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Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia)

Auftakt der Zusammenarbeit mit Somalia, 05.12.2016

Im Verlauf des Bürgerkriegs sind in Somalia alle wesentlichen Strukturen des Rohstoffsektors zusammengebrochen. Investoren haben sich zurückgezogen, institutionelles Wissen ist verloren gegangen. Daher unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) seit diesem Jahr das somalische Ministerium für Petroleum und Mineralische Rohstoffe (MPMR) beim nachhaltigen Wiederaufbau des somalischen Rohstoffsektors. Dafür werden in einem ersten Schritt Mitarbeiter des MPMR ausgebildet und geologische Informationen gewonnen. Entsprechend hat die BGR im Auftrag des BMZ Ende November eine erste Trainingsmaßnahme an der Universität Nairobi (Kenia) durchgeführt. Mitarbeiter aus der IT-Abteilung des MPMR wurden im Management von seismischen Daten auf Grundlage einer Spezialsoftware ausgebildet. Diese Trainingsmaßnahme stellte den Auftakt der Zusammenarbeit zwischen der BGR und MPMR dar. Weitere Trainings sollen Anfang 2017 folgen.
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Modernisierung der deutschen Antarktis-Station abgeschlossen, 05.12.2016

Die im vergangenen Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten der deutschen Antarktis-Station Gondwana in der Terra Nova-Bucht sind abgeschlossen. Alle neu installierten Systeme konnten jetzt erfolgreich in Betrieb genommen werden. Mit einer neuen Haustechnik, besseren sanitären Einrichtungen, Solarpanelen, einer neuen Seewasser-Aufbereitungsanlage und einer biologischen Abwasserreinigung ist die Station der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nun umwelttechnisch und energetisch auf dem neusten Stand.

So sorgen hocheffiziente Lithium-Batterien dafür, dass jede erzeugte Kilowattstunde Strom genutzt werden kann. Bei Sonnenschein tragen eigenständig arbeitende Solar-Luftkollektoren zu frostfreien Temperaturen in den Innenräumen der Station bei, ohne dass zusätzliche Energie aufgebracht werden muss. Durch die Modernisierung wurde der komplette Treibstoffverbrauch für die Generatoren von circa 200 Liter auf etwa 30 Liter pro Tag reduziert. Die Gondwana-Station kann in diesem Zustand mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis für Polarexpeditionen genutzt werden.
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Zur Pressemitteilung Polarforscher kehren von Expedition zurück: Modernisierung der deutschen Antarktis-Station jetzt abgeschlossen




Rohstoffsituationsbericht 2015

Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation, 01.12.2016

Ist die Rohstoffversorgung für den Industriestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 572 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, insbesondere Steine und Erden (vor allem Sand, Kies, gebrochene Natursteine) sowie Kali- und Steinsalz und weitere Industrieminerale gefördert. „Diese heimischen Rohstoffe sind eine wichtige Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur sowie für die Bauindustrie, chemische Industrie und die Papier-, Glas- und Gussindustrie. So werden beispielsweise heimische Quarzrohstoffe für den Bau von Windkraftanlagen benötigt – sowohl zur Herstellung der Fundamente als auch der Rotorblätter, die aus glasfaserverstärkten Kunstoffen mit einem Quarzanteil von etwa 70 Prozent bestehen“, erläutert Dr. Volker Steinbach, Leiter der Abteilung „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“ in der BGR.

Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf insgesamt 187,2 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 9,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Weiterhin wurden 4,2 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Der Wert der heimischen Rohstoffproduktion lag bei insgesamt 13,4 Milliarden Euro und damit knapp unterhalb des Vorjahresniveaus (13,5 Milliarden Euro).

Deutschland bleibt weiterhin bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Industrie profitiert weiterhin von niedrigen Rohstoffpreisen




Dr. Kristine Asch (Foto Mitte) mit den afrikanischen Partnern bei der Veranstaltung in Ibadan

GIRAF-Netzwerk in afrikanische Hände übergeben, 01.12.2016

Das von der BGR unterstützte Netzwerk für geowissenschaftliche Informationen in Afrika, „Geoscience InfoRmation in AFrica" (GIRAF), wird künftig in Verantwortung der afrikanischen Partnerorganisationen weitergeführt. GIRAF wurde 2009 in Windhoek gegründet und seitdem von der BGR-Expertin für geologische Informationen, Dr. Kristine Asch, koordiniert. Bei einer feierlichen Zeremonie im Rahmen des 26. Colloquium of African Geology (CAG26) in Ibadan (Nigeria) übergab Dr. Asch die Aufgabe an Ibrahim Shaddad, Direktor des African Mineral and Geosciences Centre in Dar es Salaam (Tansania). Dort wird das neue GIRAF-Büro stationiert sein. GIRAF hat ca. 400 Mitglieder aus mehr als 30 afrikanischen und 12 außerafrikanischen Ländern. Ziel des Netzwerkes ist es, die Umweltbedingungen und wirtschaftlichen Lebensumstände in Afrika durch den Einsatz von Informationstechnologien, die auf geowissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, zu verbessern. „Wissensbasierte Geoinformationen sind wichtiger denn je, gerade in Afrika. In diesem Zusammenhang hat das GIRAF-Netzwerk mit seinen engagierten Mitgliedern hervorragende Zukunftsaussichten und wird insbesondere in Bezug auf Geologie und Geoinformation in Afrika eine immer wichtigere Rolle spielen“, so Dr. Asch. GIRAF wurde seit Initiierung vorrangig durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die BGR, die UNESCO Nairobi, die Geological Society of Africa, Australian Aid, das United Nations Development Programme, die Kommission für Geowissenschaftliche Information (CGI) der International Union of Geological Sciences (IUGS) und zahlreiche weitere Organisationen unterstützt.
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DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz (4.v.l) diskutiert mit Experten.

BGR auf Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz, 24.11.2016

Auf der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Düsseldorf mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat der Leiter der DERA in der BGR, Dr. Peter Buchholz, heute die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“ vorgestellt. Die Auftragsstudie leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der zukünftigen Rohstoffnachfrage. Dazu wurden 42 Zukunftstechnologien im Detail betrachtet und in einem Szenario mit Blick auf den Rohstoffbedarf dieser Technologien im Jahr 2035 analysiert. Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen. Immer wichtiger werden daher für die von Importen abhängige deutsche Wirtschaft Ausweichstrategien für eine Absicherung der Rohstoffversorgung. Schwerpunktthemen der dreitägigen Konferenz, an der auch BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel teilnahm, waren die nachhaltige Entwicklung der Rohstoffwirtschaft sowie der aktuelle Stand der deutsch-russischen Energie- und Rohstoffpartnerschaft.
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Verschiffung von Bleibarren am Hafen von Port Pirie (South Australia)

Neues DERA-Handbuch zu Australien, 16.11.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt das Handbuch „Mineralische Rohstoffe in Australien – Investitions- und Lieferpotenziale“ veröffentlicht. Australien zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Erde und bietet im Rohstoffsektor vielseitige Kooperationspotenziale für deutsche Unternehmen.

Das Land könnte sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Handelspartner für zahlreiche Rohstoffe und Zwischenprodukte für Schlüssel- und Zukunftstechnologien entwickeln. Derzeit ist Australien der weltweit wichtigste Lithiumproduzent, vor Chile und Argentinien. 42 % der weltweiten Lithiumförderung stammten 2015 aus der Lagerstätte Greenbushes in Western Australia. Bei Antimonkonzentrat beliefen sich die australischen Exporte im Jahr 2015 auf 18.900 Tonnen. Damit ist Australien der weltweit größte Nettoexporteur von Antimonkonzentrat, vor Tadschikistan und Myanmar sowie der wichtigste Antimonproduzent außerhalb Chinas.
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Zur Pressemitteilung Neues DERA-Handbuch zu Australien: Hohes Rohstoffpotenzial für Zukunftstechnologien




Teilnehmer des Grundwassertrainings im Tschad.

Neues Konzept für Grundwassertraining erfolgreich im Tschad angewendet, 11.11.2016

Im Rahmen des TZ-Projektes “Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission” hat die BGR gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (CBLT) vom 31. Oktober bis 04. November 2016 in N’Djamena (Tschad) ein neu konzipiertes Grundwassertraining durchgeführt. Das Konzept basiert auf dem vom TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ zusammen mit weiteren afrikanischen Partnern erstellten Trainingsmanual „Integration of Groundwater Management into Transboundary Basin Organizations in Africa“. Das Besondere: Der modulare Aufbau des Trainingsmanual erlaubte der CBLT im Vorfeld speziell auf ihr Aufgabenportfolio zugeschnittene Themen zu bestimmen, so das ein direkter Bezug zu der täglichen Arbeit der Teilnehmer hergestellt werden konnte. Das Trainingskonzept wurde nach der offiziellen Vorstellung auf der „African Water Week“ im Juli 2016 nun erstmals in einem TZ-Projekt in Afrika angewendet. Die 25 Teilnehmer der Tschadseebeckenkommission lernten in dem fünftägigen Training eine Vielzahl von grundwasserrelevanten Themen und formulierten zudem Handlungsempfehlungen für die CBLT und ihre Mitgliedsstaaten für ein verbessertes Grundwassermanagement.
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Mehrere BGR-Experten tauschten sich mit Dr. Amer Afaq (Mitte) aus.

Neues Projekt mit Pakistan, 09.11.2016

Zum Auftakt eines zweijährigen Projektes mit der Islamischen Republik Pakistan besuchte der Generaldirektor der Partnerbehörde, Dr. Amer Afaq, vom 07. bis 08. November 2016 die BGR. Dr. Amer Afaq leitet die Behörde für Katastrophenmanagement (Provincial Disaster Management Authority, PDMA) der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KP) mit der die BGR das Projekt „Promoting Resilience of Khyber Pakhtunkhwa against Natural Disaster Impacts“ durchführen wird. Es handelt sich um ein Projekt der technischen Zusammenarbeit, mit dem die fachlichen Voraussetzungen der PDMA zur Umsetzung eines präventiven Naturkatastrophen-Risikomanagements gestärkt werden sollen. Im Rahmen seiner Reise besucht Dr. Amer Afaq auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
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Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft, 07.11.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) beteiligen sich an der Veranstaltungsreihe „5. November der Wissenschaft" in Hannover. In Vorträgen und Präsentationen berichten Geo-Experten aus den drei Einrichtungen über wichtige Forschungsergebnisse und spannende Expeditionen.

Von der ungewöhnlichen Arbeit eines BGR-Polarforschers in Schnee und Eis, weitab von jeder Zivilisation, erzählt der Vortrag „Forschung im Eis – Erlebnisse aus der Arktis und der Antarktis“ am 8. November um 17.15 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum A 310).

Am 9. November findet ab 13.30 Uhr im GEOZENTRUM Hannover (Großer Sitzungssaal) ein ›Leibniz-Tag‹ statt. Dazu hat das LIAG renommierte Wissenschaftler eingeladen, die u. a. über Zukunftsperspektiven in der Geothermie- sowie der Grundwasserforschung referieren.

„Die Ohren und Nase der Welt – wie unerlaubte Atomtests und andere Ereignisse aufgespürt und entdeckt werden“ heißt ein Vortrag am 14. November um 17.30 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 442). Darin schildert ein BGR-Seismologe, wie das internationale Kernwaffenteststoppabkommen überwacht wird.

Welche Rohstoffe für den Ausbau der Erneuerbaren Energien benötigt werden, warum Bodendaten bei der Planung von Stromtrassen eine wichtige Rolle spielen oder welche Auswirkungen der Klimawandel auf Wasser und Boden in der Region Hannover hat – Antworten auf diese Fragen liefern Experten der BGR und des LBEG in einer Vortragsreihe am 16. November 2016 um 18 Uhr in der Leibniz Universität Hannover (Gebäude 1101, Raum F 142).
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Zur Pressemitteilung Geo-Experten beteiligen sich am November der Wissenschaft




BGR-Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel eröffnete den Workshop

80 Experten diskutierten künftigen Copernicus-Dienst, 04.11.2016

Die Vision eines supra-nationalen Bodenbewegungsdienstes war Thema des zweitägigen Workshops „Supra-National Ground Motion Service“, der auf Initiative der BGR jetzt im GEOZENTRUM Hannover stattfand. 80 Experten aus 16 Nationen diskutierten über Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Realisierung dieser Idee im Rahmen des „Copernicus“-Programms der EU. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist es, künftig Bewegungen der Erdoberfläche wie z.B. Hangrutschungen, Landsenkungen oder die Folgen von Erdbeben besser erfassen zu können, um entsprechende Vorsorgemaßnahme zu ergreifen. Vereinbart wurde, dass kurzfristig in den Teilnehmerländern des „Copernicus“-Programms, darunter auch Deutschland, entsprechende Initiativen eingeleitet werden. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der EU-Kommission, des Bundeswirtschaftsministeriums, der ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, aus Wirtschaft und Forschung, von Geologischen sowie Geodätischen Diensten teil. Eröffnet wurde der Workshop durch den Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel.
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Salzförderung unter Tage

Neuer Newsletter, 31.10.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2016 ist erschienen.

