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Bergbau in Entwicklungsländern

Studie zu Rohstoffverträgen veröffentlicht, 02.07.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt eine Studie zur Praxis von Rohstoffverträgen herausgegeben. Die Studie mit dem Titel „Natural Resource Contracts as a Tool for Managing the Mining Sector” untersucht die Wechselwirkungen zwischen Rohstoffverträgen und gesetzlichen Regelungen für den Bergbausektor und berichtet über Erfahrungen von Unternehmern, Regierungsvertretern und NGOs aus konkreten Vertragsverhandlungen.

Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellt wurde, soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung des „CONNEX-Prozesses“ leisten. Er unterstützt Entwicklungsländer im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit Beratungsangeboten beim Abschluss von Rohstoffverträgen. Rohstoffe stellen in vielen Entwicklungsländern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Das Thema stand auch auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im Juni in Deutschland. In der Abschlusserklärung hatten die G7-Staaten noch einmal ausdrücklich ihre Unterstützung für den „CONNEX-Prozess“ betont.

Laut Studie gibt es einen positiven Trend zu mehr Rechtssicherheit im Bergbausektor durch Gesetze und staatlich festgeschriebene Modellverträge. Diese Entwicklung sollte aus Sicht der BGR unterstützt werden.
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Zur Pressemitteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit: BGR veröffentlicht Studie zu Rohstoffverträgen

Weltweit einmaliges Messsystem getestet

Neuer Newsletter, 01.07.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 03/2015 ist erschienen.

Aussetzen einer Wärmestromsonde auf TFS Sonne. Mit Hilfe dieses Gerätes kann die Meerwasserzirkulation in den Gesteinsschichten unterhalb der Tiefseesedimente indirekt nachgewiesen werden.

BGR-Forscher entdecken großflächige Wasserzirkulation , 25.06.2015

Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt im Zentralpazifik weitere Erkenntnisse über die Entstehung der Manganknollen am Meeresboden gewonnen. Bisher gingen die Wissenschaftler davon aus, dass die Knollen ihre Metalle nur aus dem Sediment in rund 4300 Meter Wassertiefe erhalten. Ein Teil der Rohstoffe (Mangan, Kupfer, Nickel, Kobalt) entstammen aber auch aus den unterhalb der Sedimente liegenden Gesteinsschichten, wie die Meeresforscher bei der jetzt durchgeführten Forschungsfahrt „SO-240“ herausfanden. Ursache dafür ist eine großflächige Meerwasserzirkulation im Untergrund des Ozeanbodens. Die BGR-Experten hatten an Bord des neuen deutschen Tiefseeforschungsschiffs "SONNE" sechs Wochen lang den Meeresboden im Manganknollengürtel zwischen Hawaii und Mexiko untersucht.

Bei der Expedition SO240/FLUM konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass die in den Gesteinsschichten unterhalb der Sedimente stattfindende Meerwasserzirkulation großflächig in der untersuchten Tiefseeregion auftritt. Bisher gingen die Forscher davon aus, dass diese Zirkulation nur lokal an den untermeerischen Bergen (Seamounts) vorkommt. Das Meerwasser entzieht dabei dem Ozeanboden signifikante Mengen an Wärme und chemischen Inhaltsstoffen, die sowohl dem Ozeanwasser als auch den Sedimenten und den Manganknollen zugeführt werden.

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Zur Pressemitteilung

GZH-Teilnehmer des Behördenmarathons.

Behördenmarathon: GZH-Team erstmals unter den Top Ten, 25.06.2015

Beim diesjährigen Behördenmarathon (24.06.2015) ist ein Team des Geozentrums Hannover erstmals unter die Top Ten gekommen. „Quick & Dirty“ belegte den 9. Platz von 243 teilnehmenden Staffeln. Aber auch die beiden anderen GZH-Teams „Turbidite“ und „rolling stones“ haben sich „super geschlagen“ und mit tollen Einzel-Leistungen am Ende die Plätze 98 und 100 belegt. Insgesamt nahmen 1.701 Läufer am diesjährigen niedersächsischen Behördenmarathon um den Maschsee teil.
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Direkt zu den Ergebnissen

Der neue BGR Report.

BGR Report – Ton unter der Lupe, 24.06.2015

Der aktuelle BGR Report der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bietet wieder wertvolle Einblicke in die Welt der Geowissenschaften. Die Inhalt umfassen die Aspekte Rohstoffe, Boden, Grundwasser, unterirdischer Speicher- und Wirtschaftsraum sowie Georisiken und -informationen.

In der jetzigen Ausgabe erfahren Sie beispielsweise viel Wissenswertes über die Tonsteinforschung und Arbeiten zur Endlagersuche. So hat die deutsche Bundesregierung in 2013 die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe ins Leben gerufen. Sie soll Kriterien für die Endlagersuche erarbeiten. Dabei steht die BGR der Kommission als ständiger Gast beratend zur Seite.

Die Inhalte des BGR Report sind in vier Kapitel unterteilt: Sie beschreiben die „Projekte“ des Vorjahres und enthalten einen „Ausblick“ auf kommende Aufgaben der BGR. Der Magazinteil „Spektrum“ informiert über weitere Ereignisse. Zwei Kurzinterviews im Kapitel „Menschen und Projekte“ runden die Ausgabe ab. Farbbalken zu Kapitel und Rubriken ermöglichen eine schnelle Navigation durch die Broschüre.

Der BGR Report ist kostenlos erhältlich. Zudem steht die Ausgabe auf CD-ROM zur Verfügung.
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Direkt zum neuen BGR Report

Dr. Rainer Baritz auf der Fachtagung „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“ in Berlin.

Abschlusskonferenz des Netzwerks Vulnerabilität, 12.06.2015

Anfang Juni 2015 fand in Berlin die Fachkonferenz „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“ des Netzwerks Vulnerabilität statt. Im Rahmen der Veranstaltung stellte BGR-Bodenwissenschaftler Dr. Rainer Baritz, als Vertreter des Netzwerks, die Methoden und Ergebnisse der Vulnerabilitätsanalyse für Deutschland für das Handlungsfeld Boden vor. Im Vordergrund standen dabei Auswertungen zur Bewertung der Klimawirkung und der potenziellen Auswirkungen auf den Boden für die Gegenwart und die nahe Zukunft (2021-2050). Für die Bewertungen hat die BGR Daten zur Bodenerosionsgefährdung (Wasser, Wind) und zum Bodenwasserhaushalt (Sickerwasserrate, Effektive Wasserbilanz in der Vegetationsperiode) für unterschiedliche Klimaszenarien bereit gestellt.  

Das Netzwerk Vulnerabilität besteht aus 16 Bundesbehörden und -institutionen sowie einem wissenschaftlichen Konsortium. Ziel des Netzwerkes ist es, aufzuzeigen, wie verwundbar (vulnerabel) Deutschland gegenüber dem Klimawandel ist. Das Netzwerk trägt dazu bei, die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) und den „Aktionsplan Anpassung“ (APA) der Bundesregierung umzusetzen.

Die DAS zielt darauf ab, die Vulnerabilität (Verwundbarkeit) relevanter Sektoren gegenüber den Folgen des Klimawandels zu mindern. Zu diesem Zweck wurde eine aktuelle, einheitliche und sektorenübergreifende Analysemethode entwickelt. So wurden deutschlandweit die Regionen und Handlungsfelder identifiziert, die besonders durch den Klimawandel gefährdet (vulnerabel) sind.
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Weitere Informationen zum Thema Boden

Zum Netzwerk Vulnerabilität

Mitarbeiter von MRAM und BGR während des Austauschs in Hannover

Mongolische Delegation zu Gast bei der BGR, 02.06.2015

Im Rahmen der deutsch-mongolischen Technischen Zusammenarbeit besuchten jetzt fünf Experten der Partnerbehörde „Mineral Resources Authority of Mongolia, MRAM“ die BGR. Während des fünftägigen Studienaufenthalts tauschten sich Experten beider Behörden über die Planung, Umsetzung und Anwendung von 3D-Modellierungen in den Geowissenschaften aus. Mitarbeiter der BGR stellten Arbeitsbereiche in der BGR vor, in denen 3D-Modelle entwickelt und angewendet werden. Dadurch erhielten die mongolischen Experten einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit 3D-Modellen.

Im Rahmen des TZ-Projekts „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenentwicklung in MRAM“ unterstützt die BGR seit etwa einem Jahr die Partnerbehörde bei rohstoffwirtschaftlichen Bewertungen der mineralischen Vorkommen der Mongolei.
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Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei

Neue Studie zur Rohstoffrisikobewertung von Zink veröffentlicht

Neue Studie zu Zink veröffentlicht, 01.06.2015

Trotz neuer Bergbauprojekte weltweit können kurz- bis mittelfristig Defizite am Zinkmarkt auftreten. Der Grund: Nicht alle zusätzlichen Kapazitäten werden voraussichtlich rechtzeitig den Markt erreichen, um Bergwerksschließungen aufzufangen und gleichzeitig eine starke Nachfrage abzudecken. Die Versorgungslage bei Zink ist aufgrund der zahlreichen neuen Projekte langfristig jedoch unkritisch. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in ihrer neuen Studie „Rohstoffrisikobewertung – Zink“. Der Rohstoff wird im Wesentlichen zum Verzinken von Stahl als Korrosionsschutz eingesetzt, beispielsweise in der Automobil- und Bauindustrie.

Für deutsche Unternehmen ist Zink ein bedeutender Rohstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies spiegelt sich auch in den deutschen Nettoimporten wider. Bei Feinzink, Zinklegierungen und Zinkstaub zählt Deutschland zu den größten Nettoimporteuren weltweit. Einen wichtigen Beitrag für die Verfügbarkeit von Zink leistet auch das Recycling. Das Metall kann in allen Produktionsstufen in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. Weltweit liegt die Recyclingrate für Zink aus Endprodukten bei über 50 %, in Europa sogar bei 70 %.

Wichtigster Treiber der globalen Zinknachfrage ist China. Gleichzeitig ist das Land weltweit bedeutendster Produzent von Zinkerzen und -konzentraten sowie Zinkmetall. Trotz der chinesischen Dominanz ist der Zinkmarkt derzeit noch vergleichsweise gut diversifiziert.
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Zur Pressemitteilung "DERA veröffentlicht neue Studie - Mittelfristig weiterhin Defizite am Zinkmarkt möglich"

Die Region um Azraq in Jordanien ist eine der wasserärmsten Regionen der Welt. Basalte und Halbwüsten prägen das Landschaftsbild

Jordanische Regierung setzt Vorschlag der BGR um, 27.05.2015

Die Regierung von Jordanien hat jetzt einen Vorschlag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aufgegriffen und eine Begrenzung der Grundwasserentnahme zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen beschlossen. Die Regelung betrifft den Norden des Königreichs, dessen Grundwasserspeicher auch das Trinkwasser für die Großstädte Amman, Zarqa und Irbid liefern. Jordanien leidet bereits seit langem unter extremer Wasserknappheit und zählt zu den zehn wasserärmsten Ländern der Welt. Verschärft wurde die Situation zuletzt durch die Flüchtlingsströme aus dem nördlichen Nachbarland Syrien.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit berät die BGR das jordanische Wasserministerium bereits seit vielen Jahren bei gemeinsamen Projekten zum Grundwassermanagement und Grundwasserschutz. Die jordanische Regierung schätzt die Expertise der BGR in der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Empfehlungen der BGR werden regelmäßig in der Wasserrahmenplanung berücksichtigt. So auch jetzt, als das Kabinett in Amman auf Grundlage eines Fachberichts der BGR für den Norden ein Maßnahmenpaket beschloss, um das weitere Absinken der Grundwasserspiegel aufzuhalten. So werden die Genehmigungen zur Grundwasserentnahme für Bewässerungszwecke deutlich begrenzt und bei einer Überschreitung der Grenzwerte Gebühren erhoben. Auch tiefere Bohrungen bei bestehenden Bewässerungsbrunnen sind nicht mehr erlaubt. Zudem soll es eine verstärkte Beobachtung der Grundwasserspiegel geben.
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Zur Pressemitteilung Regierung setzt BGR-Vorschlag um: Jordanien begrenzt Grundwasserentnahme zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen

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Stellungnahme der BGR zum geplanten Asse-Schacht, 18.05.2015

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über den geplanten Schacht 5 zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse (Landkreis Wolfenbüttel) stellt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) klar: Die geologische Auswertung der BGR zur Erkundungsbohrung für Schacht 5 (Remlingen 15) am Endlagerstandort Asse zeigt, dass diese Bohrung nicht die erwarteten älteren Steinsalzschichten angetroffen hat, sondern jüngere Schichtfolgen aus Steinsalz. Das würde bedeuten, dass die Bohrung den Randbereich der Salzstruktur der Asse angetroffen hat und die Ausdehnung des Salzkörpers geringer ist als erwartet. Dies schließt allerdings den Bau eines Schachtes am Standort grundsätzlich nicht aus.

Endgültige Aussagen zur Salzstruktur der Asse können erst nach Vorliegen der geochemischen Untersuchungen und weiterer untertägiger Georadarmessungen sowie ggf. weiterer untertägiger Bohrungen gemacht werden.
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Zur Pressemitteilung BGR-Stellungnahme zum geplanten Asse-Schacht: Ausdehnung des Salzkörpers geringer als erwartet


Die Teilnehmer der Fachexkursion nach Ostfalen.

Fachaustausch zu Geoinformationen, 15.05.2015

Der BGR-Fachbereich „Geoinformationen, GIW-Geschäftsstelle, Stratigraphie“ führte jetzt die 30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC) erfolgreich durch. Das GIC bringt einmal im Jahr Mitglieder geologischer Dienste aller Kontinente zusammen, um einen Fachaustausch zur Entwicklung  geowissenschaftlicher Informationssysteme und Geodateninfrastrukturen zu ermöglichen. In diesem Jahr nahmen insgesamt 33 Geowissenschaftlerinnen teil. Während der Veranstaltung wurde über aktuelle Themen wie die INSPIRE-Umsetzung, Datenmanagement in der Öl- und Gasindustrie und das OneGeology-Projekt referiert und diskutiert. Die Tagung wurde durch eine Fachexkursion (Braunkohletagebau, Paläolithische Ausgrabungsstätte, Stromatoliten-Aufschluss) nach Ostfalen abgerundet.  
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Wanderung in die Wasserschutzzonen I bis III des Wadi al Arab-Brunnenfeldes

BGR präsentiert sich auf der „Deutschen Woche 2015“ in Jordanien, 13.05.2015

Auf der jetzt durchgeführten „Deutschen Woche 2015“ in Jordanien präsentierte sich die BGR mit einem Informationsstand und einer Feldexkursion. So stellte die BGR u. a. das aktuelle TZ-Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzung“ vor. Die BGR-Experten Dr. Mathias und Florian Brückner informierten über die Aufgaben der BGR und die Projekte in Jordanien. Mit mehreren interessierten Besuchern und Vertretern der deutschen Botschaft erwanderten sie die von dem jordanischen Wasserministerium und der BGR erarbeiteten Wasserschutzzonen I bis III des Wadi al Arab-Brunnenfeldes.

Die „Deutsche Woche 2015“ wurde auf Initiative des deutschen Botschafter Ralph Joseph Tarraf in Jordanien veranstaltet.
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Weitere Informationen zur Deutschen Woche
Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Teilnehmer des deutsch-arabischen Masterstudienganges

Deutsch-arabischer Masterstudiengang besucht BGR, 12.05.2015

Insgesamt 25 Studenten des deutsch-arabischen Masterstudiengangs „Integriertes Wasserressourcen-Management“ (IWRM) des Institutes für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (Fachhochschule Köln) besuchten am 11. Mai 2015 die BGR. Sie informierten sich über die Arbeit und die Projekte der BGR. Der Besuch ist Bestandteil eines gemeinsamen Programms der Fachhochschule Köln sowie der University of Jordan (Amman) zur Qualifizierung deutscher und arabischer Fachkräfte in Jordanien und Deutschland.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Konferenz der OECD in Paris

Neue Studie zum Umgang mit Konfliktrohstoffen, 08.05.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt bei einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(OECD) in Paris erste Ergebnisse ihrer Studie zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Umgang mit so genannten Konfliktrohstoffen (Zinn, Tantal, Wolfram, Gold) vorgestellt. Wichtigstes Ergebnis: Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) benötigen konkrete Handlungsempfehlungen, um die bestehenden Management- und Berichtspflichten umzusetzen.   

Die Ergebnisse der Studie beruhen auf einer Umfrage unter KMUs aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik und Schmuckverarbeitung sowie auf Interviews mit Unternehmen und Industrieverbänden dieser Branchen aus den USA, China und Europa.

Danach bestehen bei einer Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen der verarbeitenden Industrie in der nachgelagerten Lieferkette Unklarheiten bezüglich der gesetzlichen Anforderungen. Zudem mangelt es häufig an Hintergrundinformationen. Ein weiteres großes Problem sind fehlende Mitarbeiter und fehlende Transparenz in der vorgelagerten Lieferkette (Rohstofflieferanten). Die Untersuchung zeigt jedoch, dass KMUs, die frühzeitig von ihren Abnehmern in die Thematik einbezogen wurden, durchaus in der Lage sind, ihren Sorgfaltspflichten angemessen nachzukommen. Deshalb empfehlen die BGR-Experten, KMUs in Zukunft hierbei besser zu unterstützen. Es sollten konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt und diese in verständlichen Informationsmaterialien und Trainingsprogrammen vermittelt werden.  
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Zur Pressemitteilung "Empfehlungen zum Umgang mit Konfliktrohstoffen"

Nach der Vertragsunterzeichnung applaudiert Staatssekretär Matthias Machnig den Unterzeichnern des Lizenzvertrages: Nii Allotey Odunton (IMB) und Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (BGR)

Lizenzvertrag zur Erkundung von Rohstoffen, 06.05.2015

Im Beisein von Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi, Foto Mitte), haben der Generalsekretär der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB), Nii Allotey Odunton (Foto links), und der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, heute in Berlin im Bundeswirtschaftsministerium einen Lizenzvertrag zur Erkundung von Sulfid-Lagerstätten im Indischen Ozean unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem umweltgerechten und nachhaltigen Tiefseebergbau. Mit der Lizenz kann die BGR exklusiv in einem ca. 10.000 Quadratkilometer großen Gebiet südöstlich von Madagaskar polymetallische Sulfide am Tiefseeboden erkunden. Sie tritt neben eine bestehende Lizenz zur Erkundung von Manganknollen im Pazifik.
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Zur Pressemitteilung Startschuss für weitere exklusive Erkundung von Rohstoffen in der Tiefsee: Deutschland unterzeichnet Lizenzvertrag zur Exploration polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean
Zum Video Lizenzvertrag zur Erkundung von Rohstoffen im Indischen Ozean auf YouTube

Sammlungs- und Bohrkernproben aus der BGR-Sammlung

Verbundprojekt zur Ressourceneffizienz, 05.05.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) koordiniert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt „Hochtechnologie-relevante Metalle in deutschen sulfidischen Buntmetallerzen – Ressourcenpotenzialabschätzung“ (HTMET). Schwerpunkt des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines neuen Katasters für Hochtechnologierohstoffe – sogenannte Wirtschaftsstrategische Rohstoffe – in Deutschland und angrenzenden EU-Regionen. Diese Datenbank bildet die Grundlage für die spätere Auswahl geeigneter Lagerstätten, für die umweltverträgliche Konzepte zur effizienten Nutzung der Rohstoffinhalte entwickelt werden sollen.

Das dreijährige Projekt findet im Rahmen des Förderprogrammes „r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland“ des BMBF statt, mit dem die Bundesregierung die Forschung zu Wirtschaftstrategischen Rohstoffen für Zukunftstechnologien unterstützt. Partner des Verbundprojektes sind neben der BGR die Universitäten TU Clausthal und MU Leoben (Österreich), das CUTEC-Forschungsinstitut sowie die Recylex GmbH. Kooperationspartner sind u. a. Geologische Landesämter einiger Bundesländer.
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Zur Pressemitteilung Datenbank für Hochtechnologierohstoffe: BGR koordiniert Verbundprojekt zur Ressourceneffizienz

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Neuer Newsletter, 04.05.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 02/2015 ist erschienen.

Geodaten spielen eine immer wichtigere Rolle

30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC), 30.04.2015

Vom 4. bis 8. Mai findet im GEOZENTRUM Hannover die 30. Jahrestagung des Geoscience Information Consortium (GIC) statt. Das GIC bringt einmal im Jahr Mitglieder Geologischer Dienste aller Kontinente zusammen, um einen Fachaustausch zur Entwicklung geowissenschaftlicher Informationssysteme zu ermöglichen. An der Tagung, die in diesem Jahr von der BGR organisiert wird, nehmen rund 40 Vertreter internationaler geologischer Dienste teil.

Die Veranstaltung startet am 4. Mai mit dem sogenannten „Open Day“, an dem auch die breite Öffentlichkeit teilnehmen kann. Es werden an diesem Nachmittag folgende Vorträge gehalten:

  • Data management in relation to the Oil/Gas Industry – The Authorities point of view (Eric Toogood of NPD, Norway)
  • INSPIRE: Maintenance and Implementation (update, issues, thematic clusters etc) (Robert Tomas, Joint Research Centre, Italy)
  • OneGeology global OneGeology global (Matthew Harrison, British Geological Survey, UK)

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Weitere Informationen zum Geoscience Information Consortium (GIC)

Der BGR-Hubschrauber im Einsatz

Aero-geophysikalische Messungen im Südosten Thüringens , 29.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 4. bis zum 13. Mai 2015 mit ihrem Hubschrauber geophysikalische Messflüge zwischen den Städten Schleiz und Greiz (Thüringen) durch. Der BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ wird dafür eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde in 40 Meter Höhe über den Boden schleppen. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund des ehemaligen Bergbaugebietes bis in eine Tiefe von 100 Metern. Der Einsatzflughafen wird Gera-Leumnitz sein.

