Halle/Leipzig seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnung vor 100 Jahren. Bereits am 10. Februar 2015 ereignete sich etwa 10 Kilometer östlich des heutigen Epizentrums ein kleines Erdbeben der Magnitude 1,6.
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Zur Pressemitteilung Stärkstes je registriertes Beben in der Region Halle/Leipzig: BGR zeichnet Erdbeben der Stärke 3,3 auf

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

GeoBusiness-CONGRESS in Berlin, 15.04.2015

Heute eröffnet Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, den GeoBusinessCONGRESS „Die digitale Welt der Geodaten – wirtschaftliche Chancen erkennen und nutzen“. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschen sich hier über die wirtschaftlichen Potenziale staatlicher Geodaten aus.

Mehr Informationen dazu können Sie in der Pressemitteilung des BMWi: „Zypries: Digitale Zukunft Deutschlands sichern durch staatliche Geodaten“ nachlesen.
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BGR-Wissenschaftlerin Andrea Richts übergibt die neue Weltgrundwasserkarte an den Generalsekretär des Weltwasserforums Soon-Tak Lee

BGR und UNESCO stellen neue Weltkarte zu Grundwasser vor, 15.04.2015

Dürren, Hochwasser und Tsunami-Katastrophen können die gesamte Trinkwasserversorgung in den betroffenen Regionen gefährden. Die Wasserressourcen sind erschöpft, verschmutzt oder versalzen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in Zusammenarbeit mit der UNESCO unter dem Titel "Global Groundwater Vulnerability to Floods and Droughts" eine Weltgrundwasserkarte im Übersichtsmaßstab erstellt, die gefährdete Regionen ausweist. Die Karte wurde jetzt auf dem 7. Weltwasserforum in Daegu (Südkorea) vorgestellt und dem Generalsekretär des Weltwasserforums, Soon-Tak Lee, übergeben.

„Grundwasserreservoire bieten im Gegensatz zu Wasser aus Seen und Flüssen die Möglichkeit, Trinkwasser auch nach einer Naturkatastrophe in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Die neue Karte kann Wassermanagern weltweit helfen, im Falle einer Naturkatastrophe für eine sichere Wasserversorgung gewappnet zu sein“, erklärt BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel.
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Zur Pressemitteilung Gefährdung der Trinkwasserversorgung durch Dürren, Hochwasser und Tsunamis: BGR und UNESCO stellen neue Weltgrundwasserkarte vor

BGR-Experten zeigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee

BGR zeigt Manganknollen auf der Hannover Messe, 15.04.2015

Die BGR präsentiert sich mit Ergebnissen ihrer marinen Rohstoffforschung auf der Hannover Messe 2015. Gemeinsam mit 16 weiteren Ausstellern aus Wissenschaft und Wirtschaft ist die BGR auf dem Gemeinschaftsstand „InwaterSolutions“ in Halle 13 (Stand E 30) vertreten. Dort werden Forschungsarbeiten und Lösungen zum Thema „Versorgungssicherheit durch maritime Technologien, Energien, Rohstoffe und Nahrungsmittel aus dem Meer“ vorgestellt. Die BGR-Experten zeigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee.

Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR in den beiden deutschen Lizenzgebieten im Pazifischen und im Indischen Ozean Vorkommen von Manganknollen bzw. polymetallischen Sulfiden. Besucher können sich seltene Filmaufnahmen vom Meeresboden und Rohstoffproben aus 4.000 Meter Wassertiefe ansehen. Prominenter Besucher des Standes war der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer. Beckmeyer, der auch Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft ist, informierte sich über die aktuellen Projekte der marinen Rohstoffforschung der BGR.
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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte) gibt gemeinsam mit VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge (li.) und ZVEI-Präsident Michael Ziesemer den Startschuss für den

Wirtschaftsminister Gabriel startet Rohstoffeffizienz-Preis, 14.04.2015

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Siegmar Gabriel, hat heute auf der Hannover Messe den offiziellen Startschuss zum Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015 gegeben. Seit 2011 zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Eine 13-köpfige Jury wählt fünf Preisträger aus, denen im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im Herbst 2015 der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis verliehen wird. Besonders innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign, der Rohstoffgewinnung und der Rückgewinnung von Wertstoffen haben in diesem Wettbewerb ausgezeichnete Chancen. Gleiches gilt für anwendungsorientierte Forschungsergebnisse. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 22. September 2015. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.Deutscher-Rohstoffeffizienz-Preis.de und unter www.deutsche-rohstoffagentur.de
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Zur BMWi-Pressemitteilung Gabriel startet Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015

BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ mit Elektromagnetik-Sonde

Hubschrauber-Vergleichsflüge: BGR testet Elektromagnetik-Sonden, 14.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt am 15. und 16. April 2015 zwischen Hildesheim und Salzgitter Testflüge mit dem BGR-Hubschrauber durch. Dabei werden zwei ähnliche 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonden eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Die Flugsonden werden in vielen Projekten von den Geowissenschaftlern eingesetzt, um den Erduntergrund bis in eine Tiefe von maximal 150 Metern zu erkunden.

Der BGR-Hubschrauber, der in Hildesheim stationiert ist, und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So kann z. B. die Versalzung des Grundwassers aufgrund der verschiedenen elektrischen Leitfähigkeiten bestimmt werden, aber auch unterschiedliche Gesteinsarten können erkannt werden.