CPRM-Präsident Dr. Eduardo Jorge Ledsham (Foto Mitte) und Dr. Peter Buchholz (Foto rechts), Leiter der DERA, bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

BGR schließt Kooperation mit Geologischem Dienst von Brasilien, 24.10.2016

Die BGR hat jetzt mit dem Geologischen Dienst von Brasilien, CPRM (Companhia de Pesquisa e Recursos Minerais), eine enge Kooperation auf dem Gebiet der Erkundung mineralischer Rohstoffe vereinbart. Die Kooperationsvereinbarung umfasst für die Dauer von fünf Jahren mehrere Projekte. Bereits im November werden gemeinsame Geländearbeiten der beiden geologischen Dienste im brasilianischen Bundesstaat Rondônia stattfinden. Untersucht werden sollen insbesondere Zinn-, Tantal- und Wolfram-Lagerstätten. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung fand am Rande des „24th World Mining Congress – Mining in a World of Innovation“ in Rio de Janeiro statt. Dr. Eduardo Jorge Ledsham, Präsident der CPRM, empfing die BGR-Delegation mit dem Leiter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) der BGR, Dr. Peter Buchholz, in der CPRM-Niederlassung in Rio de Janeiro. An der feierlichen Zeremonie nahmen auch der Wirtschaftsattaché der Deutschen Botschaft sowie hochrangige politische Vertreter teil.
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Die schwierigen arktischen Bedingungen stellen hohe Anforderungen an die Logistik und die Sicherheitsvorkehrungen für Mensch und Umwelt

Studie der BGR zu Rohstoffpotenzialen im Arktischen Ozean, 20.10.2016

Der Arktische Ozean verfügt über ein noch weitgehend unbekanntes Potenzial an Rohstoffen. Trotz des geringen geologischen Erkundungsstandes haben die Anrainerstaaten ihre hoheitlichen Ansprüche auf derzeit noch internationale Gewässer bereits nachdrücklich geltend gemacht. In ihrer neuesten Ausgabe der Commodity TopNews „Der Arktische Ozean aus rohstoffwirtschaftlicher und völkerrechtlicher Sicht“ beleuchtet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die aktuelle Situation zu mineralischen und Energie-Rohstoffen unter dem arktischen Meeresboden sowie den völkerrechtlichen Status des Nordpolarmeeres.
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Natriumchlorid (in weiß) und Kaliumchlorid (in rosa)

Neue BGR-Studie: Salz ist auch für die Industrie unverzichtbar, 18.10.2016

Wofür brauchen wir Steinsalz – nur zum Salzen oder gibt es auch noch andere Verwendungen? Was ist so besonders an deutschen Kalisalzen? Warum gibt es in Deutschland Salz nicht nur an der Küste, sondern auch in den Alpen? Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Salz als Industrieprodukt beschäftigt sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer neuen Broschüre „Salze in Deutschland“.

Auf 103 Seiten informiert die BGR-Studie über die Gewinnung, Nutzung und wirtschaftliche Bedeutung dieser Industriemineralgruppe. Fazit: Salze gehören zu den wichtigsten heimischen mineralischen Rohstoffen. Jeder braucht sie im täglichen Leben. „Steinsalz kennt jeder – es ist ‚das Salz in der Suppe‘. Doch wer weiß schon, dass Salze zur Herstellung vieler Produkte unverzichtbar sind“, so Dr. Harald Elsner, Autor der BGR-Studie.

Beispiel Landwirtschaft: Ohne den Einsatz von mineralischen kali- oder magnesiumhaltigen Düngemitteln – produziert aus deutschen Kalisalzlagerstätte – wäre die heutige Landwirtschaft nicht denkbar. Auch im ökologischen Landbau sind Düngemittel auf mineralischer Salzbasis zugelassen. Beispiel Lebensmittelindustrie: Praktisch kein Lebensmittel in Deutschland wird ohne Verwendung von Salz hergestellt. Ob bei der Verarbeitung von Fleisch oder Käse, der Herstellung von Wurstwaren oder salzigen Backwaren, der Konservierung von Fisch oder Gemüse sowie der Produktion von Suppen, Soßen oder Fertiggerichten – überall wird Salz benötigt. Beispiel chemische Industrie: Soda – aus Steinsalz produziert – ist der Grundstoff für alle Wasch- und Reinigungsmittel. Chlor – ebenfalls aus Steinsalz gewonnen – wird beispielsweise zur Herstellung von PVC verwendet, dem Material für Fußbodenbeläge. Auch 85 % aller Medikamente und 96 % der in der Landwirtschaft verwendeten Pflanzenschutzmittel basieren auf Chlorchemikalien. Ihr Grundstoff: Steinsalz.

Salz leistet aber auch einen Beitrag zur Energiewende. Das in unseren Solarzellen verwendete Silizium entsteht durch die Umwandlung von Rohsilizium (aus Quarz) mit Hilfe von Chlor (aus Steinsalz).
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Zur Pressemitteilung Das „Salz in der Suppe“ – Neue BGR-Studie: Salz ist auch für die Industrie unverzichtbar

Vertreter der deutsch-kamerunischen Delegation

Deutsch-kamerunische Prüfmission im Norden Kameruns unterwegs, 17.10.2016

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) fand kürzlich eine umfangreiche Projektprüfung für ein neues BGR-Vorhaben im Bereich „Bodenerhalt & Ländliche Entwicklung“ im Norden Kameruns statt. Die zehnköpfige deutsch-kamerunische Delegation, zu der neben Wissenschaftlern und Repräsentanten von Ministerien auch Vertreter der BGR gehörten, besuchte die Regionen Nord und Adamoua und führte intensive Gespräche mit Repräsentanten von Organisationen, Bauernverbänden, Forschungsinstituten und Behörden. In den Gesprächen wurde u. a. von den Betroffenen wiederholt auf die sich verschlechternde Bodenfruchtbarkeit und die erhöhte Niederschlagsvariabilität in der Region Grand Nord hingewiesen. Die Notwendigkeit für gemeinsame bodenkundliche Untersuchungen und Analysen sowie nachhaltige Anpassungs- und Verbesserungsmaßnahmen wurde von allen Teilnehmern auf dem Abschlussworkshop in Kameruns Hauptstadt Yaoundé unterstrichen. Im Nachgang zur Prüfmission wird die BGR einen ausführlichen Projektvorschlag erarbeiten und ein entsprechendes Angebot beim BMZ einreichen. Für das neue Vorhaben zur Beratung zu Bodenwassermanagement und Bodenerhalt in den ländlichen Regionen Nordkameruns sind in den nächsten drei Jahren drei Millionen Euro vorgesehen.
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Für ihre Expedition setzen die BGR-Forscher auch Helikopter ein

Antarktis-Expedition: Suche nach Hinweisen für Entstehung des vereisten Kontinents, 17.10.2016

Die Polarforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) brechen Ende Oktober zu einer vierwöchigen Antarktis-Expedition auf. Im Rahmen der Forschungsreise „GANOVEX XII“ (12. German Antarctic North Victoria Land Expedition) sollen weitere Untersuchungen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Antarktis durchgeführt werden. Die BGR-Wissenschaftler werden dabei von ihren Kollegen aus dem italienischen Antarktisprogramm unterstützt.

Bei der Expedition suchen die Forscher nach weiteren Hinweisen zu Entstehung und Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
...
Parallel zur Expedition wird ein Bautrupp wenige Kilometer entfernt in der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ an der Terra Nova-Bucht die im letzten Jahr begonnenen Modernisierungsarbeiten abschließen. Im Rahmen des Programms „MOGS 4“ (Modernization of Gondwana-Station) wird ein Test der neu installierten Systeme (Haustechnik, sanitäre Einrichtungen, neue Generatoren, Solarpanele, Seewasser-Aufbereitungsanlage und biologische Abwasserreinigung) sowie die Bauabnahme durchgeführt. Die „Gondwana“-Station, die von Wissenschaftlern und Technikern während ihrer Expeditionen als Versorgungsstation mit Arbeits- und Aufenthaltsräumen genutzt wird, steht dann der BGR und internationalen Antarktis-Programmen für mindestens weitere 25 Jahre als Forschungs- und Logistikbasis zur Verfügung.
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Zur Pressemitteilung Neue Antarktis-Expedition und Abschluss der Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler suchen nach weiteren Hinweisen für die Entstehung des vereisten Kontinents

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR-Hubschrauber in Südspanien im Einsatz, 13.10.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird Messflüge mit ihrem Forschungshubschrauber über den südspanischen Tagebergbaugebieten Aznalcollar und Tharsis innerhalb des BGR-Projekts HYPGEO durchführen. In diesem Projekt sollen neue Verfahren aus der Hyperspektralfernerkundung (HYP) und der Geophysik (GEO) zur Exploration mineralischer Rohstoffe kombiniert werden. Für die BGR sind gleich zwei Fachbereiche („Gefährdungsanalysen, Fernerkundung“ und „Geophysikalische Exploration – Technische Mineralogie“) beteiligt. Die Firma Supracon AG aus Jena ist vor Ort für die Messsondentechnik verantwortlich.

Die Hubschrauberflüge werden vom Feldflughafen La Juliana, südwestlich von Sevilla, aus unternommen. Der Zeitrahmen der Flüge über dem Gebiet Aznalcollar wird sich voraussichtlich vom 17. Oktober bis zum 21. Oktober 2016 erstrecken. Das zweite Untersuchungsgebiet um Tharsis wird voraussichtlich vom 24. Oktober bis zum 28. Oktober 2016 beflogen. Die Messzeiten über den Gebieten können sich aus technischen Gründen leicht verschieben.
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Zur Pressemitteilung Erkundung mineralischer Rohstoffe: BGR-Hubschrauber in Südspanien im Einsatz

Flusslandschaft im wüstenhaften Iran

BGR und Irans Geologischer Dienst unterzeichnen Erklärung über Zusammenarbeit, 05.10.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Geologische Dienst des Iran (GSI) haben im Rahmen der deutsch-iranischen Wirtschaftskommission unter Leitung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Teheran die Wiederaufnahme ihrer früheren Zusammenarbeit auf dem Geosektor vereinbart. Die beiden Geologischen Dienste wollen künftig auf verschiedenen geowissenschaftlichen Arbeits- und Forschungsfelder kooperieren. Dazu gehören u.a. die Bereiche Energierohstoffe und mineralische Rohstoffe sowie die Georessourcen Wasser und Boden. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich aus einer Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran neue Chancen, wie auch eine BGR-Kurzstudie aus dem Mai 2016 zeigt. Die Ausgabe 49 der „Commodity Top News“ der BGR präsentiert unter dem Titel „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran und zeigt zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor auf.
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Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis gestartet

Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis gestartet, 05.10.2016

Am 05. Oktober ist die Bewerbungsphase für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016 gestartet. Mit dem Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) seit 2011 Unternehmen und Forschungseinrichtungen für herausragende rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 18. November 2016. Der Preis wird im Rahmen der BMWi-Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im Februar 2017 in Berlin verliehen. Innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign, der Rohstoffgewinnung und der Rückgewinnung von Wertstoffen sowie praxisorientierte Forschungsergebnisse haben in diesem Wettbewerb hervorragende Chancen.
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Zu den Teilnahmebedingungen

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

BGR testet neue Flugsonde bei Hildesheim, 28.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) aus Jena und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ab dem 28. September 2016 für zwei Tage Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird eine zweite im Projekt „Deep Electromagnetic Sounding for Mineral Exploration” (DESMEX) neu entwickelte Flugsonde, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Seil in 40 bis 100 Metern Höhe über Grund geschleppt wird, erstmalig eingesetzt.