Mit elektromagnetischen Messungen kann die Leitfähigkeit von Gesteinsschichten im Untergrund bestimmt werden. Geowissenschaftler können mit den ausgewerteten Daten u. a. Aussagen darüber treffen, welche Strukturen sich im Untergrund befinden, wie die Grenzen verlaufen und wo sich Lagerstätten befinden. Bei der Messkampagne handelt es sich um eine Vorerkundung im Rahmen des vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Projektes DESMEX (Deep Electromagnetic Soundings for Mineral Exploration).
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Zur Pressemitteilung Aerogeophysikalische Messungen im Südosten Thüringens: BGR kartiert ehemaliges Bergbaugebiet aus der Luft

Deutschlands Botschafter Holger Green (li.) übergibt Jumazoda Murod Hol symbolisch einen Geologenhammer

Deutschland unterstützt Tadschikistan bei der geologischen Geländeaufnahme, 29.04.2015

Im Rahmen der deutsch-tadschikischen Technischen Zusammenarbeit übergab der deutsche Botschafter Holger Green dem Direktor der tadschikischen Haupverwaltung für Geologie, Jumazoda Murod Hol in der vergangenen Woche mehrere Geräte zur geologischen Geländeaufnahme. Die Übergabe erfolgte zur Unterstützung des Regionalvorhabens „Mineralische Rohstoffe für Entwicklung“. Die BGR führt das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Hauptverwaltung für Geologie der Republik Tadschikistan durch.

Bei den übergebenen Geräten handelte es sich um mehrere mit geologischer Spezialsoftware ausgestattete Tablet-Computer sowie um Lasermessgeräte, GPS-Navigationsgeräte und traditionelle Geologenausrüstung. Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Geologie werden derzeit in einem zweiwöchigen Kurs durch Fachleute der BGR und der deutschen GAF AG in den Gebrauch der Geräte und der Software eingewiesen und im weiteren Verlauf des Projektes kontinuierlich weiter geschult.

Tadschikistan ist ein an Ressourcen reiches Land. Diese Ressourcen wurden aber bislang nur zu einem Teil erkundet. Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt Tadschikistan im Rahmen des Projektes u. a. bei der Gewinnung und Aufbereitung von geologischen Daten über mineralische Lagerstätten auch mit dem Ziel, dadurch die Grundlagen für eine kommerzielle Nutzung der Rohstoffe des Landes zu leisten.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Tadschikistan

Der Helium-Ballon

BGR testet weltweit einmaliges Messsystem, 28.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in den vergangenen Wochen (13. bis 26. April 2015) ein neuartiges geophysikalisches Messystem zur Erkundung von Grundwasservorkommen erfolgreich getestet. Dabei wurde auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz „Döberitzer Heide“ in Brandenburg mit Hilfe eines 22 Meter großen ringförmigen Helium-Ballons die Kernspinresonanz weltweit erstmals aus der Luft gemessen.

Die Messung der Kernspinresonanz funktioniert nach den gleichen grundlegenden physikalischen Konzepten wie die medizinische Magnetspinresonanz. Sie wird seit ca. zwei Jahrzehnten zunehmend zur Grundwassererkundung genutzt. Dafür wird je nach gewünschter Erkundungstiefe eine zehn bis 150 Meter große Kabelschleife auf dem Boden ausgelegt, mit der die kernmagnetische Resonanz der Wasserstoff-Atomkerne in den Grundwassermolekülen gemessen wird. Die Wasserstoff-Protonen im Wasser sind durch ihren Kernspin wie kleine Kompassnadeln im Erdmagnetfeld ausgerichtet. Werden sie mithilfe eines elektromagnetischen Impulses durch die Kabelspule an der Oberfläche angeregt, kehren sie innerhalb kürzester Zeit (maximal einige hundert Millisekunden) in den Gleichgewichtszustand zurück. Diese Bewegung, auch Relaxation genannt, lässt sich wiederum an der Erdoberfläche messen und in der Tiefe zuordnen. Auf diese Weise werden Grundwasserleiter aufgefunden und in ihren hydraulischen Eigenschaften charakterisiert.
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Zur Pressemitteilung Weltweit einmaliges Messsystem getestet: BGR misst mit Helium-Ballon Kernspinresonanz
Zum Film Torus-TEM Heliumballon auf YouTube

Lars Behrens, stellv. Geschäftsführer der GIW-Geschäftsstelle, im Gespräch

Videoclip zum GeoBusiness-Congress jetzt auf GeoChannel, 28.04.2015

Der GeoChannel von BGR LBEG hat jetzt einen Videoclip zum GeoBusinessCongress 2015 veröffentlicht. Der von der Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW) organisierte GeoBusinessCongress zum Thema „Die digitale Welt der Geodaten – wirtschaftliche Chancen erkennen und nutzen“, fand am 15. April 2015 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) statt. Gemeinsam diskutierten mehr als 180 Teilnehmer über die wirtschaftlichen Chancen staatlicher Geodaten. Der jetzt veröffentlichte Clip zeigt Eindrücke und Erkenntnisse von der Veranstaltung, die von BMWi-Staatssekretärin Brigitte Zypries eröffnet wurde.
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Zum Video GeoBusinessCONGRESS 2015 auf Youtube
Zur Playlist GeoBusiness auf Youtube
GeoBusiness/GIW-Kommission

Experten der RNRA aus Ruanda im Seismologischen Zentralobservatorium der BGR

Delegation aus Ruanda informiert sich in der BGR, 27.04.2015

Im Rahmen einer Studienreise waren am 21. April vier Experten der Rwanda Natural Resources Authority (RNRA) in der BGR zu Gast. Sie nutzten den Besuch, um sich über das Leistungsspektrum der BGR im Rohstoffsektor und über laufende Aktivitäten im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit in Afrika zu erkundigen. In einem intensiven Austausch mit Vertretern verschiedener Fachabteilungen wurden vor allem Methoden zur Bewertung von Rohstofflagerstätten und Ansätze zur Harmonisierung geologischer Karten diskutiert. Abgerundet wurde der Besuch mit einer Einführung in die Funktionsweise des Seismologischen Zentralobservatoriums.
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Weitere Informationen über TZ-Vorhaben der BGR in Afrika

Manganknolle

Expedition in den Manganknollen-Gürtel, 27.04.2015

Unter Leitung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) startet am 4. Mai 2015 in Manzanillo (Mexiko) eine 7-wöchige Expedition mit dem neuen deutschen Tiefseeforschungsschiff "SONNE". Das Ziel ist der Manganknollengürtel im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko. Die Meeresforscher werden dort im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekts u. a. den Einfluss von untermeerischen Bergen (sog. Seamounts) auf die Bildung von Manganknollen untersuchen.

Die Forschungsfahrt „SO-240“ wird gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Bremen, der Jacobs Universität Bremen, des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven sowie des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven durchgeführt. Die Forschungsarbeiten werden in einem Teil des deutschen Lizenzgebiets für die Erkundung von Manganknollen stattfinden.
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Zur Pressemitteilung Expedition in den Manganknollen-Gürtel im Zentralpazifik: Deutsche Forscher untersuchen untermeerische Berge

Europäische Grundwasserkarte IHME 1500

Europäische Grundwasserkarte jetzt im Vektorformat, 21.04.2015

Die Europäische Grundwasserkarte IHME 1500 (1:1.500.000) liegt jetzt im Vektorformat vor. Sie stellt die einzige kohärente Übersichtkarte zu den europaweiten Grundwasserressourcen dar. Die Vorkommen werden hinsichtlich ihrer Produktivität, der Art der Grundwasserleiter (Poren- oder Kluftgrundwasserleiter) und der Lithologie der wasserführenden Gesteine unterschieden. Das Kartenwerk beinhaltet zudem die Darstellung von relevanten tektonischen Störungslinien.

Diese Fachthemen sind nun auch im Vektorformat als Shapefile frei erhältlich und können beispielsweise in einem Geographischen Informationssystem oder mit einer Modellierungssoftware verarbeitet werden.
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Weitere Informationen zur Internationalen Hydrogeologischen Karte von Europa

Tagung

Präsentationen der Tagung Boden und Energiewende jetzt zum Download, 20.04.2015

Die Präsentationen der Tagung „Boden und Energiewende“ stehen jetzt auf der Internetseite der BGR zum Download zur Verfügung. Die gemeinsam von der BGR und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) organisierte Tagung fand kürzlich im GEOZENTRUM Hannover statt. Sie setzte sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung auseinander und beschäftigte sich mit dem Thema Erdwärmenutzung. Im Vordergrund standen u. a. folgende Fragen: Wie wirkt sich die Energiewende auf die Georessource Boden aus? Welche Folgen hat der Netzausbau? Wie groß ist das Bodenpotenzial beim Thema Wärmegewinnung? Und wie sieht wirkungsvoller Bodenschutz insbesondere beim Netzausbau aus?

Mit der Tagung wurde das Spannungsfeld zwischen dem Boden als Energieträger, -produzent und -leiter einerseits und dem Bodenschutz andererseits beleuchtet. Dabei wurde die endliche Ressource Boden in den Fokus gestellt. Die Beiträge der Referenten stehen jetzt zum Download zur Verfügung.
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Weitere Informationen zur Tagung Energiewende – ein Thema für den Boden?

Zwei Seismogramme zum aktuellen Erdbeben in der Region Halle/Leipzig

Erdbeben in der Region Halle/Leipzig, 16.04.2015

Die BGR hat heute Morgen (16.04.2015) um 08:38 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Sachsen ein Erdbeben der Magnitude 3,3 registriert. Das Epizentrum des Bebens befindet sich nahe der Ortschaft Gröbers (Gemeinde Kabelsketal) östlich von Halle an der Saale. Erste Auswertungen haben ergeben, dass sich der Erdbebenherd in einer Tiefe von 21 Kilometern befindet. Es handelt sich um ein Erdbeben natürlichen Ursprungs. Das seismische Ereignis wurde im Bereich Halle, Leipzig und Merseburg von zahlreichen Menschen verspürt.

Das Beben ereignete sich am nördlichen Ende der „Leipzig–Regensburger Störungszone“. Es handelt sich um das stärkste seismische Ereignis in der Region Halle/Leipzig seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnung vor 100 Jahren. Bereits am 10. Februar 2015 ereignete sich etwa 10 Kilometer östlich des heutigen Epizentrums ein kleines Erdbeben der Magnitude 1,6.
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Zur Pressemitteilung Stärkstes je registriertes Beben in der Region Halle/Leipzig: BGR zeichnet Erdbeben der Stärke 3,3 auf

Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

GeoBusiness-CONGRESS in Berlin, 15.04.2015

Heute eröffnet Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, den GeoBusinessCONGRESS „Die digitale Welt der Geodaten – wirtschaftliche Chancen erkennen und nutzen“. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschen sich hier über die wirtschaftlichen Potenziale staatlicher Geodaten aus.

Mehr Informationen dazu können Sie in der Pressemitteilung des BMWi: „Zypries: Digitale Zukunft Deutschlands sichern durch staatliche Geodaten“ nachlesen.
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BGR-Wissenschaftlerin Andrea Richts übergibt die neue Weltgrundwasserkarte an den Generalsekretär des Weltwasserforums Soon-Tak Lee

BGR und UNESCO stellen neue Weltkarte zu Grundwasser vor, 15.04.2015

Dürren, Hochwasser und Tsunami-Katastrophen können die gesamte Trinkwasserversorgung in den betroffenen Regionen gefährden. Die Wasserressourcen sind erschöpft, verschmutzt oder versalzen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in Zusammenarbeit mit der UNESCO unter dem Titel "Global Groundwater Vulnerability to Floods and Droughts" eine Weltgrundwasserkarte im Übersichtsmaßstab erstellt, die gefährdete Regionen ausweist. Die Karte wurde jetzt auf dem 7. Weltwasserforum in Daegu (Südkorea) vorgestellt und dem Generalsekretär des Weltwasserforums, Soon-Tak Lee, übergeben.

„Grundwasserreservoire bieten im Gegensatz zu Wasser aus Seen und Flüssen die Möglichkeit, Trinkwasser auch nach einer Naturkatastrophe in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen. Die neue Karte kann Wassermanagern weltweit helfen, im Falle einer Naturkatastrophe für eine sichere Wasserversorgung gewappnet zu sein“, erklärt BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel.
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Zur Pressemitteilung Gefährdung der Trinkwasserversorgung durch Dürren, Hochwasser und Tsunamis: BGR und UNESCO stellen neue Weltgrundwasserkarte vor

BGR-Experten zeigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee

BGR zeigt Manganknollen auf der Hannover Messe, 15.04.2015

Die BGR präsentiert sich mit Ergebnissen ihrer marinen Rohstoffforschung auf der Hannover Messe 2015. Gemeinsam mit 16 weiteren Ausstellern aus Wissenschaft und Wirtschaft ist die BGR auf dem Gemeinschaftsstand „InwaterSolutions“ in Halle 13 (Stand E 30) vertreten. Dort werden Forschungsarbeiten und Lösungen zum Thema „Versorgungssicherheit durch maritime Technologien, Energien, Rohstoffe und Nahrungsmittel aus dem Meer“ vorgestellt. Die BGR-Experten zeigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mineralischen Rohstoffen in der Tiefsee.

Im Auftrag der Bundesregierung erkundet die BGR in den beiden deutschen Lizenzgebieten im Pazifischen und im Indischen Ozean Vorkommen von Manganknollen bzw. polymetallischen Sulfiden. Besucher können sich seltene Filmaufnahmen vom Meeresboden und Rohstoffproben aus 4.000 Meter Wassertiefe ansehen. Prominenter Besucher des Standes war der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer. Beckmeyer, der auch Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft ist, informierte sich über die aktuellen Projekte der marinen Rohstoffforschung der BGR.
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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (Mitte) gibt gemeinsam mit VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge (li.) und ZVEI-Präsident Michael Ziesemer den Startschuss für den

Wirtschaftsminister Gabriel startet Rohstoffeffizienz-Preis, 14.04.2015

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Siegmar Gabriel, hat heute auf der Hannover Messe den offiziellen Startschuss zum Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015 gegeben. Seit 2011 zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Eine 13-köpfige Jury wählt fünf Preisträger aus, denen im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im Herbst 2015 der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis verliehen wird. Besonders innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign, der Rohstoffgewinnung und der Rückgewinnung von Wertstoffen haben in diesem Wettbewerb ausgezeichnete Chancen. Gleiches gilt für anwendungsorientierte Forschungsergebnisse. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 22. September 2015. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.Deutscher-Rohstoffeffizienz-Preis.de und unter www.deutsche-rohstoffagentur.de
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Zur BMWi-Pressemitteilung Gabriel startet Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2015

BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ mit Elektromagnetik-Sonde

Hubschrauber-Vergleichsflüge: BGR testet Elektromagnetik-Sonden, 14.04.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt am 15. und 16. April 2015 zwischen Hildesheim und Salzgitter Testflüge mit dem BGR-Hubschrauber durch. Dabei werden zwei ähnliche 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonden eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Die Flugsonden werden in vielen Projekten von den Geowissenschaftlern eingesetzt, um den Erduntergrund bis in eine Tiefe von maximal 150 Metern zu erkunden.

Der BGR-Hubschrauber, der in Hildesheim stationiert ist, und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So kann z. B. die Versalzung des Grundwassers aufgrund der verschiedenen elektrischen Leitfähigkeiten bestimmt werden, aber auch unterschiedliche Gesteinsarten können erkannt werden.

Zur Vorbereitung auf die nächsten Messkampagnen werden die beiden Elektromagnetik-Sonden in einem Gebiet zwischen Hildesheim und südwestlich von Salzgitter-Bad auf vier parallelen Messprofilen (Abstand 200 Meter) geflogen, die in der Vergangenheit bereits mehrmals vermessen wurden. So ist ein direkter Vergleich nicht nur der aktuellen Systeme untereinander, sondern auch zu nicht mehr genutzten, alten Systemen möglich. Auf diesen Profilen wird der Hubschrauber im Tiefflug bis zu vier Mal fliegen, um die verschiedenen Systeme und Konfigurationen zu testen. Ortschaften werden dabei umflogen.
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Zur Pressemitteilung Hubschrauber-Vergleichsflüge zwischen Hildesheim und Salzgitter: BGR testet Elektromagnetik-Sonden

Experten des GEOZENTRUMs zeigen, wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen und anderen Materialien gemessen wird

Hannover Messe: GEOZENTRUM informiert über Geothermie, 13.04.2015

Auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ (Halle 27, Stand E50) präsentieren die Erdwärme-Experten aus dem GEOZENTRUM Hannover gemeinsam die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der oberflächennahen und der tiefen Geothermie.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) zeigen vom 13. bis 17. April 2015 die Nutzungsmöglichkeiten der oberflächennahen und tiefen Geothermie auf. Besucher können am Messestand live miterleben, wie die Wärmeleitfähigkeit von Gesteinen und anderen Materialien gemessen wird. Die Experten erläutern anhand dieser Messungen, inwiefern sich der Untergrundaufbau auf die Erdwärmenutzung auswirkt. Darüber hinaus können sich interessierte Besucher zu den Informationsangeboten des GEOZENTRUMs im Internet beraten lassen, beispielsweise zum Geothermischen Informationssystem GeotIS oder zum Auskunftssystem „Geothermie – geht das bei mir?“
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Staatssekretär Matthias Machnig eröffnet das Fachforum

BGR-Präsident im GreenSolutionCenter der Hannover Messe, 13.04.2015

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, eröffnete heute gemeinsam mit Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutsche Messe, im GreenSolutionCenter auf der Hannover Messe 2015 das Fachforum „Materialeffizienz – ein Gewinn für Unternehmen“. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel hob in seiner Keynote die Bedeutung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung der deutschen Wirtschaft mit mineralischen Rohstoffen hervor. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, falle dem Thema Ressourceneffizienz eine wichtige Rolle zu, da durch Materialsubstitution und Recycling die Abhängigkeit von Primärrohstoffimporten deutlich reduziert werden könne, so der BGR-Präsident.

Die weiteren Praxisvorträge im Rahmen der Auftaktveranstaltung zeigten eindrucksvoll, wie sich Maßnahmen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz positiv auf die Unternehmensbilanz auswirken können. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR stellte im Rahmen der Veranstaltung den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis vor – ein Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums, der seit 2011 an herausragende Beispiele für rohstoffeffizientes Handeln vergeben wird.
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Podiumsdiskussion

Grünes Licht für Geodaten mit Datenschutz, 30.03.2015

Die Aufsichtsbehörden haben jetzt grünes Licht für den GeoBusiness Code of Conduct (CoC) gegeben. Der GeoBusiness CoC schafft eine einheitliche Auslegung von bestehenden Datenschutzbestimmungen mit Bezug auf staatliche Geoinformationen. Das Verfahren setzt die Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW-Kommission) in Kooperation mit dem Verein für Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW) um. Der Verein wird die Beschwerdestelle führen. Die Akkreditierungsstelle übernimmt die Geschäftsstelle der GIW-Kommission.

Seit vier Jahren verhandelt die Kommission für Geoinformationswirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Datenschutzaufsichtsbehörden, um eine Selbstverpflichtung für die Wirtschaft im Umgang mit staatlichen Geodaten zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Aufsichtsbehörden. Das ist ein Meilenstein beim Thema Datenschutz im Umgang mit Geodaten“, erläutert Dr. Jörg Reichling, Verhandlungsführer für die GIW-Kommission. Teilnehmer am GeoBusiness CoC können Geschäftsprozesse nach dem GeoBusinessCoC akkreditieren lassen und so nach außen dokumentieren, dass sie mit dem Bundesdatenschutzgesetz aktiv konform gehen. Der  Akkreditierungsprozess kann über die Online-Anwendung Geodatenschutz.org ganz bequem vorgenommen bzw. verfolgt werden. Das schafft Transparenz auf Seiten der Unternehmen und der behördlichen Datenanbieter.

Die Selbstverpflichtungserklärung ist gemeinsam von Mitgliedern der Kommission für Geoinformationswirtschaft, Unternehmern, Rechtsanwälten und Datenschützern ausgearbeitet worden. Nun muss noch die offizielle Antragsstellung beim zuständigen Berliner Datenschutzbeauftragten erfolgen, bevor die Selbstverpflichtungserklärung in der Praxis zum Einsatz kommen kann.
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GIW-Kommision
Verein für Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW)

v. li.: Charles Zulu (Deputy Minister MMEWD), Christopher Yaluma (Minister MMEWD) und Simon Kang’omba (Assistant Director Groundwater DWA) informieren sich bei Dr. Tobias El-Fahem über die Arbeit der BGR in Sambia.

BGR auf dem Weltwassertag in Sambia, 30.03.2015

Sambia führte jetzt anlässlich des Weltwassertages 2015 zahlreiche Aktionen durch. So hielt der Minister für Bergbau, Energie und Wasser eine Fernsehansprache und mehrere Institutionen des sambischen Wassersektors präsentierten sich bei einer öffentlichen Ausstellung im Zentrum Lusakas unter dem Titel „Sustainable Development“. Die BGR hat die Veranstaltung mit organisiert und zwei Anzeigen in den größten Tageszeitungen Sambias (Times of Zambia und Daily Mail) geschaltet.