Zur Vorbereitung auf die nächsten Messkampagnen werden die beiden Elektromagnetik-Sonden in einem Gebiet zwischen Hildesheim und südwestlich von Salzgitter-Bad auf vier parallelen Messprofilen (Abstand 200 Meter) geflogen, die in der Vergangenheit bereits mehrmals vermessen wurden. So ist ein direkter Vergleich nicht nur der aktuellen Systeme untereinander, sondern auch zu nicht mehr genutzten, alten Systemen möglich. Auf diesen Profilen wird der Hubschrauber im Tiefflug bis zu vier Mal fliegen, um die verschiedenen Systeme und Konfigurationen zu testen. Ortschaften werden dabei umflogen.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauber-Vergleichsflüge zwischen Hildesheim und Salzgitter: BGR testet Elektromagnetik-Sonden

Experten des GEOZENTRUMs zeigen, wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen und anderen Materialien gemessen wird

Hannover Messe: GEOZENTRUM informiert über Geothermie, 13.04.2015

Auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ (Halle 27, Stand E50) präsentieren die Erdwärme-Experten aus dem GEOZENTRUM Hannover gemeinsam die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der oberflächennahen und der tiefen Geothermie.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) zeigen vom 13. bis 17. April 2015 die Nutzungsmöglichkeiten der oberflächennahen und tiefen Geothermie auf. Besucher können am Messestand live miterleben, wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen und anderen Materialien gemessen wird. Die Experten erläutern anhand dieser Messungen, inwiefern sich der Untergrundaufbau auf die Erdwärmenutzung auswirkt. Darüber hinaus können sich interessierte Besucher zu den Informationsangeboten des GEOZENTRUMs im Internet beraten lassen, beispielsweise zum Geothermischen Informationssystem GeotIS oder zum Auskunftssystem „Geothermie – geht das bei mir?“
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Staatssekretär Matthias Machnig eröffnet das Fachforum

BGR-Präsident im GreenSolutionCenter der Hannover Messe, 13.04.2015

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, eröffnete heute gemeinsam mit Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutsche Messe, im GreenSolutionCenter auf der Hannover Messe 2015 das Fachforum „Materialeffizienz – ein Gewinn für Unternehmen“. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel hob in seiner Keynote die Bedeutung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung der deutschen Wirtschaft mit mineralischen Rohstoffen hervor. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, falle dem Thema Ressourceneffizienz eine wichtige Rolle zu, da durch Materialsubstitution und Recycling die Abhängigkeit von Primärrohstoffimporten deutlich reduziert werden könne, so der BGR-Präsident.

Die weiteren Praxisvorträge im Rahmen der Auftaktveranstaltung zeigten eindrucksvoll, wie sich Maßnahmen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz positiv auf die Unternehmensbilanz auswirken können. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR stellte im Rahmen der Veranstaltung den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis vor – ein Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums, der seit 2011 an herausragende Beispiele für rohstoffeffizientes Handeln vergeben wird.
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Podiumsdiskussion

Grünes Licht für Geodaten mit Datenschutz, 30.03.2015

Die Aufsichtsbehörden haben jetzt grünes Licht für den GeoBusiness Code of Conduct (CoC) gegeben. Der GeoBusiness CoC schafft eine einheitliche Auslegung von bestehenden Datenschutzbestimmungen mit Bezug auf staatliche Geoinformationen. Das Verfahren setzt die Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW-Kommission) in Kooperation mit dem Verein für Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW) um. Der Verein wird die Beschwerdestelle führen. Die Akkreditierungsstelle übernimmt die Geschäftsstelle der GIW-Kommission.

Seit vier Jahren verhandelt die Kommission für Geoinformationswirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Datenschutzaufsichtsbehörden, um eine Selbstverpflichtung für die Wirtschaft im Umgang mit staatlichen Geodaten zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Aufsichtsbehörden. Das ist ein Meilenstein beim Thema Datenschutz im Umgang mit Geodaten“, erläutert Dr. Jörg Reichling, Verhandlungsführer für die GIW-Kommission. Teilnehmer am GeoBusiness CoC können Geschäftsprozesse nach dem GeoBusinessCoC akkreditieren lassen und so nach außen dokumentieren, dass sie mit dem Bundesdatenschutzgesetz aktiv konform gehen. Der  Akkreditierungsprozess kann über die Online-Anwendung Geodatenschutz.org ganz bequem vorgenommen bzw. verfolgt werden. Das schafft Transparenz auf Seiten der Unternehmen und der behördlichen Datenanbieter.

Die Selbstverpflichtungserklärung ist gemeinsam von Mitgliedern der Kommission für Geoinformationswirtschaft, Unternehmern, Rechtsanwälten und Datenschützern ausgearbeitet worden. Nun muss noch die offizielle Antragsstellung beim zuständigen Berliner Datenschutzbeauftragten erfolgen, bevor die Selbstverpflichtungserklärung in der Praxis zum Einsatz kommen kann.
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GIW-Kommision
Verein für Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW)

v. li.: Charles Zulu (Deputy Minister MMEWD), Christopher Yaluma (Minister MMEWD) und Simon Kang’omba (Assistant Director Groundwater DWA) informieren sich bei Dr. Tobias El-Fahem über die Arbeit der BGR in Sambia.