Bei diesen Funktionstests sollen zunächst am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie weitere Flugtests durchgeführt werden. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Dafür wird das Signal eines 2 km langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.
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Zur Pressemitteilung Erkundung von Rohstoffen aus der Luft: BGR testet neue Flugsonde bei Hildesheim

Die BGR hat ihren Hauptsitz in Hannover

Unabhängige Forschung: BGR weist Vorwürfe zu CO2-Projekt zurück, 13.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) weist Vorwürfe in Beiträgen des NDR, des WDR und der Süddeutsche Zeitung zu einem Projekt zur „Sicheren Speicherung von CO2“ zurück. In den drei Medien wurde Ende der vergangenen Woche berichtet, dass das so genannte „Stability-Projekt“ der BGR unter Einflussnahme eines Industrieunternehmens umgesetzt worden sei.

Zu den Vorwürfen nimmt die BGR wie folgt Stellung:

Beim „Stability-Projekt“ hat die BGR von 2007 bis 2010 erste Vorschläge zu Anforderungen an Speicherstandorte sowie zur Sicherung und Überwachung von CO2-Speichern erarbeitet. Bei dem Projekt handelte es sich um ein Drittmittelprojekt. Das Handeln der BGR war und ist im Einklang mit den Bestimmungen der Bundesregierung erfolgt (s.u. Konzept einer modernen Ressortforschung der Bundesregierung). Das Stability-Projekt wurde aus Haushaltsmitteln der BGR und Mitteln eines Unternehmens finanziert. Mit den vom Unternehmen eingebrachten finanziellen Mitteln wurden zusätzlich zum Stammpersonal der BGR zwei wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt. Diese Mitarbeiter wurden aufgrund ihrer Qualifikation und erworbenen Berufserfahrung ausgewählt. Die Dienst- und Fachaufsicht für das eingestellte Personal oblag allein der BGR. Abordnungen von Mitarbeitern des Unternehmens an die BGR hat es nicht gegeben. Weitere Infos finden Sie in der Pressemitteilung der BGR (s.u.).
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Welt-Jahresverbräuche (Statische Reichweiten) auf Basis von Reserven und Ressourcen für die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran

Fakten zu Energierohstoffen seit 40 Jahren, 06.09.2016

Im zukünftigen Energiemix Deutschlands sollen die erneuerbaren Energien die fossilen Energierohstoffe ersetzen. Doch noch decken Erdöl, Erdgas und Kohle rund 80 Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs ab. Mit der Energiestudie möchte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auch weiterhin die Neuausrichtung der Energieversorgung durch die Bereitstellung von Sachinformationen unterstützen.

Der Kurzbericht „Die Energiestudie der BGR: Fakten zu Energierohstoffen seit 40 Jahren“ (Commodity TopNews, Ausgabe 51) greift beispielhaft wichtige Entwicklungen aus dem Energierohstoffsektor auf. Die BGR veröffentlicht jährlich in ihrer Energiestudie in komprimierter Form  Informationen über die weltweite Verfügbarkeit der nicht-erneuerbaren Energierohstoffe sowie  der erneuerbaren Energien.
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Der ägyptische Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Mohamed Abdel Aty Sayed Mohamed, erläutert die Herausforderungen seines Landes zum Thema Wasserressourcen auf der BGR-Veranstaltung

BGR auf der Weltwasserwoche in Stockholm, 06.09.2016

Die BGR hat mit drei Veranstaltungen an der diesjährigen „Weltwasserwoche“ vom 28. August bis 2. September 2016 in Stockholm teilgenommen. Die vom Stockholm International Water Institute (SIWI) ausgerichtete Konferenzreihe stand diesmal unter dem Thema „Water for Sustainable Growth“. Das Sektorvorhaben (SV) „Politikberatung Grundwasser“ führte zwei Seminare zu den Themen „Preventing seawater intrusion for sustainable growth in coastal zones” und „Seeking answers to the MENA water crisis” sowie gemeinsam mit dem SV „Rohstoffe & Entwicklung“ ein Seminar zum Thema „Water and Mining“ durch. Alle drei Seminare stießen bei den Teilnehmern der Weltwasserwoche auf eine positive Resonanz.
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Zu den BGR-Veranstaltungen auf der Weltwasserwoche 2016



Der BGR-Hubschrauber mit Sonde

BGR testet neue Flugsonde in Thüringen, 05.09.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität zu Köln vom 6. bis zum 9. September 2016 Testflüge südöstlich der Stadt Schleiz in Thüringen durch. Dabei wird eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eingesetzt, die vom Forschungshubschrauber der BGR „Sikorsky S-76B“ per Seil in ca. 40 Meter Höhe über dem Erdboden geschleppt wird.

Die Erprobungsflüge finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden. Das Verfahren soll in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden. Weitere Verbundpartner sind die Universität Freiberg, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena sowie die Firmen Supracon (Jena) und Metronix (Braunschweig). Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie begleitet das Projekt.
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Oberflächenruptur des Erdbebens von 1983 am Bora Peak in Idaho, USA

Neuer Newsletter, 31.08.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2016 ist erschienen.

BGR-Stand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

BGR präsentierte sich beim „Tag der offenen Tür“ in Berlin, 29.08.2016

100.000 Besucher erlebten am Wochenende den „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“. Mit dabei auch die BGR, die sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jeweils mit einem eigenen Stand präsentierte. Zu den zahlreichen Besuchern, die sich über die Arbeit der BGR informierten, gehörte im BMZ auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn, der sich über die aktuelle Situation in den BGR-Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit unterrichten ließ. Auf dem BGR-Stand im BMWi präsentierte die BGR ihr geowissenschaftliches Know-how bei der Umsetzung der Energiewende. So liefert die BGR beispielsweise wichtige Informationen zu Rohstoffen, die für erneuerbare Energietechnologien benötigt werden, aber auch wissenschaftliche Grundlagen für die Speicherung von Energie im tieferen Untergrund sowie Bodendaten für die Planung von Stromtrassen.
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BGR-Stand auf dem Internationalen Geologen Kongress (IGC)

35. Internationaler Geologen Kongress ist eröffnet, 29.08.2016

In Kapstadt (Südafrika) ist der 35. Internationale Geologen Kongress (IGC) eröffnet worden. Auch die BGR beteiligt sich unter Leitung von Präsident Prof. Dr. Ralph Watzel an der bis zum 04. September dauernden Veranstaltung, zu der 6.000 bis 8.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet werden. In Vorträgen und Workshops sowie mit Poster-Beiträgen informieren die BGR-Experten über ihre aktuellen Forschungsarbeiten. Außerdem ist die BGR auf der Geo-Expo mit einem eigenen Stand vertreten und unterstützt die vom Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisierte Bewerbung Deutschlands um die Ausrichtung des übernächsten Geologen-Kongresses im Jahr 2024.
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Teilnehmer des Planungsworkshops in Yaoundé (Kamerun)

Workshop zu neuem Projekt in Kamerun, 18.08.2016

Die BGR hat in der vergangenen Woche in Yaoundé (Kamerun) einen Planungsworkshop zum neuen Vorhaben „Informationen zu Georessourcen mit Schwerpunkt Boden für die Raumordnungsplanung in den Regionen Nord und Südwestkamerun“ durchgeführt. An dem Workshop nahmen mehr als sechzig Vertreter beteiligter afrikanischer Partnerbehörden und wissenschaftlicher Institute teil. Die BGR-Experten Dr. Einar Eberhardt, Andreas Bahr und Dr. Michael Fuchs (per Skype) informierten über die Arbeitsschwerpunkte des interdisziplinären Projektes. Dazu zählen Bodenkartierungen, Datenbankmanagement und digitale Höhenmodelle. In vier Arbeitsgruppen wurde mit den Partnerinstitutionen die operative Planung abgestimmt.

Mit dem Vorhaben werden Maßnahmen der kamerunischen Regierung unterstützt, bessere Grundlagen für die Raumordnungsplanung auf regionaler und nationaler Ebene zu schaffen. Insbesondere geht es dabei um die Ermittlung und Analyse von geowissenschaftlichen Daten für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in Nord- und Südwest-Kamerun.
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Teilnehmer des Workshops in N'Djamena (Tschad)

Austausch zum Tschadseebecken, 18.08.2016

Technische Experten aus fünf Mitgliedsstaaten der Tschadseebeckenkommission (Kamerun, Niger, Nigeria, Tschad und der Zentralafrikanische Republik) sind einer Einladung der Kommission und der BGR gefolgt, in N'Djamena (Tschad) Informationen zur Überwachung des Grundwassers und der Kartographie für das Tschadseebecken auszutauschen.

Der zweitägige Workshop wurde im Rahmen des Projekts zur Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission am 15. und 16. August 2016 durchgeführt und offiziell vom Exekutivsekretär der Tschadseebeckenkommission eröffnet. Gemeinsam mit Experten der Tschadseebeckenkommission und der BGR diskutierten die Teilnehmer Möglichkeiten zur Erstellung hydrogeologischer Karten und Auswahlkriterien für Datenlogger, um Datenerhebungsprozesse zu harmonisieren. Es wurde vereinbart, alle verfügbaren Daten für das Tschadseebecken zusammenzuführen.
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Kernbild Scharnhorst

Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen, 11.08.2016

Im Auftrag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird ab dem 15. August 2016 nordwestlich von Söhlde-Hoheneggelsen (Landkreis Hildesheim) eine 200 Meter tiefe Forschungsbohrung abgeteuft.

Mit der von einem Unternehmen durchgeführten Bohrung verschafft sich die BGR neue Informationen über den Aufbau und die Struktur des Untergrundes im Raum Hoheneggelsen. Die Arbeiten sind Teil eines umfangreichen Forschungsprogramms, in dessen Rahmen die BGR ein 3D-Modell des geologischen Untergrundes von Norddeutschland erstellt. Bei Hoheneggelsen werden Gesteine aus der Kreide- und Jurazeit erbohrt. Es wird untersucht, aus welchem Material diese verschiedenen Schichten bestehen und welches exakte geologische Alter sie haben. Die Bohrungen stehen nicht im Zusammenhang mit der ehemaligen Sonderabfalldeponie südlich von Hoheneggelsen. Mit den Arbeiten sollen geologischen Grundlagendaten erhoben werden.
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Zur Pressemitteilung Landkreis Hildesheim: BGR-Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen
Zum Film Forschungsbohrung bei Hoheneggelsen



Teilnehmer des Grundwassertrainings

„Grundwasser“ auf der Africa Water Week, 28.07.2016

Die BGR war auf der 6. Africa Water Week (AWW) vom 18. – 22. Juli in Dar es Salaam, Tansania, mit zwei Veranstaltungen vertreten. Im Rahmen des TZ-Projektes „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ veranstaltete sie gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission (LCBC) ein Side Event, um über die Grundwassersituation im Tschadseebecken zu informieren. In vier Vorträgen wurden unterschiedliche Aspekte zum Thema Grundwassermanagement präsentiert: Hydrogeologische Grundlagen, Herausforderungen und regionale Ansätze für das Grundwassermanagement sowie die Auswirkungen der Flüchtlingsströme in der Region auf die Vegetation. Zusätzlich wurde durch das TZ-Projekt „Politikberatung Grundwasser“ gemeinsam mit dem Afrikanischen Grundwassernetzwerk (AGW-Net) ein eintägiges „Schnuppertraining“ organisiert. Dabei wurde das gemeinsam erstellte Trainingshandbuch „Integration of Groundwater into the Management of Basin Organisations in Africa“ Entscheidern aus nationalen Ministerien und Gewässerorganisationen vorgestellt, um Interesse an weiteren Trainings zu wecken und das Trainingshandbuch zu verbreiten. Anschließend absolvierten Mitarbeiter des mittleren Managements aus nationalen Ministerien und Gewässerorganisationen das eintägige Training, darunter auch Counterparts aus den BGR-Projekten mit dem Observatoire du Sahara y du Sahel (OSS), der LCBC und Projektpartner aus Namibia und Sambia.