Die BGR unterstützt die sambische Regierung darin, die für die Trinkwasserversorgung sehr wichtige Ressource Grundwasser zu erkunden und für eine nachhaltige Nutzung zu schützen. Dabei arbeitet sie unter anderem mit der Water Resources Management Authority (WARMA) und dem Department of Water Affairs (DWA) zusammen. Der Fokus des BGR-Projektes in Sambia liegt derzeit auf Lusaka. In der Hauptstadt ist es im vergangenen Jahr durch  geringe Niederschläge in den Regenzeiten bereits zu Versorgungsengpässen gekommen. Informationen über die Quantität und Qualität der Grundwasservorkommen sowie ein nachhaltiges Grundwassermanagement sind daher dringend notwendig.

UNICEF hat zum Weltwassertag ihre Facebookseite mit den Statements des sambischen Ministers und verschiedener Projektleiter versehen und dazu Filmaufnahmen gemacht, die im sambischen Fernsehen gezeigt wurden. Diese sind unter den folgenden Links zu finden:
UNICEF Sambia
TV-Spot (upload by UNICEF)
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Unter Leitung von Ranger-Direktor Oberst Hussein Abidah, Staatssekretär Basem Telfah, Vize-Polizeipräsident Generalmajor Atef Sihaimat und BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll wurden die jordanischen Ranger geschult (Foto von rechts).

BGR-Training für Umweltschutz-Ranger in Jordanien, 26.03.2015

Im Rahmen des TZ- Projekts „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ in Jordanien hat die BGR mit der Schulung von Mitarbeitern der Umweltschutzpolizei begonnen. Die Auftaktveranstaltung der Ausbildungskampagne wurde in Amman durch den Staatssekretär des Ministeriums für Wasser und Bewässerung, Basem Telfah, eröffnet. Telfah betonte die wichtige Rolle der Umweltschutz-Ranger bei der Umsetzung von Umweltgesetzen und dem Schutz von Trinkwasserressourcen. Die Bedeutung der Trainingsmaßnahmen wurde auch durch die Anwesenheit des stellvertreten Polizeipräsidenten, Generalmajor Atef Sihaimat, und des Direktors der Ranger, Oberst Hussein Abidah, unterstrichen. An den Workshops werden Ranger aus allen Dienststellen des Landes teilnehmen. Ziel der Kampagne ist die Sensibilisierung der Ranger für die Bedeutung einer konsequenten Verfolgung von Vergehen gegen bestehende Umweltgesetze. So lernen die Umweltpolizisten, wie Wasser- oder Abwasserproben fachgerecht genommen werden oder trainieren den Einsatz von GPS-Geräten bei der Lokalisierung von Umweltschäden.
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DERA-Rohstoffliste 2014

DERA veröffentlicht neue Rohstoffliste, 23.03.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute die neue DERA-Rohstoffliste zur globalen Angebotskonzentration veröffentlicht. Rund ein Drittel der knapp 300 untersuchten mineralischen Rohstoffe und Handelsprodukte weisen diesbezüglich erhöhte Preis- und Lieferrisiken auf. Zu ihnen gehören Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram, aber auch Hochtechnologiemetalle wie Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Tantal sowie eine Reihe von Eisenlegierungen. Die Ergebnisse sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie wichtig, um Schwachstellen in der Wertschöpfungskette zu identifizieren.

Besonders auffällig ist z. B. die Angebotskonzentration bei Platin und Palladium. Diese Metalle, die u. a. in Fahrzeugkatalysatoren eingesetzt werden, stammen zu mehr als 75 % aus Südafrika und Russland. Eine noch höhere Konzentration weist Niob auf. Der in der Stahlindustrie vorrangig eingesetzte Metallrohstoff wird zu mehr als 90 % in Brasilien gefördert. Vor allem aber dominiert China bei zahlreichen Rohstoffen die globale Bergwerksförderung. So liegt der Anteil Chinas z. B. bei Antimon, Wolfram und Seltenen Erden bei rund 80 bis 85 %. Insgesamt belegt das Land im Bereich der Bergwerksförderung bei fast der Hälfte aller untersuchten Rohstoffe den ersten Platz. Aber nicht nur hier, sondern auch bei der Metallproduktion (Raffinadeproduktion) nimmt China bei 22 von 25 ausgewählten Rohstoffen die führende Position ein, darunter zahlreiche für Zukunftstechnologien benötigte Metalle wie Gallium, Germanium oder Indium. China ist zudem der bedeutendste Nettoexporteur von einer Vielzahl der in der Studie untersuchten Handelsprodukte.
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Zur Pressemitteilung DERA veröffentlicht neue Rohstoffliste: Weltweit hohe Angebotskonzentration bei Produktion und Handel von mineralischen Rohstoffen

Julia Plate (Mitte) zählt zu den besten Prüflingen. Sie wurde in Begleitung von BGR-Ausbildungsleiterin Birgit Gerdes in Berlin von Ministerialdirektor Harald Kuhne ausgezeichnet.

BGR-Auszubildende unter den besten Prüflingen, 20.03.2015

Die BGR-Mitarbeiterin Julia Plate wurde jetzt im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für ihre hervorragenden Ausbildungsleistungen ausgezeichnet. Sie hat bei der BGR eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bürokommunikation absolviert und ihre Abschlussprüfung mit der Gesamtnote 2 bestanden. Ihren Berufsschulabschluss hat sie mit der Note 1 gemacht. Mit diesem Abschluss zählt die 22jährige zu den besten Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen im Geschäftsbereich des BMWi im Jahr 2014.

„Die Ausbildung in der BGR ist professionell, praxisnah, vielseitig und zukunftsorientiert“, so BGR-Ausbildungsleiterin Birgit Gerdes.

Insgesamt wurden 17 Prüflinge in Berlin geehrt. Zurzeit befinden sich beim BMWi und den nachgeordneten Behörden 460 Auszubildende in über 20 Ausbildungsberufen. In der BGR werden unter anderem Chemielaborant(inn)en, Kfz-Mechatroniker/innen, Geomatiker/innen, Feinwerkmechaniker/innen, Fachinformatiker/innen, Fachangestellte für Medien-und Informationsdienst (Fachrichtung Bibliothek) und Fachangestellte für Bürokommunikation (seit 2014: Kaufleute für Büromanagement) ausgebildet. Julia Plate ist der BGR im Anschluss an ihre erfolgreiche Ausbildung erhalten geblieben. Sie ist im Referat „Beschaffung, Materialwirtschaft“ tätig.
Weitere Informationen zur Ausbildung im Geozentrum Hannover
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BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Umweltminister Stefan Wenzel und LBEG-Präsident Andreas Sikorski auf der Tagung (von links)

Umweltmininster Wenzel eröffnet Boden-Tagung, 12.03.2015

Der Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, eröffnete heute (Donnerstag, 12. März 2015) die Tagung „Energiewende – ein Thema für den Boden?“ im GEOZENTRUM Hannover. Rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft diskutierten aus Anlass des Internationalen Jahres des Bodens über die Bedeutung und den Schutz der Georessource Boden im Zeichen der Energiewende. Die Tagung von BGR und LBEG setzte sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung auseinander und beschäftigte sich mit dem Thema Erdwärmenutzung.
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GASI-Vizedirektor Erdenebilegt Berenbal und  BGR-Projektleiterin Dr. Thekla Abel

Abschlussworkshop in Ulan Bator, 11.03.2015

In Ulan Bator (Mongolei) fand jetzt der Abschlussworkshop des BGR-Projekts "Umweltschutz im Bergbau" im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit statt. Das in mehrere Phasen unterteilte Projekt wurde seit 2005 zusammen mit der Staatlichen Mongolischen Inspektionsbehörde (General Agency for Specialised Inspection – GASI) durchgeführt. Ziel war es, die technischen und methodischen Kapazitäten der mongolischen Bergbauinspektion zu stärken und das Bewusstsein für Umweltschutz und Arbeitssicherheit im Bergbausektor zu fördern.

Im Beisein des deutschen Vize-Botschafters in der Mongolei, Burkhard Ducoffre, wurde auf dem Abschlussworkshop seitens der mongolischen Partner die Etablierung einer modernen und transparenten Inspektionssystematik als zentrales Ergebnis herausgestellt. Als Standard für den Bergbaubereich wurde der Prozess inzwischen auch auf andere Sektoren übertragen. Ebenso wird die vom Projekt jährlich durchgeführte nationale Rekultivierungskonferenz, die den Austausch zwischen den Verantwortlichen für Umweltfragen der Behörden und Bergbaufirmen fördert, als wichtiger Beitrag für die sichtbare Verbesserung der Rekultivierungssituation gewertet. Die daran teilnehmenden Umweltexperten der Firmen organisieren sich seither in der „Mongolian Association of Environment Professionals“. Der langjährigen Projektleiterin Dr. Thekla Abel wurde als Dank für ihr Engagement vom mongolischen Staat eine Ehrenmedaille der Aufsichtsbehörde überreicht.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit der Mongolei

Tagung

Tagung: Energiewende – auch ein Thema für den Boden, 10.03.2015

Wie wirkt sich die Energiewende auf die Georessource Boden aus? Welche Folgen hat der Netzausbau? Wie groß ist das Bodenpotenzial beim Thema Wärmegewinnung? Und wie sieht wirkungsvoller Bodenschutz insbesondere beim Netzausbau aus? Fragen, mit denen sich am 12. März 2015 die Tagung „Energiewende – ein Thema für den Boden?“ im
GEOZENTRUM Hannover beschäftigt. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) haben aus Anlass des Internationalen Jahres des Bodens rund 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft dazu eingeladen.

Eröffnet wird die Veranstaltung um 10 Uhr durch den Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel, sowie die Präsidenten von BGR und LBEG, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel und Andreas Sikorski. Der erste Tagungsabschnitt setzt sich mit den Konsequenzen der Erdverkabelung für Planung, Bau und Landnutzung, z. B. beim Bau der Stromtrasse SuedLink, auseinander. Im zweiten Teil der Veranstaltung stehen die Themen Wärmeleitfähigkeit und Erdwärmenutzung im Boden im Blickpunkt.
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Zur Pressemitteilung Tagung im GEOZENTRUM Hannover: Energiewende – auch ein Thema für den Boden

BGR-Hubschrauber

Fortsetzung der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland, 09.03.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 9.bis 20. März 2015 in der Provinz Zeeland im südwestlichen Bereich der Niederlande aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung Fortsetzung der Hubschrauber-Messkampagne in Zeeland (Niederlande): BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

Schulung von Mitarbeitern der nationalen Wasserbehörde

BGR-Wasserexperten schulen Vertreter aus dem Jemen, 04.03.2015

Trotz der augenblicklich schwierigen politischen Situation im Jemen sind Mitarbeiter der nationalen Wasserbehörde (NWRA) jetzt zu einer Schulung der BGR nach Hannover angereist. Ziel des fünftägigenTrainings ist die Erstellung einer Wasserbilanz für ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Becken im Norden des Landes. Die Teilnehmer sollen im Nachgang dieser Trainingseinheit eine Wasserbilanzierung auch für andere Projektgebiete erstellen. Das Training findet im Rahmen des TZ-Vorhabens "IWRM – Geo-Umweltinformationen und Grundwassermonitoring" statt.
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GeoChannel BGR LBEG

"GeoChannel BGR LBEG" ein Jahr online, 03.03.2015

Unser "GeoChannel BGR LBEG" ist jetzt seit einem Jahr auf dem Videoportal Youtube online. In dieser Zeit haben BGR und LBEG 69 Videos veröffentlicht. Fast 19.000 mal wurden die Beiträge aufgerufen – das macht über 65.000 Minuten Einblick in die spannende Arbeit der Geoexperten aus Hannover. Die "10 beliebtesten Filme":

  1. TFS SONNE – Die erste wissenschaftliche Erprobungsfahrt
  2. FLIN – Freshwater Lens INvestigation (english)
  3. Neues Forschungsschiff SONNE getauft von der Bundeskanzlerin
  4. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
  5. Tröpfis weltweite Abenteuer – Die lange Reise
  6. Torus-TEM – Erkundung von Grundwasservorkommen per Heliumballon
  7. Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)
  8. 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative
  9. 3D-Seismische Erprobungsfahrt Britische Nordsee 2012
  10. TFS SONNE – Das Golden Eye

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Sensorschlitten

Neuer Newsletter, 02.03.2015

Der aktuelle BGR-Newsletter 01/2015 ist erschienen.

Weltweit führende Messe für Bergbauprojekte startet

Weltweit führende Messe für Bergbauprojekte startet, 27.02.2015

„Germany – A Global Player in the Mining Industry” ist der Titel einer Vortragsveranstaltung, zu der die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und dem Kompetenzzentrum Bergbau & Rohstoffe der AHK Kanada am 03. März 2015 im Rahmen der Bergbautagung der PDAC (Prospectors & Developers Association of Canada) in Toronto einlädt. Die auch als „German Day“ bekannte Veranstaltung bietet auf der weltweit führenden Messe für Bergbauprojekte deutschen Unternehmen eine internationale Plattform, um ihr Know-how zu präsentieren. Nachhaltiger Bergbau, Exploration mineralischer Rohstoffe in Deutschland sowie Möglichkeiten der Projektfinanzierung durch deutsche Partner stehen in diesem Jahr im Fokus des German Day. Der im Anschluss an die Vortragsveranstaltung stattfindende Empfang bietet für die deutschen Teilnehmer eine hervorragende Gelegenheit, auf internationaler Ebene neue Geschäftskontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen. Die PDAC findet vom 01. bis 04. März 2015 statt. Im vergangenen Jahr zog die Messe mehr als 25.000 Teilnehmer aus 103 Ländern an.
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Zur Presseinformation BGR beteiligt sich an weltweit führender Messe für Bergbauprojekte in Kanada: Deutschland präsentiert Know-how zur Rohstoffsicherung

Minister Dr. Paul Oquist aus Nicaragua zu Gast bei der BGR

Minister aus Nicaragua zu Gast bei der BGR, 24.02.2015

Das Thema Energierohstoffe stand im Mittelpunkt eines Besuchs des Präsidialamtschefs und Ministers für Nationale Politik der Republik Nicaragua, Dr. Paul Oquist, im BGR-Dienstbereich Berlin-Spandau. Der Gast aus Mittelamerika informierte sich bei den BGR-Experten über die weltweite Verfügbarkeit von Energierohstoffen, speziell über den Einfluss von Tight Oil auf den Energiemärkten. Nicaragua selbst besitzt keine fossilen Energieträger. Seine Wirtschaft ist bisher abhängig von Importen. Seit einigen Jahren setzt das Land verstärkt auf die Erschließung heimischer, erneuerbarer Energieträger. Besonderes Interesse beim Minister weckte deshalb das von der BGR im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit für Mitte 2015 geplante regionale Vorhaben zur Förderung der Geothermie in Nicaragua und weiteren mittelamerikanischen Ländern. Der Besuch des Ministers war Teil einer Informationsreise, die vom Goethe-Institut im Auftrag des Auswärtigen Amtes organisiert wurde.
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Workshop zur Erstellung einer Handlungsrichtline für Geothermiebohrungen, 10. - 12.02.2015 in Entebbe/Uganda

Workshop "Code of Practice for Geothermal Drilling", 20.02.2015

Vom 10. - 12.02.2015 fand in Entebbe/Uganda ein Workshop zur Erstellung einer Handlungsrichtline für Geothermiebohrungen statt. Dieser „Code of Practice for Geothermal Drilling“ soll für Geothermie-Bohrungen in Ostafrika bindend sein und seine Befolgung für die Einreichung von Bohrprojekten bei der Geothermie-Minderungs-Fazilität GRMF (Geothermal Risk Mitigation Facility) der Afrikanischen Union und der KFW vorausgesetzt werden. Eine solche Handlungsrichtlinie existiert bislang lediglich in Neuseeland und in einigen US-Bundesstaaten. Neben drei in der Geothermie-Branche Ostafrikas bekannten Consultants aus USA, Neuseeland und Äthiopien trugen auch die in Hinsicht auf Fachbezug und Zuständigkeit ausgewählten Teilnehmer aus sieben ostafrikanischen Partnerländern unter reger Beteiligung dazu bei, die wesentlichen Bestandteile der Handlungsrichtlinie zu definieren. Die Veranstaltung war als Fortsetzung des im April 2014 in Naivasha, Kenia, durchgeführten Workshops zu „Rules and Regulations for Geothermal Drilling“ geplant und wurde vom Programm GEOTHERM der BGR in Verbindung mit der Energieabteilung der Afrikanischen Union (AUC) organisiert. Der Entwurf des „Code of Practice“ wird für Anfang April erwartet.
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Messe „Invest in African Mining – INDABA“

BGR stellt „Mining Governance Assessment“ in Kapstadt vor, 19.02.2015

Die BGR nahm jetzt erstmals aktiv an der „Invest in African Mining – INDABA“ in Kapstadt (Südafrika) teil. Die INDABA zählt zu den weltweit wichtigsten Bergbaumessen und -konferenzen, bei der sich jährlich führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft treffen. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellte die BGR ihr Projektportfolio auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Rohstoffsektor vor. Dazu zählt auch das BGR-Vorhaben „Mining Governance Assessment – MGA“. Es wird in Zusammenarbeit mit der IBRD (Weltbank-Gruppe) durchgeführt und besteht in einer systematischen Bestandsaufnahme des Bergbausektors in Entwicklungsländern. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt das Programm finanziell.

Mit dem Vorhaben sollen die Länder bei ihren Reformanstrengungen im Rohstoffsektor unterstützt werden, um diesen Bereich für Investitionen attraktiver zu machen. Auf diese Weise kann das Programm einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Landes leisten. MGA stellt länderspezifische Informationen zu Geologie, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Institutionen, aber auch zur Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal zur Verfügung. In Kapstadt wurde deutlich, dass sowohl auf Seiten der Regierungen als auch der Investoren großes Interesse an diesem Angebot besteht. Zurzeit befindet sich das Vorhaben noch in der Entwicklung. Die erste Bestandsaufnahme wird im März in Sambia durchgeführt, im weiteren Verlauf des Jahres folgen weitere sieben Länder Afrikas. Nach Abschluss dieser ersten Phase Ende 2015 wird das Vorhaben evaluiert.
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Dr. Christian Reichert

BGR-Wissenschaftler neuer Kommissions-Vorsitzender, 19.02.2015

Die Rechts- und Fachkommission der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) mit Sitz in Kingston (Jamaika) hat jetzt (16. Februar 2015) den Leiter des Fachbereichs „Marine Rohstofferkundung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Dr. Christian Reichert, zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Diese Wahl unterstreicht aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Engagement Deutschlands in der Internationalen Meeresbodenbehörde. Internationaler Tiefseebergbau ist für Deutschland doppelt interessant: Erstens kann er langfristig zur Versorgungssicherheit u. a. mit Hochtechnologierohstoffen beitragen. Zweitens eröffnet er Marktchancen für deutsche Hersteller von innovativer, umweltverträglicher Meerestechnologie wie auch für die deutsche maritime Wirtschaft insgesamt. Deutschland achtet dabei besonders auf die Entwicklung von hohen Standards zur nachhaltigen und umweltgerechten Gewinnung mariner Rohstoffe in der Tiefsee.
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Zur Pressemitteilung Internationale Meeresbodenbehörde (Jamaika): BGR-Wissenschaftler neuer Vorsitzender der Rechts- und Fachkommission

BGR-Metallpreisindex: Gesamtpreisindex

BGR-Metallpreisindex: Eisenerzpreise auf Rekordtief, 18.02.2015

Die Rohstoffpreise für Metalle belasten die deutsche Industrie deutlich weniger als noch im vergangenen Jahr. Dies spiegelt sich auch im Metallpreisindex der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR-MPI) wider. Vor allem die Preisentwicklung bei Eisen und Stahl beeinflusste den BGR-Metallpreisindex, da der höchste Anteil an den deutschen Metallimporten auf diese Rohstoffe entfällt. Im Jahr 2014 waren es 76 %. Der Ausbau der internationalen Bergbaukapazitäten der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Entspannung auf dem Eisen- und Stahlmarkt geführt. Die Stahl- und Eisenerzpreise fallen seit 2013. Im Verlauf des Jahres 2014 hat sich der Preis für Eisenerz nahezu halbiert. Im Januar 2015 lag der Monatsdurchschnitt des Metal Bulletin Eisenerzindex (62 %, cfr main China port) bei 67,84 US$/t und ist so niedrig wie zuletzt 2008/2009. Das wirkt sich auch auf den Stahlpreis aus.

Der BGR-Preisindex für Metalle (BGR-MPI) ist ein auf Deutschland bezogener Rohstoffpreisindex, dessen Zusammensetzung den deutschen Wareneinfuhren von metallischen Rohstoffen entspricht. Er ist am deutschen Metalleinsatz ausgerichtet und bildet dadurch die Belastungen deutscher Unternehmen besser ab als die börsennotierten Rohstoffindizes.
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Zur Pressemitteilung der DERA

Dr. Volkmar Bräuer (li.) und Prof. Dr. Peter Wycisk vor dem 3D-Modell des Staßfurter Salzsattels

Geologie-Modell der Superlative kehrt nach Hannover zurück, 16.02.2015

In der vergangenen Woche endete die Ausstellung „Der gläserne Untergrund – Innovative Visualisierungstechniken in der 3D-Geologie“ im GEOZENTRUM Hannover. Dieser Abschied wird nicht von Dauer sein, spätestens 2017 wird ein Modell der Ausstellung zurückkehren. Dabei handelt es sich um das geologische 3D-Modell des Staßfurter Salzsattels. Es kann dann wieder als Dauerleihgabe in den Räumlichkeiten des GEOZENTRUM Hannover bestaunt werden. Das vereinbarten jetzt Dr. Volkmar Bräuer (BGR) und Prof. Dr. Peter Wycisk (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Initiator der Ausstellung.