BGR auf dem Weltwassertag in Sambia, 30.03.2015

Sambia führte jetzt anlässlich des Weltwassertages 2015 zahlreiche Aktionen durch. So hielt der Minister für Bergbau, Energie und Wasser eine Fernsehansprache und mehrere Institutionen des sambischen Wassersektors präsentierten sich bei einer öffentlichen Ausstellung im Zentrum Lusakas unter dem Titel „Sustainable Development“. Die BGR hat die Veranstaltung mit organisiert und zwei Anzeigen in den größten Tageszeitungen Sambias (Times of Zambia und Daily Mail) geschaltet.

Die BGR unterstützt die sambische Regierung darin, die für die Trinkwasserversorgung sehr wichtige Ressource Grundwasser zu erkunden und für eine nachhaltige Nutzung zu schützen. Dabei arbeitet sie unter anderem mit der Water Resources Management Authority (WARMA) und dem Department of Water Affairs (DWA) zusammen. Der Fokus des BGR-Projektes in Sambia liegt derzeit auf Lusaka. In der Hauptstadt ist es im vergangenen Jahr durch  geringe Niederschläge in den Regenzeiten bereits zu Versorgungsengpässen gekommen. Informationen über die Quantität und Qualität der Grundwasservorkommen sowie ein nachhaltiges Grundwassermanagement sind daher dringend notwendig.

UNICEF hat zum Weltwassertag ihre Facebookseite mit den Statements des sambischen Ministers und verschiedener Projektleiter versehen und dazu Filmaufnahmen gemacht, die im sambischen Fernsehen gezeigt wurden. Diese sind unter den folgenden Links zu finden:
UNICEF Sambia
TV-Spot (upload by UNICEF)
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Unter Leitung von Ranger-Direktor Oberst Hussein Abidah, Staatssekretär Basem Telfah, Vize-Polizeipräsident Generalmajor Atef Sihaimat und BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll wurden die jordanischen Ranger geschult (Foto von rechts).

BGR-Training für Umweltschutz-Ranger in Jordanien, 26.03.2015

Im Rahmen des TZ- Projekts „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ in Jordanien hat die BGR mit der Schulung von Mitarbeitern der Umweltschutzpolizei begonnen. Die Auftaktveranstaltung der Ausbildungskampagne wurde in Amman durch den Staatssekretär des Ministeriums für Wasser und Bewässerung, Basem Telfah, eröffnet. Telfah betonte die wichtige Rolle der Umweltschutz-Ranger bei der Umsetzung von Umweltgesetzen und dem Schutz von Trinkwasserressourcen. Die Bedeutung der Trainingsmaßnahmen wurde auch durch die Anwesenheit des stellvertreten Polizeipräsidenten, Generalmajor Atef Sihaimat, und des Direktors der Ranger, Oberst Hussein Abidah, unterstrichen. An den Workshops werden Ranger aus allen Dienststellen des Landes teilnehmen. Ziel der Kampagne ist die Sensibilisierung der Ranger für die Bedeutung einer konsequenten Verfolgung von Vergehen gegen bestehende Umweltgesetze. So lernen die Umweltpolizisten, wie Wasser- oder Abwasserproben fachgerecht genommen werden oder trainieren den Einsatz von GPS-Geräten bei der Lokalisierung von Umweltschäden.
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DERA-Rohstoffliste 2014

DERA veröffentlicht neue Rohstoffliste, 23.03.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute die neue DERA-Rohstoffliste zur globalen Angebotskonzentration veröffentlicht. Rund ein Drittel der knapp 300 untersuchten mineralischen Rohstoffe und Handelsprodukte weisen diesbezüglich erhöhte Preis- und Lieferrisiken auf. Zu ihnen gehören Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram, aber auch Hochtechnologiemetalle wie Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Tantal sowie eine Reihe von Eisenlegierungen. Die Ergebnisse sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie wichtig, um Schwachstellen in der Wertschöpfungskette zu identifizieren.

Besonders auffällig ist z. B. die Angebotskonzentration bei Platin und Palladium. Diese Metalle, die u. a. in Fahrzeugkatalysatoren eingesetzt werden, stammen zu mehr als 75 % aus Südafrika und Russland. Eine noch höhere Konzentration weist Niob auf. Der in der Stahlindustrie vorrangig eingesetzte Metallrohstoff wird zu mehr als 90 % in Brasilien gefördert. Vor allem aber dominiert China bei zahlreichen Rohstoffen die globale Bergwerksförderung. So liegt der Anteil Chinas z. B. bei Antimon, Wolfram und Seltenen Erden bei rund 80 bis 85 %. Insgesamt belegt das Land im Bereich der Bergwerksförderung bei fast der Hälfte aller untersuchten Rohstoffe den ersten Platz. Aber nicht nur hier, sondern auch bei der Metallproduktion (Raffinadeproduktion) nimmt China bei 22 von 25 ausgewählten Rohstoffen die führende Position ein, darunter zahlreiche für Zukunftstechnologien benötigte Metalle wie Gallium, Germanium oder Indium. China ist zudem der bedeutendste Nettoexporteur von einer Vielzahl der in der Studie untersuchten Handelsprodukte.
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Zur Pressemitteilung DERA veröffentlicht neue Rohstoffliste: Weltweit hohe Angebotskonzentration bei Produktion und Handel von mineralischen Rohstoffen

Julia Plate (Mitte) zählt zu den besten Prüflingen. Sie wurde in Begleitung von BGR-Ausbildungsleiterin Birgit Gerdes in Berlin von Ministerialdirektor Harald Kuhne ausgezeichnet.