Die „Africa Water Week“ ist die höchstangelegte Zusammenkunft auf ministerieller Ebene im Wassersektor in Afrika und wird vom African Minister‘s Council on Water (AMCOW) organisiert. AMCOW hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit, Sicherheit, soziale und ökonomische Entwicklung sowie Armutsreduzierung in den Mitgliedsstaaten durch ein geeignetes Wasser- und Sanitärmanagement zu verbessern. Die beiden Side Events konnten zu einer prominenten Platzierung des Themas Grundwasser in diesem Kontext beitragen.
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Dr. Christian Reichert leitet die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston

BGR-Experte erneut in internationales Fachgremium gewählt, 26.07.2016

Dr. Christian Reichert, Leiter des BGR-Fachbereichs für Marine Rohstofferkundung, wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in Kingston, Jamaika, für weitere 5 Jahre in die Rechts- und Fachkommission (engl. LTC) der IMB gewählt. Dr. Reichert ist seit 2008 in der LTC tätig und leitet dieses Gremium seit 2015. Die LTC ist ein 30-köpfiges Beratungsgremium, das dem Rat der IMB umfassend zuarbeitet. Zu den vielfältigen Aufgaben der Kommission gehören unter anderem die Erstellung der Regularien für künftigen Tiefseebergbau in den Meeresbodengebieten, die jenseits nationaler Rechtshoheit liegen, die Begutachtung von Anträgen auf Erkundungslizenzen und die Überwachung der Explorationslizenznehmer. Deutschland selbst besitzt zwei Explorationslizenzen, in deren Rahmen die Vorkommen von Manganknollen (enthalten Kobalt, Nickel, Kupfer) im Zentralpazifik sowie von marinen Massivsulfiden (hier: Bunt- und Edelmetalle sowie wirtschaftsstrategische Rohstoffe wie Indium, Selen und Tellur) im Indischen Ozean von der BGR untersucht werden.
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Commodity TopNews, Ausgabe 50

Kurzbericht zu mineralischen Rohstoffen für die Energiewende, 25.07.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in dem Kurzbericht „Mineralische Rohstoffe für die Energiewende“ (Commodity TopNews, Ausgabe 50) Fakten zum spezifischen Rohstoffbedarf für Erneuerbare-Energietechnologien sowie die damit verbundenen Herausforderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten zusammengestellt.

Für die Bereitstellung Erneuerbarer-Energietechnologien, wie z. B. Windkraftanlagen oder Photovoltaik, sind mineralische Rohstoffe von großer Bedeutung. Eine sichere und nachhaltige Versorgung mit diesen Rohstoffen trägt zum Gelingen der Energiewende bei.

Der prognostizierte erhöhte Bedarf von spezifischen Rohstoffen für diese Technologien und die hohe Angebotskonzentration auf wenige Produktionsländer können bei vielen dieser Rohstoffe allerdings zu erhöhten Lieferrisiken führen.
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Zur Pressemitteilung Kurzbericht: Mineralische Rohstoffe für die Energiewende



BGR Report in englischer Sprache

BGR Report jetzt auch auf Englisch, 19.07.2016

Der aktuelle BGR Report ist ab sofort auch auf Englisch erhältlich. Er gibt wie die deutschsprachige Ausgabe Einblicke in die vielseitigen Arbeiten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Das Spektrum reicht über Endlagerung, Boden, Grundwasser und Rohstoffe bis hin zu den Themen Technische Zusammenarbeit und Georisiken. Interviews mit Wissenschaftlern, z. B. zum Rohstoffmonitoring der Deutschen Rohstoffagentur in der BGR oder zur Tiefen Geothermie runden den BGR Report ab.

Der BGR Report ist gedruckt und digital auf CD-ROM erschienen. Beide Ausgaben sind kostenlos unter Vertrieb@bgr.de.de erhältlich.
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BGR Report Englisch
BGR Report Deutsch


von links: Dr. Wolfgang Scheremet (Leiter der Abteilung Industriepolitik im BMWi) und Prof. Dr. Ralph Watzel (Präsident der BGR) mit der neuen Studie.

Neue Rohstoffstudie veröffentlicht, 04.07.2016

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat am 04.07.2016 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf einer gemeinsamen Fachkonferenz eine neue Forschungsstudie zur Rohstoffnachfrage durch Zukunftstechnologien vorgestellt.

Die Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016“, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag der DERA erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere für die Rohstoffe Lithium, Rhenium, Terbium und Dysprosium der Bedarf für die untersuchten Zukunftstechnologien im Jahr 2035 mehr als das Doppelte der heutigen globalen Primärproduktion ausmachen wird. Auch bei Germanium, Kobalt, Scandium, Tantal, Neodym bzw. Praseodym wird nach Einschätzungen der Autoren der erwartete Rohstoffbedarf über dem heute produzierten Angebot liegen. „Nachfrageimpulse, beispielsweise durch die Elektromobilität oder Superlegierungen in der Luft- und Raumfahrt, werden die Märkte für Sonder- und Nebenmetalle in den kommenden Jahren stark bewegen“, so Torsten Brandenburg, Leiter des Arbeitsbereichs Rohstoffwirtschaft der DERA.
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von links: Katrin Roth (Land der Ideen Management GmbH), Nico Adam (DLR), Dr.-Ing. Thomas Lege (BGR), Jürgen Zaiser (Deutsche Bank) und Prof. Dr. Richard Bamler (Direktor des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung)

Land der Ideen: Kartenwerk zu Bodenbewegungen ausgezeichnet, 04.07.2016

Zur besseren Abwehr von Geo-Gefahren in Deutschland erzeugt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt federführend eine bundesweite Bodenbewegungskarte. Das satellitengestützte Kartenwerk hilft bei der Erkennung potenzieller Schadensereignisse, die z.B. durch Bergbauaktivitäten, Erdfälle, Bodensenkungen oder Hangrutschungen verursacht werden können. Jetzt wurde der neue Monitoringdienst, den die BGR mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der TU München entwickelt hat, als Preisträger beim diesjährigen Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2016" geehrt.

„Das Monitoring ermöglicht erstmals eine großräumige Karte aus einem Guss, die millimetergenau Bodenbewegungen darstellt“, erläutert der zuständige BGR-Fachbereichsleiter Dr. Thomas Lege. So können z.B. Gebäude, Straßen oder Brücken, die auf instabilem Grund gebaut sind, identifiziert werden. Das digitale Kartenwerk wird mit Hilfe von GPS-Stationen kalibriert, um die Konsistenz mit anderen Bewegungsmessungen sicherzustellen. Um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, werden die Daten regelmäßig aktualisiert.
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Einmessung eines Beobachtungsbrunnens

Neuer Newsletter, 30.06.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2016 ist erschienen.

Besucher informieren sich in der Ausstellung

MS Wissenschaft war in Hannover zu Gast, 27.06.2016

Auf großes Interesse stieß die Ausstellung auf der "MS Wissenschaft" in Hannover. Drei Tage lang lud das Ausstellungsschiff, das am Mittellandkanalanleger an der Vahrenwalder Straße am Finanzamt festgemacht hatte, zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, begrüßte persönlich die ersten Ausstellungsgäste in Hannover.

Das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" tourt 2016 durch insgesamt 33 Städte Deutschlands. Die Besucher tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten.
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Mit modernsten Geräten können Forscher Schätze ans Tageslicht bringen und erforschen. Wissenschaftler zeigen auf der MS Wissenschaft Miniaturgeräte.

MS Wissenschaft legt in Hannover an, 17.06.2016

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft" legt vom 25. bis 27. Juni 2016 in Hannover an und lädt zu einer Expedition in die faszinierende Welt der Meere und Ozeane ein. An der Ausstellung auf dem 100 Meter langen Frachtschiff ist auch die BGR beteiligt. Sie stellt Manganknollen aus und informiert über „Schwarze Raucher“ sowie Spezialgeräte zur Erforschung der Tiefsee. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, wird die „MS Wissenschaft" am 25. Juni 2016 um 10.15 Uhr am Mittellandkanal (Höhe Vahrenwalder Straße, am Finanzamt) in Hannover begrüßen. Außerdem steht der Meeresgeologe Dr. Carsten Rühlemann für Erläuterungen zur marinen Rohstoffforschung in der BGR sowie zu den Explorationsarbeiten im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Pazifischen Ozean zur Verfügung.

Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft" tourt 2016 durch 33 Städte im Norden, Westen und Osten Deutschlands. Ausstellungsbesucher gehen auf der „MS Wissenschaft" auf eine Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten. Die Ausstellungsstücke laden zum Entdecken und Ausprobieren ein: Spielerisch können die Besucherinnen und Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und im Tiefseekino entdecken sie, welche Kreaturen in vollkommener Finsternis tausende Meter tief am Meeresgrund leben. Der Eintritt zur Ausstellung auf der „MS Wissenschaft“ ist frei.
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Weitere Informationen zur MS Wissenschaft


Teilnehmer des Workshops in Nouakchott

Workshop zum Bergbausektor in Mauretanien, 09.06.2016

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat die BGR jetzt in Nouakchott (Islamische Republik Mauretanien) einen Planungsworkshop für das Programm der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit „Appui au Sector Extractif en Mauritanie – ASEM“ durchgeführt. Mit dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Programm wird eine Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Diversifizierung im Bergbau Mauretaniens angestrebt. Die BGR unterstützt im Rahmen des Programms beim Aufbau einer besseren Daten- und Informationsbasis über die nichtmetallischen Rohstoffvorkommen des Landes. Der Bergbausektor Mauretaniens ist aktuell stark vom Eisenerzabbau abhängig. Nichtmetallrohstoffe und Industrieminerale werden, mit Ausnahme von Gips, bisher nur sehr wenig abgebaut, bieten aber Potenziale für eine höhere lokale Wertschöpfung. Es handelt sich um das erste Vorhaben der BGR mit der Islamischen Republik Mauretanien.

An dem Workshop in Nouakchott nahmen mehrere Vertreter des mauretanischen Bergbausektors, Ministerien, Behörden, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft teil.
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Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist

Neues Geothermie-Programm mit der Afrikanischen Union, 08.06.2016

Erdwärme aus dem ostafrikanischen Graben könnte mehr als 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) schätzen das geothermische Potenzial der elf Anrainerstaaten auf mehr als 15 Gigawatt. Zum Vergleich: Ein normales Kernkraftwerk produziert in Deutschland etwa ein Gigawatt.

Um dieses enorme Potenzial nachhaltig zu nutzen, unterstützt die BGR jetzt im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit der Afrikanischen Union die Staaten des ostafrikanischen Grabens mit einem neuen Geothermie-Vorhaben. Im Rahmen des Programms beraten BGR-Experten bei der konkreten Umsetzung von Erdwärme-Projekten. Dazu zählen vor allem die Vorerkundung, die Projektplanung und Fortbildungsmaßnahmen.

Das neue Vorhaben knüpft an das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte GEOTHERM-Programm der BGR an, das im Juli 2016 ausläuft. Im Rahmen dieses Vorhabens hat die Bundesanstalt seit 2003 in Afrika geothermische Untersuchungen an Land und aus der Luft vorgenommen, zur Positionierung von Erdwärme-Bohrungen beraten und Weiterbildungen durchgeführt. Dadurch sind beispielsweise in Kenia mittlerweile 627 Megawatt geothermische Leistung installiert. Das ist fast das doppelte der installierten Leistung des Braunkohlekraftwerks Buschhaus bei Helmstedt in Niedersachsen.

Zum Abschluss des GEOTHERM-Vorhabens hat die BGR jetzt noch gemeinsam mit der Afrikanischen Union einen Leitfaden zur technischen Sicherheit sowie dem Arbeits- und Umweltschutz bei geothermischen Bohrungen entwickelt. „The African Union Code of Practice for Geothermal Drilling“ wird am 14. Juni 2016 während des „East Africa Regional Geothermal Ministerial Meeting“ bei der Afrikanischen Union offiziell vorgestellt und den Regierungen der Mitgliedsstaaten übergeben. Das neue Regelwerk gibt vor, wie eine Geothermie-Bohrung von der Entwicklungs- über die Betriebsphase bis zur Stilllegung und Verfüllung durchzuführen ist.
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Zur Pressemitteilung BGR und Afrikanische Union starten neues Geothermie-Programm: Erdwärme kann in Ostafrika über 30 Millionen Haushalte mit Strom versorgen

Das Forschungsteam beim Einholen der Drege mit Manganknollen

Manganknollen-Expedition: Wertvolles Rohstoffvorkommen entdeckt, 01.06.2016

Mit vielversprechenden Ergebnissen ist ein Wissenschaftler-Team der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) von einer sechswöchigen Expedition aus dem deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Zentralpazifik nach Hannover zurückgekehrt. Für diese Explorationsarbeiten wurde auch in diesem Jahr das US-amerikanische Forschungsschiff „Kilo Moana“ gechartert. Bei ihrer Erkundung in einem der wirtschaftlich interessantesten Teilgebiete entdeckten die BGR-Experten ein Vorkommen von rund 5 Millionen Tonnen Manganknollen. Für die Untersuchungen setzten die BGR-Experten ein neu konstruiertes tiefgeschlepptes Echolot zur Kartierung ein.