Das Modell des Staßfurter Salzsattels hatten Wissenschaftler der BGR und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam entwickelt. Mit seinen Abmessungen von 26 cm x 60 cm x 13 cm und einem Gewicht von 55 kg ist es das zurzeit größte geologische Glas-Laser-Modell in Deutschland. Es liefert eine detaillierte Darstellung der geologischen Basisfläche des Kaliflöz Staßfurt und ermöglicht eine detailgetreue Sicht auf die Salzabbaukammer.
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Weitere Informationen zur Ausstellung
Zum Video 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative

Es fand ein reger Austausch statt

Treffen zum Verbundvorhaben DENANA, 16.02.2015

Mehrere Nachwuchswissenschaftler des Verbundvorhabens DENANA (Designkriterien für nachhaltige Nanomaterialien) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) waren am 5. und 6. Februar zu Gast in der BGR. Das halbjährlich stattfindende Projekttreffen diente der Koordination sowie dem fachlichen Austausch und der Diskussion von Projektergebnissen. Im Rahmen des Verbundvorhabens DENANA untersuchen Wissenschaftler der BGR die Mobilität von Nanopartikeln (Ag und CeO2 ENP (engineered nanoparticles) in Böden.
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Weitere Informationen

Elektronischer Schaltkreis

Online-Umfrage zu Sorgfaltspflichten von KMUs, 12.02.2015

Die BGR führt derzeit eine Online-Umfrage zur Umsetzung von Sorgfaltspflichten im Bereich sogenannter „Konfliktrohstoffe“ durch. Dabei geht es darum, wie Unternehmen Berichts- und Managementsysteme umsetzen, um nicht zu einer Finanzierung gewaltsamer Konflikte beizutragen. Die Umfrage ist Bestandteil einer Studie, in der die BGR speziell die Situation von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) untersucht, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold in ihren Produkten verwenden. Ziel der Studie ist es, praktische Handlungsempfehlungen zu entwickeln, mit denen die Unternehmen die bestehenden Richtlinien in den USA und der OECD umsetzen können. Weiterhin soll die Politik Fördermöglichkeiten für KMUs aufgezeigt bekommen. An der Online-Umfrage können Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Elektronik, Medizintechnik sowie Schmuckverarbeitung bis zum 9. April 2015 teilnehmen. Die Studie soll im Juli 2015 veröffentlicht werden und in den nationalen und internationalen Politikdialog zu dem Thema Sorgfaltspflichten in den Lieferketten eingebracht werden.
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Link zur Umfrage

Unterzeichnung Kooperationsabkommen

Abkommen über gemeinsame Rohstoff-Forschung in der Arktis, 11.02.2015

Deutschland und Kanada wollen noch stärker auf dem Gebiet der geowissenschaftlichen Forschung zusammenarbeiten. In der Residenz des deutschen Botschafters in der kanadischen Hauptstadt Ottawa unterzeichneten der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Professor Dr. Hans-Joachim Kümpel, und der Generaldirektor des Geologischen Dienstes von Kanada (Geological Survey of Canada/GSC), Dr. Daniel Lebel, ein entsprechendes Abkommen. Mit ihm soll die bereits seit 2003 bestehende wissenschaftliche Kooperation weiter ausgebaut werden.

„Deutschland ist auf Importe von Energie- und Metallrohstoffen angewiesen. Deshalb benötigen wir verlässliche Partner, zu denen im besonderen Maße auch Kanada gehört – ein rohstoffreiches Land mit hervorragender wissenschaftlicher Expertise und großem technologischen Know-how im Bergbausektor“, unterstreicht der BGR-Präsident die Bedeutung der Zusammenarbeit.

Auch der Generaldirektor des GSC betont das große Interesse an der Kooperation. Lebel: „Die BGR ist eine der weltweit führenden Institutionen im Bereich der Geowissenschaften.“ Von der BGR erhoffen sich die Kanadier wichtige Unterstützung. Das riesige und im Norden sehr schwer zugängliche Land ist immer noch nicht vollständig erforscht. Das sei eine große Herausforderung und die Mitarbeit Deutschlands werde geschätzt, so Lebel bei der Unterzeichnung des Abkommens.
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Zur Pressemitteilung BGR unterzeichnet Abkommen mit dem Geologischen Dienst von Kanada: Gemeinsame Rohstoff-Forschung in der Arktis

Brasilien bietet große Entwicklungschancen im Bergbau

Neue Studie zu Bergbau in Brasilien, 06.02.2015

„Brasilien. Projekte, Akteure und Rahmenbedingungen im Rohstoffsektor“ heißt eine neue Studie, die jetzt von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit der Germany Trade & Invest (GTAI) und der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK) erstellt wurde. Die Studie bietet deutschen Unternehmen erstmals einen detaillierten Überblick über konkrete Geschäftsmöglichkeiten im brasilianischen Bergbausektor. Dargestellt werden die Rohstoffsituation, einzelne Bergbauprojekte und deren technische Ausstattung sowie neue Rohstoffpotenziale.

Brasilien ist eines der bedeutendsten Länder für die globale Rohstoffwirtschaft und wird seine Stellung in diesem Bereich in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Bergbauprodukte wie Wolfram oder Kalisalz, die bisher nur in geringen Mengen in Brasilien abgebaut werden, gewinnen auf den Weltmärkten zunehmend an Bedeutung. „Brasilien als fünftgrößter Flächenstaat der Erde beherbergt immense Vorkommen an mineralischen Rohstoffen und noch längst sind nicht alle Teile des Landes geologisch erforscht“, erklärt DERA- Rohstoffexperte Dr. Herwig Marbler. Für die deutsche Wirtschaft ist Brasilien aber nicht nur als Rohstofflieferant interessant. „Deutschland kann hier auch sein Know-how im Bergbaubereich einbringen und einen erheblichen Beitrag für eine effiziente, nachhaltige und umweltschonende Förderung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe leisten“, betont Marbler.

Der nationale Branchenverband IBRAM geht davon aus, dass zwischen 2014 und 2018 Investitionen von 53,6 Mrd. US$ in neue Vorhaben und die Ausweitung bestehender Anlagen fließen. „Für deutsche Anbieter von Bergbauausrüstung und –dienstleistungen erweitert sich damit ein interessanter Markt, sei es in der Exploration und Förderung oder der Aufbereitung und dem Transport der Abbauprodukte“, erklärt Oliver Döhne, Auslandsmitarbeiter von Germany Trade & Invest in São Paulo.

Auf der anderen Seite sollten sich Firmen, die in Brasilien tätig werden wollen, auf bürokratische Hürden einstellen. „Die langwierigen Verhandlungen um eine neue Gesetzgebung für den Bergbau sowie die allgemein komplizierten Steuer- und Zollregelungen sind Belege dafür, dass man in Brasilien einen langen Atem braucht, um erfolgreich zu sein“, so Döhne weiter. Vor diesem Hintergrund bietet die Studie weitere wertvolle Informationen, so zum Beispiel zu den Rahmenbedingungen des brasilianischen Rohstoffsektors sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.
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Zur Studie

BGR schult Umweltpolizei in Jordanien

BGR schult Umweltpolizei in Jordanien, 06.02.2015

Der neue Direktor des jordanischen Amtes für Umweltschutz-Ranger, Brigadegeneral Mohammad Abdel Halim Qatischat, informierte sich kürzlich über die Zusammenarbeit der BGR mit der Umweltschutzpolizei in Jordanien. Die Ranger sind in das BGR-Projekt „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ in Jordanien eingebunden. Das Projekt unterstützt Maßnahmen zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Ressource Grundwasser. Im Hauptquartier der Umweltschutzpolizei in Amman (Jordanien) tauschte sich der BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll mit Brigadegeneral Mohammad Abdel Halim Qatischat über den aktuellen Stand der Kooperation aus. Sie vereinbarten Trainingsmaßnahmen für die Dienststellen der Umweltpolizei u.a. im Bereich der Wasserprobenahme und GPS-Ortung von Verunreinigungen. Die Trainingsmaßnahmen beginnen im März dieses Jahres und werden voraussichtlich bis in den Herbst hinein andauern.

Die BGR ist in Jordanien seit Ende der 50er Jahre im Auftrag der Bundesregierung tätig. Innerhalb dieses Zeitraumes konnten bisher 16 Vorhaben realisiert werden. Jordanien zählt zu den bedeutendsten Kooperationsländern der BGR. Der Aufbau des geologischen Dienstes, die Erschließung von Grundwasser und Phosphatvorkommen, die Erarbeitung eines Wasserhaushaltsplanes sowie Untersuchungen der Ölschiefervorkommen standen bei den meisten dieser Vorhaben im Vordergrund. In den letzten Jahrzehnten wandelten sich die Bedürfnisse. Der Nachhaltige Umgang mit der Ressource „Wasser“ spielte eine immer zentralere Rolle im Bereich der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit dem Partnerland Jordanien.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

Wismut-Sanierung

Weiterer Meilenstein der Wismut-Sanierung, 05.02.2015

Die WISMUT GmbH hat kürzlich den WISMUT-Stolln als eines der letzten Großprojekte der WISMUT GmbH in Betrieb genommen. Die BGR hat die Arbeiten zur Inbetriebnahme beratend begleitet.

Bei dem WISMUT-Stolln handelt es sich um ein etwa drei Kilometer langes Untergrundbauwerk, das eine hydraulische Anbindung der gefluteten Grubenfelder Gittersee und Heidenschanze zum „Tiefen Elbstolln“ (Sachsen) schafft. Die Ableitung des Flutungswassers aus den Grubenfeldern ist notwendig, um unkontrollierte Wasseraustritte an der Oberfläche zu verhindern. Der WISMUT-Stolln ermöglicht nun eine Entwässerung über den Tiefen Elbstolln in die Elbe mit einem Durchsatz von voraussichtlich 80 bis 100 Kubikmeter pro Stunde. Dabei werden die chemischen Einleitkriterien eingehalten. Mit der Inbetriebnahme des WISMUT-Stolln ist die Sanierung des Standortes Dresden-Gittersee beendet. Die bis dahin durchgeführte Flutungswasserhaltung und Wasserbehandlung wurde eingestellt.

Die BGR berät das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit 2012 für die von der WISMUT GmbH durchgeführte Sanierung der Uranbergbau-Altlasten in Sachsen und Thüringen. Die Begleitung der Auffahrung des WISMUT-Stollns war dabei ein wesentlicher Bestandteil der bisherigen BGR-Arbeit. Mit der Fertigstellung des WISMUT-Stollns wurde am Standort Dresden-Gittersee eine nachhaltige Lösung für die dauerhafte Flutungswasserhaltung geschaffen, die ohne aufwändige Maßnahmen zur Wasserförderung und -aufbereitung auskommt.
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Weitere Informationen

Messe „Invest in African Mining – INDABA“

BGR auf Bergbaumesse in Kapstadt, 05.02.2015

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nimmt vom 9. bis 12. Februar 2015 erstmals an der „Invest in African Mining – INDABA“ in Kapstadt (Südafrika) teil. Die INDABA zählt zu den weltweit wichtigsten Bergbaumessen und -konferenzen, bei der sich jährlich führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft treffen. Auf einem gemeinsamen Messestand mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die BGR ihr Projektportfolio auf dem Gebiet der Technischen Zusammenarbeit (TZ) im Rohstoffsektor vor.

Daneben veranstaltet die BGR in Kooperation mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika und der South African Small and Medium Enterprises Federation (SASMEF) am 11. Februar ein Side-Event, an dem auch Südafrikas Ministerin für „Small Business Development“, Lindiwe Zulu, und der Deutsche Botschafter, Dr. Horst Freitag, teilnehmen werden.
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Zur Pressemitteilung Messe-Auftritt in Kapstadt: Bergbau im südlichen Afrika – BGR unterstützt nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

DERA-Industrieworkshop: Zink langfristig verfügbar

DERA-Industrieworkshop: Zink langfristig verfügbar, 30.01.2015

Der Rohstoff Zink ist – trotz leichter Defizite im Markt – langfristig verfügbar. Dies ist das Ergebnis eines Workshops der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Mehr als 40 Vertreter und Vertreterinnen aus Unternehmen, Branchenverbänden und wissenschaftlichen Institutionen diskutierten auf der Veranstaltung die zukünftige Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit des Rohstoffs Zink. Zink ist ein wichtiges Metall für den Korrosionsschutz, beispielsweise im Automobilbau oder der Bauindustrie.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte die DERA erste Ergebnisse ihrer Studie „Rohstoffrisikobewertung Zink“ vor. Demnach könnten in den nächsten fünf Jahren etwa 1,5 bis 2 Millionen Tonnen neuer Förderkapazitäten den Markt erreichen. „Auf längere Sicht steckt in den derzeitigen weltweiten Bergbauprojekten genügend Potential zur langfristigen Deckung der zukünftigen Zinknachfrage“, so DERA-Experte Dr. Martin Schmitz. Zugleich könnten aufgrund einer Reihe von Bergwerksschließungen kurz- bis mittelfristig weiterhin Defizite am Zinkmarkt auftreten, wenn der weltweite Bedarf weiter deutlich ansteigen und sich die Bereitstellung neuer Bergwerkskapazitäten verzögern sollte. „Die Entwicklung der neuen Förderkapazitäten müsse jedoch fortlaufend beobachtet werden, um mögliche Defizite am Markt frühzeitig zu erkennen“, so Dr. Schmitz weiter. Das endgültige Ergebnis der Studie „Rohstoffrisikobewertung Zink“ wird im April 2015 auf der DERA-Internetseite veröffentlicht.
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Zur Pressemitteilung DERA-Industrieworkshop: Trotz leichter Defizite im Markt - Zink langfristig verfügbar

Teilnehmer der Arena

TZ-Tage im GEOZENTRUM, 19.01.2015

Die Internationale Zusammenarbeit der BGR stand in der vergangenen Woche im Mittelpunkt der „TZ-Tage 2015“ im GEOZENTRUM Hannover. Bei den TZ-Tagen treffen sich alle zwei Jahre die Mitarbeiter des BGR-Fachbereichs „Internationale Zusammenarbeit“, um sich besser zu vernetzen und auszutauschen.

Ein Bestandteil der TZ-Tage war diesmal die „Arena der Internationalen Zusammenarbeit“. In der „Arena der Internationalen Zusammenarbeit“ diskutierten Vertreter von Ministerien, Wirtschaft und Wissenschaft über bereits laufende und zukünftige BGR-Kooperationen im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit.
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Zum Fachbereich Internationale Zusammenarbeit

Explorationsförderprogramm

Förderprogramm zur Exploration von Rohstoffen, 06.01.2015

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nimmt vom 5. Januar 2015 bis 15. März 2015 neue Förderanträge zum Explorationsförderprogramm zur Prüfung und Bewertung entgegen. Das Programm wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2013 im Rahmen der Rohstoffstrategie der Bundesregierung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) neu aufgelegt. Das Programm sieht eine Förderung von Projekten zur Exploration, Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung sowohl im In- als auch im Ausland vor. Antragsberechtigt sind rechtlich selbstständige Unternehmen, die zur Durchführung des Vorhabens technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten. Die Anträge werden von der DERA fachlich geprüft und bewertet. Abschließend entscheidet das Bundeswirtschaftsmininisterium als Zuwendungsgeber über eine Förderung.
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Zur Pressemitteilung der DERA

Sensorschlitten

BGR entdeckt neue Erzvorkommen in der Tiefsee, 18.12.2014

Mit einem eigens entwickelten Sensorschlitten haben Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt im Indischen Ozean sieben neue Gebiete entdeckt, an denen erzbildende Lösungen am Meeresgrund austreten.

Die erzbildenden Lösungen fließen in einer Tiefe von 3.400 bis 3.700 Metern aus so genannten „Schwarzen Rauchern“ aus. Das sind aktive heiße Quellen am Meeresboden, in deren Nähe sich auch inaktive Sulfidvorkommen befinden. Diese Sulfidvorkommen enthalten neben hohen Anteilen an Buntmetallen (Blei, Kupfer, Zink) auch Edelmetalle (Gold, Silber) sowie verschiedene Spurenelemente (u. a. Antimon, Wismut, Gallium, Indium, Kobalt, Nickel, Selen, Tellur).

Die Erzvorkommen der sieben Areale waren bisher unbekannt. Die BGR-Wissenschaftler endeckten sie im November und Dezember mit dem niederländischen Forschungsschiff PELAGIA im Rahmen der Prospektionsarbeiten zur Erforschung polymetallischer Sulfide im Indischen Ozean bei Mauritius. Dabei setzen sie erstmals den neuen Sensorschlitten ein.
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Zur Pressemitteilung Expedition im Indischen Ozean: BGR entdeckt neue Erzvorkommen in der Tiefsee

Schulkinder lernen spielerisch, wie sie sich bei einem Erdbeben verhalten sollen

BGR eröffnet Gedenkraum für Tsunamiopfer in Banda Aceh, 17.12.2014

Zehn Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien mit mehr als 150.000 Toten, findet vom 25. bis 28. Dezember 2014 eine Gedenkfeier in Banda Aceh (indonesische Insel Sumatra) statt. An der Veranstaltung zum Gedenken an die Tsunamiopfer werden Botschafter aus 52 Ländern teilnehmen.

Auch Vertreter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) werden vor Ort sein. Sie werden mit Kollegen der USAID (Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung) und der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) den Gedenkraum des Tsunami-Museums eröffnen. Der Gedenkraum wurde kürzlich im Rahmen des BGR-Projektes „Verminderung von Georisiken“ weiter ausgebaut. Zudem informieren BGR-Mitarbeiter an einem Ausstellungsstand gemeinsam mit anderen deutschen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit über das Engagement zum Wiederaufbau Acehs sowie laufende Vorhaben. Dazu zählt z. B. das BGR-Projekt zum vorbeugenden Naturkatastrophenmanagement. Die BGR ist bereits seit 2003 in Indonesien im Bereich Georisiken tätig.
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Zur Pressemitteilung Gedenkfeier: Zehn Jahre nach dem Tsunami in Indonesien - BGR eröffnet Gedenkraum für Tsunamiopfer in Banda Aceh

Staatssekretär Silberhorn (Mitte) wird auf dem Weg nach Zatari von der KfW-Büroleiterin und dem BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll über die Wassersituation in Jordanien gebrieft

Staatssekretär Silberhorn informiert sich über BGR-Vorhaben in Jordanien, 17.12.2014

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), informierte sich jetzt bei seiner Reise nach Jordanien über die laufenden Vorhaben der BGR vor Ort.

BGR-Projektleiter Dr. Mathias Toll stellte sowohl die Aktivitäten des TZ-Vorhaben „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ vor als auch die Unterstützungsleistungen, die die BGR im Rahmen der syrischen Flüchtlingskrise mit dem jordanischen Ministerium für Wasser und Bewässerung leistet. Bei dem Gesprächstermin zwischen Staatssekretär Silberhorn und dem jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Hazem El-Naser, betonte der Minister die Bedeutung des Grundwassermonitoring-Plans, der von der BGR zusammen mit dem jordanischen Ministerium für die Umgebung des Flüchtlingscamps Zatari erarbeitet wurde.
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VIRTUS

Neuer Newsletter, 15.12.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 06/2014 ist erschienen.

Wetterstation in der Nähe von Wadi Rum, Süd-Jordanien

BGR erarbeitet Richtlinie in Jordanien, 15.12.2014

Das jordanische Königreich Jordanien gehört zu den wasserärmsten Länder der Erde. Eine Versorgung mit ausreichend Trinkwasser ist daher eine große Herausforderung. Zukünftige Änderungen verschiedener klimatischer Parameter können große Auswirkung auf die Wasserversorgung des Landes haben. Daher sind repräsentative Messungen von besonderer Bedeutung.

Die BGR hat nun gemeinsam mit dem Ministerium für Wasser und Bewässerung (MWI) eine Richtline zur Standortauswahl und Installation von Wetterstationen in Jordanien erarbeitet. Diese Richtlinie wurde jetzt vom jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung, Dr. Hazem Al Naser, in Amman unterzeichnet. Sie ist damit bindend für alle nachgeordneten Behörden des MWI. Die Richtlinie enthält Informationen darüber, unter welchen Voraussetzungen und nach welchen Kriterien in Zukunft klimarelevante Sensoren installiert werden sollen. Sie wurde im Rahmen Teil des TZ-Projektes „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“ erarbeitet.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Jordanien

Christopher Yaluma (li.), Minister des Ministry of Mines, Energy and Water Development (MMEWD) informiert sich bei BGR-Projektleiter Dr. Tobias El-Fahem (re.) über die Arbeit der BGR in Sambia

BGR auf der größten Veranstaltung des sambischen Wassersektors, 15.12.2014

Anfang Dezember präsentierte sich die BGR mit der Deutschen Botschaft, der KfW und der GIZ mit einem gemeinsamen Stand auf der ZAWAFE (Zambia Water Forum and Exhibition), der größten Veranstaltung des sambischen Wassersektors, in Lusaka. Weiterhin organisierte die BGR mit der sambischen Water Resources Management Authority (WARMA) eine Fokus-Session, die sich speziell auf das Thema Grundwasserschutz und sichere Wasserversorgung für die Stadt Lusaka konzentriert. Unterstützt wurde die BGR dabei vom GIZ-Vorhaben zum institutionellen Schutz der Wasserressourcen in Lusaka. Dieses Vorhaben ist Teil der International Water Stewardship-Initiative (IWaSP) und nutzt die BGR-Arbeit in Sambia. Mit ausgewählten Vorträgen und einer interaktiven Roundtable-Diskussion wurden mit den Besuchern die relevanten Schritte zum Wasserschutz vor dem Hintergrund der aktuell durch eine lange Trockenzeit rationierten Wasserversorgung Lusakas diskutiert. Besonders die Nahrungsmittel-produzierenden Betriebe zeigten sich besorgt aufgrund der sich verschlechternden Wasserqualität des oberflächennahen Hauptgrundwasserleiters Lusakas.
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Talsperrensedimente bieten Potenzial für Baustoffe

Neue DERA-Studie: Talsperrensedimente bieten Potenzial für Baustoffe, 12.12.2014

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die aus den Talsperren entfernten Sedimente im Einzelfall durch vergleichsweise einfache Aufbereitungsschritte als Zuschläge für Baustoffe verwendet werden können. Die Untersuchungen können damit zu einem effizienteren Umgang mit Rohstoffen beitragen.