BGR-Auszubildende unter den besten Prüflingen, 20.03.2015

Die BGR-Mitarbeiterin Julia Plate wurde jetzt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für ihre hervorragenden Ausbildungsleistungen ausgezeichnet. Sie hat bei der BGR eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bürokommunikation absolviert und ihre Abschlussprüfung mit der Gesamtnote 2 bestanden. Ihren Berufsschulabschluss hat sie mit der Note 1 gemacht. Mit diesem Abschluss zählt die 22jährige zu den besten Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen im Geschäftsbereich des BMWi im Jahr 2014.

„Die Ausbildung in der BGR ist professionell, praxisnah, vielseitig und zukunftsorientiert“, so BGR-Ausbildungsleiterin Birgit Gerdes.

Insgesamt wurden 17 Prüflinge in Berlin geehrt. Zurzeit befinden sich beim BMWi und den nachgeordneten Behörden 460 Auszubildende in über 20 Ausbildungsberufen. In der BGR werden unter anderem Chemielaborant(inn)en, Kfz-Mechatroniker/innen, Geomatiker/innen, Feinwerkmechaniker/innen, Fachinformatiker/innen, Fachangestellte für Medien-und Informationsdienst (Fachrichtung Bibliothek) und Fachangestellte für Bürokommunikation (seit 2014: Kaufleute für Büromanagement) ausgebildet. Julia Plate ist der BGR im Anschluss an ihre erfolgreiche Ausbildung erhalten geblieben. Sie ist im Referat „Beschaffung, Materialwirtschaft“ tätig.
Weitere Informationen zur Ausbildung im Geozentrum Hannover
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BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Umweltminister Stefan Wenzel und LBEG-Präsident Andreas Sikorski auf der Tagung (von links)

Umweltmininster Wenzel eröffnet Boden-Tagung, 12.03.2015

Der Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, eröffnete heute (Donnerstag, 12. März 2015) die Tagung „Energiewende – ein Thema für den Boden?“ im GEOZENTRUM Hannover. Rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft diskutierten aus Anlass des Internationalen Jahres des Bodens über die Bedeutung und den Schutz der Georessource Boden im Zeichen der Energiewende. Die Tagung von BGR und LBEG setzte sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung auseinander und beschäftigte sich mit dem Thema Erdwärmenutzung.
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GASI-Vizedirektor Erdenebilegt Berenbal und  BGR-Projektleiterin Dr. Thekla Abel

Abschlussworkshop in Ulan Bator, 11.03.2015

In Ulan Bator (Mongolei) fand jetzt der Abschlussworkshop des BGR-Projekts "Umweltschutz im Bergbau" im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit statt. Das in mehrere Phasen unterteilte Projekt wurde seit 2005 zusammen mit der Staatlichen Mongolischen Inspektionsbehörde (General Agency for Specialised Inspection – GASI) durchgeführt. Ziel war es, die technischen und methodischen Kapazitäten der mongolischen Bergbauinspektion zu stärken und das Bewusstsein für Umweltschutz und Arbeitssicherheit im Bergbausektor zu fördern.

Im Beisein des deutschen Vize-Botschafters in der Mongolei, Burkhard Ducoffre, wurde auf dem Abschlussworkshop seitens der mongolischen Partner die Etablierung einer modernen und transparenten Inspektionssystematik als zentrales Ergebnis herausgestellt. Als Standard für den Bergbaubereich wurde der Prozess inzwischen auch auf andere Sektoren übertragen. Ebenso wird die vom Projekt jährlich durchgeführte nationale Rekultivierungskonferenz, die den Austausch zwischen den Verantwortlichen für Umweltfragen der Behörden und Bergbaufirmen fördert, als wichtiger Beitrag für die sichtbare Verbesserung der Rekultivierungssituation gewertet. Die daran teilnehmenden Umweltexperten der Firmen organisieren sich seither in der „Mongolian Association of Environment Professionals“. Der langjährigen Projektleiterin Dr. Thekla Abel wurde als Dank für ihr Engagement vom mongolischen Staat eine Ehrenmedaille der Aufsichtsbehörde überreicht.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei

Tagung

Tagung: Energiewende – auch ein Thema für den Boden, 10.03.2015

Wie wirkt sich die Energiewende auf die Georessource Boden aus? Welche Folgen hat der Netzausbau? Wie groß ist das Bodenpotenzial beim Thema Wärmegewinnung? Und wie sieht wirkungsvoller Bodenschutz insbesondere beim Netzausbau aus? Fragen, mit denen sich am 12. März 2015 die Tagung „Energiewende – ein Thema für den Boden?“ im
GEOZENTRUM Hannover beschäftigt. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) haben aus Anlass des Internationalen Jahres des Bodens rund 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft dazu eingeladen.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 10 Uhr durch den Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, sowie die Präsidenten von BGR und LBEG, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel und Andreas Sikorski. Der erste Tagungsabschnitt setzt sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung, z. B. beim Bau der Stromtrasse SuedLink, auseinander. Im zweiten Teil der Veranstaltung stehen die Themen Wärmeleitfähigkeit und Erdwärmenutzung im Boden im Blickpunkt.
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Zur Pressemitteilung Tagung im GEOZENTRUM Hannover: Energiewende – auch ein Thema für den Boden