„Wir haben uns auf einen Bereich mit sehr hoher Knollendichte und sehr günstiger Topographie für einen zukünftigen Abbautest konzentriert", erklärt BGR-Expeditionsleiter Dr. Carsten Rühlemann. Die Wissenschaftler untersuchten ein 200 km2 großes Knollenfeld des insgesamt 75.000 km2 großen Lizenzgebietes. „Neben diesem ausgewählten Areal gibt es noch eine Reihe weiterer vielversprechender Felder mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 km2, die dicht mit Manganknollen belegt sind und ein großes Rohstoffpotenzial besitzen", so Rühlemann. Die Wertmetalle Nickel, Kupfer und Kobalt machen rund 3 % der Knollenmasse aus. Der Hauptbestandteil Mangan ist nur von untergeordnetem wirtschaftlichen Interesse.
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Zur Pressemitteilung Manganknollen-Expedition im Pazifik: BGR-Forscher entdecken wertvolles Rohstoffvorkommen

Teilnehmer der Studienreise und BGR-Mitarbeiter

Bergbau-Experten aus Lateinamerika informieren sich bei der BGR, 01.06.2016

Die BGR hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) vom 22. bis 27. Mai 2016 eine Studienreise zu Bergbau-Altlasten in Deutschland durchgeführt. Die BGR, die GIZ und CEPAL sind Partner in einem regionalen Projekt zur Förderung der Bergbau-Kooperation in den Andenländern.

An der Studienreise nahmen 20 Vertreter aus acht lateinamerikanischen Staaten teil. Sie informierten sich über Tagebaue, Sanierungs- sowie Renaturierungsprojekte in den historischen Bergbaugebieten der Lausitz (Braunkohle) und Ostthüringen (Uran), an denen die BGR beratend und forschend beteiligt ist. Mitarbeiter der beiden Sanierungsträger (Wismut GmbH und Lausitz-Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) erläuterten den Teilnehmern umfassend ihre Sanierungskonzepte. Dabei lagen die Schwerpunkte auf der Planung, Finanzierung, Nachnutzung und Bürgerbeteiligung bei den Projekten.

Am 27. Mai besuchte die Reisegruppe die BGR in Hannover. Dort besichtigte sie die Labore des Fachbereichs „Geologie der Mineralischen Rohstoffe“ und das seismologische Zentralobservatorium. Der neue Präsident der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, ging in seiner Rede auf die Bedeutung des Bergbaus für Deutschland und Lateinamerika ein und hob die wichtige Rolle der Kommunikation mit der Öffentlichkeit bei Bergbau-Projekten hervor.
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Das Memo-Spiel

„Bodenwissen im Handumdrehen“ neu aufgelegt, 19.05.2016

Das Memospiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ wurde jetzt neu aufgelegt. Durch das Umdrehen von Karten steigen die Spieler in die Erlebniswelt Boden ein und erfahren etwas über die Klimarelevanz, die Gefährdungen, die Entstehung und die Schönheit von Böden. „Bodenwissen im Handumdrehen“ macht Spaß und hilft die Konzentration und Schnelligkeit zu trainieren. Das Spiel wird von der BGR, dem Umweltbundesamt (UBA), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) herausgegeben. Es wird, solange der Vorrat reicht, kostenfrei an Institutionen, Verbände und Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendbildung bzw. Umweltbildung abgegeben.
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Weitere Informationen zum Bodenmemo

Absperrschieber einer Erdgaspipeline

Neuer BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran, 02.05.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt in dem Kurzbericht „Iran – ein rohstoffwirtschaftlicher Sachstand“ (Commodity TopNews 49) die wesentlichen Fakten zum Rohstoffpotenzial des Iran zusammengestellt und zugleich die wichtigsten Investitionsvorhaben im Rohstoffsektor aufgezeigt.

Der Iran verfügt über sehr bedeutende Kohlenwasserstoffvorräte. Mit dem geplanten Ausbau der Förderung könnte das Land zukünftig wieder eine zentrale Rolle im Weltmarkt für Erdöl und regional für Erdgas einnehmen. Zudem ist der Iran regional heute schon ein bedeutender Produzent mineralischer Rohstoffe, deren Fördermengen nach aktuellen Plänen langfristig deutlich gesteigert werden könnten.

Neben der dauerhaften Aufhebung der Handelssanktionen bildet die Erhöhung der Sicherheiten für ausländische Investitionen eine weitere wichtige Grundlage für die Modernisierung des Rohstoffsektors.
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Zur Pressemitteilung BGR-Bericht: Rohstoffpotenziale im Iran. Modernisierung des Rohstoffsektors im Iran – Chancen für deutsche Unternehmen

Gediegenes Kobalt aus der metallverarbeitenden Industrie

EU-Projekt zu kritischen Rohstoffen startet, 29.04.2016

Am 1. Mai startet ein neues europäisches Gemeinschaftsprojekt zu kritischen Rohstoffen (CRM). Das multidisziplinäre CRM-EXTREM Team - bestehend aus Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern und Ingenieuren aus 24 europäischen Staaten und Israel - wird von der italienischen Università Politecnica delle Marche (Maria Letizia Ruello) geleitet. Für Deutschland sind im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die BGR und das Forschungszentrum Jülich (FZ-Jülich) im Koordinationsteam. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die TU-Clausthal sind ebenfalls im COST CRM-EXTREM beteiligt. Weiteren Beteiligungen steht COST CRM-EXTREM offen.

Im Rahmen des Projekts werden Möglichkeiten entwickelt, bedeutende kritische Rohstoffe in der Industrie zu ersetzen. Dabei geht es vor allem um den Ersatz von kritischen Rohstoffen in hochwertigen Legierungen, die unter extremen Bedingungen von Temperatur, Beladung, Reibung, Verschleiß und Korrosion in der Energie-, Verkehr- und Maschinenbau-Industrie verwendet werden. Es werden geologische Verfügbarkeiten und Marktentwicklungen alternativer Rohstoffe berücksichtigt. Für die industrielle Verwertung von Ersatz-Materialien werden tragfähige Möglichkeiten konzipiert. Bei den kritischen Rohstoffen handelt es sich unter anderem um Kobalt, Niob und Chrom.

Das Projekt “Critical Raw Materials Under Extreme Conditions” (CRM-EXTREME) wird von der „EU COST Assoziation“ und „Horizont 2020“ gefördert. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren.
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Weitere Informationen zu CRM-Extreme

Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Neuer Newsletter, 28.04.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2016 ist erschienen.

Studenten und Lehrpersonen, die an der studienbegleitenden Entwicklung der neuen Lehrmodule teilnahmen

BGR entwickelt Studieninhalte für Hydrogeologie an der Uni Namibia, 27.04.2016

Die Grundwasser-Experten der BGR haben während der vergangenen drei Jahre studienbegleitet neue Lehrmodule für das Studienfach Hydrogeologie an der University of Namibia (UNAM) in Windhoek entwickelt. Die Module entstanden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsvorhabens SASSCAL (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management). An den Vorlesungen, in denen der neue Lehrstoff erstmals in der Praxis angewandt wurde, nahmen neben den Studenten auch Mitarbeiter des Geologischen Dienstes von Namibia, des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasser und Forsten, des Ministeriums für Bergbau und Energie sowie Vertreter mehrerer Wasserversorger teil. Die Module werden künftig Bestandteil der Vorlesungen im Fach Angewandte Geologie sein. Anlässlich der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Master-Studienganges wurden die fertiggestellten Unterlagen überreicht. Diese beinhalten Vorlesungen für moderne Geoinformationssysteme (GIS) und Fernerkundungsmethoden auf Grundlage von Satellitenbildern zur Erstellung von Kartengrundlagen. Außerdem ergänzen Lehrunterlagen zur Hydrochemie und zur Beschaffenheit des Grundwassers sowie zum Schutz und Management von Grundwasserressourcen den zukünftigen Studienplan.

Ziel des BGR-Arbeitspaketes im Rahmen der internationalen Forschungsinitiative SASSCAL ist, neben der Unterstützung beim Aufbau eines universitären Masterprogrammes, vor allem die Erforschung von Grundwasserneubildungsprozessen.
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Weitere Informationen zum BGR-Arbeitspaket im Projekt SASSCAL

Geoviewer der BGR: InspEE Webdienst Salzstrukturen

Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien, 25.04.2016

Salzkavernen könnten eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen – als Speicher für Druckluft oder Wasserstoff. In dem kürzlich abgeschlossenen Projekt InSpEE haben Forscher der BGR gemeinsam mit Projektpartnern erstmals Salzstrukturen im tieferen Untergrund Norddeutschlands flächendeckend erfasst. Damit kann künftig das Speicherpotenzial der Salzstrukturen abgeschätzt werden.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Verbundforschungsprojekt InSpEE (Informationssystem Salzstrukturen – Planungsgrundlagen, Auswahlkriterien und Potenzialabschätzung für die Errichtung von Salzkavernen zur Speicherung von Erneuerbaren Energien) hat die BGR zusammen mit der Leibniz Universität Hannover und der KBB Underground Technologies GmbH drei Jahre lang vorhandenes Datenmaterial über den norddeutschen Untergrund systematisch ausgewertet.

„Das Speichervolumen einzelner Salzstrukturen hängt eng mit ihrem inneren Aufbau zusammen. Daher bestand ein wichtiges Ziel des Projektes darin, eine Methode zu entwickeln, um den inneren Aufbau noch nicht erkundeter Salzstöcke zu prognostizieren“, erläutert BGR-Wissenschaftlerin Stephanie Fleig. Dazu erstellten die BGR-Forscher 3D-Modelle bereits erschlossener Strukturen. Die Ergebnisse können dann auf unangetastete Salzstöcke übertragen werden. Zudem entwickelte die BGR Kriterien für die Suche nach geeigneten Standorten und stellte für die Planung und den Betrieb geologische und geotechnische Grunddaten bereit. Dafür erfassten sie alle verfügbaren Informationen zu den Salzstrukturen systematisch in einer neuen Datenbank und erstellten Schnittkarten der Salzstrukturen für verschiedene Tiefen.
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Zur Pressemitteilung BGR entwickelte mit Projektpartnern neues Informationssystem: Salzstrukturen im Untergrund als Speicher für Erneuerbare Energien erstmals erfasst

Die Bewegungskarte wurde aus Radar-Daten errechnet und überlagert ein digitales Höhenmodell

Kernwaffentest Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes, 21.04.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt die genaue Lage des vierten Kernwaffentests in Nordkorea am 06.01.2016 weiter eingrenzen. Dies wurde möglich durch die Auswertung der Radardaten des Satelliten Sentinel-1A der europäischen Erdbeobachtungsmission Copernicus. Sie zeigen deutliche Geländeabsenkungen in der Nähe des Epizentrums.

Am 06.01.2016 um 02:30 (MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die BGR als Nationales Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT) hatte die Signale an ihrer 8.200 km entfernten Messstation GERES im Bayerischen Wald 11:38 Minuten nach der erfolgten Explosion aufgezeichnet. Das Epizentrum des aktuellen Ereignisses und somit die Lage der Atomexplosion liegt in der unmittelbaren Nähe der nordkoreanischen Kernwaffentests der Jahre 2006, 2009 und 2013. Für den Kernwaffentest am 06.01.2016 wurde eine Magnitude von 5,1 bestimmt. Da jedoch die nächste seismische Station etwa 380 km nördlich des Testortes liegt, sind Ungenauigkeiten in der exakten Bestimmung des Epizentrums unvermeidbar.