Das Entfernen von Sedimenten aus Talsperren ist dann notwendig, wenn diese aufgrund einer zunehmenden Verlandung ihren vorgesehenen Zweck nur noch eingeschränkt erfüllen können. So dienen Talsperren beispielsweise der Trinkwassergewinnung, dem Hochwasser-schutz oder der Energiegewinnung. Das aus Talsperren entnommene Baggergut wird bislang jedoch nur selten industriell genutzt. Die Studie überprüft, ob eine solche Verwendung des Baggerguts nicht nur stofflich, sondern auch ökonomisch möglich ist.
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Zur Pressemitteilung Neue DERA-Studie: Talsperrensedimente bieten Potenzial für Baustoffe

DERA Monitoring

DERA startet Rohstoffmonitoring, 11.12.2014

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute (11. Dezember 2014) in Berlin ihr neues Rohstoffmonitoring zu den Entwicklungen von Angebot, Nachfrage und Rohstoffpreisen vorgestellt. Mehr als 80 Vertreter aus Unternehmen, Branchenverbänden und wissenschaftlichen Institutionen diskutierten beim ersten Rohstoffdialog zum Rohstoffmonitoring der DERA über aktuelle Preis- und Lieferrisiken sowie mögliche Ausweichstrategien. Mit dem bereits im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigten Monitoring werden kritische Entwicklungen auf den globalen Rohstoffmärkten detailliert analysiert und bewertet, um der deutschen rohstoffverarbeitenden Industrie frühzeitig rohstoff- und marktspezifische Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Trotz der zuletzt teilweise stark sinkenden Preise für Rohstoffe – allen voran Erdöl und zahlreiche Industrie- und Edelmetalle – haben sich die Preis- und Lieferrisiken in den letzten Jahren kaum verringert. Zu diesem Schluss kamen die DERA-Experten sowie Vertreter des Institute of Materials Resource Management der Universität Augsburg und des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in ihren Vorträgen bei der Veranstaltung.
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Zur Pressemitteilung DERA startet Rohstoffmonitoring: Trotz fallender Rohstoffpreise – die Preis- und Lieferrisiken haben sich kaum verringert
Zum Video Das Rohstoffmonitoring der DERA

Die Kinder und Lehrer der teilnehmenden Schulen haben ein „Water Wise School“-Zertifikat als Auszeichnung für ihre Teilnahme an der Droppy-Initiative erhalten. Hier die 6. Klasse des SOS Kinderdorf Primary School

Droppy-Awareness Kampagne an sambischen Schulen, 10.12.2014

Der BGR-Comic Droppy stand am 3. Dezember im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung im SOS Kinderdorf Lusaka (Sambia). Dort wurden die Ergebnisse einer gemeinsamen Initiative zwischen der BGR und iSchool präsentiert. iSchool hat einen Tablet-PC (ZEduPad) für das sambische Schulcurriculum entwickelt, der im Rahmen des Projektes dafür genutzt wurde, um den Droppy-Comic auf die digitale Lernumgebung zu transferieren. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden Schüler der 6. Jahrgangsstufe beobachtet und zum Wasserkreislauf befragt, um Informationen über den Lernerfolg zu erhalten.

An dem Projekt nahmen die Kasisi Primary School, die Tico Community School und das SOS Children’s Village in Lusaka teil. Der Staatssekretär des sambischen Erziehungsministeriums hatte diese Auswahl explizit gewürdigt, da es sich um Schulen handelt, die sich besonders um die Förderung benachteiligter Kinder und deren Familien bemühen. Da das ZEduPad in diesen Schulen bereits verwendet wird, war es möglich, in relativ kurzer Zeit die neuen Droppy-Inhalte in den jeweiligen Klassen vorzustellen und mit den Lehrern und Kindern zu besprechen. Die Evaluierung dieses Einsatzes zeigte zum einen die positive Aufnahme der teilweise neuen Droppy-Themen und auch den Erfolg der kritischen Auseinandersetzung mit den sonst „alltäglichen“ Verhaltensweisen bei der Wassernutzung. Das ZEduPad als „Mittler“ wurde von Lehrern und Kindern besonders begrüßt.

Die jeweiligen Schulklassen stellten ihre Sicht auf Droppy und die nachhaltige Wassernutzung durch verschiedene künstlerische Darbietungen dar. Die Schulklassen hatten mit viel Humor und Engagement ein Theaterstück, ein mehrstimmiges Drama, eine Frage-Antwort-Spiel, Liedtexte und Bilder vorbereitet und sehr beeindruckend vorgeführt. Abschließend hatte der Staatssekretär den Wunsch geäußert, der Droppy-Ansatz möge auf andere Klassenstufen ausgeweitet und nach Möglichkeit in lokale Sprachen übersetzt werden.
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BGR: Energiestudie 2014

Erdöl bleibt weltweit der wichtigste Energielieferant, 10.12.2014

Deutschland wird auch im Zeichen der Energiewende noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent leisten Erdöl, Erdgas, Steinkohle und Braunkohle weiterhin den mit Abstand größten Beitrag zur Deckung des deutschen Primärenergieverbrauchs. Aus geologischer Sicht gibt es für alle Energierohstoffe mit Ausnahme des konventionellen Erdöls weltweit noch große Vorräte. Die Reserven (wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen) von Erdöl und Erdgas sind trotz gestiegener Produktion leicht gewachsen. Gemessen am gewinnbaren Energieinhalt ist die Kohle mit ihren großen globalen Vorräten der beherrschende Energierohstoff. Das ist das Ergebnis der jetzt vorgelegten „Energiestudie 2014 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).
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Zur Pressemitteilung Neue BGR-Energiestudie: Erdöl bleibt weltweit der wichtigste Energielieferant

Staatsekretär Uwe Beckmeyer (links) und BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (rechts) mit den diesjährigen Preisträgern

Rohstoffeffizienz-Preis verliehen, 09.12.2014

Der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, verlieh am 4. Dezember 2014 den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis. Unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR wurden vier mittelständische Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit jeweils 10.000 Euro prämiert. In der Wettbewerbskategorie „Unternehmen“ wurden prämiert: CYNORA GmbH aus Bruchsal; Dr. KRAKOW RohstoffConsult aus Göttingen; Freiberger Compound Materials GmbH aus Freiberg zusammen mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie und dem Institut für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe der Technischen Universität Bergakademie Freiberg; REWATEC GmbH aus Hamburg zusammen mit der Rota GmbH. Der Preis in der Kategorie „Forschungseinrichtung“ ging an das Deutsche Textilforschungszentrum Nord-West gGmbH (DTNW) aus Krefeld zusammen mit dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung und die Umsetzung von rohstoff- und materialeffizienten Produkten, Prozessen, aber auch Dienstleistungen aus, die von einer Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gewählt wurden.
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Zum Video Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2014

BGR: Deutschland – Rohstoffsituation 2013

Deutschland führte Rohstoffe im Wert von 143 Mrd. Euro ein, 08.12.2014

Ist die Rohstoffversorgung für den Technologiestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produziert Deutschland im eigenen Land, was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die nötigen Daten und Fakten zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt: Deutschland ist nach wie vor ein wichtiges Bergbauland. Im Jahr 2013 war Deutschland weiterhin der weltgrößte Braunkohle-Produzent. Bei der weltweiten Förderung von Kaolin belegte Deutschland Rang drei und bei Steinsalz den vierten Platz. In Europa ist Deutschland für diese Rohstoffe sogar der größte Produzent.

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 192,9 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie 10,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Dazu kamen rund 546 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe und 6,8 Millionen Tonnen Torf. Alles zusammen entspricht einem Wert von insgesamt rund 14,8 Milliarden Euro. Damit nahm der Wert der produzierten einheimischen Rohstoffe im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent ab. Weiterhin gilt aber auch, dass Deutschland bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig ist. Im Jahr 2013 wurden mineralische Rohstoffe und Energierohstoffe im Wert von rund 142,8 Milliarden Euro eingeführt. Das war im Vergleich zu 2012 ein Minus von 4,9 Prozent.
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Zur Pressemitteilung Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation: Deutschland führte Rohstoffe im Wert von 143 Milliarden Euro ein

Boden: Pseudogley über Geschiebedecksand aus Geschiebelehm

Böden sind die lebende Haut unserer Erde, 04.12.2014

Der Boden – er steht eigentlich nie direkt im Blickfeld – aber ohne ihn ist Leben auf der Erde kaum möglich. Er liefert Nahrungsmittel, filtert Schadstoffe und sorgt so für sauberes Trinkwasser. Der Boden beherbergt Milliarden von Lebewesen, speichert Energie, trägt unsere Häuser und Straßen. Für ein Jahr steht der Boden jetzt weltweit im Mittelpunkt: Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt. Unter dem Motto „Healthy soils for a healthy life" („Gesunde Böden für ein gesundes Leben") soll der Boden mit Blick auf seine Bedeutung für die Nahrungsmittelsicherheit und das gesamte Ökosystem ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt werden. Auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen am Internationalen Jahr des Bodens.

In Deutschland startet die Kampagne am 5. Dezember – dem alljährlichen Weltbodentag – mit einer Veranstaltung im Bundesumweltministerium in Berlin. Im Rahmen dieses Aktionstages wird auch der „Boden des Jahres" für das Jahr 2015 präsentiert: der Stauwasserboden.

Die BGR und das LBEG möchten mit ihren Beiträgen das Internationale Jahr des Bodens dafür nutzen, um den Boden als lebenswichtige und allgegenwärtige Ressource vorzustellen. Aus geowissenschaftlicher Sicht hat der Boden viele Funktionen: Er steht für das Thema Nahrungsmittelsicherheit, ist Trinkwasserfilter, dient dem Klimaschutz, erfüllt Aufgaben als CO2-Speicher oder ist Energielieferant.
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Zur Pressemitteilung BGR und LBEG beteiligen sich am Internationalen Jahr des Bodens 2015: Böden sind die lebende Haut unserer Erde

Internationales Jahr des Bodens 2015

Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr des Bodens, 02.12.2014

Am 4. Dezember 2014 findet im Lichthof des Bundesumweltministeriums in Berlin die Nationale Auftaktveranstaltung zum UN-Jahr des Bodens 2015 sowie die Festveranstaltung und Präsentation zum Boden des Jahres 2015 statt. Die BGR möchte das Internationale Jahr des Bodens nutzen, um die Öffentlichkeit offensiv über die Bedeutung des Bodens als nicht erneuerbare Ressource sowie den Bodenschutz als gesellschaftliches Anliegen zu informieren. Im Rahmen von Veranstaltungen soll die Bevölkerung im kommenden Jahr für die Bedeutung des Bodens als Ökosystem und Nahrungsmittellieferant sensibilisiert werden.
Weitere Informationen zur Nationalen Auftaktveranstaltung
Einladungsflyer Nationale Auftakveranstaltung
Einladungsflyer Internationae Auftaktveranstaltung

Das Seminar wurde unter Beteiligung des laotischen Vizeministers des Bergbauministeriums, Viraphone Viravong, und dem deutschen Botschafter, Michael Grau, eröffnet (fünfter und vierter von rechts)

Bergbau-Workshop in Laos, 02.12.2014

Das BGR TZ-Vorhaben „Bergbauberatung Laos“ hat gemeinsam mit dem Coordinating Committee for Geosciences Programmes in East and Southeast Asia (CCOP) vom 25. bis 27. November 2014 in Vientiane (Laos) einen internationalen Workshop zum Thema „Staatliches Bergbau-Management in den ASEAN Ländern“ durchgeführt. Der dreitägige Workshop vermittelte 25 Mitarbeitern von Bergbehörden und geologischen Diensten aus zehn südostasiatischen Ländern (inklusive der Mongolei) verschiedene Konzepte der BGR TZ-Rohstoff-Projekte aus Vietnam, Mongolei und Laos. Weiterhin wurden ein Informations- und Erfahrungsaustausch hinsichtlich der Aufgaben, Probleme, Herausforderungen und Lösungsansätze im Bergbausektor ermöglicht. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Befahrung eines Kupfer-Gold-Bergwerks.
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Weitere Informationen zur Technischen Zusammenarbeit mit Laos
Weitere Informationen zur Laos-Bergbauberatung

Die BGR präsentierte sich mit einer Vielzahl von Exponaten, darunter ein

Team der BGR von FS SONNE zurück, 01.12.2014

Das Team der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist von der Vorstellungsfahrt des Tiefseeforschungsschiffs SONNE nach Hannover zurückgekehrt. In den norddeutschen Seehäfen Wilhelmshaven, Bremen, Hamburg, Warnemünde und zuletzt Kiel hatte SONNE die Bevölkerung eingeladen, die Technik und die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Meeresforschung kennen zu lernen. Über 20.000 hoch interessierte Gäste besuchten die SONNE in den fünf Hafenstädten.

Die BGR mit den Verantwortlichen Dr. Carsten Rühlemann (Wissenschaft) und Dr. Thomas Schubert (Öffentlichkeitarbeit) haben die deutsche Marine Rohstoffforschung vorgestellt. Die Schwerpunkte der BGR-Ausstellung waren: Manganknollen, Sulfiderze, Gashydrate (zusammen mit dem MARUM Bremen) und Geophysik. Zur Unterstützung dienten Flyer, Prospekte und Broschüren ebenso wie Exponate (Schwarzer Raucher) und das „Golden Eye“ auf dem Achterdeck.

SONNE wird nun lange Zeit nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Sie läuft am 2. Dezember Richtung Pazifik aus und probiert auf dem Weg dorthin den Tauchroboter ROV Kiel 6000 in den Gewässern der Kanarischen Inseln aus. Wir begleiten SONNE in Gedanken und wünschen allzeit gute Fahrt.
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BGR-Projektleiter Dr. Tobias El-Fahem (vorne) und ein Mitarbeiter der Lusaka Water and Sewerage Company führen die deutsche Delegation durch das BGR-Projektgebiet

BGR-Projekt Bestandteil der Verhandlungen zwischen Sambia und Deutschland, 24.11.2014

Am 18. und 19. November 2014 fanden in Lusaka (Sambia) die Regierungsverhandlungen zwischen der Republik Sambia und der Bundesrepublik Deutschland statt. Im Rahmen der Verhandlungen wurde u. a. vereinbart, dass das Thema „Water and Sanitation“ weiterhin ein Schwerpunkt in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern darstellen wird. Zum Abschluss der Regierungsverhandlungen hat die deutsche Delegation das BGR-Projekt „Grundwasserressourcen für Lusaka und ausgewählte Einzugsgebiete“ besucht und sich ausgiebig über die Aktivitäten der BGR in Sambia informiert.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Sambia

Das geologische 3D-Modell Halle (Glas-Laser-Gravur)

GEOZENTRUM präsentiert Geologie-Modelle der Superlative, 20.11.2014

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) präsentiert ab 25. November 2014 im GEOZENTRUM Hannover einige der größten Geologie-Glasmodelle der Welt in 3D. Die Ausstellung „Der gläserne Untergrund – Innovative Visualisierungstechniken in der 3D-Geologie“ hat bereits zwei Mal den Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ gewonnen. Unter Leitung von Geologie-Professor Peter Wycisk haben Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit modernsten Visualisierungstechniken Lasergravur-3D-Modelle entwickelt, die den Untergrund verschiedener Städte und Regionen sichtbar machen.

„Die Ausstellungsstücke basieren auf detaillierten digitalen geologischen Modellen. Mit ihnen verschaffen wir dem Betrachter einen gläsernen Einblick in den normalerweise verborgenen Untergrund“, so Peter Wycisk.

Das größte Modell zeigt den Untergrund der Stadt Staßfurt (Sachsen-Anhalt) mit seinem Salzsattel. Es wurde von Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und von den Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg umgesetzt. Weiterhin werden die geologischen Schichten unterhalb von Magdeburg und Halle in 3D visualisiert. Ergänzt wird die Ausstellung durch 3D-Animationen des LBEG.
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Zur Pressemitteilung Deutschlandweit einmalige Ausstellung in Hannovers: GEOZENTRUM präsentiert Geologie-Modelle der Superlative
Zum Video 3D-Ausstellung: Geologie-Modelle der Superlative

Neodym-Eisenbarren (Vordergrund) mit Dysprosiumbarren (Hintergrund) für die Fertigung von Neodym-Eisen-Bor-Magneten

Nachfrage nach schweren Seltenen Erden bricht ein, 19.11.2014

„Die Nachfrage nach schweren Seltenen Erden geht deutlich zurück“, so die Kernaussage der 10. Internationalen Seltene Erden Konferenz in der vergangenen Woche in Singapur. Grund: Der Markt für LED’s wächst viel schneller als erwartet. LED’s brauchen pro Lichtstromeinheit Lumen 15- bis 20-mal weniger Seltene Erden (SE) als konventionelle oder auch Energiesparlampen und halten zudem noch viel länger. Haupttreiber einer zuletzt auch für die Zukunft erwarteten hohen Nachfrage nach schweren SE waren Leuchtstoffe auf der Basis von Yttrium, Europium und Terbium.

Diese Ansicht einer hohen Nachfrage nach schweren SE wurde bislang weltweit vertreten. Auf einem Industrieworkshop der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) am 20. Oktober in Berlin hatte jedoch bereits der anerkannte SE-Experte Prof. Dudley Kingsnorth aus Australien auf die sinkende Nachfrage nach schweren SE für Leuchtmittel hingewiesen. Von der US-Energiebehörde wird statt starkem Wachstum jetzt ein Nachfragerückgang für SE in Leuchtstoffen bis 2030 um 65 % angenommen.

Von den bisher stets als kritisch eingestuften, weil industriell besonders wichtigen und bisher nur in China produzierten schweren SE verbleibt somit nur noch Dysprosium. Dysprosium wird für die Herstellung besonders leistungsstarker Neodym-Eisen-Bor-(NdFeB-)Magnete in Hochtemperaturanwendungen benötigt. Beispiele aus dem Bereich „Grüne Technologien“ sind getriebelose, dadurch wartungsärmere Windkraftanlagen oder auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Aber auch in vielen anderen Bereichen der deutschen Automobil- und Maschinenbauindustrie sind NdFeB-Magnete mit Dysprosiumzusatz im Einsatz.
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Zur Pressemitteilung LED’s setzen sich durch: Nachfrage nach schweren Seltenen Erden bricht ein

Die Expertengruppe vom Bund/Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO)

Geologie-Experten beraten über INSPIRE-Standards, 17.11.2014

Zum Abschluss der Arbeiten an den INSPIRE-Datenspezifikationen trifft sich die Expertengruppe vom Bund/Länder-Ausschuss Bodenforschung (BLA-GEO) heute und morgen (17.-18.11. 2014) in der BGR zu einem Workshop. Die Gruppe wurde 2010 gegründet, um den nationalen INSPIRE-Abstimmungsprozess hinsichtlich der Definition der geowissenschaftlich relevanten Datenspezifikationen seitens der BGR und der Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer fachlich zu begleiten. Dies betrifft die fünf Geologie-relevanten Spezifikationen Geologie, Boden, Gebiete mit naturbedingten Risiken, Mineralische Bodenschätze und Energiequellen. Im Abschlussworkshop stellen die Experten nun die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und geben einen Ausblick auf den weiteren INSPIRE-Prozess. Im Rahmen des Prozesses zur Umsetzung der EU-INSPIRE-Richtlinie werden geowissenschaftliche Fachdaten digital erfasst und sollen nach einheitlichen EU-Standards umgesetzt und über Gemeinschaftsportale verfügbar gemacht werden.
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Schon beim Aufbau der Ausstellung herrschte großes Interesse am „Golden Eye“ der BGR

BGR präsentiert sich bei Open-Ship-Event in Wilhelmshaven, 17.11.2014

Das neue Forschungsschiff SONNE ist heute in Wilhelmshaven offiziell an die Wissenschaft übergeben wurden. Beim anschließenden Open-Ship-Event präsentierte sich auch die BGR mit einer Ausstellung an Bord des modernsten deutschen Forschungsschiffes. Zu sehen waren echte Manganknollen, ein „Schwarzer Raucher“ oder eine Eisen-Mangan-Kruste. Noch bis Ende November stellt sich die SONNE mit der BGR-Ausstellung der breiten Öffentlichkeit in Wilhelmshaven (17.11.), Bremen (18./19.11.), Hamburg (20. bis 22.11.), Rostock-Warnemünde (25.11.) und Kiel (27./28.11.) vor.