BGR-Hubschrauber

Fortsetzung der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland, 09.03.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 9.bis 20. März 2015 in der Provinz Zeeland im südwestlichen Bereich der Niederlande aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung Fortsetzung der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland (Niederlande): BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

Schulung von Mitarbeitern der nationalen Wasserbehörde

BGR-Wasserexperten schulen Vertreter aus dem Jemen, 04.03.2015

Trotz der augenblicklich schwierigen politischen Situation im Jemen sind Mitarbeiter der nationalen Wasserbehörde (NWRA) jetzt zu einer Schulung der BGR nach Hannover angereist. Ziel des fünftägigenTrainings ist die Erstellung einer Wasserbilanz für ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Becken im Norden des Landes. Die Teilnehmer sollen im Nachgang dieser Trainingseinheit eine Wasserbilanzierung auch für andere Projektgebiete erstellen. Das Training findet im Rahmen des TZ-Vorhabens "IWRM – Geo-Umweltinformationen und Grundwassermonitoring" statt.
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GeoChannel BGR LBEG

"GeoChannel BGR LBEG" ein Jahr online, 03.03.2015

Unser "GeoChannel BGR LBEG" ist jetzt seit einem Jahr auf dem Videoportal Youtube online. In dieser Zeit haben BGR und LBEG 69 Videos veröffentlicht. Fast 19.000 mal wurden die Beiträge aufgerufen – das macht über 65.000 Minuten Einblick in die spannende Arbeit der Geoexperten aus Hannover. Die "10 beliebtesten Filme":

  1. TFS SONNE – Die erste wissenschaftliche Erprobungsfahrt
  2. FLIN – Freshwater Lens INvestigation (english)
  3. Neues Forschungsschiff SONNE getauft von der Bundeskanzlerin
  4. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
  5. Tröpfis weltweite Abenteuer – Die lange Reise
  6. Torus-TEM – Erkundung von Grundwasservorkommen per Heliumballon
  7. Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)
  8. 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative
  9. 3D-Seismische Erprobungsfahrt Britische Nordsee 2012
  10. TFS SONNE – Das Golden Eye

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Sensorschlitten

Neuer Newsletter, 02.03.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2015 ist erschienen.

Weltweit führende Messe für Bergbauprojekte startet

Weltweit führende Messe für Bergbauprojekte startet, 27.02.2015

„Germany – A Global Player in the Mining Industry” ist der Titel einer Vortragsveranstaltung, zu der die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada am 03. März 2015 im Rahmen der Bergbautagung der PDAC (Prospectors & Developers Association of Canada) in Toronto einlädt. Die auch als „German Day“ bekannte Veranstaltung bietet auf der weltweit führenden Messe für Bergbauprojekte deutschen Unternehmen eine internationale Plattform, um ihr Know-how zu präsentieren. Nachhaltiger Bergbau, Exploration mineralischer Rohstoffe in Deutschland sowie Möglichkeiten der Projektfinanzierung durch deutsche Partner stehen in diesem Jahr im Fokus des German Day. Der im Anschluss an die Vortragsveranstaltung stattfindende Empfang bietet für die deutschen Teilnehmer eine hervorragende Gelegenheit, auf internationaler Ebene neue Geschäftskontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen. Die PDAC findet vom 01. bis 04. März 2015 statt. Im vergangenen Jahr zog die Messe mehr als 25.000 Teilnehmer aus 103 Ländern an.
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Zur Presseinformation BGR beteiligt sich an weltweit führender Messe für Bergbauprojekte in Kanada: Deutschland präsentiert Know-how zur Rohstoffsicherung

Minister Dr. Paul Oquist aus Nicaragua zu Gast bei der BGR

Minister aus Nicaragua zu Gast bei der BGR, 24.02.2015

Das Thema Energierohstoffe stand im Mittelpunkt eines Besuchs des Präsidialamtschefs und Ministers für Nationale Politik der Republik Nicaragua, Dr. Paul Oquist, im BGR-Dienstbereich Berlin-Spandau. Der Gast aus Mittelamerika informierte sich bei den BGR-Experten über die weltweite Verfügbarkeit von Energierohstoffen, speziell über den Einfluss von Tight Oil auf den Energiemärkten. Nicaragua selbst besitzt keine fossilen Energieträger. Seine Wirtschaft ist bisher abhängig von Importen. Seit einigen Jahren setzt das Land verstärkt auf die Erschließung heimischer, erneuerbarer Energieträger. Besonderes Interesse beim Minister weckte deshalb das von der BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit für Mitte 2015 geplante regionale Vorhaben zur Förderung der Geothermie in Nicaragua und weiteren mittelamerikanischen Ländern. Der Besuch des Ministers war Teil einer Informationsreise, die vom Goethe-Institut im Auftrag des Auswärtigen Amtes organisiert wurde.
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Workshop zur Erstellung einer Handlungsrichtline für Geothermiebohrungen, 10. - 12.02.2015 in Entebbe/Uganda