Der Satellit Sentinel-1A liefert auf seiner Umlaufbahn für jedes Gebiet der Erde Radardaten, die seine Höhe über der Erdoberfläche wiedergeben. Am 01.01.2016 (vor dem Test) und am 13.01.2016 (nach dem Test) befand er sich über Nordkorea. Dies erlaubt nun erstmals eine unabhängige Präzisierung der Lage des Explosionsortes. Die BGR hat die frei zugänglichen Erdbeobachtungsdaten dieses Satelliten mit Methoden der Fernerkundung ausgewertet.
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Zur Pressemitteilung Neue Erkenntnisse zum Kernwaffentest am 6. Januar in Nordkorea: BGR findet Spuren des Sprengortes in Satellitendaten

Empfang der ghanaischen Besucher im GEOZENTRUM Hannover (von links):  Johannes Danz, Dr. Daniel Boamah, Franca Schwarz, Dr. Andreas Barth, Kwame Boamah, Dr. Thomas Lennartz

Leiter des Geologischen Dienstes von Ghana im GEOZENTRUM, 19.04.2016

Am 18. April besuchte Dr. Daniel Boamah, der neue Leiter des Geologischen Dienstes Ghanas (GSD), das GEOZENTRUM Hannover. Er informierte sich bei der BGR über mögliche Themenfelder für Kooperationen im Rahmen der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit. Dazu zählt z. B. die Formalisierung des Kleinbergbaus, die Förderung lokaler Wertschöpfung im Bergbausektor sowie die Nutzung geologischer Daten im Rahmen der Stadt- und Regionalplanung sowie der Verminderung von Georisiken. An dem Austausch nahmen auch der ehemalige Abteilungsleiter für Geophysik und Geoinformatik des GSD, Kwame Boamah, und der Managing Director der Firma Beak Consultants, Dr. Andreas Barth, teil. Die Veranstaltung wurde vom BGR-Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ organisiert und vom Fachbereich „Geologie der mineralischen Rohstoffe“ begleitet.
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Teilnehmer des Planungsworkshops

Workshop zum Tschadseebecken, 19.04.2016

Gemeinsam mit der Tschadseebeckenkommission hat die BGR vom 12. bis 14. April in N’Djamena (Tschad) einen regionalen Planungsworkshop für das Projekt „Grundwasserberatung der Tschadseebeckenkommission“ durchgeführt. Ziel des Projektes ist eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Grundwasserressourcenmanagements im Tschadseebecken. Besonders intensiv wurde die Erhebung von Grundwasserdaten unter Berücksichtigung der Sicherheitssituation in der Region diskutiert. An dem Workshop nahmen auch Vertreter der Tschadseebeckenkommission aus Kamerun, Niger, Nigeria und der Zentralafrikanischen Republik sowie Fachexperten von Universitäten und internationalen Organisationen teil.

Der Tschadsee mit seinen Zuflüssen bildet ein bedeutendes Wasserreservoir in der zentralen Sahelzone. Die Fläche des Tschadsees hat seit den 1960er Jahren stark abgenommen und stagniert seit 1980. Ursachen hierfür sind Auswirkungen des Klimawandels und eine verstärkte Nutzung der Zuflüsse des Tschadsees durch die Landwirtschaft. Die 1964 gegründete Tschadseebeckenkommission (Commission du Bassin du Lac Tchad-CBLT) hat das Mandat für das nachhaltige, integrierte Wasserressourcenmanagement im Tschadseebecken unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels. Ihre Satzung sieht vor, dass sie zur Verbesserung der sozioökonomischen und ökologischen Situation im Einzugsgebiet beiträgt. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt.
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Prof. Dr. Ralph Watzel (re.) folgt auf Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel

Wechsel in der Führung der BGR, 08.04.2016

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Rainer Sontowski, hat bei einem Festakt im GEOZENTRUM Hannover den neuen Präsidenten der BGR, Prof. Dr. Ralph Watzel, in sein Amt eingeführt. Zugleich verabschiedete der Staatssekretär den bisherigen Amtsinhaber, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, der die BGR seit August 2007 geleitet hatte.

In seiner Ansprache vor 150 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden würdigte Staatssekretär Sontowski die Arbeit des bisherigen Präsidenten und dankte ihm und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sehr kompetente und anwendungsnahe Beratung der Bundesregierung. „Die wissenschaftliche Expertise der BGR als Ressortforschungseinrichtung des Bundes ist für uns von großem Wert. Uns liegt deshalb viel daran, dass die BGR ihre wissenschaftliche Kompetenz erhält und weiter vertieft“, sagte der Staatssekretär. Zudem wies er auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Geologischen Diensten, Forschungseinrichtungen und Universitäten hin. Dem neuen Präsidenten wünschte Staatssekretär Sontowski für seine künftige Aufgabe viel Erfolg.

In seiner Abschiedsrede bedankte sich der langjährige Präsident der BGR bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BGR. „Ich empfinde eine große Dankbarkeit gegenüber den Beschäftigten der BGR für ihr stets hohes berufliches Engagement“, sagte Kümpel. Er verwies darauf, dass geowissenschaftliche Erkenntnisse zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen immer wichtiger werden. Dies sei ein Grund dafür, dass die Geowissenschaften in den vergangenen Jahren auch in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung gewonnen hätten.

Der neue Präsident griff in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit auf. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der wissenschaftlichen Expertise, die sich an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen und Anforderungen auszurichten habe, nannte Watzel als weiteres wichtiges Ziel seiner Arbeit eine möglichst passgenaue und zielgruppenorientierte Kommunikation der Arbeit der BGR. „Zu den Anforderungen an die BGR als zentrale geowissenschaftlich Beratungseinrichtung der Bundesregierung gehörten auch Transparenz und Nachvollziehbarkeit behördlichen Handelns“, betonte der neue Präsident. Die Nutzung des Untergrundes bedürfe stets einer sorgfältigen Abwägung von Chancen und Risiken. „Geowissenschaftliche Analysen müssen daher auf soliden Füssen stehen, verantwortungsvoll erstellt und hinreichend kommuniziert werden“, so Watzel.

Vor seiner Ernennung zum Präsidenten der BGR hatte Watzel zehn Jahre lang die Abteilung „Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau“ im Regierungspräsidium Freiburg geleitet. Darin sind sowohl der Staatliche Geologische Dienst als auch die Bergbehörde zusammengefasst. Watzel, der Geologie an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe (TH) studierte und nach seinem Diplom mit einem isotopenhydrologischen Thema an der Universität Freiburg im Breisgau promovierte, arbeitete u.a. in mehreren Auslandsprojekten in der Grundwasserprospektion. Vor seiner Aufgabe im Landesamt war er fünf Jahre als stellvertretender Leiter des Referats „Wirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit“ im Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg tätig. Seine Freizeit verbringt der neue BGR-Präsident zusammen mit seiner Lebensgefährtin am liebsten beim Bergwandern und auf Rundreisen durch die Natur.  
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BGR-Wissenschaftler nimmt Gesteinsproben im Gebirge

Neue Hinweise für die Entstehung der Antarktis, 30.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) konnte jetzt im antarktischen Sommer zwei große Projekte erfolgreich beenden. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, fanden die Wissenschaftler der BGR weitere Puzzleteile zur Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika. Einige hundert Kilometer weiter südlich an der Terra Nova Bucht des Rossmeeres führte ein Bautrupp zeitgleich umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch. Forscher, Ingenieure und Techniker waren zuvor gemeinsam mit der Ausrüstung und den Bauteilen auf dem italienischen Versorgungsschiff „M/V Italica“ von Neuseeland aus angereist.

Im Rahmen der Forschungsexpedition „GANOVEX XI“ (11. German Antarctic North Victoria Land Expedition) suchten die Wissenschaftler nach geologischen Hinweisen, mit denen sich die Entstehung und das Auseinanderbrechen des südlichen Großkontinentes Gondwana zurückverfolgen lassen. Dessen Herzstück war bis vor etwa 180 Millionen Jahre die Antarktis, von der sich nach und nach Afrika, Indien, Australien, Neuseeland und Südamerika lösten. Das führte zur isolierten Position des Kontinents am Südpol. Die direkte Folge dieser Isolation ist die Entwicklung der heutigen Ozeanströmungssysteme, die um die Antarktis zirkulieren und die einen entscheidenden Einfluss auf das globale Klima haben.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte – Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station: BGR-Wissenschaftler fanden neue Hinweise für die Entstehung des vereisten Kontinents

Eröffnung der Konferenz durch den Direktor der Hauptverwaltung für Geologie, Murod K. Jumazoda (Foto re.), den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tadschikistan, Holger Green (li.) sowie Dr. Hans-Günter Mylius von der BGR

BGR-Konferenz in Tadschikistan, 23.03.2016

Die BGR führte jetzt gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie bei der Regierung der Republik Tadschikistan in der Hauptstadt von Tadschikistan, Duschanbe, eine Fachkonferenz zum Thema „Mineral Potential and Exploration Strategies in the Central Asian Orogenic Belt“ durch. Vertreter des “Centre for Russian and Central EurAsian Mineral Studies” (CERCAMS) am Natural History Museum in London, der Universität St. Petersburg, verschiedener Fach-Institutionen Tadschikistans, der TU Bergakademie Freiberg und der BGR informierten bei der Veranstaltung über den Stand der geowissenschaftlichen Forschung sowie über die Rohstoffpotenziale im zentralasiatischen Lagerstättengürtel. Diese Region, die von den zentralasiatischen Ländern Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan bis Russland, China und der Mongolei reicht, gehört zu den rohstoffreichsten Regionen der Erde. Gemeinsam mit weiteren Gästen diskutierten die insgesamt 75 Konferenzteilnehmer Fragen zur geologischen Entstehungsgeschichte der Minerallagerstätten sowie über mögliche neue Strategien für die Lagerstättenexploration. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Regionalprogramms „Mineralische Rohstoffe für die Entwicklung in Zentralasien“ statt, das gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft und der BGR in den Ländern Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird.
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Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou (links) wird vom Leiter der Abteilung „Geowissenschaftliche Informationen, Internationale Zusammenarbeit“, Prof. Dr. Berhard Stribrny begrüßt

Besuch des Botschafters von Togo, 23.03.2016

Am 23. März 2016 besuchten Seine Exzellenz Prof. Kwami Christophe Dickenou, Botschafter der Republik Togo in Deutschland, und Honorargeneralkonsul Gerd Max Nelke die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Ziel des Gesprächs mit dem Leiter der Abteilung für Geowissenschaftliche Informationen und Internationale Zusammenarbeit, Prof. Dr. Bernhard Stribrny, war die Vorbereitung des BGR-Beitrags zu einer Tagung in Lomé, der Hauptstadt Togos. Die Außenministerien von Togo und Deutschland bereiten dieses Treffen zur Verbesserung der Zusammenarbeit beider Länder für den 4. und 5. April 2016 vor.
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Manganknolle

Pazifik-Expedition: BGR-Wissenschaftler untersuchen Manganknollen-Konzentration, 22.03.2016

Eine Gruppe von zwölf Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bricht am 5. April 2016 von Honolulu (Hawaii) aus zu einer 42-tägigen Expedition mit dem amerikanischen Forschungsschiff "Kilo Moana" in den Zentralpazifik auf. Ihr Ziel ist der Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher aus Hannover werden dort im Auftrag der Bundesregierung das deutsche Lizenzgebiet zur Exploration von Manganknollen erkunden. Für die BGR-Wissenschaftler ist es bereits die achte Fahrt in das Lizenzgebiet. Grundlage dafür ist ein im Jahr 2006 zwischen der Internationalen Meeresbodenbehörde und der BGR geschlossener Vertrag, der Deutschland das exklusive Recht gibt, auf einem Meeresareal von 75.000 km2 Größe in rund 5.000 m Tiefe 15 Jahre lang den Bestand der metallreichen Manganknollen zu untersuchen.

Auf dieser Forschungskampagne wird ein wirtschaftlich hochinteressantes Teilgebiet von rund 500 km2 beprobt und detailliert mit einem neuen tiefgeschleppten Echolot erkundet. „Uns interessieren die Bereiche des Meeresbodens mit der höchsten Knollenkonzentration sowie der günstigsten Topographie für einen zukünftigen Abbautest“, so BGR-Fahrtleiter Dr. Carsten Rühlemann.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Pazifik: BGR-Wissenschaftler erkunden Gebiete mit hoher Manganknollen-Konzentration

BGR-Hubschrauber

BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden, 15.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt in dieser Woche mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge in der Eifel in Nordrhein-Westfalen durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Das Messgebiet befindet sich in einem etwa 40 km langer Streifen zwischen der Stadt Düren und der Gemeinde Simmerath. Erfasst werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium in den Gesteinen im Boden. Mit dieser Auftragsbefliegung setzt die BGR ihre Zusammenarbeit mit Bodenwissenschaftlern der Universität Bonn fort.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauberflüge in der Eifel: BGR misst natürliche Radioaktivität von Böden

Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler Kommissions-Vorsitzender bei Meeresbodenbehörde, 10.03.2016

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, für ein weiteres Jahr zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Die Internationale Meeresbodenbehörde ist eine durch das Seerechtsübereinkommen ins Leben gerufene internationale Organisation. Sie erarbeitet Regelungen für den Zugang zu den mineralischen Bodenschätzen des staatsfreien Tiefseebodens und verwaltet diese als „gemeinsames Erbe der Menschheit“. Dabei wird sie durch die Rechts- und Fachkommission unterstützt, in der 24 internationale Experten aus den Bereichen Geo- und Meereswissenschaften sowie Biologie und Recht vertreten sind. Zentrale Aufgabe des Gremiums ist zurzeit der Entwurf der Regularien für einen künftigen Abbau der Rohstoffe.
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Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto, Kanada

Erstmals Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto, 04.03.2016

Die DERA in der BGR wird im Rahmen eines deutschen Pavillons an der Prospectors & Developers Association of Canada (PDAC) in Toronto teilnehmen. Der deutsche Gemeinschaftsstand wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und bietet 16 deutschen Unternehmen und Institutionen eine Plattform, um sich auf der weltweit größten Bergbau- und Explorationsmesse zu präsentieren.