Die neue SONNE ersetzt das bisherige Forschungsschiff gleichen Namens. Es steht allen meereswissenschaftlichen Disziplinen zur Verfügung und wird vorwiegend im Pazifik und im Indischen Ozean zum Einsatz kommen. Zu den zukünftigen wissenschaftlichen Herausforderungen zählt, neben angewandten Forschungsthemen in Hinblick auf den Klimawandel, den Schutz der Ökosysteme in den Meeren, der Nutzung von Meeresressourcen, auch die Grundlagenforschung.
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Zur Pressemitteilung BGR lädt zu Open-Ship-Days auf der neuen SONNE ein: „Schwarze Raucher“ aus der Tiefsee zum Anfassen
Zum Video TFS SONNE - Das Golden Eye

Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Staatssekretär Matthias Machnig, Dr. Peter Buchholz und Dr.Volker Steinbach (v.l.)

Staatssekretär Machnig besuchte DERA, 14.11.2014

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), besuchte am Donnerstag (13. November 2014) die DERA im BGR-Dienstbereich Berlin. BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel begrüßte den Gast. Gemeinsam mit dem zuständigen BGR-Abteilungsleiter Dr. Volker Steinbach und DERA-Leiter Dr. Peter Buchholz informierte er den Staatssekretär über aktuelle Aufgaben der DERA. Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt die DERA die deutsche Industrie gezielt bei der Sicherung ihrer Rohstoffversorgung. Grundlage dafür sind eine neutrale Bewertung von Preis- und Lieferrisiken in den Rohstoffmärkten sowie individuelle Recherchen. Hierzu nutzt die DERA die Ergebnisse zahlreicher Rohstoff-Forschungsarbeiten sowie die einzigartige Rohstoffdatenbanken der BGR. Besonders interessiert zeigte sich der Staatssekretär am jüngsten DERA-Projekt. Zurzeit baut die DERA im Auftrag der Bundesregierung ein Rohstoffmonitoring auf. Ziel ist es, der Wirtschaft und der Politik regelmäßig Informationen über Angebots- und Nachfragetrends für primäre mineralische Rohstoffe und Zwischenprodukte der ersten Wertschöpfungsstufen bereitzustellen. Auf diese Weise sollen kritische Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten frühzeitig erkannt werden. Eine Veranstaltung zum DERA-Rohstoffmonitoring findet am 11. Dezember 2014 in Berlin statt.
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BGR-Publikation in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology

BGR-Publikation zu Silbernanopartikeln in Böden, 13.11.2014

Die BGR hat in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover (LUH) die Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden untersucht. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht. Das Projekt war Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundvorhabens UMSICHT, an dem insgesamt 16 Partner aus Forschung, Industrie und Behörden mitarbeiteten. Ziel war es, grundlegende Informationen zur Mobilität und der Auswirkung von Silbernanopartikeln in Böden zu erfassen.

Nanopartikuläres Silber befindet sich aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung in Hygieneartikeln, Kleidung und medizinischen Produkten. Über den Abwasserpfad wird es größtenteils im Klärschlamm abgeschieden. Hauptaufgabe der BGR im Rahmen des Forschungsvorhabens war die Charakterisierung einer kurz-, mittel- und langfristigen Freisetzung von Silbernanopartikeln aus Böden und Boden-Klärschlamm-Gemischen. Die Ergebnisse des BGR-Teilprojektes zur kurzfristigen Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden geben Hinweise darauf, dass das Potenzial zur Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden mit niedrigen Tongehalten und leicht sauren pH-Werten am höchsten ist. Die BGR-Publikation ist online abrufbar.
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BGR-Publikation "Retention of Sterically and Electrosterically Stabilized Silver Nanoparticles in Soils"

Tiefseeforschungsschiff (TFS) SONNE auf der Erprobungsfahrt in der Nordsee im Oktober 2014

BGR lädt zu Open-Ship-Days auf der neuen SONNE ein, 13.11.2014

Wer einmal eine echte Manganknolle, einen „Schwarzen Raucher“ oder eine Eisen-Mangan-Kruste aus der Tiefsee berühren möchte, der sollte die Open-Ship-Days vom 17. bis 28. November 2014 nicht verpassen. Während dieses Zeitraums präsentiert sich das neue deutsche Forschungsschiff SONNE der breiten Öffentlichkeit in Wilhelmshaven (17.11.), Bremen (18./19.11.), Hamburg (20.–22.11.), Rostock-Warnemünde (25.11.) und Kiel (27./28.11.).

Mit an Bord der SONNE sind Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Besucher über die Marine Rohstoffforschung informieren. Sie erklären im Rahmen ihrer Ausstellung auf dem Schiff, wie seismische Messsysteme funktionieren, was Massivsulfide sind oder wie Methanhydrate in bis zu 4.000 m Wassertiefe entstehen. Die BGR-Experten zeigen verschiedene Exponate wie das neu entwickelte „Golden Eye“, ein Multifunktionssystem zur Aufspürung von Erzvorkommen im Meer.

Die neue SONNE ersetzt das bisherige Forschungsschiff gleichen Namens. Es steht allen meereswissenschaftlichen Disziplinen zur Verfügung und wird vorwiegend im Pazifik und im Indischen Ozean zum Einsatz kommen. Zu den zukünftigen wissenschaftlichen Herausforderungen zählt, neben angewandten Forschungsthemen in Hinblick auf den Klimawandel, den Schutz der Ökosysteme in den Meeren, der Nutzung von Meeresressourcen, auch die Grundlagenforschung.
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Zur Pressemitteilung BGR lädt zu Open-Ship-Days auf der neuen SONNE ein: „Schwarze Raucher“ aus der Tiefsee zum Anfassen

BGR-Hubschrauber

BGR misst mit Hubschrauber natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche, 06.11.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt in der Zeit vom 10. bis 13. November 2014 mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge in der Uckermark nordwestlich von Prenzlau durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer flächig die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium im Boden erfasst. Die Ergebnisse werden anschließend mit Daten der Fernerkundung, direkt am Boden ermittelten geophysikalischen Daten sowie Bodenproben abgeglichen und wissenschaftlich eingeordnet.

Das Befliegungsprojekt der BGR wird durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg sowie durch die Universität Bonn unterstützt. Die Wissenschaftler untersuchen im Einzugsgebiet des Quillow, einem Nebenfuss der Ucker, skalenübergreifend Strukturen, Prozesse und Funktionen in Böden. Mit Hilfe der natürlichen Radioaktivität sollen Tongehalt und weitere Bodeneigenschaften in der Jungmoränenlandschaft bestimmt werden.
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Zur Pressemitteilung BGR misst mit Hubschrauber natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche

Bodenschatzkarte

Neuer Newsletter, 03.11.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 05/2014 ist erschienen.

Aufgerichteter Bohrturm auf LKW im Einsatz

BGR-Forschungsbohrung in Frielingen, 30.10.2014

Im Auftrag der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird ab 3. November 2014 in Frielingen bei Garbsen (Region Hannover) eine Forschungsbohrung abgeteuft.

Mit der von einem Unternehmen durchgeführten Bohrung verschafft sich die BGR neue Informationen über den Aufbau und die Struktur des Untergrundes im Raum Garbsen. Die Arbeiten sind Teil eines Forschungsprogramms, bei dem die BGR die aus Festgestein aufgebauten Schichten der Kreidezeit erkundet. Es wird untersucht, aus welchem Material diese verschiedenen Schichten bestehen, welches exakte geologische Alter sie haben und wie groß ihre flächenhafte Verbreitung im Untergrund ist. Gesammelt werden geologische Grundlagendaten.
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Zur Pressemitteilung BGR-Forschungsbohrung in Frielingen

BGR-Hubschrauber mit Aeroradar-Messsystem

BGR testet weiterentwickeltes Aeroradar-Messsystem, 30.10.2014

Die BGR testet vom 4. bis 6. November 2014 gemeinsam mit der Firma RST GmbH in der Gemeinde Wedemark zwei Georadar-Messsysteme. Dabei kommt der BGR-Hubschrauber D-HBGR vom Typ Sikorsky S-76B zum Einsatz. Ausgangspunkt ist der Heeresflugplatz Celle. Der Hubschrauber fliegt in einer Höhe von etwa 50 Meter. Unter ihm befindet sich in rund 35 Meter Höhe jeweils ein bis zu 9 x 4 x 1,8 Meter großes Metallgestell, das die Funktion einer Antenne hat.

Die Wissenschaftler haben in den vergangenen Monaten eines der beiden Aeroradar-Systeme technisch weiterentwickelt und wollen nun prüfen, wie sich die Änderungen auf die Datenqualität auswirken und wie gut sich die Geräte bei der Untersuchung von Sand, Kies und Grundwasser bewähren. Die beiden von der BGR eingesetzten Aeroradar-Systeme sind weltweit einmalig.
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Zur Pressemitteilung BGR testet weiterentwickeltes Aeroradar-Messsystem

Der Schutz der Inspektoren bei einer Vor-Ort-Inspektion hat höchste Priorität und wird immer wieder trainiert. Spezielle Kleidung wird zum Schutz vor möglichen Gefahren durch radioaktive Substanzen im Inspektionsgebiet eingesetzt

Übung für den Ernstfall in Jordanien mit BGR-Experten, 29.10.2014

Vom 5. November bis zum 9. Dezember 2014 wird in Jordanien mit einer großen Feldübung (IFE14 – Integrated Field Exercise 2014) der Ernstfall nach einer möglichen Verletzung des Kernwaffenteststoppvertrages (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) geprobt. An der so genannten Vor-Ort-Inspektion (OSI - On-Site Inspection) mit internationaler Beteiligung nehmen auch zwei Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) teil.

Der Kernwaffenteststoppvertrag sieht die Vor-Ort-Inspektion als letztes Mittel vor, falls ein verdächtiges Ereignis wie ein möglicher heimlicher Atomtest mit Hilfe des Überwachungssystems (IMS – International Monitoring System) nicht eindeutig als eine Vertragsverletzung identifiziert werden kann. In dieser Situation hat ein Team von maximal 40 Wissenschaftlern die Aufgabe, mit Hilfe verschiedener Messungen und Untersuchungen vor Ort Indizien zu sammeln. Die Inspektoren liefern die Grundlage für die Entscheidung, ob tatsächlich eine Vertragsverletzung vorliegt.
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Zur Pressemitteilung Übung für den Ernstfall in Jordanien mit BGR-Experten

Eröffnungsveranstaltung der Jahreskonferenz des CCOP in Kokopo, Papua-Neuguinea (von links): Simon Painap, Franca Schwarz, Byron Chan, Eikichi Tsukuda, Shadrach Himata und Adichat Surinkum

BGR-Fachbereichsleiterin erneut Vorsitzende des CCOP-Beirats, 28.10.2014

Bei der letzten Sitzung der geologischen Dienste von Ost- und Südost-Asien (Coordinating Committee for Geoscience in East and Southeast Asia, CCOP) wurde Franca Schwarz im Vorsitz des Beratergremiums/Kuratoriums (Advisory Group) bestätigt. Das Beratergremium besteht aus 15 kooperierenden Staaten (u. a. Australien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und USA), 13 kooperierenden Organisationen (u.a. ESCAP, IUGS, UNEP und Weltbank) sowie einigen Beratern ehrenhalber. Mitglieder von CCOP sind u. a. China, Indonesien, Japan, Philippinen, Süd-Korea und Thailand. Die Mitglieds-Staaten tauschen sich in regelmäßigen Sitzungen über gemeinsame Programme sowie gemeinsame Strategien für die Region aus. Darüber hinaus werden zunehmend gemeinsame Projekte von aktuellem Interesse durchgeführt, was das Zusammenwachsen der Staaten in geologischen Themen verstärkt. Die Jahrestreffen finden abwechselnd in den Mitgliedsstaaten statt, dieses Jahr in Papua-Neuguinea. Die BGR führt in der Region verschiedene Projekte im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit durch (z. B. in Indonesien, Laos und Vietnam) und hat ein Memorandum of Understanding mit China und Süd-Korea.
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Pablo Hess (Präsident AHK Chile), Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Präsident Fraunhofer Gesellschaft), Michelle Bachelet (Staatspräsidentin der Republik Chile), Dr. Volker Treier (Direktor des DIHK)

Investitionschancen im chilenischen Bergbau, 27.10.2014

Am 27. Oktober fand das dritte Deutsch-Chilenische Forum für Bergbau und Mineralische Rohstoffe im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Während des Forums stellten Experten wie der Präsident des chilenischen Bergbauverbandes SONAMI, der Vizepräsident der chilenischen Wirtschaftsförderung CORFO und der Vizepräsident des chilenischen Investment Komitees konkrete Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Chiles Bergbausektor vor.

Zwischen Deutschland und Chile bestehen seit vielen Jahren exzellente Handelsbeziehungen. Deutsche Unternehmen positionieren sich dabei erfolgreich als „Weltklasse-Zulieferer“ für den chilenischen Bergbau. Dieser ist jedoch nicht nur als Absatzmarkt für Deutschland von Relevanz, sondern zeichnet sich aufgrund seiner Vorkommen auch als zentraler Rohstofflieferant für die deutsche Industrie aus. Im Jahr 2013 wurde deshalb auf höchster Regierungsebene beschlossen, die deutsch-chilenischen Beziehungen im Bereich Bergbau und mineralische Rohstoffe auf eine strategische Ebene zu heben und über kommerzielle Zielsetzungen beider Länder hinaus auch an anderen Themen von beiderseitigem Interesse zu arbeiten. Für den regelmäßigen Austausch hierzu wurde das Deutsch-Chilenische Forum für Bergbau und Rohstoffe als jährlich stattfindende bilaterale Plattform einberufen.

Vorbereitet und organisiert wurde das Forum, an dem hochkarätige Mitglieder der chilenischen Regierung teilnahmen, von der AHK Chile in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Eröffnet wurde das Rohstoffforum von Matthias Machnig, Staatssekretär im BMWi, und der chilenischen Bergbauministerin Aurora Williams.
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Weitere informationen zur Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer

Kupferreiche Metallsulfide im Indik

Forscher erschnüffeln metallische Rohstoffe in der Tiefsee, 20.10.2014

Mit einem eigens entwickelten Sensorschlitten wollen Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Indischen Ozean metallische Rohstoffe (marine Massivsulfide) am Meeresboden erschnüffeln. Dazu starten die BGR-Experten am 31. Oktober im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) von Mauritius aus zu einer 40-tägigen Schiffsexpedition in das deutsche Lizenzgebiet südlich der Insel Rodriguez.

Bei der Expedition mit dem niederländischen Forschungsschiff PELAGIA konzentrieren sich die Wissenschaftler im 10.000 km2 Quadratkilometer großen Lizenzgebiet auf bisher nicht untersuchte Bereiche des Meeresbodens. „Bei unserer Suche nach marinen metallischen Rohstoffen setzen wir in einer Tiefe von 2.400 bis 3.500 Meter einen etwa 2 Meter langen Schlitten aus Stahlrohr ein, der mit hochempfindlichen chemo-physikalischen Sensoren ausgestattet ist. Diese Detektoren können bereits in der Wassersäule heiße metallreiche Lösungen quasi erschnüffeln“, erklärt BGR-Fahrtleiter Dr. Ulrich Schwarz-Schampera. Die Lösungen treten an so genannten „Schwarzen Rauchern“ aus. Das sind aktive heiße Quellen am Meeresboden, in deren Nähe sich auch inaktive Sulfidvorkommen befinden.
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Zur Pressemitteilung Forscher erschnüffeln metallische Rohstoffe in der Tiefsee

Die Wiener Diplomaten informierten sich auf dem Sulzberg ausführlich über die BGR-Anlage

Wiener Diplomaten informieren sich über Atomtest-Überwachung, 17.10.2014

Botschafter und Repräsentanten von Ständigen Vertretungen der Staaten in Wien informierten sich am 15. Oktober 2014 über die von der BGR im Bayerischen Wald betriebenen Stationen zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT). Im Mittelpunkt standen dabei die seismische Station PS19 und die Infraschallstation IS26. Die beiden Messstationen auf dem Sulzberg sind Teil des Netzwerks aus 321 Messstationen (IMS), mit dem die internationale Kernwaffenteststopp-Behörde (CTBTO) die Einhaltung des Kernwaffenteststopps überwacht. PS19 ist die empfindlichste seismische Messstation des IMS in Europa. Sie registrierte u. a. den im Februar 2013 von Nordkorea durchgeführten Atomtest. Die IS26 hingegen war die erste Infraschallstation des IMS, mit der unhörbare Schallwellen im extremen Niederfrequenzbereich in der Atmosphäre aufgezeichnet werden konnten. Sie registrierte im Februar 2013 die Explosion des Meteoriten über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Der Besuch der Messeinrichtungen wurde gemeinsam von der CTBTO, der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland beim Büro der Vereinten Nationen und bei anderen internationalen Organisationen in Wien und der BGR organisiert. An der Veranstaltung nahmen u.a. der deutsche und der nigerianische Botschafter sowie die Botschafterinnen Großbritanniens und Österreichs teil. Der deutsche Botschafter Scharinger dankte der BGR für die sehr interessante und informative Veranstaltung und hob die Professionalität hervor, mit der die Stationen betrieben werden.
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Film über die Stationen

LIAG-Direktor Prof. Dr. Ugur Yaramanci im Gespräch mit Tagungsteilnehmern

7. Norddeutsche Geothermietagung eröffnet, 15.10.2014

Das GEOZENTRUM Hannover ist für zwei Tage Mittelpunkt der norddeutschen Geothermie-Branche. Prof. Dr. Ugur Yaramanci, Direktor des Leibniz Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG), eröffnete heute die 7. Norddeutsche Geothermietagung „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. 150 Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutieren auf der Tagung aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der oberflächennahen und tiefen Geothermie.

Im Mittelpunkt stehen aktuelle Projektpläne, Betriebserfahrungen aus bestehenden Anlagen, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie innovative Anwendungsmöglichkeiten und Technologien. Die Veranstaltung wird von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) sowie hannoverimpuls und Enerchange organisiert.
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Allgemeine Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zur Pressemitteilung Geothermie-Branche stellt aktuelle Entwicklungen vor
Zum Video 7. Norddeutsche Geothermietagung im GeoChannel

Delegation aus dem Außenministerium der DR Kongo zu Gast bei der BGR

BGR empfängt Delegation aus der Demokratischen Republik Kongo, 13.10.2014

Im Rahmen einer Studienreise informierte sich jetzt eine Delegation aus dem Außenministerium der DR Kongo über das Leistungsspektrum der BGR und die laufenden Kooperationsprojekte in Afrika. Im Zentrum standen dabei die aktuellen TZ-Vorhaben der BGR in der DR Kongo und in der Region der Großen Seen. Nach einer Diskussion der entwicklungspolitischen und technischen Ansätze zur Zertifizierung sogenannter „Konfliktrohstoffe“ wie Coltan, Kassiterit, Wolframit und Gold informierten sich die Delegationsteilnehmer in den Laboren der BGR detailliert über die Grundlagen und die Umsetzung des analytischen Herkunftsnachweises für mineralische Rohstoffe.

Die Delegation unter Leitung des Generalsekretärs für Internationale Zusammenarbeit der DR Kongo nutzte den Besuch auch, um sich über die Expertise der BGR in weiteren, für die Technische Zusammenarbeit relevanten Themenfeldern wie etwa Geothermie, Georisiken und Grundwasserschutz zu informieren.
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Weitere Informationen über das aktuelle BGR-Vorhaben in der DR Kongo
Weitere Informationen über das aktuelle BGR-Vorhaben in der Region der Großen Seen

BGR-Hubschrauber

BGR kartiert Süß-und Salzwasserverteilung aus der Luft, 13.10.2014

Die BGR führt vom 13. bis 24. Oktober 2014 in der Provinz Zeeland, im südwestlichen Bereich der Niederlande, aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von etwa 80 Metern.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Die elektromagnetischen Messdaten geben Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z. B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.
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Zur Pressemitteilung BGR kartiert Süß-/Salzwasserverteilung aus der Luft

Teilnehmer der Veranstaltung über Trinkwasserschutz in Jordanien

BGR informiert mit jordanischem Wasserministerium über Trinkwasserschutz, 09.10.2014

Die BGR und das jordanische Wasserministerium haben jetzt gemeinsam Entscheidungsträger des Gouvernorat Ajloun (Jordanien) über Maßnahmen zum Trinkwasserschutz in der Region informiert. Mitarbeiter aller Stadtverwaltungen, Imame, Polizeidienststellenleiter und interessierte Bürger nahmen an der Veranstaltung teil. Sie wurde vom Leiter des BGR-Projektes „Wasseraspekte in der Landnutzungsplanung“, dem Staatssekretär des Wasserministeriums und dem Leiter des lokalen Wasserversorgers durchgeführt. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des jordanischen Ministers für Wasser und Bewässerung und des Gouverneurs von Ajloun.
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Weitere Informationen zur Internationalen Zusammenarbeit mit Jordanien

Zentralstation der GERES-Messanlage auf dem Sulzberg

Wiener Diplomaten besichtigen Messstationen im Bayerischen Wald, 08.10.2014

Rund vierzig Botschafter und Repräsentanten von Ständigen Vertretungen der Staaten bei internationalen Organisationen in Wien sowie der internationalen Kernwaffenteststopp-Behörde (CTBTO) in Wien besichtigen am 15. Oktober 2014 die von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Bayerischen Wald betriebenen Stationen zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststoppabkommens (CTBT).