Workshop "Code of Practice for Geothermal Drilling", 20.02.2015

Vom 10. - 12.02.2015 fand in Entebbe/Uganda ein Workshop zur Erstellung einer Handlungsrichtline für Geothermiebohrungen statt. Dieser „Code of Practice for Geothermal Drilling“ soll für Geothermie-Bohrungen in Ostafrika bindend sein und seine Befolgung für die Einreichung von Bohrprojekten bei der Geothermie-Minderungs-Fazilität GRMF (Geothermal Risk Mitigation Facility) der Afrikanischen Union und der KFW vorausgesetzt werden. Eine solche Handlungsrichtlinie existiert bislang lediglich in Neuseeland und in einigen US-Bundesstaaten. Neben drei in der Geothermie-Branche Ostafrikas bekannten Consultants aus USA, Neuseeland und Äthiopien trugen auch die in Hinsicht auf Fachbezug und Zuständigkeit ausgewählten Teilnehmer aus sieben ostafrikanischen Partnerländern unter reger Beteiligung dazu bei, die wesentlichen Bestandteile der Handlungsrichtlinie zu definieren. Die Veranstaltung war als Fortsetzung des im April 2014 in Naivasha, Kenia, durchgeführten Workshops zu „Rules and Regulations for Geothermal Drilling“ geplant und wurde vom Programm GEOTHERM der BGR in Verbindung mit der Energieabteilung der Afrikanischen Union (AUC) organisiert. Der Entwurf des „Code of Practice“ wird für Anfang April erwartet.
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Messe „Invest in African Mining – INDABA“

BGR stellt „Mining Governance Assessment“ in Kapstadt vor, 19.02.2015

Die BGR nahm jetzt erstmals aktiv an der „Invest in African Mining – INDABA“ in Kapstadt (Südafrika) teil. Die INDABA zählt zu den weltweit wichtigsten Bergbaumessen und -konferenzen, bei der sich jährlich führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft treffen. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellte die BGR ihr Projektportfolio auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Rohstoffsektor vor. Dazu zählt auch das BGR-Vorhaben „Mining Governance Assessment – MGA“. Es wird in Zusammenarbeit mit der IBRD (Weltbank-Gruppe) durchgeführt und besteht in einer systematischen Bestandsaufnahme des Bergbausektors in Entwicklungsländern. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt das Programm finanziell.

Mit dem Vorhaben sollen die Länder bei ihren Reformanstrengungen im Rohstoffsektor unterstützt werden, um diesen Bereich für Investitionen attraktiver zu machen. Auf diese Weise kann das Programm einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Landes leisten. MGA stellt länderspezifische Informationen zu Geologie, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Institutionen, aber auch zur Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal zur Verfügung. In Kapstadt wurde deutlich, dass sowohl auf Seiten der Regierungen als auch der Investoren großes Interesse an diesem Angebot besteht. Zurzeit befindet sich das Vorhaben noch in der Entwicklung. Die erste Bestandsaufnahme wird im März in Sambia durchgeführt, im weiteren Verlauf des Jahres folgen weitere sieben Länder Afrikas. Nach Abschluss dieser ersten Phase Ende 2015 wird das Vorhaben evaluiert.
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Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler neuer Kommissions-Vorsitzender, 19.02.2015

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt (16. Februar 2015) den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Diese Wahl unterstreicht aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Engagement Deutschlands in der Internationalen Meeresbodenbehörde. Internationaler Tiefseebergbau ist für Deutschland doppelt interessant: Erstens kann er langfristig zur Versorgungssicherheit u. a. mit Hochtechnologierohstoffen beitragen. Zweitens eröffnet er Marktchancen für deutsche Hersteller von innovativer, umweltverträglicher Meerestechnologie wie auch für die deutsche maritime Wirtschaft insgesamt. Deutschland achtet dabei besonders auf die Entwicklung von hohen Standards zur nachhaltigen und umweltgerechten Gewinnung mariner Rohstoffe in der Tiefsee.
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Zur Pressemitteilung Internationale Meeresbodenbehörde (Jamaika): BGR-Wissenschaftler neuer Vorsitzender der Rechts- und Fachkommission

BGR-Metallpreisindex: Gesamtpreisindex

BGR-Metallpreisindex: Eisenerzpreise auf Rekordtief, 18.02.2015

Die Rohstoffpreise für Metalle belasten die deutsche Industrie deutlich weniger als noch im vergangenen Jahr. Dies spiegelt sich auch im Metallpreisindex der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR-MPI) wider. Vor allem die Preisentwicklung bei Eisen und Stahl beeinflusste den BGR-Metallpreisindex, da der höchste Anteil an den deutschen Metallimporten auf diese Rohstoffe entfällt. Im Jahr 2014 waren es 76 %. Der Ausbau der internationalen Bergbaukapazitäten der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Entspannung auf dem Eisen- und Stahlmarkt geführt. Die Stahl- und Eisenerzpreise fallen seit 2013. Im Verlauf des Jahres 2014 hat sich der Preis für Eisenerz nahezu halbiert. Im Januar 2015 lag der Monatsdurchschnitt des Metal Bulletin Eisenerzindex (62 %, cfr main China port) bei 67,84 US$/t und ist so niedrig wie zuletzt 2008/2009. Das wirkt sich auch auf den Stahlpreis aus.