An der Messe sind weitere DERA-Partner, wie das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und die Fachvereinigung Auslandsbergbau und internationale Rohstoffaktivitäten (FAB) beteiligt. Am 8. März 2016 richtet die DERA zusammen mit dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Toronto einen Empfang direkt am Deutschen Pavillon aus. „Die PDAC ist die beste Plattform für den Austausch von Informationen über aktuelle Explorationsprojekte und neue Versorgungsmöglichkeiten für mineralische Rohstoffe. Aufgrund der stark gefallenen Rohstoffpreise steckt die Branche in großen finanziellen Schwierigkeiten. Dies wird mittelfristig wieder zu Angebotsdefiziten führen“, so Dr. Peter Buchholz, Leiter der DERA.

Anlässlich der PDAC findet auch ein Treffen der Steuerungsgruppe des Intergovernmental Forum on Mining, Minerals, Metals and Sustainable Development (IGF) statt, an dem die BGR teilnimmt
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Zur Pressemitteilung Erstmals Deutscher Gemeinschaftsstand auf PDAC 2016 in Toronto

Messhubschrauber der BGR mit Flugsonde

Rohstoffsuche im Geyerschen Wald, 03.03.2016

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) sowie weitere Partner setzen ihre Suche nach Industrierohstoffen unter dem Geyerschen Wald im sächsischen Erzgebirge fort. Vom 7. bis 11. März 2016 findet voraussichtlich eine weitere Befliegung mit dem BGR-Hubschrauber (Kennung: D-HBGR) und einer Flugsonde statt. Erlauben die Wetterlage oder technische Bedingungen in diesem Zeitraum keinen kompletten Einsatz, sind Befliegungen vom 21. bis 24. März 2016 vorgesehen.

Das Projekt wird begleitet durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Aufsuchungsgenehmigung hat das Sächsische Oberbergamt erteilt. Wichtigstes Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist es, moderne Methoden zur Erkundung von Rohstoffen zu testen, zu bewerten und weiterzuentwickeln. Dabei handelt es sich um diverse geophysikalische Verfahren, die aus der Luft oder am Boden eingesetzt werden, um bis in eine Tiefe von 500 Metern Erzkörper zu erkunden. Die eingesetzten Methoden vermeiden tiefe Eingriffe in den Untergrund.
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Zur Pressemitteilung Rohstoffsuche im Geyerschen Wald: Hochauflösende Magnetfeld-Erkundung im Erzgebirge

Forschungsschiff MARIA S. MERIAN

BGR erkundet Untergrund der Ostsee, 02.03.2016

Die BGR führt gemeinsam mit dem Institut für Geophysik der Universität Hamburg in Kooperation mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau (Polen) und der Universität Uppsala (Schweden) bis Ende März wissenschaftliche Untersuchungen auf der Ostsee durch. Mit dem Forschungsschiff MARIA S. MERIAN werden im Projekt „BalTec“ mit modernen hochauflösenden reflexionsseismischen Geräten u. a. Salzstrukturen und weitere strukturgeologische Elemente unter dem Meeresboden erkundet. Damit wollen die Wissenschaftler sich ein Bild vom Aufbau des Ostsee-Untergrundes machen und u. a. Zusammenhänge zwischen der Eisauflast der Gletscher der letzten Eiszeit und geologischen Bewegungen der jüngsten Erdgeschichte untersuchen. Um Beeinträchtigungen der Meeresumwelt zu minimieren, werden bei der Ausfahrt moderne hydroakustische Messgeräte zur Ortung von Meeressäugern eingesetzt.

Eine flächendeckend konsistente Datengrundlage über den tieferen Untergrund der deutschen Ostsee liegt bisher nicht vor. Die aktuellen Untersuchungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und damit für das Projekt „Tieferer Untergrund Norddeutsches Becken (TUNB)“. Ziel dieses von den Staatlichen Geologischen Diensten der norddeutschen Bundesländer unter Federführung der BGR durchgeführten Projektes ist insbesondere die Erstellung eines 3D-Modells des Norddeutschen Beckens.
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Paläoseismischer Schurf

Neuer Newsletter, 29.02.2016

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2016 ist erschienen.

Elektromagnetik-Flugsonde vor dem Start

Aero-geophysikalische Testflüge bei Hildesheim, 24.02.2016

Die BGR führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) seit heute (24. Februar 2016) eine Woche lang Testflüge bei Hildesheim durch. Dabei wird erstmalig eine neu entwickelte, 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde für große Erkundungstiefen eigesetzt. Die Sonde wird vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 bis 100 Meter Höhe über den Erdboden geschleppt. Bei diesen Funktionstests am Flughafen Hildesheim-Drispenstedt wird zunächst der Einfluss des Hubschraubers auf die Messsonde sowie das Flugverhalten der Messsonde untersucht. Zudem soll in einem etwa 2 x 4 km² großen Gebiet zwischen Hildesheim und Sarstedt ein erster Praxistest erfolgen. Hierbei wird das Signal eines 2 Kilometer langen Dipolsenders, der vom LIAG am Boden betrieben wird, genutzt.

Die Funktionstests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes DESMEX statt. Im DESMEX-Projekt soll ein neues semi-airborne EM-Verfahren (d. h. Sender am Boden und Empfänger in der Luft) entwickelt werden, mit dem Erkundungstiefen von bis zu 1.000 Meter erreicht werden.
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Testflüge bei Hildesheim: BGR führt erste Funktionstests einer neu entwickelten Flugsonde durch

Geowissenschaftler aus Kamerun tauschen sich mit BGR-Mitarbeitern aus

Geowissenschaftler aus Kamerun nutzen BGR-Daten für Landesplanung, 23.02.2016

Mehrere Geowissenschaftler aus Kamerun haben vom 7. bis 21. Februar im Archiv der BGR nach verschiedenen Karten für die Landesplanung recherchiert. Dazu zählte u. a. auch eine topographische Karte von Kamerun und Togo aus dem Jahr 1913. Die in der BGR gewonnenen Informationen werden von den Wissenschaftlern digitalisiert und vom kamerunischen Ministerium für Wirtschaft, Planung und Regionalentwicklung (MINEPAT) für die Landnutzungsplanung in Buea (Süd-West-Region) und Garoua (Nord-Region) genutzt.
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Produktion von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in Deutschland nach Menge

Neuer BGR-Bericht: Deutschland produziert über 40 verschiedene Rohstoffe, 19.02.2016

238 Millionen Tonnen Sand und Kies, aber nur 10 Kilogramm Gold, das sind die Extremwerte der Rohstoffgewinnung in Deutschland. Über 40 verschiedene Rohstoffe werden in Deutschland gewonnen – weitgehend in ihrer Bedeutung unbekannt und unbemerkt von der Bevölkerung.

Um die heimische Rohstoffgewinnung bekannter zu machen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt in dem Kurzbericht „Rohstoffgewinnung in Deutschland – von tiefen Löchern und kleinen Flittern“ (Link s.u.) alle Rohstoffe zusammengestellt, die in Deutschland abgebaut werden. Dabei kam Erstaunliches „zu Tage“:
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Zur Pressemitteilung über den neuen Bericht

Die Teilnehmer des Jahrestreffens

Treffen zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit, 02.02.2016

Erstmals fand jetzt das „Jahrestreffen der Evaluierungseinheiten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ im GEOZENTRUM Hannover statt. Gastgeber der Veranstaltung, die bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann, war der Fachbereich „Internationale Zusammenarbeit“ der BGR. Mehr als 40 Teilnehmer, darunter Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von staatlichen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit, politischen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, diskutierten über neue Ansätze zur Evaluierung der Entwicklungszusammenarbeit sowie über die kürzlich verabschiedeten „Sustainable Development Goals (SDG)“ und ihre Bedeutung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.
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Studie Quarzrohstoffe in Deutschland

Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR, 27.01.2016

Die Gewinnung heimischer Rohstoffe, insbesondere der Baurohstoffe und Industrieminerale, ist für den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur und für viele Industrien, z. B. die chemische Industrie, ein wichtiges Rückgrat. Zu den Industriemineralen gehören auch die Quarzrohstoffe, die für die Glasherstellung, Trinkwasseraufbereitung und die metallverarbeitende Industrie unverzichtbar sind. Ihre Bedeutung wächst in Zeiten der Energiewende noch weiter, wie heute auf einer Konferenz in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover deutlich wurde.

Quarz und Quarzkies werden für die Produktion von Solarzellen, Quarzsand für die Fertigung von Windkraftanlagen benötigt. „Vielfach ist gar nicht klar, dass wir ohne Industrieminerale die Energiewende nicht schaffen werden“, betonte Dr. Paul Páez-Maletz, Geschäftsführer der Quarzwerke GmbH aus Frechen auf der Konferenz, an der mehr als 100 führende Vertreter der deutschen Quarzrohstoffunternehmen, von Industrieverbänden und staatlichen geologischen Diensten teilnahmen. „Deutschland ist reich an mineralischen Rohstoffen. Sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen können wir auf die Gewinnung und Nutzung heimischer Rohstoffe nicht verzichten. Das zeigt sich auch am Beispiel der Quarzrohstoffe und ihrer Bedeutung für die Energiewende“, erklärte Dr. Volker Steinbach, Leiter der Rohstoffabteilung der BGR.
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Zur Pressemitteilung Konferenz zu Quarzrohstoffen in der BGR: Ohne Industrieminerale keine Energiewende

Studie Schieferöl und Schiefergas in Deutschland

Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl, 18.01.2016

Trinkwasserschutz und Fracking sind aus geowissenschaftlicher Sicht miteinander vereinbar. Das ist ein Ergebnis der neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“.

Hydrogeologische Modellierungen der BGR für geologische Formationen, die für eine Schieferöl- oder Schiefergasförderung grundsätzlich in Betracht kommen, ergaben: Injizierte Fracking-Fluide steigen aus dem tieferen Untergrund nicht in das Grundwasser auf, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Auch die künstlich durch Fracking erzeugten Risse im Gestein erreichen nach den Untersuchungen nicht die zur Trinkwassernutzung geeigneten Grundwasserschichten. Fazit der BGR-Experten: Gefahren für das Grundwasser bestehen bei der Auswahl geeigneter Standorte im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sowie der Einhaltung des Standes der Technik nicht.

Neben der Untersuchung der Umweltaspekte beim Fracking wurden in der neuen BGR-Studie auch die geologischen Ressourcen detailliert untersucht.
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Studie zu Schiefergas und Schieferöl in Deutschland: Trinkwasserschutz und Fracking sind vereinbar

Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (Foto Mitte) mit Gastgebern und Podiumsteilnehmern des Parlamentarischen Abends

Parlamentarischer Abend zum Thema Arktis mit der BGR, 14.01.2016

Die deutsche Arktisforschung und Arktispolitik waren Thema eines Parlamentarischen Abends, zu dem das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und die BGR in die Landesvertretung Bremens in Berlin eingeladen hatten.