Die in der Gemeinde Haidmühle (Landkreis Freyung-Grafenau, Regierungsbezirk Niederbayern) gelegene BGR-Anlage GERES umfasst die seismische Station PS19 und die Infraschallstation IS26. Die beiden Messstationen im Bayerischen Wald sind Teil des Netzwerks aus 321 Messstationen (IMS), mit dem die CTBTO die Einhaltung des Kernwaffenteststopps überwacht. PS19 ist die empfindlichste seismische Messstation des IMS in Europa. Sie registrierte u. a. den im Februar 2013 von Nordkorea durchgeführten Atomtest. Die IS26 hingegen war die erste Infraschallstation des IMS, mit der unhörbare Schallwellen im extremen Niederfrequenzbereich in der Atmosphäre aufgezeichnet werden können. So registrierte sie im Februar 2013 die Explosion des Meteoriten über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Die dadurch hervorgerufenen Schallwellen umrundeten die gesamte Erde und konnten daher auch von der Infraschallstation IS27 nachgewiesen werden. Diese Station wird von der BGR in der Antarktis betrieben. Der BGR wurde nach Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum Kernwaffenteststoppabkommen im Jahre 1996 die Funktion des nationalen Datenzentrums (NDC) innerhalb des internationalen Verifikationssystems übertragen.
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Zur Pressemitteilung Wiener Diplomaten besichtigen Messstationen im Bayerischen Wald

Videos zu den Stationen:
http://www.ctbto.org/videos#play/B7TxFKyW35M
http://www.ctbto.org/verification-regime/featured-stations/types/infrasound/is26-freyung-germany/

7. Norddeutsche Geothermietagung 15.-16. Oktober 2014

Geothermie-Branche stellt aktuelle Entwicklungen vor, 07.10.2014

Das GEOZENTRUM Hannover ist am 15. und 16. Oktober 2014 Mittelpunkt der norddeutschen Geothermie-Branche. An diesen beiden Tagen treffen sich ca. 150 Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um sich auf der 7. Norddeutschen Geothermietagung „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“ über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der oberflächennahen und tiefen Geothermie auszutauschen. Dazu zählen aktuelle Projektpläne, Betriebserfahrungen aus bestehenden Anlagen, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie innovative Anwendungsmöglichkeiten und Technologien.

Die Veranstaltung wird von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), hannoverimpuls und Enerchange organisiert.
Allgemeine Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zur Pressemitteilung Geothermie-Branche stellt aktuelle Entwicklungen vor

Die BGR hat das

BGR setzt erstmals “Golden Eye” ein, 02.10.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt auf der Probefahrt des neuen Forschungsschiffes SONNE in der Nordsee erstmals das „Golden Eye“ erfolgreich getestet. Bei dem „Golden Eye“ handelt es sich um ein neues und weltweit einmaliges Multifunktionsmesssystem, dass die BGR in Zukunft zur Aufsuchung mariner Massivsulfid-Lagerstätten im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean einsetzen wird.

Namensgeber des „Golden Eye“ ist der leuchtend-gelbe aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigte Geräteträger. Er beherbergt das elektromagnetische Spulensystem, mit dem die Erzvorkommen aufgrund ihrer hohen elektrischen Leitfähigkeit aufgespürt werden können. Die Riesenspule hat einen Durchmesser von 3,5 Metern und ist mit Licht, Kameras und weiterer Sensorik ausgestattet, um den Meeresboden abzusuchen und die Leitfähigkeit der oberen Gesteinsschichten zu messen. Mit dieser Kombination verschiedener Messsysteme können unter dem Meeresboden verborgene Rohstoffvorkommen mit einer hohen Präzision untersucht werden.
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Zur Pressemitteilung BGR setzt erstmals “Golden Eye” ein
Zum Video TFS SONNE - Das Golden Eye

Aerogeophysik-Messgebiete der BGR an der Nordsee

Hubschrauber-Messkampagne an der Nordsee, 30.09.2014

Die BGR führt morgen (01. Oktober 2014) an der Nordseeküste über den Ostfriesischen Inseln Baltrum und Langeoog sowie südlich vom Jadebusen aerogeophysikalische Messflüge durch. Dabei wird eine 10 Meter lange Elektromagnetik-Sonde eingesetzt, die vom BGR-Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ an einem Kabel in 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt wird. Mit der Flugsonde kartieren die Geowissenschaftler den Untergrund – insbesondere die Süß- und Salzwasservorkommen – bis in eine Tiefe von 100 Metern und messen das Geomagnetfeld sowie die Oberflächenstrahlung der Erde.

Der BGR-Hubschrauber und die Elektromagnetik-Sonde sind dafür mit speziellen Sende- und Empfangssystemen ausgestattet. Ein Magnetometer in der Sonde nimmt Daten auf, die Aufschluss über die geologische Struktur des Geländes geben, ein Gammastrahlenspek­trometer erfasst die Deckschichtbeschaffenheit und ein Laser-Höhenmesser bestimmt die Topographie unter der Flugstrecke. Zudem geben die elektromagnetischen Messdaten Aufschluss über die Leitfähigkeitsstruktur im Untergrund. So können z.B. Trink-, Brack- und Salzwasser aufgrund der verschiedenen Leitfähigkeiten unterschieden werden. Insgesamt dienen die erfassten Daten der Erkundung des Bodens, der Grundwasserleiter und der natürlichen Versalzungsstrukturen.

Die Befliegung über den Ostfriesischen Inseln und südlich vom Jadebusen ist Teil des D-AERO-Projektes der BGR, das vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) im GEOZENTRUM Hannover begleitet wird. Es fanden bereits zwischen 1985 und 2010 sowie im Mai 2014 Messflüge an der Nordsee statt (Karte).
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Staatssekretär Silberhorn (Foto Mitte) informierte sich im Labor über die Methode des chemisch-mineralogischen Fingerprints.

Staatssekretär Silberhorn besuchte BGR, 30.09.2014

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, informierte sich heute (30.09.2014) bei einem Besuch im GEOZENTRUM Hannover über Aufgaben und Arbeit der BGR. Nach der Begrüßung durch den Vertreter des Präsidenten, Dr. Michael Kosinowski, gab die zuständige Fachbereichsleiterin, Franca Schwarz, dem Staatssekretär einen Überblick über zentrale BGR-Projekte in der Internationalen Zusammenarbeit. Bei einem Rundgang durch das Haus ließ sich der Staatssekretär im Labor den chemisch-mineralogischen "Fingerprint“ erklären, den die BGR als Herkunftsnachweis für mineralische Rohstoffe entwickelt hat. Er dient als Kontrollinstrument, um in Zentral- und Ostafrika ein Zertifizierungssystem für legal abgebaute und gehandelte Rohstoffe wie Kassiterit, Coltan, Wolframit und Gold einzuführen. Zum Abschluss seines Besuchs besichtigte der Staatssekretär das Seismologische Zentralobservatorium. Von dort aus überwacht die BGR für die Bundesrepublik Deutschland die Einhaltung des Internationalen Kernwaffenteststoppabkommens.
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Mitarbeiter der DERA mit der dänischen Delegation in Berlin

Hochrangige dänische Delegation zu Gast bei der DERA, 30.09.2014

Für die Zukunftssicherung der Industriestandorte Deutschland und Dänemark, insbesondere beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien, ist die sichere und nachhaltige Versorgung mit mineralischen Rohstoffen eine unabdingbare Voraussetzung. Vor diesem Hintergrund ist eine präzise Analyse der globalen Rohstoffmärkte und der Rohstoffpotenziale eine entscheidende Voraussetzung für die Beratung der Wirtschaft.

Dies war Anlass des Besuches der dänischen Delegation des Ministeriums für Klima, Energie und Bau (Ministry of Climate, Energy and Buildings) unter Leitung von Staatssekretär T. Egebo und des Präsidenten des Dänischen Geologischen Dienstes (The Geological Survey of Denmark and Greenland-GEUS) J. Fredericia an der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Berlin am 29. September 2014.

Die Delegation informierte sich intensiv über das Leistungsspektrum der DERA, insbesondere bei der Rohstoffrisikobewertung und der praktischen Beratung für Wirtschaft und Politik.

Im Gegenzug informierte der geologische Dienst Dänemarks (GEUS), der auch für Grönland verantwortlich ist, über seine Beratungsleistungen sowie über die Untersuchungen und Bewertungen der Rohstoffpotenziale Grönlands. Grönland ist besonders reich an Gold, Platin, Palladium, Seltenen Erden, Strontium und Uran. Weitere Informationen zum Rohstoffpotenzial Grönlands finden Sie bei der BGR in den „Commodity Top News Nr. 41 – Das mineralische Rohstoffpotenzial der Arktis“ und den „DERA Rohstoffinformationen Nr. 1 – Das mineralische Rohstoffpotenzial Grönlands“ sowie auf den Internetseiten der GEUS.
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Commodity Top News Nr. 41 (2014): Das mineralische Rohstoffpotenzial der Arktis
DERA Rohstoffinformationen Nr. 1 – Das mineralische Rohstoffpotenzial Grönlands
Geological Survey of Denmark and Greenland - GEUS

7. Norddeutsche Geothermietagung 15.-16. Oktober 2014

Geothermietagung – Anmeldung noch möglich, 24.09.2014

Vom 15. bis 16. Oktober 2014 findet im GEOZENTRUM Hannover die 7. Norddeutsche Geothermietagung statt. Das Thema der Veranstaltung lautet „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. Interessierte können sich noch bis 05. Oktober 2014 unter folgendem Link direkt anmelden: http://www.norddeutsche-geothermietagung.de/tagung-2014-anmeldung.

Die Norddeutsche Geothermietagung bietet ein breites Spektrum an Themen rund um die oberflächennahe und tiefe Erdwärme-Nutzung in Norddeutschland. Auch in diesem Jahr erwartet die Teilnehmer wieder ein vielfältiges Tagungsprogramm, das an zwei Tagen von den aktuellen politischen Rahmenbedingungen über praxisrelevante Forschungsergebnisse und Innovationen bis hin zu Betriebserfahrungen reicht. Veranstalter sind die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), hannoverimpuls und Enerchange.
Allgemeine Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
Zum Veranstaltungsprogramm

Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel (re.) begrüßt den mongolischen Botschafter

Mongolischer Botschafter besucht BGR, 15.09.2014

Am 15.09.2014 besuchte der Botschafter der Mongolei, Tsolmon Bolor, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. Er würdigte im Gespräch mit BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel die über 50-jährige Zusammenarbeit mit der Mongolei im Geo-Sektor. Derzeit berät die BGR die Behörden für Bergaufsicht und Mineralische Rohstoffe sowie das geologische Zentrallabor der Mongolei. In den deutsch-mongolischen Beziehungen ist die 2011 geschlossene Rohstoffpartnerschaft und das vor kurzem in Ulan Bator eröffnete deutsch-mongolische Institut für Rohstoffe und Technologie von besonderer Bedeutung.
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Wasserholen in Burundi

Grundwasserschutz in Burundi, 15.09.2014

Der Präsident der Republik Burundi, Pierre Nkurunziza, unterzeichnete kürzlich ein Dekret zur Einrichtung von Schutzzonen für öffentliche Trinkwasserentnahmestellen. Mit Inkrafttreten des Dekrets besteht für die burundischen Wasserversorger nun die gesetzliche Pflicht, ihre Trinkwasserentnahmestellen innerhalb der nächsten fünf Jahre durch die Einrichtung von Schutzzonen vor Verunreinigungen zu schützen. Das BGR-Vorhaben „Management und Schutz von Grundwasserressourcen in Burundi“ war im Rahmen der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich an der Formulierung des Dekrets beteiligt. Ein innerhalb dieses Projektes erstellter technischer Leitfaden zur Einrichtung von Trinkwasserschutzzonen wurde in den Gesetzestext integriert.

In einigen Gebieten Burundis sind bis zu 50% der öffentlichen Trinkwasserentnahmestellen bakteriell belastet. Die Schutzzonen werden zu einer wesentlichen und dauerhaften Verbesserung der Trinkwasserqualität führen. Die BGR unterstützt zusammen mit anderen Partnern innerhalb der Deutschen Kooperation die Wasserversorger bei der Einrichtung der Schutzzonen. Die Verbesserung des Wasserressourcenschutzes ist eines der Ziele der seit 2011 laufenden Technischen Zusammenarbeit der BGR im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weitere Schwerpunkte sind die Nutzbarmachung der Grundwasserressourcen und die Aus- und Fortbildung von Partnerfachkräften.
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Zum BGR-Projekt

Der BGR-Hubschrauber im Einsatz

BGR misst natürliche Radioaktivität über Ackerflächen, 15.09.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt am 16. und 17. September 2014 mit ihrem Hubschrauber „Sikorsky S-76B“ geophysikalische Messflüge bei Münster, Bonn (Nordrhein-Westfalen) und Speyer (Rheinland-Pfalz) durch. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer flächig die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen (Aeroradiometrie). Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium in den Gesteinen im Boden erfasst. Die Ergebnisse werden anschließend mit direkt am Boden ermittelten Daten der Universität Bonn verglichen und in Form von Karten dargestellt.
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Dr. Rolf Muff und Dombon Uriintuya nach der Unterzeichnung des Durchführungsvertrages

Vertrag für BGR-Projekt in der Mongolei unterzeichnet, 10.09.2014

Der BGR-Projektleiter Dr. Rolf Muff und die vorübergehende Leiterin der mongolischen Behörde für mineralische Rohstoffe (MRAM), Dombon Uriintuya, haben jetzt den Durchführungsvertrag für das gemeinsame Projekt „Rohstoffwirtschaftliche Kapazitätenförderung der Mineral Resources Authority of Mongolia“ unterzeichnet. Im Rahmen des Projektes werden rohstoffwirtschaftliche Studien ausgewählter mineralischer Rohstoffe mit den Schwerpunkten Exploration, Abbau, Absatzmärkte und Weiterverarbeitung erstellt. Die Studien sowie weitere aufbereitete Fachinformationen werden dann dem privaten und staatlichen mineralischen Rohstoffsektor der Mongolei zur Verfügung gestellt. Sie sollen so zu einer Erhöhung der Investitionen im Bergbau beitragen. Das Projekt wird im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit 1,6 Millionen Euro unterstützt.
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Zusammenarbeit mit der Mongolei

Das Foschungsschiff SONNE wird getauft

BGR führt erste Tests mit der neuen SONNE durch, 09.09.2014

Das neue Forschungsschiff (FS) SONNE hat am 07. September den Hafen von Emden verlassen, um in der Britischen Nordsee erstmals seine technisch-wissenschaftlichen Einrichtungen zu testen. Mit an Bord sind 19 Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Sie werden die hochmoderne BGR-Technik an die Vorrichtungen an Bord anpassen, damit künftige BGR-Einsätze mit dem neuen Forschungsschiff – wie im Baukonzept geplant – reibungslos ablaufen können.

An der zweiwöchigen Fahrt nehmen auch sechs Wissenschaftler vom Heimatinstitut des neuen FS SONNE, dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, teil. Die BGR und ICBM-Wissenschaftler testen u. a. die Loteinrichtungen und Strömungsmesser sowie Verfahren zur hochauflösenden räumlichen Abbildung der geologischen Strukturen des marinen Untergrundes. In einem zweiten Fahrtabschnitt von FS SONNE Ende September erprobt die BGR neu entwickelte elektromagnetische Verfahren zur Rohstofferkundung.
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BGR-Lehrvideo zum Projekt FLIN jetzt auf dem GeoChannel

Lehrvideo zum Schutz von Süßwasserlinsen auf Meeresinseln, 05.09.2014

Im BGR Projekt FLIN (Freshwater Lens INvestigations) wird die Dynamik von Süßwasserlinsen auf Inseln im Meer untersucht. Die Nordseeinsel Langeoog dient dabei als ideales Naturlabor. Um den tieferen Untergrund der Insel und die Bewegung des darin gespeicherten Grundwassers zu untersuchen, wurden mehrere Beprobungskampagnen mit zahlreichen geophysikalische Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse tragen allgemein zu einem besseren Verständnis über die Dynamik und das Alter von Süßwasserlinsen bei. Weiterhin unterstützen sie bei einer nachhaltigeren Bewirtschaftung dieser Ressource, u.a. unter Berücksichtigung des Klimawandels. Die ablaufenden Fließprozesse innerhalb der Süßwasserlinsen haben die Wissenschaftler mit physikalischen Sandtank-Experimenten visualisiert und mittels mathematischer Modelle nachgerechnet. Aus den Zeitrafferaufnahmen zur Visualisierung von Fließpfaden und der Altersschichtung sind interessante, kurze Videos in deutscher und englischer Sprache entstanden. Sie stehen auf dem YouTube „Geo-Channel BGR LBEG“ zur Verfügung und können zu Lehr- und Anschauungszwecken verwendet werden. Die BGR und das LBEG präsentieren im GeoChannel Videoclips über ihre neuesten Forschungsergebnisse und berichten von Expeditionen, Fachtagungen sowie Veranstaltungen.
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Zur Projektseite
Zum Video FLIN - Freshwater Lens INvestigations (deutsch)
Zum GeoChannel

Zur Förderung von Kohle werden große Wassermengen benötigt

Energie für Wasser und Wasser für Energie, 05.09.2014

Grundwasser und Energie stehen bei der Nutzung durch den Menschen in einem engen Zusammenhang. Diesen engen Zusammenhang verdeutlichte die BGR in zwei Seminaren auf der Weltwasserwoche vom 31.08. bis zum 05.09.2014 in Stockholm. So sind Energiesubventionen in vielen Ländern für die Übernutzung des Grundwassers verantwortlich, da ein hoher Energiebedarf und damit verbundene Kosten für die Förderung des Grundwassers notwendig sind. Aber auch die Förderung und die Energieerzeugung aus Kohle benötigen große Wassermengen, die in trockenen Gebieten häufig über Grundwasservorkommen abgedeckt werden. Zusammen mit Energie- und Wasserexperten aus China, Südafrika, Indien und den USA sowie von internationalen Institutionen diskutierten die BGR-Experten in Stockholm jetzt über zukünftige Herausforderungen und Lösungsansätze zum Umgang mit Energie und Wasser.
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Zum BGR-Seminar "Water Linkages to Coal Fired Energy Production: Shaping the Water and Energy Future"

Gut besucht: Der BGR-Stand im BMWi

BGR informiert beim „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“, 01.09.2014

Die BGR hat vom 30. bis 31. August 2014 am 16. „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“ teilgenommen. Sie war jeweils mit einem Stand beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vertreten. Schwerpunktthemen des BGR-Standes im BMWi waren Rohstoffe für die Energiewende, Erneuerbare Energie aus dem Untergrund, Speicherraum für die Energiewende in Salzkavernen sowie in Festgesteinen. Außerdem führte die BGR mehrere 3D-Präsentationen über den Untergrund vor und stellte zahlreiche Exponate aus.

Im BMZ informierten Mitarbeiter des Fachbereichs Internationale Zusammenarbeit über verschiedene BGR-Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit.
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Wasser Tschad

Neuer Newsletter, 01.09.2014

Der aktuelle BGR-Newsletter 04/2014 ist erschienen.

Poster-Ausschnitt

Die Bodenkunde der BGR im Zeichen der Wiedervereinigung, 01.09.2014

Die Erinnerung an "25 Jahre Freiheit und Einheit" war ein zentrales Thema beim 16. Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 30. und 31. August in Berlin. Die Wiedervereinigung hat auch die Entwicklung des Themenfeldes Boden nachhaltig geprägt. Vor 25 Jahren haben mutige Menschen in der DDR die SED-Diktatur überwunden und die Öffnung der Mauer erzwungen. Sie haben damit die Voraussetzung dafür geschaffen, dass Deutschland seine Einheit in Frieden und Freiheit wiedererlangen konnte.

Das brachte auch weitreichende Folgen für die sich seit der Teilung Deutschlands getrennt weiterentwickelte Bodenkunde mit sich. Als Folge der Wiedervereinigung mussten alle im damaligen Forschungszentrum für Bodenfruchtbarkeit Müncheberg, Bereich Bodenkunde, Fernerkundung Eberswalde zentral vorgehaltenen Bodendaten der ehemaligen DDR mit denen der Geologischen Dienste der alten Bundesländer zu einer einheitlichen Datenbasis zusammengeführt werden.
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Zur Pressemitteilung 25 Jahre gesamtdeutsche Bodenkunde

Rohstoffeffizienzpreis 2014 - Bewerbungsschluss

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis: Bewerbungsschluss 23. September 2014!, 01.09.2014

Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich noch bis zum 23. September 2014 bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der BGR um den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2014 bewerben. Mit diesem Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), unter fachlicher Begleitung der DERA, Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung und die Umsetzung von rohstoff- und materialeffizienten Produkten, Prozessen und Dienstleistungen aus.

Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis wird am 4. Dezember 2014 im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ im BMWi an vier mittelständische Unternehmen und eine Forschungseinrichtung übergeben. Er ist jeweils mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert. Besonders innovative Lösungen im Produktionsverfahren, im Produktdesign und bei Dienstleistungen sowie neue anwendungsorientierte Forschungsergebnisse haben in diesem Wettbewerb ausgezeichnete Chancen.
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Zur Pressemitteilung Rohstoffeffizienzpreis 2014
Weitere Informationen zum Rohstoffeffizienzpreis 2014

Die drei Teilnehmer der BGR (v.l.): Dr. Kristian Ufer, Dr. Stephan Kaufhold und Dr. Reiner Dohrmann

BGR belegt 3. Platz bei „Tonmineralogie-WM“, 29.08.2014

Das Mineralogie-Labor der BGR und des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sicherte sich beim internationalen Mineralogielabor-Wettbewerb „Reynolds Cup“ den dritten Platz. Diese inoffizielle „Tonmineralogie-Weltmeisterschaft“ rief das Unternehmen Chevron Texaco erstmals im Jahr 2000 ins Leben, um eine objektive Einschätzung der generell erreichbaren Genauigkeit von mineralogischen Analysen von Tonen zu erhalten.