Der BGR-Preisindex für Metalle (BGR-MPI) ist ein auf Deutschland bezogener Rohstoffpreisindex, dessen Zusammensetzung den deutschen Wareneinfuhren von metallischen Rohstoffen entspricht. Er ist am deutschen Metalleinsatz ausgerichtet und bildet dadurch die Belastungen deutscher Unternehmen besser ab als die börsennotierten Rohstoffindizes.
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Zur Pressemitteilung der DERA

Dr. Volkmar Bräuer (li.) und Prof. Dr. Peter Wycisk vor dem 3D-Modell des Staßfurter Salzsattels

Geologie-Modell der Superlative kehrt nach Hannover zurück, 16.02.2015

In der vergangenen Woche endete die Ausstellung „Der gläserne Untergrund – Innovative Visualisierungstechniken in der 3D-Geologie“ im GEOZENTRUM Hannover. Dieser Abschied wird nicht von Dauer sein, spätestens 2017 wird ein Modell der Ausstellung zurückkehren. Dabei handelt es sich um das geologische 3D-Modell des Staßfurter Salzsattels. Es kann dann wieder als Dauerleihgabe in den Räumlichkeiten des GEOZENTRUM Hannover bestaunt werden. Das vereinbarten jetzt Dr. Volkmar Bräuer (BGR) und Prof. Dr. Peter Wycisk (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Initiator der Ausstellung.

Das Modell des Staßfurter Salzsattels hatten Wissenschaftler der BGR und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam entwickelt. Mit seinen Abmessungen von 26 cm x 60 cm x 13 cm und einem Gewicht von 55 kg ist es das zurzeit größte geologische Glas-Laser-Modell in Deutschland. Es liefert eine detaillierte Darstellung der geologischen Basisfläche des Kaliflöz Staßfurt und ermöglicht eine detailgetreue Sicht auf die Salzabbaukammer.
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Weitere Informationen zur Ausstellung
Zum Video 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative

Es fand ein reger Austausch statt

Treffen zum Verbundvorhaben DENANA, 16.02.2015

Mehrere Nachwuchswissenschaftler des Verbundvorhabens DENANA (Designkriterien für nachhaltige Nanomaterialien) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) waren am 5. und 6. Februar zu Gast in der BGR. Das halbjährlich stattfindende Projekttreffen diente der Koordination sowie dem fachlichen Austausch und der Diskussion von Projektergebnissen. Im Rahmen des Verbundvorhabens DENANA untersuchen Wissenschaftler der BGR die Mobilität von Nanopartikeln (Ag und CeO2 ENP (engineered nanoparticles) in Böden.
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Weitere Informationen

Elektronischer Schaltkreis

Online-Umfrage zu Sorgfaltspflichten von KMUs, 12.02.2015

Die BGR führt derzeit eine Online-Umfrage zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Bereich sogenannter „Konfliktrohstoffe“ durch. Dabei geht es darum, wie Unternehmen Berichts- und Managementsysteme umsetzen, um nicht zu einer Finanzierung gewaltsamer Konflikte beizutragen. Die Umfrage ist Bestandteil einer Studie, in der die BGR speziell die Situation von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) untersucht, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold in ihren Produkten verwenden. Ziel der Studie ist es, praktische Handlungsempfehlungen zu entwickeln, mit denen die Unternehmen die bestehenden Richtlinien in den USA und der OECD umsetzen können. Weiterhin soll die Politik Fördermöglichkeiten für KMUs aufgezeigt bekommen. An der Online-Umfrage können Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik sowie Schmuckverarbeitung bis zum 9. April 2015 teilnehmen. Die Studie soll im Juli 2015 veröffentlicht werden und in den nationalen und internationalen Politikdialog zu dem Thema Sorgfaltspflichten in den Lieferketten eingebracht werden.
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Link zur Umfrage

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Abkommen über gemeinsame Rohstoff-Forschung in der Arktis, 11.02.2015

Deutschland und Kanada wollen noch stärker auf dem Gebiet der geowissenschaftlichen Forschung zusammenarbeiten. In der Residenz des deutschen Botschafters in der kanadischen Hauptstadt Ottawa unterzeichneten der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Professor Dr. Hans-Joachim Kümpel, und der Generaldirektor des Geologischen Dienstes von Kanada (Geological Survey of Canada/GSC), Dr. Daniel Lebel, ein entsprechendes Abkommen. Mit ihm soll die bereits seit 2003 bestehende wissenschaftliche Kooperation weiter ausgebaut werden.

„Deutschland ist auf Importe von Energie- und Metallrohstoffen angewiesen. Deshalb benötigen wir verlässliche Partner, zu denen im besonderen Maße auch Kanada gehört – ein rohstoffreiches Land mit hervorragender wissenschaftlicher Expertise und großem technologischen Know-how im Bergbausektor“, unterstreicht der BGR-Präsident die Bedeutung der Zusammenarbeit.