An der Veranstaltung nahmen rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Bremens Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte gemeinsam mit AWI-Präsidentin Prof. Dr. Karin Lochte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka. Diese hob in ihren einleitenden Worten die große Bedeutung der deutschen Arktisforschung für die Klima-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik hervor. In einem einstündigen Podiumsgespräch diskutierten Botschafter Joachim Bleicker vom Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Thomas Jung vom AWI, R. Andreas Kraemer vom IASS und Dr. Christian Reichert von der BGR über künftige Herausforderungen für die Arktisforschung. Fazit der Veranstaltung: Eine enge Zusammenarbeit aller Akteure auf diesem Gebiet bildet eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die unterschiedlichen Interessen in der Arktis mit ihren Chancen und Risiken berücksichtigt werden können. Der stellvertretende Präsident der BGR, Dr. Michael Kosinowski, sicherte in seinem Schlusswort ein weiterhin hohes Engagement der BGR auf diesem Sektor zu.
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Boden des Jahres 2016 - Grundwasserboden

Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden, 11.01.2016

Das Kuratorium „Boden des Jahres“, in dem auch BGR-Bodenkundler vertreten sind, hat den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016 gekürt. Fachleute bezeichnen solche Böden nach der deutschen Bodensystematik als Gleye. Die BGR hat wie schon in den Vorjahren eine Karte der Verbreitungsgebiete für den ausgewählten Boden bereitgestellt.

Gleye sind ganzjährig vom Grundwasser beeinflusst, es prägt den Standort wie kein anderer Faktor. Das typische Bodenprofil eines Gleys spiegelt die Grundwasserschwankungen im Jahresverlauf wider. In Deutschland werden Grundwasserböden oft entwässert. Dadurch wird ihr Wasserhaushalt stark gestört, seltene Lebensräume gehen verloren, Humus wird verstärkt abgebaut und die kühlende Wirkung von Feuchtgebieten gemindert. Zum Schutz der Gleye sind ein bodenschonender Maschineneinsatz und die Erhaltung eines möglichst natürlichen Wasserhaushalts erforderlich. Der Grundwasserboden ist bereits der zwölfte „Boden des Jahres“.

In den Vorjahren wurden folgende Böden ausgezeichnet: Stauwasserboden (2015), Weinbergsboden (2014), Plaggenesch (2013), Niedermoor (2012), Auenboden (2011), Stadtböden (2010), Kalkmarsch (2009), Braunerde (2008), Podsol (2007), Fahlerde (2006) und Schwarzerde (2005). Einige davon wurden bereits auf den Internetseiten der BGR vorgestellt.
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Seismogramm des nordkoreanischen Atomtests

Vermutlicher Kernwaffentest in Nordkorea, 06.01.2016

Am 6. Januar 2016 um 01:30 Uhr Weltzeit (10:00 Uhr Ortszeit, 02:30 Uhr MEZ) wurde in der nordkoreanischen Provinz Nord-Hamgyong vermutlich ein weiterer unterirdischer Kernwaffentest durchgeführt. Die seismischen Signale wurden auch von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert.

An der BGR ist das Nationale Datenzentrum für die Überwachung des Kernwaffentest-stoppabkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) angesiedelt. Mit Hilfe des internationalen Überwachungsnetz (IMS – International Monitoring System) der CTBT-Organisation in Wien, für das auch die BGR Stationen betreibt, konnte das Ereignis in hoher Präzision lokalisiert und als Explosion identifiziert werden. Nach dem bisherigen Stand der Auswertung sprechen starke Indizien für eine Nuklearexplosion.
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Zur Pressemitteilung Nordkorea: BGR registriert vermutlichen Kernwaffentest

BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann (li.) und Luis Valdéz Farias unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung

Vereinbarung zur Untersuchung von Bergbau-Altlasten in Peru unterzeichnet, 29.12.2015

Der Gouverneur der peruanischen Region La Libertad, Luis Valdéz Farias, und BGR-Projektleiter Dr. Lothar Winkelmann haben am 16.12.15 in Trujillo (Peru) eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Untersuchung von Bergbau-Altlasten unterzeichnet.

La Libertad ist eine der peruanischen Regionen mit den größten Altlasten-Problemen im Bergbau. Die dort vorgesehenen Arbeiten werden sich vor allem auf den Bergbau-Distrikt Pataz und dessen Rückstände von Gold- und Buntmetall-Aufbereitungen beziehen. Die Regionalabteilungen der beiden peruanischen Ministerien für Umwelt und Bergbau beteiligen sich an den Untersuchungen, die sowohl Umweltschutz-Aspekte als auch Fragen zum Sekundär-Bergbau beinhalten.

Die Arbeiten finden im Rahmen des Programms „Förderung regionaler Bergbau-Kooperation in den Andenländern“ statt. Dieses Programm wird gemeinsam von der BGR und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit dem regionalen Partner CEPAL (UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und Karibik) durchgeführt. Sitz des Programm-Büros ist Santiago de Chile, Partnerländer sind Perú, Chile, Bolivien, Kolumbien und Ecuador. Während die GIZ im Programm entwicklungspolitische Themen zur Bergbau-Strategie und Stakeholder-Governance behandelt, ist die BGR für technische Fragen zu Altlasten-Problemen und Wasser-Energie-Effizienz im Bergbau der Partnerländer zuständig.
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Schwarzer Raucher im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean

BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen, 17.12.2015

Großer Erfolg für die Meeresgeologen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR): Bei ihrer jetzt abgeschlossenen Schiffsexpedition INDEX 2015 im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean entdeckten die Wissenschaftler südöstlich von Mauritius großflächige Erzvorkommen am Meeresgrund in einer Tiefe von 3.100 Metern. „Die potenziellen Lagerstätten in der Tiefsee sind dreimal größer als bisher bekannt“, fasst BGR-Expeditionsleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera das Ergebnis der Forschungsfahrt zusammen.

Für die BGR war es die inzwischen 5. Ausfahrt seit Beginn der „INDEX“-Untersuchungskampagne 2011. Auf der Suche nach Metallsulfidvorkommen waren die BGR-Experten diesmal knapp 8 Wochen mit dem Forschungsschiff PELAGIA in einem 1.200 Quadratkilometer großen Teilabschnitt des Lizenzgebiets (Gesamtgröße: 10.000 Quadratkilometer) unterwegs. Die gesuchten Erze enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur). Ein Großteil dieser Elemente wird für hochtechnologische Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien (u. a. Windkraftanlagen, Photovoltaik) sowie für die Herstellung von Computern, Smartphones oder Fernsehgeräten benötigt. Die Metalle sprudeln als heiße Lösungen mit Temperaturen von bis zu 400 Grad aus dem Meeresboden und bilden an den Austrittsstellen so genannte „Schwarze Raucher“.
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Zur Pressemitteilung Indischer Ozean: Erfolgreiche Expedition im deutschen Lizenzgebiet BGR entdeckt neue großflächige Erzvorkommen

Machnig / Kümpel

Neuer Newsletter, 15.12.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2015 ist erschienen.

Neues BGR-Kuratorium

Neues BGR-Kuratorium, 10.12.2015

In neuer Zusammensetzung trat heute (Donnerstag, 10.12.2015) das Kuratorium der BGR zusammen. Unter Leitung seines neuen Vorsitzenden, Dipl.-Geophys. Martin Bachmann (Vorstandsmitglied der Wintershall Holding GmbH), beriet das Gremium über aktuelle Entwicklungen in der Arbeit der BGR sowie über künftige Aufgaben und Herausforderungen als Ressortforschungseinrichtung der Bundesregierung. Für knapp die Hälfte seiner Mitglieder war es die erste BGR-Kuratoriumssitzung. Bei einem kleinen Rundgang durch das GEOZENTRUM Hannover, in dem die BGR ihren Sitz hat, stellte BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel den Kuratorinnen und Kuratoren einzelne Projekte und die Infrastruktur der BGR vor.
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Gondwana-Station der BGR in der Antarktis

Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station, 10.12.2015

Die Polarforschung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) steht im antarktischen Sommer 2015/2016 ganz im Zeichen von zwei großen Projekten. Im Nord-Viktoria-Land, rund 1.700 Kilometer vom Südpol entfernt, startet ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung der BGR umfangreiche geowissenschaftliche Untersuchungen, um die Entstehungsgeschichte des heutigen Kontinents Antarktika zu entschlüsseln. Zur gleichen Zeit führt ein Bautrupp einige hundert Kilometer weiter südlich in der Terra Nova Bucht am Rossmeer eine umfangreiche Modernisierung der BGR-Antarktisstation „Gondwana“ durch.

Der Countdown für beide Vorhaben hat längst begonnen. Bereits Ende Oktober wurde das Material für die Baumaßnahmen an der BGR-Station in Container verpackt und vom italienischen Ravenna mit der „M/V Italica“ nach Christchurch (Neuseeland) verschifft. Am 16. Dezember geht es von dort mit 24 Forschern, Bauingenieuren, Technikern und Logistikkräften an Bord weiter in die Antarktis. Je nach Eisbedingungen wird das Versorgungsschiff sein Ziel, die Terra Nova Bucht, Weihnachten erreichen.
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Zur Pressemitteilung Zwei große Projekte: Antarktis-Expedition und Modernisierung der Gondwana-Station - BGR-Forscher suchen nach neuen geologischen Spuren der Entstehung des vereisten Kontinents

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar

Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar, 10.12.2015

Die tiefe Geothermie birgt in Deutschland keine unbeherrschbaren Risiken für die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellt hat. Grundlage war eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Umweltbundesamt (UBA). Die tiefe Geothermie setzt meist erst unterhalb von 2.000 Metern an. Dort herrschen Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius. Um diese Erdwärme zu nutzen, kann es manchmal nötig sein, Wasser mit hohem Druck in die dortigen Gesteinsschichten zu pressen. Damit werden Fließwege für die spätere Wasserzirkulation des Geothermie-Kraftwerkes geschaffen. Bei dieser Methode kommen keine wassergefährdenden Zusätze zum Einsatz. Lediglich in Kalkstein werden gegebenenfalls verdünnte Säuren umweltverträglich eingesetzt. Schäden durch seismische Ereignisse sind bei kontrolliertem Vorgehen nicht zu befürchten.
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Zur Pressemitteilung "Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar"

Investor’s and Procurement Guide South Africa

DERA bewertet Rohstoffpotenzial von Südafrika, 09.12.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat gemeinsam mit dem Geologischen Dienst von Südafrika (Council for Geoscience) den zweiten Teil des Handbuches über wichtige mineralische Rohstoffe in Südafrika veröffentlicht. Die neue Studie über Rohstoffvorkommen und Liefermöglichkeiten ist für deutsche Investoren und Einkäufer geeignet, um einen umfassenden Überblick über bestehende und neue südafrikanische Rohstoffpotenziale zu erlangen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Industrie.

In zwei Geländekampagnen und durch umfangreiche Recherche der aktuellen Literatur haben Experten beider Länder das Potenzial an Platingruppenelementen, Chrom und Flussspat in verschiedenen Regionen Südafrikas untersucht und neu bewertet. Die Ergebnisse und Daten zur Verfügbarkeit dieser Rohstoffe wurden nun im zweiten Teil des „Investor’s and Procurement Guide South Africa“ zusammengetragen und auf der Internetseite der DERA veröffentlicht.
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BGR-Energiestudie 2015

BGR-Energiestudie 2015: Energierohstoffe im Überblick, 08.12.2015

Viele Industriestaaten und insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer mit absehbar steigendem Energiebedarf setzen für ihren zukünftigen Energiemix neben Sonne, Wind und Geothermie weiter auf Erdöl, Erdgas und Kohle. Auch Deutschland wird noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Mit einem Anteil von derzeit rund 80 % leisten Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle nach wie vor den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2015 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)*.

„Von grundlegender Bedeutung für den global nur langfristig umsetzbaren Übergang in ein kohlenstoffarmes Energiesystem ist, dass fossile Energieträger auch künftig in dem Maße bereitgestellt werden können, wie sie tatsächlich noch benötigt werden“, betont BGR-Energierohstoffexperte Dr. Harald Andruleit.
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Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015

Staatssekretär Beckmeyer verleiht Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015, 07.12.2015

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, hat im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen - erfolgreich am Markt" die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015 ausgezeichnet.

Staatssekretär Beckmeyer: "Die Preisträger leisten als kreative Vorreiter einen ganz wichtigen Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Rohstoffversorgung in Deutschland. Denn ein intelligenter Einsatz von Rohstoffen ist ein zentrales Mittel um unsere Abhängigkeit von Importen zu reduzieren und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen. Schließlich entfallen mehr als 40 Prozent der Gesamtkosten des verarbeitenden Gewerbes auf Materialkosten. Rohstoff- und Materialeffizienz bieten gerade kleinen und mittleren Unternehmen bedeutende Einsparpotenziale."
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