Alle zwei Jahre geht es mittlerweile darum, drei vom Ausrichter aus Reinphasen gemischte Proben zu analysieren und deren quantitative Mineralzusammensetzung anzugeben. In diesem Jahr entsprachen die Proben industriell aktiviertem Bentonit, einem Kaolinrohstoff und Gipskeuper und wurden von Dr. Michael Plötze von der ETH Zürich bewertet. An dem Wettbewerb nahmen 81 Labore aus 21 Ländern teil. Den ersten Platz sicherten sich Dr. Reinhard Kleeberg und Dr. Ulf Kempe von der TU Bergakademie Freiberg sowie Dr. Robert Möckel vom Helmholtz Institut Freiberg. Für die BGR nahmen Dr. Kristian Ufer, Dr. Stephan Kaufhold und Dr. Reiner Dohrmann teil. Die Ergebnisse wurden am 20. Mai 2014 auf der Jahrestagung der amerikanischen Clay Minerals Society in College Station, Texas, USA vorgestellt.
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BGR-Internetseite zum Reynolds Cup

Weltwasserwoche 2014

BGR beteiligt sich an der Stockholmer Weltwasserwoche, 28.08.2014

Vom 31. August bis zum 5. September 2014 findet die diesjährige Weltwasserwoche statt. Das Thema der diesjährigen Weltwasserwoche ist „Energie und Wasser“. Im Rahmen des BGR-Sektorvorhabens „Politikberatung Grundwasser“ werden zwei Seminare veranstaltet zu den Themen: “Irrigation Subsidies: How to turn from the Overuse of Water and Energy to Sustainability?“ und "Water Linkages to Coal Fired Energy Production: Shaping the Water and Energy Future".

BGR participates at the Stockholm World Water Week

This year’s World Water Week will take place from 31st August to 5th September 2014. The theme of this year is “Energy and Water”. Within the scope of the BGR-sector project “Policy Advice Groundwater” two seminars to the following topics will be carried out: “Irrigation Subsidies: How to turn from the Overuse of Water and Energy to Sustainability?“ and "Water Linkages to Coal Fired Energy Production: Shaping the Water and Energy Future".
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BGR-Mitarbeiter informierten im vergangenen Jahr beim BMZ über Projekte der Internationalen Zusammenarbeit

BGR beim „Tag der offenen Tür“ der Bundesregierung, 21.08.2014

Am 31. August findet der „Tag der offenen Tür der Bundesregierung“ statt. Die BGR wird jeweils mit einem Stand beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin vertreten sein.

Schwerpunkt des BGR-Standes im BMWi ist das Thema Energiewende. Im BMZ wird der Fachbereich Internationale Zusammenarbeit über verschiedene BGR-Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit informieren.
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Weitere Informationen zum Tag der offenen Tür

Staatssekretär Uwe Beckmeyer (rechts) und Dr. Volker Steinbach

Staatssekretär Beckmeyer besuchte BGR, 14.08.2014

Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, informierte sich bei einem 2-stündigen Besuch über Aufgaben und Arbeit der BGR im Bereich der Meeresforschung. Besonders interessiert zeigte sich Beckmeyer an aktuellen BGR-Projekten im Bereich der marinen Rohstoffe.

So erkunden die BGR-Wissenschaftler eine Vielzahl möglicher Rohstoffquellen für die Zukunft – etwa in den arktischen Meeren. Dort untersuchen die BGR-Experten zurzeit die Potenziale von Energierohstoffen sowie Umweltauswirkungen einer möglichen Nutzung. Im Pazifik erkunden sie Vorkommen von Manganknollen mit so wichtigen mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Nickel und Kobalt. Erst jüngst bewilligte die Internationale Meeresbodenbehörde den BGR-Lizenzantrag im Indischen Ozean zur Exploration polymetallischer Sulfide, die u. a. das begehrte High-Tech-Metall Indium enthalten. Zum Abschluss seines Besuchs erhielt der Parlamentarische Staatssekretär als kleine Erinnerung eine Manganknolle, die BGR-Forscher auf einer ihrer vielen Schiffsexpeditionen aus 4.200 Meter Meerestiefe an Bord geholt hatten.
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Explorationsförderprogramm der Bundesregierung

Förderprogramm zur Versorgung mit kritischen Rohstoffen, 05.08.2014

Für das Explorationsförderprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit kritischen Rohstoffen startet die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine neue Ausschreibungsrunde. Vor dem Hintergrund der Aktualisierung der Liste kritischer Rohstoffe durch die Europäische Kommission hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Richtlinien des Programms angepasst. Es sieht jetzt eine Förderung von Projekten bei insgesamt 24 Rohstoffen bzw. Rohstoffgruppen vor. Anträge nimmt die DERA vom 5. August bis 30. September 2014 entgegen. Das Explorationsförderprogramm berücksichtigt zum einen die 20 kritischen Rohstoffe der EU-Liste.

Das Programm sieht eine Förderung von Projekten zur Exploration, Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung sowohl im In- als auch im Ausland vor. Antragsberechtigt sind rechtlich selbstständige Unternehmen, die zur Durchführung des Vorhabens technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten. Die Anträge werden von der DERA fachlich geprüft und bewertet. Abschließend entscheidet das Bundeswirtschaftsmininisterium als Zuwendungsgeber über eine Förderung.
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7. Norddeutsche Geothermietagung

7. Norddeutsche Geothermietagung im Oktober: Anmeldung jetzt möglich, 05.08.2014

Vom 15. bis 16. Oktober 2014 findet im GEOZENTRUM Hannover die 7. Norddeutsche Geothermietagung statt. Das Thema der Veranstaltung lautet „Hotspot Hannover: Geothermie – durch Innovation zur Wirtschaftlichkeit“. Interessierte können sich seit 1. August 2014 unter folgendem Link Anmeldung 7. Norddeutsche Geothermietagung direkt anmelden.

Die Norddeutsche Geothermietagung bietet ein breites Spektrum an Themen rund um die oberflächennahe und tiefe Erdwärme-Nutzung in Norddeutschland. Auch in diesem Jahr erwartet die Teilnehmer wieder ein vielfältiges Tagungsprogramm, das an zwei Tagen von den aktuellen politischen Rahmenbedingungen über praxisrelevante Forschungsergebnisse und Innovationen bis hin zu Betriebserfahrungen reicht. Veranstalter sind die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG), hannoverimpuls und Enerchange.
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Weitere Informationen zur 7. Norddeutschen Geothermietagung
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Grünes Licht für Erkundung von marinen Rohstoffen, 04.08.2014

Wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung von metallischen Rohstoffen in der Tiefsee: Der Lizenzantrag der Bundesrepublik Deutschland zur Exploration polymetallischer Sulfide am Meeresboden des Indischen Ozeans ist von der Internationalen Meeresbodenbehörde im Jamaika bewilligt worden. Jetzt kann die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Explorationslizenz beantragt hat, das Lizenzgebiet südöstlich von Madagaskar gezielt erkunden. Dazu gehören neben der konkreten Abschätzung des wirtschaftlichen Potenzials auch umfangreiche Untersuchungen zum Schutz und Erhalt der marinen Umwelt. Die nächste Schiffsexpedition hierzu findet im Herbst dieses Jahres statt. Die Lizenz hat eine Laufzeit von 15 Jahren und kann anschließend in eine Abbaulizenz münden.

Zur Vorbereitung des Lizenzantrages fanden seit 2011 bereits drei meeresgeowissenschaftliche Expeditionen der BGR in das Zielgebiet an der „Rodriguez Triple Junction“ im Indischen Ozean statt. Die Wissenschaftler entdeckten dabei vielversprechende Vorkommen von metallreichen Ablagerungen entlang der ozeanischen Spreizungszone. Ziel der Erkundung ist es, mit Hilfe moderner rohstoffgeologischer Explorationstechniken Metallsulfidvorkommen zu identifizieren, die an den Austrittsstellen ehemals aktiver heißer Quellen am Meeresboden („schwarze Raucher“) entstanden sind.
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Erdbeben im Vogtland/Nordwest-Böhmen mit dem Epizentrum bei Novy Kostel

BGR registriert Erdbeben der Magnitude 3,8 im Vogtland, 04.08.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat heute Nacht (04.08.2014) um 01:58 Uhr MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) in der Region Vogtland/Nordwest-Böhmen ein Erdbeben der Magnitude 3,8 registriert. Das Epizentrum befindet sich auf tschechischem Gebiet bei der Ortschaft Novy Kostel nahe Cheb. Das Erdbeben wurde auch in Sachsen und Bayern verspürt.

Bereits vor acht Wochen (31.05.2014) ereignete sich im selben Epizentralgebiet bei Novy Kostel das stärkste Erdbeben der vergangenen 30 Jahre in dieser Region. In den darauffolgenden fünf Tagen registrierte die BGR dort insgesamt 45 Nachbeben mit einer Magnitude größer 2. Bis Ende Juli war es seismisch ruhig, es traten keine weiteren Beben dieser Stärke auf.

Die jüngste Aktivität startete am 27.07.2014 mit einem Ereignis der Stärke 2. Nach dem Ereignis in der vergangenen Nacht konnte die BGR zahlreiche Nachbeben registrieren. Die beobachteten Ereignisse deuten darauf hin, dass in der Region eine erneute Erdbebentätigkeit begonnen hat. Die Gebiete um Novy Kostel sowie auf deutscher Seite um Klingenthal in Sachsen zählen zu den klassischen Schwarmbebenregionen. Die letzten Erdbebenschwärme mit vergleichbarer Magnitude ereigneten sich in den Jahren 2008 (bis Magnitude 4,1) und 2011 (bis Magnitude 4,0) ebenfalls bei Novy Kostel.
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BGR-Bodenexperte Dr. Rainer Baritz auf der 2. Generalversammlung der Global Soil Partnership (GSP)

BGR-Experten an internationalen Aktionsplänen zum Bodenschutz beteiligt, 01.08.2014

Auf der 2. Generalversammlung der Global Soil Partnership (GSP) bei der FAO in Rom (Food and Agriculture Organization of the United Nations) wurden von den FAO-Mitgliedsländern jetzt dringende Maßnahmen angemahnt, um den Zustand von Agrarflächen zu verbessern. Angesichts einer steigenden Weltbevölkerung werden bis 2050 voraussichtlich 60 % mehr Nahrungs- und Futtermittel benötigt, während derzeit ein Drittel aller nutzbaren Böden degradiert sind.

An dem Treffen nahmen auch Vertreter der BGR teil. Es wurden Aktionspläne zu den Themen Bodenbewirtschaftung, Öffentlichkeitsarbeit, Weltbodeninformationssystem und Harmonisierung von Daten zum Bodenzustand beschlossen. Kern dieser Aktionspläne sind Empfehlungen, für deren Umsetzung die Weltstaatengemeinde, Industrie und Landnutzer aufgerufen sind zusammenzuarbeiten.

BGR-Experte Dr. Rainer Baritz war an der Vorbereitung von zwei Aktionsplänen maßgeblich beteiligt – als Mitglied der Arbeitsgruppe zum Thema Weltbodeninformationssystem „Enhance the quantity and quality of soil data and information“ und als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Harmonisierung „Support harmonization of methods, measurements and indicators for sustainable soil management“.

Anlässlich des diesjährigen Weltbodentags im Dezember soll der erste Statusbericht zum Zustand der weltweiten Bodenressourcen durch die FAO/GSP veröffentlicht werden. Um die gefährdete und weltweit begrenzte Ressource Boden stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, haben die Vereinten Nationen das kommende Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen.
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BGR- und CIGEM-Experten begutachten die Hangsituation auf einem landwirtschaftlich genutzten Lössplateau westlich von Lanzhou

Grundsteinlegung für Projekt in China, 29.07.2014

Der Fachbereich „Gefährdungsanalysen und Fernerkundung“ der BGR legte jetzt mit dem „Chinese Geological Survey/China Institut of Geo-Environment Monitoring“ (CGS/CIGEM) den Grundstein für das gemeinsame Projekt „Landslide Hazard and Risk Assessment for Lanzhou, Gansu Province, China“ (LHARA). Experten beider Institutionen trafen sich dafür am Gelben Fluss in Lanzhou (China).

Im Rahmen der fachlichen Diskussionen und Feldbesichtigungen wurden die potenziellen Arbeitsgebiete und Themenfelder eingegrenzt und die künftigen Projektaktivitäten identifizert. Lanzhou ist eine rasant wachsende Millionenmetropole in einer Lösslandschaft, die durch historische Erdbebenaktivitäten und menschliche Eingriffe geprägt ist. In den kommenden drei Jahren wird daher eine Gefährdungsabschätzung für Massenbewegungen im Maßstab 1:50.000 für den Großraum Lanzhou, sowie eine quantitative Risikoanalyse im Maßstab von 1:10.000 für ein Gebiet im Südosten von Lanzhou-City erarbeitet. Die BGR und ihr chinesischer Partner haben vor, im Rahmen des Projektes neue methodische Ansätze zu entwickeln, die später landesweit eingesetzt werden können.

Die zweite Gesprächsrunde findet im September 2014 in Hannover statt, dann soll die Projektskizze zu einem detaillierten Projektplan ausgebaut werden. Anfang 2015 soll das Projekt starten.
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Zur BGR-Internetseite „Ingenieurgeologische Gefährdungsanalysen“

Wechselwirkungen (Hetero- und Homoaggregation) von Silbernanopartikeln mit Ferryhydrit

BGR-Wissenschaftler untersuchten die Mobilität von Silbernanopartikeln in Böden, 22.07.2014

Um Auswirkungen der Silbernanopartikel auf die Umwelt zu untersuchen, wurde das Forschungsvorhaben UMSICHT (Abschätzung der Umweltgefährdung durch Silber-Nanomaterialien: vom Chemischen Partikel bis zum Technischen Produkt) durchgeführt. Im Rahmen dieses Verbundvorhabens untersuchte die BGR von 2010 bis 2014 in enger Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover (LUH) die Mobilität und die kolloidale Stabilität von Silbernanopartikeln (Ag ENP) in Böden.

In den Batchtests mit Proben von ackerbaulich genutzten Böden blieben die Ag ENP größtenteils kolloidal stabil, was ein Potenzial zur Mobilität in Böden anzeigt. Hingegen zeigten Säulenversuche ein geringes Potenzial zur Remobilisierung von in Böden eingebrachten Ag ENP. Die ausführlichen Ergebnisse können im Projekt-Endbericht nachgelesen werden.
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Weitere Informationen zu Silbenanopartikeln in Böden

Das Foschungsschiff SONNE wird getauft

Neues Forschungsschiff SONNE von Bundeskanzlerin getauft, 14.07.2014

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am vergangenen Freitag (11. Juli 2014) das neue Forschungsschiff SONNE getauft. Es löst die alte SONNE ab und wird in Zukunft auch der BGR als Forschungsplattform dienen. Die neue SONNE wird ab Anfang 2015 im Indischen und Pazifischen Ozean eingesetzt und soll zur Beantwortung wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevanter Fragen wie dem Klimawandel, der Versorgung mit marinen Rohstoffen und der Folgenabschätzung von Eingriffen in marine Ökosysteme beitragen.

Mit 116 Meter Länge und 21 Meter Breite übertrifft das neue Forschungsschiff die Dimensionen seiner Vorgängerin deutlich. Der zusätzliche Platz an Deck und in den Labors geht auf die Anforderungen zurück, die unter Beteiligung der BGR in der Planungsphase festgelegt wurden. Sie tragen dem stetig steigenden Einsatz von aufwändiger Technik wie z. B. der 3D-Reflexionsseismik in der Meeresforschung Rechnung. Erste Testfahrten mit BGR-Beteiligung sind im Herbst 2014 geplant. Die neue SONNE wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf der Meyer-Werft in Papenburg (Niedersachsen) gebaut.
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Bildergalerie
Zum Film Taufe Forschungsschiff SONNE auf YouTube

Heliumballon wird zum Start vorbereitet

Erkundung von Grundwasser per Heliumballon, 14.07.2014

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erprobt in dieser Woche auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz „Döberitzer Heide“ in Brandenburg ein mobiles System für eine künftig effizientere Durchführung geophysikalischer Messungen. Kernelement bei dieser neuen – auf der Transienten-Elektromagnetik (TEM) basierenden – Methode ist ein Heliumballon. Der mit Sende- und Empfangsspulen ausgestattete Ballon ermöglicht Untersuchungen des geologischen Untergrundes aus der Luft bis in Tiefen von mehreren hundert Metern und soll nach erfolgreicher Erprobung insbesondere die Grundwassererkundung in Entwicklungsländern erleichtern.
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GEMAS-Atlas

GEMAS-Atlas: Geochemisches „Nord-Süd-Gefälle“ nachgewiesen, 10.07.2014

Mit der „Geochemical Mapping of Agriculturar and Grazing Land Soil“ (GEMAS) liegt jetzt erstmals ein Atlas vor, in dem die Elementgehalte aller Landwirtschaftsböden in Europa dargestellt werden. An dieser neuen Veröffentlichung waren die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die Expertengruppe „Geochemie“ der europäischen geologischen Dienste (EuroGeoSurveys) und der Verband der europäischen Metallindustrie (Eurometaux) beteiligt.

Für die Erstellung des GEMAS-Atlas haben Wissenschaftler in 33 europäischen Ländern 2.108 Ackerproben und 2.023 Grünlandproben genommen und die Gehalte von mehr als 50 Elementen analysiert.

Die Wissenschaftler haben mit ihren Ergebnissen einen scharfen Bruch in den gemessenen Elementgehalten entlang der südlichen Grenze der letzten Vereisung nachgewiesen. Dies ist vor allem auf die durch die Eiszeit hervorgerufenen geologischen Unterschiede zurückzuführen. So haben die Wissenschaftler in den landwirtschaftlich genutzten Böden Südeuropas zwei- bis dreimal höhere Spurenelementgehalte (z. B. Arsen, Cobalt, Gold, Kupfer, Lithium, Mangan, Nickel) festgestellt als in den jungen Böden Nordeuropas. Die südeuropäischen Böden sind in der Regel älter und intensiver verwittert.
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20th World Congress of Soil Science.

20th World Congress of Soil Science, 07.07.2014

Unter dem Motto „Soils Embrace Life and Universe“ trafen sich kürzlich Bodenkundlerinnen und Bodenkundler der ganzen Welt beim zwanzigsten Weltkongress der Bodenwissenschaften auf der Insel Jeju-do (Südkorea). Veranstalter war die Koreanische Gesellschaft für Bodenforschung und Düngung.

Die Bodenkunde der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) war mit sieben eigenen Beiträgen auf diesem internationalen Kongress gut sichtbar vertreten. Über 2.000 Tagungsteilnehmer informierten sich u. a. bei der BGR über Themen wie Wirkungen von Schadstoffen im Pflanzenbau, Bodengenese und Bodeninformation.

Der World Congress of Soil Science (WCSS) ist eine Konferenz, die alle vier Jahre stattfindet und von der International Union of Soil Sciences (IUSS) ausgerichtet wird. Das Ziel der Kongresse, die in der Regel von vielen hundert Mitgliedern der nationalen bodenkundlichen Gesellschaften besucht werden, ist der Austausch der neuesten Erkenntnisse in den Bodenwissenschaften
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BGR-Bodenkunde
World Congress of Soil Science (WCSS)
International Union of Soil Sciences (IUSS)

Deutschlands Botschafter Werner Wnendt (vierter von rechts) mit dem Expeditionsteam.

Deutscher Botschafter besucht Geologen in der Arktis, 07.07.2014

Besuch vom deutschen Botschafter in Kanada, Werner Wnendt, erhielten jetzt die Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bei ihrer Expedition CASE 16 (Circum-Arctic Structural Events) auf der Ellesmere-Insel in der kanadischen Arktis. Der Botschafter wurde in Begleitung mit weiteren Expeditionsteilnehmern mit einer 2-motorigen „Twin Otter“ aus Resolute Bay in das Basislager der BGR-Geologen in der Flagler Bay an der Ostküste der Insel eingeflogen. Vier Tage wird Wnendt die Expeditionsteilnehmer der BGR und ihre Kollegen aus Kanada, Südafrika, den USA und Deutschland begleiten, um sich über die internationale Zusammenarbeit der Geologen im Gelände zu informieren.

Botschafter Wnendt zeigte sich nach seiner Ankunft vom BGR-Projekt sehr beeindruckt: „Die wissenschaftliche Zusammenarbeit ist einer der wichtigsten Bereiche in den deutsch-kanadischen Beziehungen und das Projekt der BGR im hohen Norden Kanadas ist ein besonders gelungenes Beispiel für diese erfolgreiche Kooperation.“

Seit Mitte Juni betreibt das 15-köpfige Expeditionsteam  in der kanadischen Arktis geologische Feldforschungen. Noch bis zum 21. Juli 2014 wollen die Wissenschaftler die geologischen Verhältnisse auf der Ellesmere-Insel in einem Umkreis von 150 Kilometern um das Basislager (79°15‘ nördlicher Breite) erforschen.
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