Auch der Generaldirektor des GSC betont das große Interesse an der Kooperation. Lebel: „Die BGR ist eine der weltweit führenden Institutionen im Bereich der Geowissenschaften.“ Von der BGR erhoffen sich die Kanadier wichtige Unterstützung. Das riesige und im Norden sehr schwer zugängliche Land ist immer noch nicht vollständig erforscht. Das sei eine große Herausforderung und die Mitarbeit Deutschlands werde geschätzt, so Lebel bei der Unterzeichnung des Abkommens.
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Zur Pressemitteilung BGR unterzeichnet Abkommen mit dem Geologischen Dienst von Kanada: Gemeinsame Rohstoff-Forschung in der Arktis

Brasilien bietet große Entwicklungschancen im Bergbau

Neue Studie zu Bergbau in Brasilien, 06.02.2015

„Brasilien. Projekte, Akteure und Rahmenbedingungen im Rohstoffsektor“ heißt eine neue Studie, die jetzt von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit der Germany Trade & Invest (GTAI) und der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK) erstellt wurde. Die Studie bietet deutschen Unternehmen erstmals einen detaillierten Überblick über konkrete Geschäftsmöglichkeiten im brasilianischen Bergbausektor. Dargestellt werden die Rohstoffsituation, einzelne Bergbauprojekte und deren technische Ausstattung sowie neue Rohstoffpotenziale.

Brasilien ist eines der bedeutendsten Länder für die globale Rohstoffwirtschaft und wird seine Stellung in diesem Bereich in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Bergbauprodukte wie Wolfram oder Kalisalz, die bisher nur in geringen Mengen in Brasilien abgebaut werden, gewinnen auf den Weltmärkten zunehmend an Bedeutung. „Brasilien als fünftgrößter Flächenstaat der Erde beherbergt immense Vorkommen an mineralischen Rohstoffen und noch längst sind nicht alle Teile des Landes geologisch erforscht“, erklärt DERA- Rohstoffexperte Dr. Herwig Marbler. Für die deutsche Wirtschaft ist Brasilien aber nicht nur als Rohstofflieferant interessant. „Deutschland kann hier auch sein Know-how im Bergbaubereich einbringen und einen erheblichen Beitrag für eine effiziente, nachhaltige und umweltschonende Förderung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe leisten“, betont Marbler.

Der nationale Branchenverband IBRAM geht davon aus, dass zwischen 2014 und 2018 Investitionen von 53,6 Mrd. US$ in neue Vorhaben und die Ausweitung bestehender Anlagen fließen. „Für deutsche Anbieter von Bergbauausrüstung und –dienstleistungen erweitert sich damit ein interessanter Markt, sei es in der Exploration und Förderung oder der Aufbereitung und dem Transport der Abbauprodukte“, erklärt Oliver Döhne, Auslandsmitarbeiter von Germany Trade & Invest in São Paulo.

Auf der anderen Seite sollten sich Firmen, die in Brasilien tätig werden wollen, auf bürokratische Hürden einstellen. „Die langwierigen Verhandlungen um eine neue Gesetzgebung für den Bergbau sowie die allgemein komplizierten Steuer- und Zollregelungen sind Belege dafür, dass man in Brasilien einen langen Atem braucht, um erfolgreich zu sein“, so Döhne weiter. Vor diesem Hintergrund bietet die Studie weitere wertvolle Informationen, so zum Beispiel zu den Rahmenbedingungen des brasilianischen Rohstoffsektors sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.
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Zur Studie

BGR schult Umweltpolizei in Jordanien

BGR schult Umweltpolizei in Jordanien, 06.02.2015

Der neue Direktor des jordanischen Amtes für Umweltschutz-Ranger, Brigadegeneral Mohammad Abdel Halim Qatischat, informierte sich kürzlich über die Zusammenarbeit der BGR mit der Umweltschutzpolizei in Jordanien. Die Ranger sind in das BGR-Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ in Jordanien eingebunden. Das Projekt unterstützt Maßnahmen zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Ressource Grundwasser. Im Hauptquartier der Umweltschutzpolizei in Amman (Jordanien) tauschte sich der BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll mit Brigadegeneral Mohammad Abdel Halim Qatischat über den aktuellen Stand der Kooperation aus. Sie vereinbarten Trainingsmaßnahmen für die Dienststellen der Umweltpolizei u.a. im Bereich der Wasserprobenahme und GPS-Ortung von Verunreinigungen. Die Trainingsmaßnahmen beginnen im März dieses Jahres und werden voraussichtlich bis in den Herbst hinein andauern.

Die BGR ist in Jordanien seit Ende der 50er Jahre im Auftrag der Bundesregierung tätig. Innerhalb dieses Zeitraumes konnten bisher 16 Vorhaben realisiert werden. Jordanien zählt zu den bedeutendsten Kooperationsländern der BGR. Der Aufbau des geologischen Dienstes, die Erschließung von Grundwasser und Phosphatvorkommen, die Erarbeitung eines Wasserhaushaltsplanes sowie Untersuchungen der Ölschiefervorkommen standen bei den meisten dieser Vorhaben im Vordergrund. In den letzten Jahrzehnten wandelten sich die Bedürfnisse. Der Nachhaltige Umgang mit der Ressource „Wasser“ spielte eine immer zentralere Rolle im Bereich der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Partnerland Jordanien.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

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